Die Tage bis zum Schützen- und Heimatfest 2019 sind gezählt ...

... Vorfreude ist die schönste Freude. Das gilt auch und in besonderer Weise für das Schützen- und Heimatfest der Gartenstadt Wevelinghoven. Jahr für Jahr freuen sich die gut 900 Schützen sowie die zahlreichen Besucher auf das vorletzte Wochenende im August, wenn ein Highlight dem nächsten folgt:

Angefangen beim Donner der Kanone "General Blücher" am Samstagmittag, über den Fackelzug am Abend und die Festzüge am Sonntag mit Paraden bis zur feierlichen Krönung am Festdienstag. Natürlich wird im Festzelt auf dem Marktplatz auch ausgiebig gefeiert und der Festplatz mit seinen zahlreichen Attraktionen bietet Kurzweil und Zeitvertreib. Es ist also für jeden etwas dabei, wenn die Zeit des Wartens ein Ende hat. 

Doch vorher müssen noch die Uniformen kontrolliert werden, es müssen die Blumen und Blumenhörner bestellt und Regiments- und Zugbefehle verfasst werden. Wo sind die Holzgewehre und wer kümmert sich um die Verpflegung? An die Fackeln wird in den letzten Tagen noch Hand angelegt, die Häuser werden geputzt und die Bürgersteige gesäubert. Die Liste der Besorgungen steigert die Vorfreude um so mehr bei den Schützen und Bewohnern der Gartenstadt auf die kommenden Tage des Frohsinns.   

Im Mittelpunkt des Festes steht das amtierende Königspaar Jens I. und Nicole Brandofsky. Der Königszug, der Jägerzug "Ever Jrön", wird die Residenz in diesem Jahr besonders festlich schmücken und dafür sorgen, dass die beiden Regenten eine unvergessliche Zeit haben werden. 

Der Festsamstag bietet nach dem großen Fackelzug sowie der Ball am Sonntag ein weiteres Highlight: die Coverband „SCHRÖDER“ wird den Schützen und Gästen so richtig einheizen und mit Ihrem großen Repertoire Akzente setzen. Freuen sie schon jetzt auf musikalische Unterhaltung der besonderen Art. 

Um die Vorfreude noch etwas zu steigern folgen in den kommenden Tagen und Wochen weitere Artikel rund um das schönste Fest des Jahres. Wir wünschen schon jetzt viel Spaß und Freude und hoffen wir sehen Sie zum Schützen- und Heimatfest vom 17. bis 20. August 2019 in der Gartenstadt Wevelinghoven. 

* Königspaar Jens I. und Nicole Brandofsky - Der zweite Versuch saß

Das Königspaar von Wevelinghoven, Jens I. und Nicole Brandofsky, freut sich auf ein harmonisches Fest im Kreise der Schützenfamilie und vieler Gäste. 

Jens I. und Nicole Brandofsky sind in diesem Jahr die höchsten Repräsentanten des Bürger-Schützen-Vereins (BSV) Wevelinghoven. Das strahlende Königspaar freut sich sehr über die errungene Königswürde. Denn für Jens Brandofsky (43) ging beim Königsvogelschießen ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Am 7. Juli 2018 war er als einziger Bewerber auf den Königstitel angetreten – auf den Tag genau 14 Jahre nach der Hochzeit mit seiner Frau und jetzigen Königin Nicole.

Bereits nach dem Vogelschuss wurde ausgiebig gefeiert. Die Kameraden des Jägerzuges Ever Jrön gratulierten dem neuen König aus ihren Reihen und zogen mit ihm an die Feldstraße. Dort wohnen die stolzen Eltern des Königs, Karl-Heinz und Christel Brandofsky, die im Schützenjahr 1996/97 selbst als Königspaar von Wevelinghoven regierten. Zu den ersten offiziellen Aufgaben von König Jens I. gehörte die Auszeichnung der Pfänderritter: Ingo Jacobs (Kopf), Sven Fücker (rechter Flügel), Reiner Nicklas (linker Flügel) sowie Peter-Josef Schrörs (Schweif).

Jens I. und Königin Nicole (41) errichten ihre Residenz an ihrem Wohnhaus an der Unterstraße. Der König gehört den Schützen in Wevelinghoven seit inzwischen 38 Jahren an – zunächst als Edelknabe und dann als Jäger. 2017 unternahm Jens Brandofsky einen ersten Versuch, Schützenkönig zu werden. An der Vogelstange unterlag er damals jedoch Daniel Steinert. 2018 klappte es dann endlich.

Seitdem ist das immer aktive und freundliche Königspaar, mit dem zusammen sich Sohnemann Dean auf die Festtage freut, bei den Feiern der einheimischen Vereine gern gesehener Gast. Auch bei den Heimatfesten befreundeter Vereine haben sie den BSV Wevelinghoven würdevoll repräsentiert. Selbst die schützenfestfreie Zeit haben die Regenten, insbesondere Jens I., gut genutzt: Zum Beispiel beim Karnevalsumzug in Orken, wo der Schützenkönig auf dem Prunkwagen des Orkener Dreigestirns mitgefahren war und Kamelle geworfen hatte.

Brandofsky ist nicht nur begeisterter und aktiver Schütze im BSV Wevelinghoven. Die Majestät ist darüber hinaus auch noch leidenschaftlicher Vespa-Fahrer und Angler. Zusammen mit seinem Sohn Dean sitzt er oft stundenlang im Garten seines Erftgrundstücks, wartet darauf, dass Fische anbeißen und genießt die Ruhe. Dean begleitet seine Eltern beim Fest als Page.

Wasser spielte auch im Leben der Königin für lange Zeit eine große Rolle: Als Langstreckenschwimmerin absolvierte sie Distanzen von mehr als 35 Kilometern. Die Königsfamilie verbringt sehr viel Zeit miteinander – besonders gerne beim Campen im eigenen Wohnwagen. Wenn Jens I. und Königin Nicole nicht offiziell als Königspaar oder zum Campen unterwegs sind, gehen Sie ihren Berufen nach: Der König arbeitet als Berufsfeuerwehrmann auf der Leitstelle des Rhein-Kreises, die Königin ist bei der Stadt Grevenbroich beschäftigt.

Der Endspurt vor dem Schützenfest in Wevelinghoven hat schon längst begonnen: Den nutzen die Brandofskys, um die gemeinsame Zeit als Königspaar noch mehr als je zuvor zu genießen. Ihre Vorfreude ist riesig.

Während der bevorstehenden Festtage wollen sie ein Königspaar auf Augenhöhe und für alle Schützen sowie Gäste sein. Dazu werden nicht nur die schützenfestbegeisterten Eltern von Jens I. und Nicole Brandofsky beitragen, sondern auch der Jägerzug des Königs.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (ngz) Schützenfeste im Rhein-Kreis-Neuss vom 01.08.2019 (online) I Foto: BSV

* Der Königszug - Jägerzug "Ever Jrön"

Der diesjährige Königszug gründete sich im Jahre 2003 nach dem Schützenfest. Die fünf Gründungsmitglieder hatten alle bereits Erfahrungen in einem anderen Zug gemacht. Der Zug wurde vor allem gegründet, um den Gemeinschaftssinn wie auch den Zusammenhalt der Mitglieder zu stärken und aufrecht zu erhalten. Dies kann man vor allem daran erkennen, dass der Zug an allen Veranstaltungen, die der Bürger-Schützen-Verein veranstaltet, mannstark teilnimmt. Insgesamt sind 15 aktive und 4 passive Schützen Mitglied im Königszug und das sind Schützen, die vom Ältesten bis zum Jüngsten, drei Generationen umfassen.

Um die vielfältigen Aufgaben, die ein Zugleben im laufenden Schützenjahr mit sich bringen, zu bewältigen, finden zahlreiche Versammlungen im Schützenjahr statt. Diese werden beim derzeitigen Schützenkönigspaar Jens I. und Nicole Brandofsky abgehalten. Königin Nicole hatte im Jahre 2017 die glorreiche Idee, einen ungenutzten Raum im ihrem Wohnhaus (ehemals Schreibwarengeschäft Brenner auf der Unterstraße) zur Verfügung zu stellen. Dieser wurde vom Zug ausgebaut und ausgestattet. Damit war das Vereinsheim des Jägerzugs „Ever-Jrön“ geschaffen. Darauf ist der Zug besonders Stolz. Darüber hinaus wird das Vereinsheim auch für lustige Schock- und Brettspielabende genutzt. 

Ein weiteres Highlight ist der alljährliche Zugausflug. Dort wird sich von den Strapazen des Schützenjahres erholt - allerdings werden Wellness-Oasen oder ähnliche Etablissements unbedingt gemieden. Um auch die gesamte Familie einzubinden veranstaltet der Zug jährlich eine Familien-Weihnachtsfeier, die immer großen Zuspruch erfährt. Mit der Auswahl einer besonderen Lokalität und des Rahmenprogramms werden gewählte „Kümmerer“ des Zuges beauftragt.

Der Zug stellte bereits 2012/13 den Schützenkönigspaar des Bürger-Schützen-Verein 1924 e.V. mit Michael  und Andrea Klasen. In diesem Jahr 2018/19 hat der Zug sogar drei Würdenträger, nämlich den Schützenkönig Jens I. mit Königin Nicole, den ehemaligen Jägercorpskönig Dominik Brandt (2018/2019) und seit dem Samstag des Königsvogelschuss mit Nils Klasen den Kronprinz der jungen Schützen 2019/20, der am Schützenfestsonntag gekrönt wird, in seinen Reihen.

 

* Festablauf und Zugwege zum großen Schützen- und Heimatfest 2019 

Samstag, den 17. August 2019

12.00 Uhr Einschießen des Schützenfestes durch die Artillerie an der Gebrüder-Grimm-Grundschule - Oststraße

16.00 Uhr Einspielen des Schützenfestes durch das Tambourcorps „Frisch voran” Wevelinghoven

19.30 Uhr Platzkonzert vor dem Rathaus in Wevelinghoven

20.15 Uhr Abmarsch der Tambourcorps und Musikkapellen mit den durch die Züge erstellten Großfackeln von der Zehntstraße über die Poststraße zum Antreteplatz des Fackelzuges auf der Langwadener Straße. 

20.45 Uhr Abmarsch des Fackelzuges

Zugweg: Langwadener-, Post-, Ober-, Grevenbroicher-, Krumm- und Brückenstraße, An der Obermühle, Burg-, Unterstraße, An der Eiche, Rhenania-, Oststraße, Marktplatz.

Im Anschluss Festball im Festzelt auf dem Marktplatz mit der Coverband „SCHROEDER“

 

Sonntag,  den 18. August 2019

9.00 Uhr Antreten am Rathaus zum Kirchgang

9.30 Uhr Festgottesdienst in der kath. Kirche, Unterstraße. Anschließend vor der Kirche Parade vor der Geistlichkeit. Danach Marsch zum Ehrenfriedhof Langwadener Straße zur Gefallenen- und Totenehrung. Anschließend Frühschoppen im Festzelt mit Ehrung des Edelknabenkönigs.

14.30 Uhr Großer Festzug ab Rathaus Poststraße. Im Verlauf des Festzuges Königsparade vor dem Rathaus. 

Zugweg: Post-, Ober-, Grevenbroicher-, Krumm- und Brückenstraße, An der Obermühle, Burg-, Zehnt-, Poststraße zur Parade am Rathaus. Fortsetzung des Festzuges über die Poststraße, Rhenania-, Oststraße zum Festzelt auf dem Marktplatz.

20.00 Uhr Ball der Könige – mit Krönung des Königs der jungen Schützen

 

Montag, den 19. August 2019

11.30 Uhr Regimentsfrühschoppen im Festzelt

17.15 Uhr Antreten zum Festzug am Rathaus

Zugweg: Post-, Ober-, Grevenbroicher-, Brückenstraße, An der Obermühle zur Parade an der ev. Kirche. Fortsetzung des Zuges über Burg-, Unterstraße, An der Eiche, Rhenaniastraße, Oststraße zum Festzelt auf dem Marktplatz.

19.30 Uhr nach der Verabschiedung des Regimentes Disco im Bierzelt mit gemütlichem Beisammensein.

 

Dienstag, den 20. August 2019

18.45 Uhr Antreten zum Abholen des Kronprinzenpaares ab Rathaus.

Zugweg: Post-, Zehnt- und Unterstraße, An der Eiche und Poststraße zum Rathaus.

19.15 Uhr Großer Zapfenstreich vor dem Rathaus

20.00 Uhr Krönungsball im Festzelt

* Der Festplatz - Ort der Ausgelassenheit und der glücklichen Momente

Einmal im Jahr, im Sommer, öffnet der Kirmesplatz auf dem Marktplatz in Wevelinghoven zum großen Schützen- und Heimatfest der Gartenstadt Wevelinghoven seine Tore. Die Besucher schlendern dann über den "Rummel" und Dank der attraktiven Angebote wird auch in diesem Jahr wieder viel geboten: Neben zahlreichen interessanten Geräten wie „Mr. Beat“, einem modernen und großen Fahrgeschäft, bei dem man so richtig durchgeschüttelt wird,  ist auch ein großer Autoscooter präsent um mit Musik und Schnelligkeit die Besucher der Kirmes zu begeistern. Für die „Kleinen“ wird einiges durch einen MiniSkooter sowie einer „Fantastischen Reise“ oder einem Märchenkettenflieger geboten. Auch zahlreiche Stände laden geraden die kleinen Gäste zu Spiel und Spaß beim Ball- und Pfeilwerfen, Entchenangeln ein. 

Der Gaumen wird ebenfalls nicht zu kurz kommen, sei es die althergebrachte Currywurst oder doch eine Thüringer aus der Wurstbraterei, Schwenkbraten oder zum Nachtisch kandierte Früchte und gebrannte Mandeln, das Angebot scheint unerschöpflich. Die "Rauch Meister" haben sich etwas ganz besonderes überlegt: sie haben einen "Wevelinghoven Burger" kreiert, der beim Kauf auch noch dem Guten Zweck dient. 1,50 EUR pro Burger gehen in die Kasse der Edelknaben - die das Geld gut gebrauchen können. 

Das absolute Highlight stellt in diesem Jahr jedoch wieder ein Riesenrad dar und das im wahrsten Sinne des Wortes. Das Riesenrad „Liberty Wheel" der Firma Gormanns, welches mit einer Höhe von 38 Metern einen ganz besonderen Ausblick auf die Gartenstadt Wevelinghoven zulässt ist schon eine imposante Erscheinung. In Gondeln können die Festplatzbesucher nicht nur den Markt und somit den Schützenfestplatz sondern die ganze grüne Gartenstadt Wevelinghoven und die nähere Umgebung in Augenschein nehmen. Hier kann der Fahrgast sehen, warum Wevelinghoven den Beinamen Gartenstadt wirklich verdient hat und hier gibt es wirklich nur eine Steigerung: “Nur fliegen ist schöner“.

* SCHROEDER in der Gartenstadt

Eine besonderes musikalisches Highlight wird es am Schützenfestsamstag nach dem Fackelzug sowie am Sonntag zum "Ball der Könige" geben:

„SCHROEDER“ Mit Rock-, Pop- & Soulklassikern und Hits aus den aktuellen Charts – dies alles bestimmt das Programm der angesagten Coveband aus NRW. „Das machen doch alle“ wird man nun sagen. In einem wesentlichen Punkt unterscheidet sich „SCHROEDER“ jedoch von fast allen anderen Bands:

SCHROEDER überzeugt durch Professionalität, einem Höchstmaß an Leidenschaft, Flexibilität, Entertainment und einem 100% Live Feeling der Extraklasse.

So dürfen sich die Gäste sowie die große Wevelinghovener Schützenfamilie auf ein interessantes und stimmgewaltiges Highlight des Schützen- und Heimatfestes 2019 freuen.

* König der jungen Schützen Nils I. Klasen 

Nils Klasen vom Jägerzug Ever Jrön hatte zum Ende des Schießens das Glück auf seiner Seite: Mit dem 60. Schuss holte er am 6. Juli den Rumpf von der Stange und wurde zum neuen Kronprinzen der jungen Schützen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren. Dem 21-jährigen Wevelinghovener war die Freude über seinen Erfolg noch Stunden nach dem Schießen anzumerken.

Klasen stammt aus einer schützenfestbegeisterten Familie. Seine Eltern Michael und Andrea Klasen regierten im Schützenjahr 2012/13 als Königspaar des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven. Großvater Bubi Klasen ist bereits seit über 70 Jahren Mitglied des BSV.

Der Kronprinz arbeitet als Landmaschinenmechaniker bei Wassenberg in Grevenbroich und beweist dort sein handwerkliches Geschick. In seiner Freizeit hilft er gerne in der Landwirtschaft aus und unterstützt ortsansässige Landwirte. Die Residenz des neuen Königs der jungen Schützen wird beim amtierenden Königspaar Jens I. und Nicole Brandofsky entstehen – dafür soll der Jägerzug Ever Jrön sorgen. Klasen schätzt den großen Zusammenhalt innerhalb seines Zuges sehr. Für ihn bedeute Schützenfest Zusammenhalt, Freundschaft und die Liebe zur Heimatstadt Wevelinghoven.

* Edelknabenkönig Alessandro Zambito Hamacher

Der Schützenfestsonntag wird für Alessandro Zambito Hamacher ein ganz besonderer Tag. Denn nach dem Kirchgang und der Gefallenenehrung wird der siebenjährige Edelknabe zum jüngsten Regenten der Wevelinghovener Schützen gekrönt.

Das Edelknabencorps ermittelte seinen neuen Regenten in einem spannenden Wettkampf am 15. Mai. Alessandro wohnt zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester Isabella in Kapellen. Er besucht die Klasse 1c der Gebrüder-Grimm-Grundschule in Wevelinghoven. Mathe ist sein Lieblingsfach. Außerhalb des Klassenraums ist der Edelknabenkönig sportlich aktiv – beim Judo. In der sonstigen Freizeit spielt er gerne mit seinen Freunden und fiebert als Fan während der Spiele von Borussia Mönchengladbach mit.

Auf das Schützenfest im Kreise seiner Freunde aus dem Edelknabencorps freut sich Alessandro schon ganz besonders. Eine seiner ersten Amtshandlungen als amtierender Regent wird es sein, Ehrungen vorzunehmen.

Ausgezeichnet werden der Pokalsieger der Edelknaben und Jugendschützen, Dean Brandofsky, sowie seine Pfänderritter Giuseppe Scandurra (Kopf), Justus Hambloch (rechter Flügel), Lenni Müller (linker Flügel) und Phillip Hinke (Schweif).

* Kronprinzenpaar Stefan und Ursel Fücker

Mit dem 164. Schuss sicherte sich Stefan Fücker (55) am 6. Juli 2019 unter dem großem Jubel der zahlreichen Schützen und Besucher seine Anwartschaft auf den Titel des Schützenkönigs. Er war in diesem Jahr einziger Kandidat - dies schmälerte die Freude am Schießstand am Hemmerdener Weg nach dem Finalschuss nicht. Die glücklichsten Menschen an der Seite von Stefan waren seine Ehefrau Ursel (52), die beiden Kinder Julia (25) und Sven (22) sowie sein Scheibenschützenzug "He Simmer".

Seine Schützelaufbahn begann der 55-jährige im Jahre 1983 - mit seinen Freunden gründete er den Scheibenschützenzug „He Simmer“, der im nächsten Jahr dann auch den Königszug bilden wird. Seit dem war er ist zahlreichen Funtkionen im Zug tätig - im Jahr 2013 wurde er von seinen "Hötchesjonge" zum Major des Scheibenschützencorps gewählt.

Der Kronprinz, der als selbstständiger Unternehmer Busreisen anbietet und eine Fahrschule für alle Kraftfahrzeugklassen betreibt, hat seine Frau Ursel bei einer Busreise in Italien kennen und lieben gelernt. Am Tag des Königsvogelschuss - genau vor 28 Jahren - wurde geheiratet. Die Familie wird durch die beiden Hunde Ben und Leo ergänzt. 

Während Stefan seinen reichlichen beruflichen und freizeitlichen Verpflichtungen nachgeht, ist seine Frau Ursel, die auch im heimischen Unternehmen arbeitet, regelt die kleinen und großen Geschäfte des täglichen Lebens und sorgt dafür, dass das „Familienunternehmen“ bestens floriert. Außerdem gibt sie - als gelernte Krankenschwester - erste Hilfe Kurse in Schulen und Unterstützt in Ihrer freien Zeit die Aktivitäten der Wevelinghovener Edelknaben - auch wenn Sohn Sven längst dem Edelknabenalter entwachsen ist.

Ausgedehnte Reisen mit dem Wohnmobil durch Europa lassen die beiden von Ihrer Arbeit ausspannnen - wenn es die knapp bemessene Zeit zulässt.

Stefan und Ursel freuen sich bereits darauf, das Amt als Königspaar des Bürger- Schützen-Vereins Wevelinghoven am 20. August, dem Schützenfestdienstag und Krönungsabend, zu übernehmen. Sie schauen voller Erwartung und Vorfreude auf die kommende aktive Zeit Ihres Regierungsjahres. Neben den Zugkollegen wird das charmante Paar von ihren Familien mit Stolz unterstützt, denn bereits jetzt wird fieberhaft vorbereitet. Erste Aufgabe wird es sein sein folgende Pfänderschützen zu ehren: Michael Heiderich vom Jägerzug "Die Jägermeister" (Kopf), Regimentsoberst Peter Schrörs vom Jägerzug "Grön Gemöß" (rechter Flügel), Dirk Bayer vom Jägerzug "Vogelfrei" (linker Flügel) und Thomas Mede von der Artillerie (Schweif). 

 

* Ehrung für langjährige Mitgliedschaft
zum Bürger-Schützen-Verein und zum Schützenbrauchtum

Auch in diesem Jahr kann der Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 e.V. wieder zahlreiche Jubilare ehren. Für Ihre langjährige Treue werden die Jubilare traditionell im Rahmen des Ehrenabend des Bürger-Schützen-Verein am 10. August 2018, eine Woche vor dem Schützen- und Heimatfest, im Festzelt auf dem Marktplatz geehrt und bekommen eine Ehrennadel oder Ehrenurkunde verliehen.

Auf herausragende 70 Jahre Mitgliedschaft kann in diesem Jahr Willi Allroggen vom Jägerzug "Erftschützen" zurückblicken.

Auf stolze 60 Jahre Mitgliedsjahre schauen Peter Dohlen vom Jägerzug "Die Jägermeister", Andreas Kulartz vom Tambourcorps Wevelinghoven 1927 e.V. und Hans-Dieter Mertens als passives ehemals aktives Mitglied zurück. 

Für 50 Jahre Mitgliedschaft können Ulrich Bolz und Fritz Leyting vom Jägerzug "Volles Rohr" sowie Günter Piel - Präsident des BSV Wevelinghoven - vom Scheibenschützenzug "Erftjunker" geehrt werden. 

Seit 40 Jahren sind Mitglied: Theo Bayer vom Scheibenschützenzug "Blauer Mondach", Hartmut Becker vom Jägerzug "Alte Eiche", Rolf Hamacher vom Jägerzug "Erftspatzen", Peter Harth vom Jägerzug "Germania", Christoph Klasen vom Jägerzug "Grön Gemöß", Michael Kranich vom Jägerzug "Wivekover Jonge", Ulrich Krüll und Dr. Klaus Panzer vom Scheibenschützenzug "Alte Artillerie", Holger Leusch als passives ehemals aktives Mitglied und Bernhard Viehof vom Scheibenschützenzug "Erftjunker".

Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft werden Tim Bernrath vom Grenadierzug "Zylinderköpp", Markus Deuß vom Jägerzug "Torschützen, Dirk Engels vom Jägerzug "Immer Durst", David Klingenburg und Frank Müllmann vom Jägerzug "Die Jägermeister", Hans-Hermann Kottmann vom Scheibenschützenzug "Erftjunker", Jörg Naßenstein vom Scheibenschützenzug "He Simmer", Holger Peiffer vom Scheibenschützenzug "Stiefe Jonge", Peter Hubert Schäfer vom Jägerzug "Ärm Söck", Claus-Bernhard Viehof vom Scheibenschützenzug "Schwatte Botze" und Heinrich Hartstein als passives ehemals aktives Mitglied geehrt.

 

* 70 Jahre Treue zum Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven

Willi Allroggen - Jägerzug "Erftschützen" - passives ehemals aktives Mitglied

Der gelernte Schreiner und Bestattungsunternehmer Willi Allroggen begann seine Schützenlaufbahn im Jahre 1950 in seiner Heimat Ansteln. Er trat dem Widdeshovener Fanfarencorps bei und führte es dann über viele Jahre aktiv an.

1977 fand er den Weg zur Wevelinghovener Schützenfamilie und dem Jägerzug „Jungschützen“, die sich im Jahre 1986 in „Erftschützen“ umtauften.
Als Flügelleutnant seines Zuges sorgte er immer für den richtigen Schritt bei den zackigen Paraden seines Zuges. Über Jahre hinweg organisierte er als Vorsitzender des Werberings Wevelinghoven , der heutigen Werbe- & Interessengemeinschaft, den Maimarkt in unserer Gartenstadt Wevelinghoven.

2015 trat er in den „Schützenruhestand“ und ist seit dem passives ehemals aktives Mitglied des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven 1924 e.V.

* 60 Jahre Treue zum Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven

Peter Dohlen  - Jägercorpsspieß - Jägerzug "Die Jägermeister"

Für damalige Zeit in jungen Jahren begann die Schützenkarriere von Peter Dohlen, nahm er doch im Alter von 11 Jahren 1959 erstmals bei den Edelknaben in grünem Uniformrock und gelben Strumpfhosen teil. Im Sommer 1963, knapp 2 Monate nach der Entlassung aus der Volksschule, traf er sich mit ehemaligen Klassenkameraden zur Gründungsversammlung eines Schützenzuges. Den Zugführerposten übernahm Peter Dohlen und führte diesen 11 Jahre lang aus. Anschließend war er Flügelleutnant seines Jägerzuges „Jong Boschte“.

Viele Jahre hörte der gelernte Elektriker den "Ruf der Berge" und nach dem Motto "Der Berg ruft und Peter kommt" wurde unermüdlich in den heimischen Gefilden trainiert um anschließend die höchsten Gipfel zu erklimmen. 1991 stand er auf dem höchsten Berg der Alpen, dem Mont Blanc mit 4.810 m, als man noch zu Fuß und nicht mit dem Helikopter, den inneren Schweinehund und die Gipfel besiegte.

In den Jahren 1993 und 1999, den Königsjahren seiner Zugmitglieder Peter Gallus und Peter Mattheisen, übernahm er vertretungsweise den Posten als Jägercorpsspieß. Im Jahre 1995 verlieh im der damalige Jägermajor Peter Mattheisen seinen persönlichen Majorsorden. Nach dem plötzlichen Tode von Peter Gallus übernahm er 2002 das nicht immer ganz einfache Amt als Spieß des Jägercorps, als die "Jong Boschte" sich entschlossen nicht mehr aktiv teilzunehmen. Seit dem marschiert er in den Reihen oder vielmehr bedingt durch seinen Posten außerhalb der Reihen des Jägerzuges "Die Jägermeister". Bis heute und seit nunmehr 17 Jahren regelt der 71-jährige Jägercorpsspieß die kleinen und großen Vergehen der Jägerzüge auf die ihm so eigene Art - mit viel Einsatz und Freude. Und wer Peter Dohlen kennt weiß, dass sein Herz für die Gartenstadt und den Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven schlägt. 

Andreas Kulartz - Tambourcorps "Frisch Voran" Wevelinghoven

Andreas Kulartz feiert in diesem Jahr bereits seine 60-Jährige Vereinszugehörigkeit im BSV Wevelinghoven und gehört immer noch zum „Stammpersonal“ bei allen Auftritten des Tambourcorps Wevelinghoven.

Der ausgebildete Lyra Spieler war für seine Jungs immer der erste Ansprechpartner, und für den Verein als Wortgewandter Rhetoriker ein gern gehörter und gesehener Repräsentant. Seine Leidenschaft hat der passionierte Musiker neben dem Tambourcorps dem Grillen und Radfahren verschrieben, was für ihn wie ein Jungbrunnen gleicht. 

Andreas Kulartz zeichnete sich früh durch seine Verantwortung für das Tambourcorps Wevelinghoven aus, so übernahm er 1973 mit 26 Jahren den Posten des 2. Vorsitzenden. Im Jahr 1977 trat der leidenschaftliche Spielmann den Vorsitz an, und hielt diesen mit großem Verantwortungsbewusstsein für 25 Jahre inne.

Aufgrund seiner hervorragenden Leistungen wurde Andreas Kulartz 2004 zum Ehrenmitglied des Tambourcorps Wevelinghoven ernannt.

 

  Berichte aus dem Grenadiercorps Wevelinghoven 1924

* Grenadiercorpskönig - Dirk Holz

Am 17. November 2018 fand das Corpsschießen der Wevelinghovener Grenadiere im festlich geschmückten Saal der Erftruhe statt. Gemeinsam mit Ihren Familien sowie geladenen Ehrengästen versammelte sich die Grenadierfamilie und feierten in geselliger Atmosphäre den Jahresausklang auch weit nach Beendigung des offiziellen Schießwettbewerbs. Dabei ließ es sich die Majestät des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven Jens Brandofsky nicht nehmen den Sieger des Schießens persönlich zu ehren.

Dirk Holz vom Grendierzug "Pfarr Cäcilia" setzte sich nach hartem Kampf im Saal der Erftruhe als Corpskönig durch. Damit entwickelt sich der Grenadierzug "Pfarr Cäcilia" zu einem echten Königszug, denn in den letzten vier Jahren stellen Sie bereits zum dritten Mal den Corpskönig der Grenadiere. Auch der allererste Coprskönig des Grenadiercorps Wevelinghoven war mit dem Ehrenmitglied des BSV Wevelinghoven Josef Cremer ein Mitglied von "Pfarr Cäcilia".

Dirk Holz begann seine Schützenlaufbahn im BSV Wevelinghoven im Jahr 2005 im Grenadierzug "Pfarr Cäcilia" - doch bereits seit 1996 ist er in der Kirmesgesellschaft Elsen, als "Jung vom Fürther Berg", aktiv und inzwischen dort sogar Zugführer. Und auch in Wevelinghoven erwies er sich schnell als zuverlässige und tatkräftige Unterstützung. So ernannte man ihn schon nach einigen Jahren zum Fahnenoffizier. Seit 2017 ist er Flügelleutnant des Zuges. Mit der Königswürde kennt sich Dirk ebenso aus, denn bereits zweimal sicherte er sich das höchste Amt im Zuges. Doch das ist nicht genug der Ehre - Dirk Holz in der Disziplin „Zugsau“ einsamer Rekordhalter. Ob zu spätes antreten oder Vergesslichkeit - er nimmt gerne alles mit. Nichts desto trotz, sein Amt als Getränkewart führt er vorbildlich aus. Auf der einen Seite muss kein Zugkamerad über die Schützenfesttage verdursten - doch er zwingt auch keinem ein Getränk auf. Und bleibt einmal eines übrig - so trinkt er es einfach selbst aus. 

Bei den Königspaaren, der Regimentsführung und den Besuchern der Frontabnahmen ist Dirk Holz ebenfalls als Stimme bekannt, denn die Begrüßung durch den Zug erledigt er jedes Jahr wieder in souveräner und unmissverständlicher Art und Weise und sorgt so immer wieder für einige Lacher. Am Ende ist er jedoch auch ein echter Fackelbauer: Keine Höhe ist Ihm zu hoch und es gibt kein Stück Papier was er nicht zum halten bringt. Ein echter Handwerker kennt keinen Schmerz. Wem dieser Text gemein erscheint, dem sei gesagt: Dirk Holz ist als Schalke-Fan Kummer gewöhnt. 

Die Pfänder sicherten sich: Josef Dahmen vom Grenadierzug „Fracksausen“ (Kopf), Fabian Wintzen vom Grenadierzug „Erftler09“ (linker Flügel), Dieter Freitag von der Artillerie (rechter Flügel) und Michael Kunert von den Sappeuren (Schweif). Das Teamschießen, gewann der Grenadierzug „Fracksausen“ mit einem Ring vor dem Grenadierzug "Zylinderköpp" und verteidigte somit den Titel. Pokalsieger wurde mit Daniel Becker ein Ehrengast - Grenadiermajor aus Kapellen.

* 60 Jahre - Grenadierzug "Auf und Davon"

1959, in dem Jahr als Theodor Heuss von Heinrich Lübke als Bundespräsident abgelöst wurde und Eintracht Frankfurt Deut­scher Fußballmeister wurde, gründeten einige junge Männer aus Wevelinghoven den Grena­dierzug „Auf und Davon". Kameradschaft und Hilfsbereit­schaft wurden von Anfang an Groß geschrieben. Der Zug hatte das Glück, dass sich die Zugfrau­en auf Anhieb gut verstanden und zu einer eingeschworenen Gemeinschaft wurden. Der Gre­nadierzug legt großen Wert auf Tradition. Nach dem Motto „lie­ber Qualität als Quantität" wer­den neue Zugmitglieder aufge­nommen. Natürlich wird gern gefeiert, aber man geht auch durch „dick und dünn". Auch au­ßerhalb der eigenen Reihen ist auf den Grenadierzug Verlass. Auch wenn der Zug inzwischen ein wenig in die Jahre gekommen ist, besteht er inzwischen aus 8 Mitgliedern im Alter zwischen 25 und über 80 Jahren. Die Zugführung liegt dabei in junger Hand. Mit Markus Krings marschiert der Zug jüngste vorne weg und kümmert sich um die Geschicke des Zuges.

Hinzu kommt das den Zug eine besonders enge Freundschaft zum Haus der Lebenshilfe „Haus Burg“ verbindet. Hier wurden in der Vergangenheit schön viele schöne gemeinsame Feste verbracht. Ebenfalls engagierte man sich gemeinnützig und ließ Spenden anlässlich des 50 jährigen Bestehens der Einrichtung zu kommen. Auch wenn man nie eine Gegenleistung erwartet habe, so hat es dem Zug "Auf und davon" nicht nur viele nette Begegnungen, sondern sogar ein neues Mitglied gebracht, denn ein Bewohner des Hauses Burg marschiert nun seit 10 Jahren in den Reihen des Grenadierzug "Auf und Davon" und nimmt am Wevelinghovener Schützen- und Heimatfest aktiv teil. Dies zeigt einmal mehr, dass Schützen bei sozialen Belangen eine große Familie sind.

 

* 10 Jahre - Grenadierzug "Erftler09"

„Enterprise“ 09 – Aufbruch in ein neues Jahrtausend! unter diesem Motto feiern die Jungs und Mädels vom Grenadierzug "Erftler 09" Ihr erstes kleines Jubiläum. Dabei war am 09.10.2009 noch nicht klar was für ein Zug entstehen würde und wo man künftig Schützenfest feiern wird. So steht auf dem Versammlungsbuch, welches bis heute auf jeder Versammlung benutzt wird, noch immer Jägerzug, wenn auch inzwischen durchgestrichen, sowie Scheibenschützenzug "Erftler 09". Schlussendlich entschieden sich die Jungs dann aber für das Grenadiercorps und bereuen diese Entscheidung zu keiner Sekunde.

Nach zehn Jahren können die Erftler bereits auf einige Ereignisse, Geschichten und Anekdoten zurückblicken. So schmücken die Gesichter der Mitglieder den Schützenbus der Stadt Neuss, man wurde dritter beim Hallenturnier der JU in Gustorf und auch Auszeichnungen wie Regimentsorden, Majorsorden und Königsorden sind in den Reihen der Erftler zu finden. Diese Auszeichnungen haben sich die Jungs besonders durch Ihr Engagement im Schützenwesen zu verdanken. So engagierten sich Johannes Büscher und Stephan Heyers mehrere Jahre im Kreis der Jungenschützen und Patrick Jansen ist bis heute als Schriftführer im Grenadiercorpsvorstand, sowie als Beisitzer des BSV Vorstandes aktiv.

Inzwischen besteht der Zug aus 7 aktiven und 4 passiven Mitgliedern, welche sich durch Studium und Beruf in ganz Deutschland verstreut haben. Seit 2017 tragen die Erftler voller Stolz Ihre Standarte mit dem Regiment durch die Gartenstadt Wevelinghoven. Und letztendlich sind die Jungs auch für Ihren Fackelbau bekannt. So entsteht in diesem Jahr bereits die 9. Großfackel im 10 Jahr: Unter dem Motto 10 Jahre Grenadierzug „Enterprise“ 09 – Aufbruch in ein neues Jahrtausend!

 

 

  Berichte aus dem Jägercorps 1924 Wevelinghoven

* Jägercorpskönig - Francis Billard

Bereits zum zweiten mal repräsentiert Francis Billard das Jägercorps als König. Bei strahlendem Sonnenschein, sommerlichen - ja fast schon heißen 35° im Schatten - ermittelte das größte Corps im Wevelinghovener Bürger-Schützen-Verein am Samstag den 29.06.2019 seinen Corpskönig. So hatten man sich in diesem Jahr wieder auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses - dem heutigen Seniorenstift St. Martinus Wevelinghoven - eingefunden, um in familiärer Atmosphäre einen geselligen und spannenden Nachmittag zu verbringen. Von der Corpsführung wurde "Marscherleichterung" befohlen - kurze Hosen prägten das Bild und die Kinder der Corpsmitglieder konnten sich auf der Hüpfburg austoben oder im Planschbecken Abkühlung verschaffen.

Zunächst wurden die Pfänderschützen ermittelt, dann traten die Jäger an die Stange um Ihren höchsten Repräsentanten zu ermitteln und erneut, nach 2012, mit Francis Billard zu finden. Francis ist seit 1999 Schütze in seiner Wahlheimat Wevelinghoven und seit 2016 Mitglied des Jägerzuges „Waldeslust“. In seinem Zug bekleidet Francis das Amt des Corpsfahnenträgers, welches er mit voller Begeisterung und Leidenschaft ausübt. Zudem nimmt Francis alljährlich an der Fronleichnahmsprozession teil. Außerdem ist er ein überaus aktiver Fackelbauer und beteiligt sich - falls notwendig - gerne auch bei anderen Zügen. Sollte mal hier oder da Not am Mann sein, ist Francis immer zur Stelle, im Zug, sowie auch privat. Er ist ein Schützenbruder, der weit über seinen Jägerzug hinaus bekannt und geschätzt ist.

Der 1956 Geborene ist durch seinen Aufenthalt in der Militärbasis im Sauerland nach Deutschland gekommen und seit 1987 im wunderschönen Wevelinghoven zu Hause. Francis ist mit seiner Frau Heike verheiratet und hat eine 23 jährige Tochter namens Sarah. Er arbeitet als Betreuer eines behinderten Kindes in der Donatusschule in Brauweiler. Seine Ehefrau Heike ist Diplom Sprachtherapeutin und arbeitet ebenfalls mit teilweise behinderten Kindern in einer Praxis in Bedburg. Allein schon durch ihren Job ist das soziale Engagement der beiden erkennbar.

Neben seinem Jägerzug zählen Kochen, Skifahren, Motorradfahren und Rugby zu seinen großen Leidenschaften. Hier übt es allerdings die letzte nicht mehr aktiv aus.

Folgende Schützen zeichneten sich zudem durch Ihre Treffsicherheit aus und könnten vom neuen Corpskönig Francis Billard, der durch Jägermajor Reiner Schumacher in sein Amt eingeführt wurde, ihre Pfänderorden entgegennehmen: Dirk Engels vom Jägerzug „Immer Durst“ (Kopf), Stefan Kurth vom Jägerzug „Flachmänner“ (rechter Flügel), Theo Kremer vom Jägerzug „Mer mache möt“ (linker Flügel) und Stefan Wodarz vom Jägerzug „Waldeslust“ (Schweif).

Außerdem zeichnete Jägermajor Reiner Schumacher den Geschäftsführer des Jägercorps 1924 Wevelinghoven, Marco Hilgers, vom Jägerzug "Erftspatzen" mit seinem persönlichen Majorsorden als Anerkennung für seine Leistungen aus.

* 70 Jahre - Jägerzug "Waldeslust"

1948 trafen sich einige junge Leute aus dem Norden und Süden der Gartenstadt regelmäßig in der Gaststätte Bernrath auf der Oberstraße  zum Mau Mau spielen und schnell hatte man beschlossen am Schützenfest 1949 teilzunehmen!

Als erster Zugführer der Gruppe wurde Gerd Held auserkoren, der Älteste aus dem Kreise und mit Erfahrung im Umgang von militärischen Regel.  Einen Flügelleutnant hatte man in Heinz Flintz gefunden und wie sich später herausstellte, eine sehr gute Wahl, sollte er doch später als Zugführer der "Waldeslust" mehr als 40 Jahre vorausgehen.

Aber erst einmal gründeten die Jungs, man lausche, den Marinezug Blaue Jungs und führte oder besser gesagt trug auch schon 1949 eine mit Kerzen beleuchtete Fackel mit durch den Fackelzug. Das Fackel-Motiv war eine Windmühle, welche von vier Schützen getragen wurde und den Titel: „Straße frei he kütt de Mühlestroß“ trug. Den Fackelbau setzte man 1950 fort mit, wie soll es anders sein, einem Passagierschiff als Fackel auf Räder und auch schon elektrisch beleuchtet. Es sollten noch viele Fackeln folgen, wie auch in diesem Jahr. Eine Fahne wurde 1951 angeschafft und die Zugstärke zeigte schnell wie man dem Brauchtum direkt nach dem 2. Weltkrieg zusprach.

Aber schon bald kündigte sich schon eine Veränderung an. Zum Schützenfest in Wevelinghoven mit einen Marinezug, da hatte Vorstand und die Regimentsführung andere Vorstellungen. Auf Drängen von Adam Schilden ( Blücher ) wurde in Erwägung gezogen den Marinezug in einen Jägerzug zu wandeln. Als die Finanzierung für Jägeruniformen mit dem BSV-Vorstand gesichert war, kam es dann 1952 zur Umbenennung zum Jägerzug "Waldeslust 1949“ und man ging zum erstenmal in Jägeruniform und Heinz Flintz wurde der neue Zugführer. Die Waldeslust wandelte sich in den Jahren, es kamen neue Generationen, die Söhne und Schwiegersöhne und vergrößerten den Zug. Heute marschieren Enkel der Zuggründer mit, die auch wieder Freunde mitbrachten! Ein eben fließender Generationswechsel!

Krankheit und das fortgeschrittene Alter der Zugführung, durch Heinz Flintz bzw. Otto Schumacher kündigte Ende der 80ziger Jahre einen Führungswechsel an. Reiner Schumacher wurden Zugführer und Helmut Ahrweiler Flügelleutnant. Aber schon 2001 eine weitere Veränderung in der Führungsriege, Reiner Schumacher wurde 2001 zum Major des Jägercorps gewählt und Helmut Ahrweiler übernahm die Zugführung.

Mit Reiner und Christel Schumacher 1988/89 sowie Otto und Betty Schumacher 1991/92 stellte die "Waldeslust" zweimal das Schützenkönigspaar des BSV Wevelinghoven. Dem folgte noch die dreimalige Erringung der Jägercorps-Königswürde, mit Thomas Huhnstock 2001, Andreas Kuck 2013 und aktuell Francis Billard 2019, so wurden Aktivitäten des Schützenzuges belohnt.

Aber von Veränderungen lebt wohl der Zug denn 2007 schied aus Altergründen die Corpsfahnenkompanie aus und die Waldeslust übernahm diese Aufgabe mit Stolz. Es lohnt sich wohl einen Schützenzug so über Generationen wachsen zu lassen!

 

* 50 Jahre - Jägerzug "Heimattreue"

Die Geschichte des Jägerzuges "Heimattreue" beginnt im Frühjahr des Jahres 1969 auf einem sonntäglichen Frühschoppen im Central Hotel Wevelinghoven. Dort trafen sich regelmäßig Gerd Faggo, Heinz Haas, Hans Stübben und Josef Breuer und bei einem dieser Frühschoppen kam die Idee auf einen Schützenzug zu gründen. So traf man sich am 21. Juni 1969 zur konstituierende Gründungsversammlung des Zuges. Man einigte sich auf den Namen "Heimattreue" und schloss sich dem Jägercorps an.

 

In den folgenden Jahren nahm die "Heimattreue" stets am Schützen- und Heimatfest der Stadt Wevelinghoven teil. Als letztes Gründungsmitglied und Ehrenhauptmann gehörte Josef Breuer der Heimattreue bis zu seinem Tode 2011 an. Auch im Vorstand und in der Führung des Jägercorps war der Jägerzug "Heimattreue" durch Josef Breuer vertreten, von 1973 – 1988 als Geschäftsführer und von 1988 -1991 als Schriftführer des Corps. Als erster Jäger übernahm Josef Breuer das Amt des Corpsspießes welches er bis 1993 ausübte, 1994 konnte er bei Einführung des Corpsschießens die erste Corpskönigswürde erringen. In den Jahren schafften das zudem die Schützen Stephan Bongen (2015) und Michael Franken (2016), ebenfalls Schützen der "Heimattreue"

Seit 2006 war das frühere Mitglied und Zugführer Marco Hilgers Beisitzer im Vorstand des Jägercorps und ist aktuell als Geschäftsführer tätig.

Mitte der 90er Jahre wurde für den Jägerzug das Nachwuchsproblem aktuell. Im Jahr 1997 konnte dann eine deutliche Verjüngung des Zuges erreicht werden. Nach einigen Fluktuationen besteht besteht der Jägerzug "Heimattreue" in seinem Jubiläumsjahr aus acht Mitgliedern bei denen Einigkeit und Frohsinn groß geschrieben werden. Zugführer während des 50-jährigen Bestehens sind Josef Breuer, Michael Füßer, Markus Wilke, Marco Hilgers und heute Stephan Bongen.

Ein großer Dank des Zuges geht an die Schützen Marco Hilgers und Michael Franken, die den Jägerzug "Heimattreue" in den vergangenen Jahren immer mit ihrem großen Engagement unterstütz haben - heute aber nicht mehr aktiv bei der "Heimattreue" teilnehmen.  So wünscht man allen Wevelinghovener Bürgerinnen und Bürgern sowie den Schützen ein schönes Schützen- und Heimatfest 2019.

 

* 50 Jahre - Jägerzug "Volles Rohr"

Der Jägerzug Volles Rohr wurde am Dienstag des Schützenfestes 1969 in der Gaststätte „Bernrath" gegründet. Mit neun jungen Männern im Alter zwischen 16 und 18 Jahren begann unter der tatkräftigen Unterstützung des damaligen Generaloberst „Blücher“ eine Aera aus der Vorstandsmitglieder und Schützenkönige hervorgingen.

Von den Gründungsmitglieder sind heute noch zwei Schützen im Zug aktiv, Fritz Leyting und der langjährige Zugführer Uli Bolz, die in diesem Jahr auch ihre 50-jährige Mitgliedschaft im Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven feiern. Ein Gründungsmitglied ist auch der heutige BSV-Präsident Günter Piel, der den Zug viele Jahre als Zugführer leitete. Außerdem waren Uli Bolz und Werner Köpp lange Jahre im Vorstand des Bürger-Schützen-Vereins sowie im Jägercorpsvorstand aktiv. Inzwischen sind alle Söhne der Zugmitglieder neben ihren Vätern auch aktive Schützen im Wevelinghovener Regiment.

2002/2003 waren Werner und Traudel Köpp als Schützenkönig und Königin die höchsten Repräsentanten des Vereins. Mit Ihnen stellte der Zug nach Klemens und Gerda Hart zum zweiten Mal ein Schützenkönigspaar.

Der Jägerzug Volles Rohr hat mit seinem Schützenfußballturnier 20 Jahre dafür Sorge tragen können, dass die Schützenfamilie in Wevelinghoven am Vatertag einen Treffpunkt hatte, der bei Alt und Jung gleichermaßen beliebt war. 2002 wurde das Turnier in die jüngeren Hände des Patenzuges „Die Jägermeister“ gelegt. Heute veranstaltet der Jägerzug "Erftjäger" das Vatertagsturnier mit viel Eifer und Engagement.

Der Jägerzug veranstaltet und unternimmt viel mit ihren besseren „Hälften“! Aber auch eine reine Männertour (Tupperfahrt) wird jedes Jahr organisiert - in den letzten beiden Jahren hat man Borkum für sich entdeckt und läßt sich den Wind um die Nase streichen. Der Jubiläumszugkönig wird noch bei einem gemeinsamen Ausflug nach Ibbenbüren in gemütlicher Runde ermittelt und gekrönt. Mit 6 Zugkönigstiteln führt Fritz Leyting die "ewige Liste" des Jägerzug an. 

Beim kommenden Schützen- und Heimatfest wird das "Fest der Feste" nun zum 50. Mal gefeiert. Den Zug wird dann Wilfried Breuer als Oberleutnant anführen der das Amt des Zugführers von Uli Bolz im Jahre 2015 übernahm. Ihm zur Seite stehen Flügelleutnant Günter Möbes und Spieß Mike Eisold, der dieses Amt mit Akribie und Stolz ausführt. Den Jubiläumszug vervollständigen Ehrenzugführer Uli Bolz, Berthold Brenner, Jürgen Dicken, Matthias Kattner, Fritz Leyting, Rolf Lüttringhaus und Dieter Zschieschang. Der unvergessene ,Blücher' würde an dieser Stelle wohl sagen: „macht weiter so...".

 

* 40 Jahre - Jägerzug "Sportfreunde"

Als sich 1979 bei den damaligen Gründern abzeichnete, dass die aktive Fußballerzeit sich dem Ende zuneigt, beschlossen sechs Freunde den Jägerzuges "Sportfreunde" zu gründen. Von den Gründern des Jägerzuges, ist bis zum heutigen Tage, nur noch Hermann Mertens dabei. Seit einigen Jahren ist Hans Kames Zugführer des Jägerzuges. Man mußte in den Jahren zwei Schicksalsschläge hinnehmen. Zwei Gründungsmitglieder, Josef Pütz der ehemaliger Zugführer sowie Günther Kulartz haben den Zug viel zu früh nach schwerer Krankheit verlassen. Da die Gemeinschaft in den letzten Jahren immer kleiner wurde, ist man mit Unterstützung des Jägercorpsvorstandes, eine Fusion mit dem „Jägerzug Wivelinger“ eingegangen. So kann an den Tagen des Schützen- und Heimatfestes wieder mit eine stattliche Anzahl bei den Umzügen teilgenommen werden. 

Der Höhepunkt eines jeden Jahres ist, natürlich neben dem Heimatfest, der gemeinsame Zugausflug, der in den Anfangsjahren an den Rhein führte. Heute werden Städtetouren oder eine  Wellness-Kur auf Mallorca unternommen.

Heute - nach 40 Jahren - sind nach wie vor alle glücklich, dass man sich einer Schützengemeinschaft zugehörig fühlt.

 

* 30 Jahre - Jägerzug "Wivekover Sterne"

Es war im Oktober 1989 als sich ein paar Jungs aus der Gartenstadt zu einem Jägerzug formierten. Die prägendsten Momente unserer Jugendzeit fanden beim BVW und den Messdienern in unserer Pfarre St. Martinus statt, aus denen sich die Wivekover Sterne schlussendlich bildeten. In der ehemaligen Gastwirtschaft „Zum Fässchen“ bei Gisela und Hennes begann die "unnachahmliche Schützenkarriere". Die "Wivekover Sterne" sind nicht nur ein Zug, sondern beste Freunde!

Die monatlichen Versammlungen und die Ausflüge sind eine der Konstanten in den 30 Jahren. Bei Michael Corres im Erftblick wird gewürfelt, geknobelt und mit einem donnernden Wivekover Sterne auf die nächste Runde angestoßen und man freut sich auf die nächsten 30 Jahre mit den Familien und Freunden etwas zu unternehmen und zu feiern! 30 Jahre Wivekover Sterne und sie funkeln heute heller denn je!

Günter Sandt, Ernst Petry, Markus Leuffen, Stefan Firlus, Guido Fuchs, Marcus Röser, Max Bernrath, Thorsten Steinhardt, Mika Firlus und Sascha Rüttgers mit unseren passiven Kamerad Thomas Müller! In ewiger Erinnerung bleibt unser viel zu früh verstorbener Kamerad Jörg Trecker!

 

* neu gegründet - Jägerzug "Thekenstürmer"

Die Idee einen Zug zu gründen war schon lange in den Köpfen, doch die Entscheidung welches Corps war nicht leicht. Man wägte ab und erstellte eine „Dafür- und Dagegen-Liste“ auf. Und so kam man zu dem Entschluß sich dem Jägercorps anzuschließen und sonntags mit stolz geschwellter Brust das Blumenhorn bei Umzug und Parade zu präsentieren.

Ein Name war schnell gefunden. Die „Thekenstürmer“ waren Anfang des Jahres 2019 geboren. Der Name sollte auch irgendwie zum Heimatverein BV Wevelinghoven passen, denn da spielen die Jungs zum größten Teil seit den Bambinis zusammen Fußball.

Ein 15 Mann starker Jägerzug wird nun die Schützenfesttage unsere Augen und Gemüter erreichen. Natürlich gehört zu einem Zug auch ein König, den die Jungs beim Kegeln ermittelten. 1. Zugkönig der Thekenstürmer ist Maurice Rhode. Auch Pfänder wurden erkegelt. Ritter des Kopfes ist Jan Zielke, Ritter des des linken Flügels ist Karl Peiffer, Ritter des rechten Flügels ist Elias Berndt und Ritter des Schweifes ist Elias Raddatz.

Weitere Mitglieder sind: Hendrik Mühlenbruch, Tim Beck, Hendrik van Hooven, Mathias Hahn, Luca Nardello, Bennet Moll (Oberleutnant), Noah Landwehr, Jakob Schneider (Spieß), Jan Zielke (Leutnant), Tristan Peters und Loris Lumia (noch passiv).

Eines ist klar. Die Jungs zählen die Tage bis Schützen- und Heimatfest und freuen sich auf erlebnisreiche Tage. Aber mit dem Jägerzug „Erftjäger“ als Patenzug kann ja nichts schiefgehen.

  Berichte aus dem Scheibenschützencorps 1970 Wevelinghoven

* Scheibenschützencorpskönig - Theo Hoer

Einen Bürgermeister a.D. als Corpskönig - das schafft wohl nicht jedes Corps der Gartenstadt Wevelinghoven. Theo Hoer vom Scheibenschützenzug „Blauer Mondach“ war am 10. November 2018 in der Erftruhe erfolgreich und holte den Vogel mit einem wie immer gekonntem Schuß von der Stange. Gemeinsam mit seiner Frau Magda repräsentiert er das Scheibenschützencorps bei allen offiziellen Anlässen zum Schützen- und Heimatfest 2019. Ein Amt, das die beiden sehr gut kennen, denn bereits im Jahre 1990 hatten sie die Königswürde der „Hötchesjonge“ inne. 

Zweifelsohne gehört Theo Hoer zu den Urgesteinen des Schützenwesens in der Gartenstadt. So war er 1970 einer der Gründerväter des Wevelinghovener Scheibenschützencorps und fungierte bis 1991 als dessen Geschäfts- und Schriftführer. Darüberhinaus war er lange Jahre als Vizepräsident im Gesamtvorstand des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven tätig und wurde für seine Verdienste zu dessen Ehrenmitglied ernannt. Beim Ehrenabend 2018 erhielt er für fünfzig Jahre aktive Mitgliedschaft die Goldene Ehrennadel des Vereins. 

Bis heute ist der pensionierte Lehrer in seiner Partei und in zahlreichen Vereinen aktiv. Unter anderem betreibt er als Erster Vorsitzender des Ortsvereins Historisches Wevelinghoven e.V. umfangreiche Recherchen zur Geschichte unserer Heimatstadt Wevelinghoven. Nicht zuletzt sorgen auch die beiden Enkelkinder dafür, dass im Hause Hoer keine Langeweile aufkommt. 

Beim Corpsschießen der Scheibenschützen waren außerdem folgende Schützen erfolgreich: König der jungen Scheibenschützen wurde, wie im Vorjahr, Luca Kapturski von den "Wivekover Boschte". Und das nicht von ungefähr, denn auch in der Einzelwertung auf die Ringe konnte sich Luca nach Stechen als Sieger durchsetzen. Doch er war nicht der einzige gute Schütze seines Zuges, denn die "Wivekover Boschte" wurden schließlich auch noch Mannschaftssieger. 

Als Pfänderschützen waren folgende Schütuzen erfolgreich: Tim Netzer vom Scheibenschützenzug "Glückspils" (Kopf), Daniel Schütz vom Scheibenschützenzug "Glückspils" (rechter Flügel), Sven Fücker vom Scheibenschützenzug "Wivekover Boschte" (linker Flügel) und Joachim Wurdack vom Scheibenschützenzug "He Simmer" (Schweif).

 

* 70 Jahre - Scheibenschützenzug "Waidmannsheil"

Der Scheibenschützenzug "Waidmannsheil" gehört zu den Zügen im Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven, die aus der Kolpingfamilie hervorgegangen sind. Gegründet wurde der Zug als Jägerzug unter dem Namen "Jong Boschte". 1949 wurde der Zugname in den jetzigen umbenannt - man war der Meinung das "Jung" nicht mehr zu den Schützen passen würde. Als 1970 in Wevelinghoven das Scheibenschützencorps gegründet wurde, entschlossen sich die Zugmitglieder von "Waidmannsheil" sich den "Hötchesjonge" anzuschliessen.

Im Jahr 1959 übernahmen Peter und Cilly Bienefeld als erstes aus den Reihen des Zuges die Schützenkönigswürde in Wevelinghoven. 1974 durften Jakob und Agnes Cremer die Königsinsignien tragen.

In den neunziger Jahren nahm der Zug mit großem Erfolg am alljährlich stattfindenden Schützenfussballturnier des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven teil. 1998 und 1999 wurden die Turniere souverän ohne Niederlage gewonnen.

Von Beginn an wurde bei "Waidmannsheil" viel Wert auf eine familiäre Atmosphäre gelegt, die bekanntlich für das lange Bestehen eines Schützenzuges von großer Bedeutung ist. Man trifft sich nicht nur zum Schützen- und Heimatfest sondern auch im privaten Kreis und unternimmt viel miteinadner. Das Zugkönigsvogelschießen ist immer ein Event und der Bau von Großfackeln bei Brigitte und Walter Kottmann ein wahres Highlight.

2019 wird der "Waidmannsheil" mit 16 aktiven und einem passiven Schützen, angeführt von Hauptmann Reiner Nicklas, der bei seiner Arbeit von Leutnant Klaus Arnold und Spieß Wolfgang Jurk unterstützt wird, durch die Gartenstadt Wevelinghoven marschieren.

* Geschichte und Geschichten aus dem Archiv des Bürger-Schützen-Vereins

Es ist schon seit vielen Jahren Usus, in den vorhandenen Aufzeichnungen zu blättern und nachzulesen, wie unsere (Ur-)Großväter und Väter das Schützenfest zelebrierten. Zur Verfügung stehen uns für die Recherchen zwei dominante Quellen, um unsere Schützengeschichte zu erfassen:

Da ist als erstes das Buch des damaligen Präsidenten Jakob Esser, der zum einen die Entstehungsjahre des Vereines hautnah als junger Mann miterlebte. Zum anderen war sein Vater einer der Gründungsväter, Präsident und späterer Ehrenpräsident des Bürger-Schützen-Verein, der durch seine Neusser Schützenerfahrung maßgeblich die Struktur des Regimentes prägte. Das Buch trägt den Titel „50 Jahre Bürgerschützenverein Wevelinghoven – Festschrift zu den Jubiläumsfeierlichkeiten vom 20. Juli bis 20. August 1974“ und spiegelt also die ersten 50 Jahre seit der Gründung im Jahre 1924 wider. (Hiervon sind noch Exemplare im Besitz des Vereines, die noch käuflich erworben werden können).

Das zweite Buch wurde 25 Jahre später wiederum von einem Präsidenten, nämlich Hilmar Krüll veröffentlicht. Unter dem Titel „1924 – 1999; 75 Jahre Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven e. V. 1924 – Der Verein und die Stadt Wevelinghoven im Wandel der Zeit“ stellte der Autor neben der Vereinshistorie parallel hierzu die Stadtentwicklung dar. Da der „Wievekover Jong“ Hilmar Krüll bis zur kommunalen Neugliederung im Jahre 1974/75 Bürgermeister seiner Stadt war, wurden viele Interna der Stadt durch ihn in seinem Werk für den „Normalbürger“ präsent. Das gleiche gilt natürlich auch für die Schützengeschichte, die auch er seit Kindesbeinen miterlebt hatte.

Daneben wird in Berichten unserer gängigen Tageszeitungen und Zeitschriften für die Rückblicke recherchiert.

* 1959 - vor 60 Jahren: Peter II. und Cäcilie Bienefeld

Um einige Worte zu diesem König zu finden, muss man schon tief ins Archiv tauchen!

Denn der Schützenverein, der sich 1959 noch im zarten Alter von 10 Jahren nach dem verheerenden Krieg im Aufbau befand, bewahrte in dieser Zeit nicht allzu viel archivwürdiges Material auf. Es bleiben nur die bewährten Quellen, die beiden Chroniken der ehemaligen Präsidenten Esser und Krüll, um etwas über die Nachkriegszeit herauszufinden.

Jakob Esser schreibt in einem Satz über König Peter II.:

„Auch in diesem Jahr schien es zunächst nicht leicht zu sein, einen geeigneten Bewerber an die Vogelstange bringen zu können, bis sich dann kurz vor Beginn des Königsvogelschießens ein Mann meldete, der bisher dem Bürger-Schützen-Verein an verantwortlicher Stelle bereits große Dienste erwiesen hatte, unser Vorstandsmitglied und Kassierer Peter Bienefeld, den wir dann am Abend des gleichen Tages mit dem ganzen Regiment zu seinem Domizil auf der Poststraße geleiten konnten, wo er von seiner Gattin Cäcilia, wie auch von seinem betagten Vater, der von der Gründung des Vereins bis wenige Jahre zuvor als aktiver Grenadier im Regiment gedient hatte, freudig empfangen wurde.

Das Schützenfest 1958 nahm bei herrlichem Sonnenschein einen schönen Verlauf und fand in einer ebenso schön verlaufenen Krönung, deren Zeremoniell inzwischen fast zur Routine geworden war, seinen würdigen Abschluss.“

Es ist erstaunlich wenig, das Jakob Esser über einen der wichtigsten Vorstandsmitglieder in diesem Zusammenhang berichtet. Aber auch die Chronik des ehemaligen Präsidenten Hilmar Krüll weiß nicht viel mehr zu berichten, außer:

„Bei der Krönung am Schützenfestdienstag konnte Präsident Esser den neuen König Peter Bienefeld dann auch als einen der treuesten Diener der Schützensache hervorheben. Sein Dank galt aber auch Königin Cilli Bienefeld, die, wie der Präsident hervorhob, ohne Widerstand das häusliche Wohnzimmer ihrem Mann als Schatzmeister zum Arbeitszimmer des Vereins überließ.“

Die Düsseldorfer Nachrichten vom 24. August 1959, damals für die Meldungen von Grevenbroich und Umgebung genauso wichtig wie die NGZ, hat noch eine Info ebenfalls in einem Mammutsatz veröffentlicht:

„Am (Schützenfestsonntag-) Nachmittag war es wie immer: Die Schützenpracht wurde von einer es gutmeinenden Sonne beschienen, und nicht minder die Schaulustigen, die besonders von dem Rathaus tiefgestaffelt die Bürgersteige besetzten und begeistert waren vom Beginn des Festzuges, vom Aufmarsch der Fahnen der Füllhornträger, vom glänzenden Abschluss mit der Parade vor S.M. Peter II. und Königin Cäcilia und nicht minder von den Klängen der starken Musikkorps. 175 Musiker für 300 Schützen, das bieten wir! – sagen stolz die Wevelinghovener.“

* 1969 - vor 50 Jahren: Helmut I. und Margret Hoever

In seiner Laudatio am Königsehrenabend verriet der damalige Präsident Jakob Esser einige Neuigkeiten über den vielen unbekannten, jungen König Helmut, der gebürtiger Neusser war. Obwohl die Familie Hoever nie in der Gartenstadt gewohnt hat, war König Helmut mit dem Schützenwesen vertraut. In seiner Heimatstadt gehörte der König mit dem Gardemaß von 1,93 m acht Jahre lang den Hubertus-Schützen in Neuss-Reuschenberg an. Seit seinem 25. Lebensjahr jedoch zog es ihn nach Wevelinghoven, wo er zum Zeitpunkt seiner Königswürde schon sieben Jahre bei dem Jägerzug „Jungschützen“ mitmarschierte.

König Helmut Hoever ist seit seiner Regierungszeit allen weiteren Königen in lebhafter Präsenz:

Zum Auftakt der Schützenfeierlichkeiten überreichte S.M. Helmut I. dem Schützenverein am Königsehrenabend ein Königszepter als sein persönliches Geschenk. Seit diesem Zeitpunkt wird es Jahr für Jahr an die neue inthronisierte Majestät weitergegeben.

Das Schützenfest, das mit einem verregneten Fackelzug begann, zeigte dann zum Festzug am Sonntagnachmittag sein besseres Gesicht. Der Nachmittag brachte dann den für die Schützen zwar gewohnten, aber immer wieder anstrengenden kilometerlangen Umzug durch die Stadt. Glanzvoller Abschluss war wie jedes Jahr die Königsparade vor dem Rathaus, ein Ereignis, das nicht nur die Einheimischen, sondern auch hunderte Zuschauer aus den Nachbarorten anlockte.

* 1979 - vor 40 Jahren: Hubert IV. und Else Wilden

Im Jahre 1968 zog die Familie Wilden mit Tochter Elke und Sohn Ralf aus Holzheim in die Gartenstadt, in der sie niemand kannten. Da die Wilden`s eine aufgeschlossene und kontaktfreudige Familie waren dauerte es lediglich 2 Jahre, und Hubert wurde Mitglied beim Jägerzug „Germania“, die er durch seine sportlichen Aktivitäten im gleichnamigen Turnverein kennengelernt hat.

Bereits 1973 wurde Hubert Wilden in den Vorstand des Bürger-Schützen-Vereins gewählt, seit 1979 bekleidete er das Amt des stellvertretenden Schriftführers. Das Amt des stellvertretenden Schatzmeisters übernahm er 1982; seit 1990 arbeite er bis zu seinem Ausscheiden als Schatzmeister.

Mit 600 Aktiven, sechs Musikkapellen, sechs Tambourcorps und zwei Fanfarencorps zog der Festzug Schützenfestsonntag durch die Straßen der Gartenstadt. Angeführt von dem stolzen Generaloberst „Blücher“ Schilden, der überschwänglich eine Falschmeldung an die Majestäten ablieferte: „Regiment vollzählig mit 1580 Mann angetreten!“.

Lobende Worte auch von Oberkreisdirektor Dr. Edelmann und Bürgermeister Dr. Wattler beim Empfang der Stadt Grevenbroich im Wevelinghovener Rathaus mit einer Anspielung auf die kommunale Gebietsreform: „Die Heimat hat ihren Namen zwar gewechselt, doch die Menschen haben die gleichen Herzen behalten.“  Der Konter des ehemaligen Bürgermeisters und damaligen Präsidenten des BSV, Hilmar Krüll, kam postwendend: „Die Wunden sind inzwischen vernarbt, doch auch Narben schmerzen manchmal – aber nicht an den Tagen des Schützenfestes!“

* 1994 - vor 25 Jahren: Arthur I. und Rita Pertermann

Als Arthur Pertermann im Juli 1993 mit dem 39. Schuss den Vogel von der Stange holte, war er bereits zum dritten Mal in jährlicher Folge hintereinander angetreten, Schützenkönig in Wevelinghoven zu werden. Der Vogel fiel diesmal genau im richtigen Jahr, denn sein Jägerzug „Edelweiß“ schickte sich an, das 40-jährige Jubiläum zu feiern.

Arthur war in Waltrop nahe Recklinghausen geboren und so wundert es nicht, dass er den Beruf des Bergmannes ausübte, bevor er nach einer juristischen Ausbildung Rechtssekretär im Deutschen Gewerkschaftsbund wurde. Sein neuer Beruf führte ihn nach Wevelinghoven, wo er sich sofort heimisch fühlte und er bereits 1977 seinem jetzigen Jägerzug beitrat.

Das Schützenfest 1994 war von herrlichem Wetter begleitet. 813 aktive Schützen mit sechs Musikblocks formierten sich zu fast 1200 Marschierern, die unserem Königspaar Arthur I. und Rita Pertermann huldigten. Dieses Königspaar, wie Vizepräsidet Theo Hoer treffend feststellte, stand in keiner Weise den vergangenen Repräsentanten nach, und der Bürger-Schützen-Verein konnte sich glücklich schätzen, ein so strahlendes und beliebtes Königspaar an seinem kleinen, 70-jährigen Jubiläum präsentieren zu können.

Bereits am 28. Februar 2010 starb Arthur Pertermann, erst 53-jährig, an den Folgen eines tragischen Unfalls.

* Totengedenken

Wir verneigen uns in Ehrfurcht vor unseren Toten.
Wir gedenken unserer Gefallenen und Vermissten,
sowie derer, die einst in unseren Reihen mitmarschierten und mit uns lebten.

Seit dem vergangenen Schützen- und Heimatfest verstarben:

Rudolf Broens 
Mitglied im Jägerzug „Wivelinger“
Ehrenmitglied mit dem Titel Ehrenpräsident
Präsident des Bürger-Schützen-Vereins 1997 - 2011
Beisitzer im Gesamtvorstand 1988 - 1997

Heinz Lammers 
passives ehemals aktives Mitglied
früher Mitglied im Jägerzug „Allmählich“
Schützenkönig 1982 / 1983

Wir werden Ihnen ein ehrendes Andenken bewahren.