Die Tage bis zum Schützen- und Heimatfest 2018 sind gezählt ...

... Vorfreude ist die schönste Freude. Das gilt auch und in besonderer Weise für das Schützen- und Heimatfest der Gartenstadt Wevelinghoven. Jahr für Jahr freuen sich die gut 900 Schützen sowie die zahlreichen Besucher auf das vorletzte Wochenende im August, wenn ein Highlight dem nächsten folgt:

Angefangen beim Donner der Kanone "General Blücher" am Samstagmittag, über den Fackelzug am Abend und die Festzüge am Sonntag mit Paraden bis zur feierlichen Krönung am Festdienstag. Natürlich wird im Festzelt auf dem Marktplatz auch ausgiebig gefeiert und der Festplatz mit seinen zahlreichen Attraktionen bietet Kurzweil und Zeitvertreib. Es ist also für jeden etwas dabei, wenn die Zeit des Wartens ein Ende hat. 

Doch vorher müssen noch die Uniformen kontrolliert werden, es müssen die Blumen und Blumenhörner bestellt und Regiments- und Zugbefehle verfasst werden. Wo sind die Holzgewehre und wer kümmert sich um die Verpflegung? An die Fackeln wird in den letzten Tagen noch Hand angelegt, die Häuser werden geputzt und die Bürgersteige gesäubert. Die Liste der Besorgungen steigert die Vorfreude um so mehr bei den Schützen und Bewohnern der Gartenstadt auf die kommenden Tage des Frohsinns.   

Im Mittelpunkt des Festes steht das amtierende Königspaar Daniel I. Steinert und Nadine Schmitz. Der Königszug, der Jägerzug "Immer Durst", wird die Residenz besonders festlich schmücken und dafür sorgen, dass die beiden Regenten eine unvergessliche Zeit haben werden. 

Der Festsamstag bietet nach dem großen Fackelzug sowie der Ball am Sonntag ein weiteres Highlight: die Coverband „SCHRÖDER“ wird den Schützen und Gästen so richtig einheizen und mit Ihrem großen Repertoire Akzente setzen. Freuen sie schon jetzt auf musikalische Unterhaltung der besonderen Art. 

Um die Vorfreude noch etwas zu steigern folgen in den kommenden Tagen und Wochen weitere Artikel rund um das schönste Fest des Jahres. Wir wünschen schon jetzt viel Spaß und Freude und hoffen wir sehen Sie zum Schützen- und Heimatfest vom 18. bis 21. August 2018 in der Gartenstadt Wevelinghoven. 

* Königspaar Daniel I. Steinert und Nadine Schmitz

 

Die höchsten Repräsentanten des Bürger Schützen Verein Wevelinghoven sind in diesem Jahr das Königspaar Daniel I. Steinert und seine Nadine Schmitz. 

Das junge sympathische Königspaar hat sich riesig über die errungene Königswürde gefreut und für Daniel Steinert ist ein lang gehegter Traum, der als 2 Jähriger bereits begann, in Erfüllung gegangen. So konnte nach dem erfolgreichen Vogelschuss ausgiebig, zusammen mit vielen Gästen und Daniels Traditionszug, dem Jägerzug „Immer Durst“, gefeiert werden. Die Residenz wird das Königspaar bei Daniel´s stolzen Eltern Andreas und Birgit auf der Oststraße in der wunderschönen Gartenstadt erbauen und von hier aus über die Festtage regieren. Das Schützenwesen wurde dem jungen Kronprinzen in die Wiege gelegt. Sein Urgroßvater, ein Urgestein des BSV-Wevelinghoven, Bernhard Buchkremer, ein Mitbegründer des Tambourcorps Wevelinghoven und über Jahre der Fahnenträger des Jägerzuges „Germania“, ist Grundstein der schützenbegeisterten Familie Andreas, Birgit und Christina Steinert. Auch Großvater Gottfried Buchkremer sowie Patenonkel Heinz-Günter Buchkremer waren aktive Mitglieder des BSV-Wevelinghoven. Ein Stammbaum für einen Schützenkönig, so dachte sich die heutige Majestät. 

Das immer aktive und freundliche Königspaar ist zu jeder Zeit in den ihnen bekannten Gefilden der Gartenstadt, nicht nur bei den Feiern der einheimischen Vereine gern gesehene Gäste. Auch zu den Heimatfesten der befreundeten Vereine haben sie stets einen unvergesslichen und ehrenvollen Eindruck hinterlassen. Dadurch, dass der amtierende König nicht nur stolzer Jäger im Wevelinghovener Regiment ist, sondern auch noch aktives Mitglied im heimischen Tambourcorps „Frisch-voran“, gibt es kaum ein Wochenende seit Erringen der Königswürde, was nicht zum Feiern und repräsentieren verplant ist.

Durch seine Antrittsrede am Krönungsabend hat sich Daniel I. Steinert nicht nur in den Herzen der Schützen verewigt. Durch die Krönung wurde seine charmante Königin Nadine zu einer waschechten Wevelinghovenerin - ein echtes "Wievekover Mädche". Dazu muss man wissen, dass die Wurzeln von Nadine in Straberg liegen. Aber sie hat schnell gelernt, wie man in der Gartenstadt Wevelinghoven Schützenfest feiern und genießt. Hiervon konnten sich die Gartenstädter bereits überzeugen.

Seine Passion hat der junge König laut eigener Aussage in seiner beruflichen Tätigkeit gefunden. Hier ist er als Orthopädieschuhmacher tätig und eine große Stütze bei seinem Arbeitgeber in Neukirchen.

Nadine hat nach dem erfolgreich abgeschlossen Studium im Bereich Tourismus, ihre Wirkungsstätte in Düsseldorf gefunden und ist bei einer großen weltweit bekannten Hotelkette für alles verantwortlich was mit Reservierungen zu tun hat. Auch Sie geht voll und ganz in ihrem Beruf  auf.

In ihrer Freizeit sind beide sehr aktiv und musikalisch sowie sportlich unterwegs. So gehören aber auch gemeinsame Auszeiten vom Alltag dazu. Gemeinsam unternehmen die beiden ausgedehnte Reisen, meistens ins Passeiertal in Südtirol, wo man im Winter skifährt und im Sommer ausgedehnte Wandertouren macht. Außerdem fahren die beiden gerne nach Borkum und St. Peter-Ording - einfach mal zum Ausspannen.

Beide wollen das bevorstehende Schützenfest einfach genießen. Hierzu gehört eine stresslose Zeit mit viel Sonne und natürlich guter Laune. Ihr Regiment soll das junge Königspaar einmal von einer anderen Seite kennen lernen, Daniel und Nadine wollen neue Wege gehen und damit haben sie bereits beim Krönungsabend angefangen, als sie zum Ehrentanz zu Klängen der Gruppe Kasalla getanzt haben.

Die Wevelinghovener Schützen und Gäste dürfen also gespannt sein und sich auf ein tolles Schützenfest freuen. Hierzu werden natürlich nicht nur die schützenfestbegeisterten Eltern beitragen sondern auch der Jägerzug "Immer Durst" steht bereits in den Startlöchern und scharrt mit den Hufen. Der Grundstein für ein unvergessliches Schützenfest ist also gelegt.

Die Wevelinghovener Schützen und Gäste dürfen also gespannt sein und sich auf ein tolles Schützenfest freuen, der Grundstein für ein unvergessliches Schützenfest ist mit solch einem Königspaar sicherlich gelegt.

* Der Königszug - Jägerzug "Immer Durst"

Der Jägerzug ‚Immer Durst‘ feiert in diesem Jahr sein 65-jähriges Bestehen. Anders als manch andere Zuggemeinschaft, hat der ‚Immer Durst‘ bereits mehrfach erfolgreich einen Generationenwechsel geschafft. Aktuell sind Mitglieder von 19 – 82 Jahren vertreten, so dass die Zukunft des Zuges auch weiterhin gesichert ist. Im 65. Jahr seines Bestehens baut der Zug auch bereits die 65. Großfackel - meist im vorderen Rangbereich der Fackelbewertungen. Dies ist einzigartig in der Geschichte des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven.

Ein ganz besonderes Highlight in diesem Jahr ist es aber, dass der Zug mit Daniel I. Steinert und Nadine Schmitz das Schützenkönigpaar der schönen Gartenstadt Wevelinghoven stellen kann. Nach Jägermajor Josef "De Knoll" Noethen und Königin Resi in den Jahren 1960/1961 sind Daniel und Nadine das zweite Schützenkönigspaar aus den Reihen des Jägerzug ‚Immer Durst‘ und man ist sehr stolz darauf.

In diesen Tagen vor dem großen Schützen- und Heimatfest im August wird an der Residenz gebaut - natürlich wird aber auch nicht der Fackelbau aus den Augen gelassen. Eine echte Meisterleistung die der Zug in seiner nunmehr 65-jährigen Geschichte zusammenschweißt. So wünscht sich der diesjährige Königzug noch viele schöne Stunden im kleinen wie im großen Kreise der Schützenfamilie in Wevelinghoven.

* Festablauf und Zugwege zum großen Schützen- und Heimatfest 2018 

Bedingt durch eine groß Baustelle in der Krummstraße zieht der Festzug in diesem Jahr an allen Tagen durch die Brückenstraße.
Wir bitten alle Anwohner und Zuschauer der Grevenbroicher Straße sowie der Krummstraße auf diese Änderung zu achten und entschuldigen uns für diesen Umstand.
 

Samstag, den 18. August 2018

12.00 Uhr Einschießen des Schützenfestes durch die Artillerie an der Gebrüder-Grimm-Grundschule - Oststraße

16.00 Uhr Einspielen des Schützenfestes durch das Tambourcorps „Frisch voran” Wevelinghoven

19.30 Uhr Platzkonzert vor dem Rathaus in Wevelinghoven

20.15 Uhr Abmarsch der Tambourcorps und Musikkapellen mit den durch die Züge erstellten Großfackeln von der Zehntstraße über die Poststraße zum Antreteplatz des Fackelzuges auf der Langwadener Straße. 

20.45 Uhr Abmarsch des Fackelzuges

Zugweg: Langwadener-, Post-, Ober-, Grevenbroicher-, Brückenstraße, An der Obermühle, Burg-, Unterstraße, An der Eiche, Rhenania-, Oststraße, Marktplatz.

Im Anschluss Festball im Festzelt auf dem Marktplatz mit der Coverband „SCHROEDER“

 

Sonntag,  den 19. August 2018

9.00 Uhr Antreten am Rathaus zum Kirchgang

9.30 Uhr Festgottesdienst in der kath. Kirche, Unterstraße. Anschließend vor der Kirche Parade vor der Geistlichkeit. Danach Marsch zum Ehrenfriedhof Langwadener Straße zur Gefallenen- und Totenehrung. Anschließend Frühschoppen im Festzelt mit Ehrung des Edelknabenkönigs.

14.30 Uhr Großer Festzug ab Rathaus Poststraße. Im Verlauf des Festzuges Königsparade vor dem Rathaus. 

Zugweg: Post-, Ober-, Grevenbroicher-, Brückenstraße, An der Obermühle, Burg-, Zehnt-, Poststraße zur Parade am Rathaus. Fortsetzung des Festzuges über die Poststraße, Rhenania-, Oststraße zum Festzelt auf dem Marktplatz.

20.00 Uhr Ball der Könige – mit Krönung des Königs der jungen Schützen

 

Montag, den 20. August 2018

11.30 Uhr Regimentsfrühschoppen im Festzelt

17.15 Uhr Antreten zum Festzug am Rathaus

Zugweg: Post-, Ober-, Grevenbroicher-, Brückenstraße, An der Obermühle zur Parade an der ev. Kirche. Fortsetzung des Zuges über Burg-, Unterstraße, An der Eiche, Rhenaniastraße, Oststraße zum Festzelt auf dem Marktplatz.

19.30 Uhr nach der Verabschiedung des Regimentes Disco im Bierzelt mit gemütlichem Beisammensein.

 

Dienstag, den 21. August 2018

18.45 Uhr Antreten zum Abholen des Kronprinzenpaares ab Rathaus.

Zugweg: Poststraße, Zehntstraße, Unterstraße, An der Eiche und Poststraße zum Rathaus.

19.15 Uhr Großer Zapfenstreich vor dem Rathaus

20.00 Uhr Krönungsball im Festzelt

* SCHROEDER in der Gartenstadt

Eine besonderes musikalisches Highlight wird es am Schützenfestsamstag nach dem Fackelzug sowie am Sonntag zum "Ball der Könige" geben:

„SCHROEDER“ Mit Rock-, Pop- & Soulklassikern und Hits aus den aktuellen Charts – dies alles bestimmt das Programm der angesagten Coveband aus NRW. „Das machen doch alle“ wird man nun sagen. In einem wesentlichen Punkt unterscheidet sich „SCHROEDER“ jedoch von fast allen anderen Bands:

SCHROEDER überzeugt durch Professionalität, einem Höchstmaß an Leidenschaft, Flexibilität, Entertainment und einem 100% Live Feeling der Extraklasse.

So wird der Auftritt von „SCHROEDER“ zum Erlebnis, garantiert Vielseitigkeit und eröffnet eine Vielzahl von musikalischen Möglichkeiten.

So dürfen sich die Gäste sowie die große Wevelinghovener Schützenfamilie auf ein interessantes und stimmgewaltiges Highlight des Schützen- und Heimatfestes 2018 freuen.

* Der Festplatz - Ort der Ausgelassenheit und der glücklichen Momente

Der Marktplatz wird in diesem Jahr wieder von zahlreichen Attraktionen in Szene gesetzt. Neben dem "Crazy Beach Monster" mit einer Grundfläche von 22 x 24 Metern und 20 drehbaren Gondeln, welche die Fahrgäste so richtig auf Touren bringen, wird der Rock Express – eine große Raupe – sowie ein Auto Scooter für den richtigen Ton und Discofeeling auf dem Festplatz sorgen.

Neben zahlreichen anderen Ständen wird ein buntes Programm für die kleinen Besucher des Kirmesplatzes geboten. Jeder erinnert sich doch mit Sicherheit gerne an seine eigenen Versuche die Entchen aus dem Becken zu angeln und an die endlosen Runden auf dem Kinderkarussell. Auch der Super Mini Scooter und eine „Fantastischen Reise“ - ein großen Kinderkarussell sowie zahlreiche andere Spielstände lassen die Herzen der Kleinen höher schlagen.

Aber was wäre ein Schützenfest ohne Zuckerwatte, Lebkuchenherzen und den Duft von gebrannten Mandeln. Auch hier bieten zahlreiche Stände mit Süßwaren und deftigen Essen alles was der Gaumen sich an den Schützenfesttagen wünscht. Die Besucher können außerdem an Verlosungen teilnehmen und an Schießbuden ihr Können beweisen. Die Schausteller sorgen so dafür, dass Jung und Alt vor und nach den Umzügen in der Gartenstadt Wevelinghoven bestens unterhalten werden. 

* König der jungen Schützen Daniel I. Pohl 

Am Samstag, dem 07.07.2018, im Rahmen des Regimentsschießens des Bürger-Schützen-Vereins, trafen sich auch die jungen Schützen im Alter von 14 bis 24 Jahren, um ihren Kronprinzen zu ermitteln.

Daniel Pohl vom Jägerzug Erftstolz hatte zum Ende des Schießens eine echte Serie. Erst schoss er den Schweif ab und anschließend konnte er mit dem 99. Schuss auch noch den Rumpf von der Stange holen. 

Dem 20-Jährigen Wevelinghovener konnte man die Freude noch Stunden nach dem Schießen anmerken. Auch seine Schützenkameraden freuten sich mit ihm.

Daniel stammt aus einer schützenfestbegeisterten Familie. Sein Vater war aktives Mitglied im Tambourcorps in Neuenhausen. Seine eigene Schützenkarriere begann 2015 beim Jägerzug Erftstolz, mit dem er vor wenigen Wochen zum Ausflug nach Málaga flog. Für Daniel war dieser Wochenend-Trip ein echtes Highlight.

Während der Woche arbeitet er als Industriemechaniker bei der Rheinbahn. Hier beweist er sein handwerkliches Geschickt. Sein großes Hobby ist der Motorsport. Häufig fährt er selbst über die Nordschleife auf dem Nürburgring. Aber auch als Zuschauer von Rennen fühlt er sich wohl.

Seine Residenz wird im Elternhaus Am Rosenhaag gebaut. Der Jägerzug Erftstolz wird sich dabei besonders einbringen. Der junge Zug hat einen großen Zusammenhalt, was Daniel sehr schätzt. Für ihn bedeutet Schützenfest Zusammenhalt, Freundschaft und die Liebe zur Heimat. 

Daniel wird am Schützenfestsonntag, dem 19.08.2018 im Rahmen des Ball der Könige gekrönt. Er freut sich auf ein spannendes Regierungsjahr als König der jungen Schützen im Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven. Seine erste Amtshandlung wird es sein die Pfänderschützen auszuzeichnen: Marc Arnold, Scheibenschützenzug Wivekover Boschte (Kopf), Leon Möller, Jägerzug Vollgas (rechter Flügel), Jan Zizkat, Jägerzug Vollgas (linker Flügel) und Daniel Pohl, Jägerzug Erftstolz (Schweif).

* Edelknabenkönig Phillip Hinke 

Am 16. Mai diesen Jahres, ermittelte das Edelknabencorps Wevelinghoven in einem spannenden Wettkampf seinen König 2018/2019. Sieger dieses Wettbewerbs wurde Phillip Hinke, der sein Glück kaum fassen konnte, geht er doch in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt im Edelknabencorps mit.

Phillip wohnt mit seiner Mama Tanja und seinen Geschwistern Christos und Luisa in Grevenbroich. Seine Residenz wird er jedoch bei seinen Großeltern in Wevelinghoven schmücken. Auf die Einweihung der Residenz im Kreise seiner Freunde aus dem Edelknabencorps freut er sich schon besonders.

Der 8-Jährige wird nach den Ferien die 3. Klasse der Gebrüder- Grimm- Grundschule in Wevelinghoven besuchen, sein Lieblingsfach ist Deutsch. In seiner Freizeit spielt er am liebsten Fußball beim BV Wevelinghoven und ist begeisterter Fan von Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach.

Gekrönt wird der jüngste König im Regiment am Sonntagmorgen im Festzelt nach dem Kirchgang und der Gefallenenehrung. Er wird dann als erste Amtshandlung den Pokalsieger der Edelknaben und Jugendschützen Konrad Schneider, sowie seine Ritter Jason Schnur (Kopf), Noah Nolden (linker Flügel), Paul Mattheisen (rechter Flügel) und Lenni Müller (Schweif) ehren. 

* Kronprinzenpaar Jens und Nicole Brandofsky

Der neue Kronprinz Jens Brandofsky ist nach seinem Vogelschuss überglücklich, „endlich habe ich es geschafft“. Er erfüllt sich mit dem 114. Schuss seinen Kindheitstraum und sicherte sich, als einziger Bewerber, am 7. Juli 2018 unter dem großem Jubel der Schützen und Besucher seine Anwartschaft auf den Titel des Schützenkönigs.

Der zukünftige König Jens I. Brandofsky (42) wird von seiner Frau Nicole (40) als Königin unterstützt. Seit dem 07.07.2004, auf dem Tag des Königsvogelschusses genau vor 14 Jahren, haben die beiden geheiratet. Kronprinz Jens ist seit 38 Jahren im BSV aktiv, seine Schützenkarriere startete er bei den Edelknaben. Inzwischen ist er im Jägerzug „Ever Jrön“, dem Jägerzug des früheren Majestät Michael Klasen, aktiv.

Das Schützenwesen wurde dem Berufsfeuerwehrmann und leidenschaftlichen Vespa- Fahrer in die Wiege gelegt. Seine Eltern Karl-Heinz und Christel Brandofsky waren 1996 / 1997 Königspaar in der schönen Gartenstadt Wevelinghoven. Nachdem im vergangenen Jahr durch den gezielten Schuss der jetzigen Majestät Daniel Steinert der Traum vom Königssein verwehrt wurde gelang ihm in diesem Jahr der sichere Schuss.

Kronprinzessin Nicole arbeitet als Verwaltungsfachangestellte bei der Stadt Grevenbroich. Gemeinsam unternehmen die beiden mit Ihren Kindern Dominik (20) und Dean (11) ausgedehnte Reisen, meistens im eigenen Wohnwagen. Die gesamte schützenbegeisterte Familie - Väter, Brüder, Schwäger und Neffen sind im Bürger- Schützen-Verein in den unterschiedlichste Einheiten - vom Jugendschützen bis zum Grenadier und Jäger aktiv und freuen sich mit dem Kronprinzenpaar auf das bevorstehende Schützen- und Heimatfest. Vorallem aber auf den Beginn der Regierungszeit am 21. August, dem Krönungsabend des Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven. Bereits jetzt wird alles bis ins kleinste Detail vorbereitet, die Schützen und Gäste dürfen gespannt sein und sich schon jetzt auf eine mit Sicherheit ganz besondere Regierungszeit freuen.

* Ehrung für langjährige Mitgliedschaft
zum Bürger-Schützen-Verein und zum Schützenbrauchtum

Auch in diesem Jahr kann der Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 e.V. wieder zahlreiche Jubilare ehren. Für Ihre langjährige Treue werden die Jubilare traditionell im Rahmen des Ehrenabend des Bürger-Schützen-Verein am 11. August 2018, eine Woche vor dem Schützen- und Heimatfest, im Festzelt auf dem Marktplatz geehrt und bekommen eine Ehrennadel oder Ehrenurkunde verliehen.

Auf herausragende 70 Jahre Mitgliedschaft können in diesem Jahr Ehrenoberst Rudi Gehlen vom Scheibenschützenzug "Blauer Mondach" (Ehrenmitglied des BSV Wevelinghoven), Heinz Kames vom Grenadierzug "Auf und Davon" (Ehrenratmitglied des BSV Wevelinghoven), Willi Huth vom Tambourcorps Wevelinghoven 1927 e.V. und Wilhelm Klasen vom Jägerzug "Germania" zurückblicken.

Auf stolze 60 Jahre Mitgliedsjahre schauen Hans Peter Bienefeld (Ehrenmitglied des BSV Wevelinghoven) und Peter Fenes vom Scheibenschützenzug "Gartenstädter" zurück.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft können Kurt Brings von den Sappeuren, Georg Broens vom Grenadierzug "MGV Cäcilia", Theo Hoer, Hans Rath und Willibert Schmitz vom Scheibenschützenzug "Blauer Mondach", Theo Korbmacher vom Jägerzug "Schützenlust", Heinz Lammers passives ehemals aktives Mitglied sowie Peter Stöcker vom Scheibenschützenzug "Erftjunker" geehrt werden. 

Seit 40 Jahren sind Mitglied: Klaus Arnold und Andre Hüsgen vom Scheibenschützenzug "Waidmannsheil", Rainer Effertz und Ulrich Huth vom Tambourcorps Wevelinghoven 1927 e.V., Lothar Esser vom Jägerzug "Ever Jrön", Wolfgang Hintzen vom Scheibenschützenzug "Alte Artillerie", Heinz Käsgen vom Jägerzug "Heimattreue", Uwe Lammers vom Jägerzug "Grön Gemöß", Jürgen Reinartz vom Jägerzug "Frisch und Munter", Manfred Renk vom Scheibenschützenzug "Spätlese" und Friedhelm Schmitz vom Jägerzug "Allzeit B(e)reit".

Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft werden Harald Bättgen vom Grenadierzug "Fröhliche Boschte", Günther Baust vom Scheibenschützenzug "Waidmannsheil", Berthold Brenner vom Jägerzug "Volles Rohr", Andreas Brix vom Jägerzug "Allzeit B(e)reit", Wolfgang Gartke vom Jägerzug "Immer Drauf", Markus Hirsch, Peter Kaufmann, Rainer Pütz und Frank Reininghaus vom Jägerzug "Ärm Söck", Rene Klerx, Rene Schumacher und Dirk Schumacher vom Grenadierzug "Immer Blau", Ralf Knabe  vom Jägerzug "Ever Jrön", Matthias Kremer vom Jägerzug "Gröne Jonge", Benedikt Krienen vom  Jägerzug "Flachmänner", Ulrich Kuhlen von den Vorreitern, Christoph Mattheisen vom Tambourcorps "Frisch Voran" Wevelinghoven, Thorsten Steinhardt vom Jägerzug "Wivekover Sterne" und David Zeschin vom Grenadierzug "Zylinderköpp" geehrt.

* 70 Jahre Treue zum Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven

Rudolf Gehlen - Scheibenschützenzug "Blauer Mondach"

1949 marschiert Rudolf Gehlen - genannt Rudi - erstmals in den Reihen des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven mit. Als Mitglied des Artilleriezuges Wevelinghoven und später im Scheibenschützenzug "Alte Artillerie" diente er dem Verein in verschiedenen Positionen. Heute ist er Mitglied des Scheibenschützen-zuges "Blauer Mondach". Als die Scheibenschützen vor der Corpsgründung 1970 noch dem Grenadiercorps zugeordnet waren, wurde er 1969 zum Major der Grenadiere gewählt.  In den Jahren 1981 bis 1996 ritt er als Regimentsoberst dem stolzen Regiment der Gartenstadt Wevelinghoven voran. Im Schützenjahr 1974/75 repräsentierte er als Schützenkönig Rudi I. Gehlen mit seiner Gattin Ilse den Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 e.V. Im Jahre 1962 verlieh Generaloberst Dr. Friedrich-Karl Kottmann ihm seinen persönlichen Oberstorden. 

Dem Vorschlag des Gesamtvorstandes, Herrn Rudolf Gehlen in der Jahreshauptversammlung 1997 die Ehrenmitgliedschaft des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven zu verleihen, folgten die Schützen einstimmig. So wurde er zum Ehrenmitglied mit dem Titel Ehrenoberst gewählt. Seit dem 01. Mai 2006.

Willi Huth - Tambourcorps "Frisch Voran" Wevelinghoven

Als Mitbegründer des Tambourcorps "Frisch Voran" Wevelinghoven 1927 e.V. nach dem Kriege im Jahre 1949 hat sich Willi Huth ganz der Marschmusik verschrieben. Er bildete über viele Jahre Musiker aus. In seinem Garten lauschte er - während er Kartoffeln erntete - sozusagen zwischen "Kappes un Schavu" - dem Können oder Nichtkönnen seiner Zöglinge und gab wichtige Tipps.

Viele Ämter hatte er in seinem Tambourcorps inne. Unter anderem leitete er als Vorsitzender die Geschicke des Corps. Für seine Treue und Hingabe zu Musik und Verein wurde er zum Ehrenmitglied des Tambourcorps "Frisch Voran" Wevelinghoven 1927 e.V. ernannt. 

 

Heinz Kames - Grenadierzug "Auf und davon"

Seine Schützenlaufbahn begann Heinz Kames im Jahr 1949 zum ersten Schützenfest nach dem Kriege, als er dem Jägerzug „Jungschützen“ beitrat. 1966 wechselte er zum Grenadierzug „Auf und davon“, dem er heute noch angehört. Über 30 Jahre engagierte sich Heinz Kames als Zugführer und Leutnant seines Zuges. Im Jahre 1997 verlieh ihm Regimentsoberst Manfred Moll die hohe Auszeichnung des persönlichen Oberstorden.

Seit dem 01. Mai 2006 bekleidet er das Amt des Ehrenratsmitglieds für das Grenadiercorps.

Wilhelm Klasen - Jägerzug "Germania"

Seine Schützenlaufbahn begann Wilhelm Klasen - von allen Klasens Bubi genannt - im Jahre 1949 als Grüner Husar hoch zu Ross. Als das Regiment seine heutigen Ordnungen und Uniformierungen annahm stieß Bubi zum Jägerzug "Sösse Eck", dem er bis zur Auflösung im Jahre 1966 angehörte.

Durch die Zugehörigkeit zum Turnverein Germania und seine Handballerfreunde fand er schließlich zu seinem heutigen Jägerzug „Germania“. Als einer der Aktivposten beim Fackelbau, als Hönes des Zuges - das Füllhorn bei jeder Parade nach oben stemmend - oder als Spieß der "Germania" - immer penibel auf alle Vergehen seiner Zugkameraden achtend - nahm er steht´s froh gelaunt an allen Schützen- und Heimatfesten teil. 

* 60 Jahre Treue zum Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven

Hans-Peter Bienefeld  - Ehrenmitglied

Hans Peter Bienefeld begann seine nunmehr 60-jährige Schützenlaufbahn im Jahre 1958 als Königspage bei Königspaar Paul II. und Wilhelmine Neukirchen. Scheinbar machte er seine Arbeit bereits damals so gut, dass weitere vier Jahre in der Uniform des Pagen folgten.

1963 gründete er mit Freunden aus der Schulzeit einen Jägerzug und weil Generaloberst Adam Schilden - genannt Blücher - der Meinung war: "Ihr seid ja all noch Jong Boschte" hieß der Zug auch so. Zunächst als Schütze - später als Leutnant ab 1978 als Zugführer der Zuggemeinschaft, bis zur Auflösung des Jägerzuges im Jahre 2004, leistete er hier wertvolle Arbeit. Im Jahre 1995 wurde ihm für seine Tätigkeiten und die hilfbereitschaft des Zuges - als Zugführer der "Jong Boschte" - von Regimentsoberst Rudi Gehlen der persönliche Oberstorden - die höchste Auszeichnung des Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven - verliehen.

21 Jahre war Hans Peter Bienefeld nach seiner Wahl zum Beisitzer 1997 Mitglied im Gesamtvorstand des Bürger-Schützen-Vereins. Vor allen Dingen hat er Tätigkeiten ausgeübt, die etwas mit Organisation zu tun gehabt haben. Nach einiger Zeit bereits unterstütze er das damalige Vorstandsmitglied Peter Füßer bei der Betreuung der Fackelbauer. Schließlich wurde er im Jahre 2003 zum Fackelbaubeauftragten des Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven gewählt - sicherlich keine leichte Aufgabe. Generalstabsmäßige Vorbereitungen waren sein Metier und so leistete er auch neben dem Fackelbau wertvolle Arbeit. Er war sich für keine Aufgabe zu schade - ohne ihn wären einfach viele Dinge nicht möglich gewesen. 

 

Dem Vorschlag des Gesamtvorstandes, Hans Peter Bienefeld, in der 1. Generalversammlung am 01. Mai 2018 die Ehrenmitgliedschaft des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven anzutragen, folgten die Schützen einmütig. Dank gilt ihm für seine unermüdlichen Dienste im Sinne des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven.

Peter Fenes - Scheibenschützenzug "Gartenstädter"

Peter Fenes - aufgewachsen in unserer wunderschönen Gartenstadt Wevelinghoven besuchte in seinen jungen Jahren die alte Südschule an der Oberstraße. Nach seiner abgeschlossenen Schulausbildung begann er eine Ausbildung als Hydrauliker bei ALU-Norf. Dem Betrieb blieb er 40 Jahre lang treu und so konnte er, nach zahlreichen Fort- und Weiterbildungen, schließlich zum Werkstattleiter aufsteigen. Im Jahre 1969 heirate er seine Mary mit der Peter eine Tochter hat. 

Seine Schützenlaufbahn startete Peter Fenes bei den Edelknaben. Danach zog es ihn in den Jahren 1958 zum Jägerzug "Fidelitas". 1965 wechselte er zu den "Gartenstädtern", die zu dieser Zeit noch im Jägercorps beheimatet waren. 1970 waren die Gartenstädter "sehr zur Freude" des damaligen Generaloberst Adam Schilden - genannt Blücher - einer der Gründungszüge des Scheibenschützencorps Wevelinghoven. 

Als echter "Gartenstädter" war Peter immer ein Aktivposten im Fackelbau. Sein Zug war auch berüchtigt für seine ausgefeilten Montagsparaden. Beispielsweise war es eben Peter Fenes, der dem damaligen Regimentsspieß - "Lüttges Alois" - heimlich eine ausgehölte Birne auf die Pickelhaube setzte und diesen so durch die Parade ziehhen ließ. Heute ist es etwas ruhiger geworden um die Gartenstädter - die sich aber nach wie vor als sehr aktive Zuggemeinschaft auszeichnen und einen festen Zusammenhalt haben. Wir wünschen noch viele weitere Jahre in froher Runde. 

* brauchtum hilft setzt wieder auf Schützenhilfe

Auch im vierten Jahr von brauchtum hilft soll es nicht ruhiger werden. Während seit 2015 der Fokus auf der aktiven Spendenakquise lag, haben sich die Vereinsmitglieder auf ihrer jährlichen Hauptversammlung dazu entschieden, für das vierte Jahr eine neue Facette der Unterstützung zu bieten. In diesem Jahr wird es gleich vier unterschiedliche Aktionen geben. Die Unterstützung des Vereins soll diesmal den Anwohnern Wevelinghovens, dem Schützenwesen, den Schützenfestbesuchern sowie dem Hauptprojekt Jona zu Gute kommen. Die traditionelle Spendensammlung wird weiterhin ein Hauptbestandteil bleiben. Gesammelte Gelder werden im Jahr 2018 an "Jona – Hospizbewegung in der Region Grevenbroich e.V.", eine Organisation die sich um die Betreuung schwerstkranker Menschen kümmert, gespendet.

Die erste Aktion ist bereits gestartet. Seit Mitte Juli spendet die Textilpflege Rosendahl für jedes Schützenfesttextil 50Cent zu Gunsten von brauchtum hilft e.V. und unterstützt somit auch lokal die Aktivitäten des Vereins. Dieses Angebot umfasst sowohl Uniformen, sowie Schützenhemden als auch die klassischen Schützenhosen.

Stolz ist der Verein vor allem auf eine kleine aber wirkungsvolle Geste, die allen Anwohnern Wevelinghovens zu Gute kommen wird. Ab Freitag, 17. August 2018 wird der Verein an drei Standorten in Wevelinghoven Hunde-Kotbeutelspender platzieren, um die teilweise schlimmen Zustände in den ortstypischen Gassen zu verbessern. So wird einer dieser Spender in der Verbindungsgasse zwischen Oligschlägergasse und der Obermühle aufgehangen. Der zweite soll an der Wand des Schreibwarengeschäfts Napret hängen, während der Dritte am Waldweg zwischen Untermühle und Hofbuschweg für Sauberkeit auf den Straßen, Gassen und Feldwegen sorgen soll.

Mit dem Beginn des traditionellen Fackelzugs und der Aufstellung entlang der Langwadenerstraße, säumen hunderte Schützen die Strasse. Da es in der Vergangenheit leider zu Beschwerden über sich erleichternde Schützen gekommen ist, haben sich die Vereinsmitglieder überlegt einen mobilen Toilettenwagen als besonderen Service auf zu stellen. Dieser wird am Autohaus Herbrand-Jansen für jeden zugänglich sein. Die Benutzung ist natürlich kostenfrei, wobei man sich über eine kleine Spende auch hier sehr freuen würde.

Weiterhin wird es auch in diesem Jahr wieder den brauchtum hilft Stand auf dem Schützenfestgelände geben, der alle interessierten Besucher über Aktionen des Vereins informieren möchte und die Möglichkeit bietet neue Merchandising Goodies des Vereins zu erwerben.

Weitere Informationen zu brauchtum hilft e.V. findet Ihr unter www.brauchtum-hilft.de

Jeder Cent hilft. Jeder Euro bewegt.

  Berichte aus dem Grenadiercorps Wevelinghoven 1924

* Grenadiercorpskönig - Josef Dahmen

Am 18 November 2017 kamen knapp 60 Grenadiere zusammen um gemeinsam Ihre neue Majestät zu ermitteln. In geselliger Atmosphäre feierten die Grenadiere gemeinsam mit Familien und Freunden im festlich geschmückten Saal der Erftruhe. DJ Klaus Juwig sorgte bei den Beteiligten für Stimmung auch weit nach der Beendigung des eigentlichen Schießwettbewerbs.

Mit dem 69. Schuss erlangte Josef Dahmen vom Grenadierzug „Fracksausen“ die Würde des Grenadiercorpskönig 2017/18. Josef Dahmen ist Gründungsmitglied vom Grenadierzug Fracksausen und schon 17 Jahre aktiv im BSV Wevelinghoven. Dabei liegt ihm die Arbeit am Luftgewehr sehr, denn neben dem Grenadiercorpskönigs sicherte wurde er auch Pokalsieger im Scheibenschießen der Grenadiere. Dies beweist er auch immer wieder beim Zugschießen seiner „Fracksausen“ bei dem er sich bereits 2005 und 2011 zum Zugkönig krönte. Aber nicht nur das Schießen zeichnet Josef Dahmen aus. Beim Thema Hilfsbereitschaft gegenüber seinen Kameraden ist Josef stets Vorbild und scheut nicht davor zurück, sich auch mal die Hände dreckig zu machen. Der ganze Grenadierzug Fracksausen freut sich mit Josef Dahmen, dass Ihm dieses Jahr mit einem begnadeten finalen Schuss, die Ehre des Grenadiercorpskonigs zu Teil wird.

Der Schießwettbewerb der Grenadiere wurde dabei vom Grenadierzug Fracksausen dominiert, die mit Josef Dahmen nicht nur den neuen Grenadiercorpskönig und Pokalsieger stellen, sondern auch mit Daniel Becker (Kopf) und Paul Schnabel (Schweif) bei den Pfändern zu geschlagen haben. Der linke Flügel ging an Dirk Holz vom Grenadierzug Pfarr Cäcilia während sich sein Zugkamerad Wolfgang Konieczny den rechten Flügel sicherte. Den Wettbewerb im Teamschießen gewann, wie sollte es auch anders sein der Grenadierzug „Fracksausen“. Vorjahressieger „Erftler 09“ landete lediglich auf Platz 4.

* 25 Jahre - Grenadierzug "Immer Blau"

Im Jahr 1993 stand für eine Gruppe von Freunden der Start ins Berufsleben bevor. Um sich nicht aus den Augen zu verlieren, dachte man über die Gründung eines Schützenzuges nach. Schnell einigte man sich auf die Gründung eines Grenadierzuges. Das Grenadiercorps erschien besonders attraktiv. Bis heute erfreut man sich an der familiären Atmosphäre des Corps. Die Gründungsversammlung fand mit der Unterstützung des Bürger-Schützen-Vereins und des damaligen Grenadiermajors in der Gaststätte "Brückenklause" statt.

Aktuell zählt der Grenadierzug 10 Mitglieder. Darunter sind 8 aktive Schützen: Patrick Borgmann, Miguel Coro Garcia, Martin Müller, René Klerx, Ingo Ratz (Oberleutnant), Dirk Schumacher, Marc Schumacher (Spieß) und René Schumacher (Flügelleutnant). Außerdem gibt es zwei passive Mitglieder Stjepan Kozar und Andreas Scholz.

Monatlich trifft sich der Grenadierzug zu gemütlichen Versammlungen im privaten Kreis. Neben dem Schützenfest runden Highlights wie der Vogelschuss und die Krönung des Zugkönigs das Schützenjahr ab. Aber auch außerhalb des Schützenwesens stehen gemeinsame Veranstaltungen wie der Besuch des Nürburgringes, Fahrradtouren sowie Weihnachtsmarktbesuche an.

Im Laufe der Jahre wurden vier Großfackeln gebaut. Das Thema Fackelbau wird jedes Jahr diskutiert. Doch die Lebensbedingungen der meist jungen Väter lässt aktuell den Bau einer weiteren Großfackel nicht zu. Vor einigen Jahren wurde eine neue Vorfackel konstruiert. Sie dient als mobiler Stehtisch bereits zum Schmücken am Schützenfest-Samstag.  Zum Fackelzug wird sie mit einem beleuchteten Transparent versehen auf dem das so genannte Immer Blau Pin up zu bewundern ist. 

Im Jahr 1999 ließ man erstmals eine Schwenkfahne anfertigen, die den Gesamtauftritt verfeinerte. Seit dem Jahr 2015 erscheint diese in neuem Design und wird vom Fähnrich Miguel Coro Garcia präsentiert. (Foto Miguel Coro Garcia und Regimentsoberst Peter Schroers hoch zu Ross)

Im Laufe der Jahre hat sich eine erwähnenswerte Freundschaft zum Jägerzug „Flachmänner“ aufgebaut. Seit vielen Jahren feiert man  gemeinsam den Schützenfest-Dienstag.

Zum 25-jährigen Jubiläum des Vereins ist ein Ausflug nach Renesse geplant. Gleichzeitig mit dem Grenadierzug feiern die Gründungsmitglieder René Klerx, Dirk Schumacher und René Schumacher ihr 25-jähriges „Dienstjubiläum“.

* neu gegründet - Grenadierzug "Fröhliche Boschte"

Nach dem Motto schicke zwei Leute auf einen Ausflug, da kommt was bei raus: So haben es Markus Lank und Harald Bättgen gemacht. Bei einem Ausflug an die Mosel und bei einigen Kaltgetränken entstand die Idee wir gründen einen Schützenzug. Und so wurde aus einer Idee wenige Tage später ernst. Am 01. November 2017 gründete sich der Grenadierzug "Fröhliche Boschte“.

Auch wenn von anfänglich 8 Grenadieren nur 3 übrig blieben, arbeiteten die Grenadiere weiter und bringen nun eine Mannschaftsstärke von 6 Grenadieren auf die Straße. So freuen sich Zugführer Harald Bättgen, Marcel Winter, Markus Lank, Andrew Todd, Maurice Bättgen und Luca Hahn auf das erste gemeinsame Schützenfest im Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven.

  Berichte aus dem Jägercorps 1924 Wevelinghoven

* Jägercorpskönig - Dominik Brandt

Bei strahlendem Sonnenschein und buchstäblichem Königswetter ermittelte das Jägercorps 1924 Wevelinghoven am Samstag den 14.07.2018 seinen König. In gewohnt familiärer Atmosphäre konnten die anwesenden Schützen und Gäste einen geselligen und darüber hinaus sehr spannenden Nachmittag verbringen.

Nach einem spannenden Kampf sicherte sich Dominik Brandt vom Jägerzug „Ever Jrön“ den begehrten Titel des Corpskönigs, als er ein ruhiges Händchen mit besonderer Treffsicherheit bewies und der Rumpf des Vogels beim 83. Schuss von der Stange fiel. Schon zuvor war er als Pfänderschütze des rechten Flügels erfolgreich. „Heute war einfach mein Tag“, so der 38 Jährige überglücklich nach dem Schießen. Den Pfand des Flügels hat er seinem Zugführer Tim Weitz überlassen.

Der 1980 Geborene lebt mit seiner Frau Tanja und Tochter Mia in der wunderschönen Gartenstadt Wevelinghoven. Sein Sohn Noah kommt Ihn oft besuchen, um Spiele seines Lieblingsvereines Fortuna Düsseldorf live oder via Übertragung zu verfolgen, oder einfach nur schöne Stunden im Kreise der Familie zu verbringen. Seit 2008 arbeitet der gelernte Bankkaufmann bei einer Privatbank in der Landeshauptstadt Düsseldorf. In seiner Freizeit spielt Dominik leidenschaftlich Skat und Gitarre oder fährt mit dem Motorrad. Seit 1999 ist er Mitglied des Jägercorps und seit 2018 wieder in den Reihen des Zuges „Ever Jrön“ aufzufinden. Zudem war er als Beisitzer bereits im Bürger-Schützen-Verein und im Jägercorpsvorstand aktiv – zeitlich bedingt musste er die Ehrenämter aber niederlegen. Hier erkennt man: das Jägercorps hat einen König der fest mit dem Schützenwesen verankert ist. Neben Dominik Brandt und seiner Familie freut sich natürlich auch sein Jägerzug „Ever Jrön“ auf die Regentschaft, welche durch den Ball der Könige am Sonntagabend seinen Höhepunkt findet.

Außerdem konnten sich folgende Schützen durch Ihre Treffsicherheit auszeichnen: Rene Becker vom Jägerzug „Alte Eiche“ (Kopf), Tim Weitz vom Jägerzug „Ever Jrön“ (rechter Flügel), Benjamin de Vries vom Jägerzug „Heimattreue“ (linker Flügel) und Michael Kranich vom Jägerzug „Wievekover Jonge“ (Schweif).

Zudem zeichnete in diesem Jahr Jägermajor Reiner Schumacher den Schriftführer des Jägercorps und Zugführer des Jägerzug "Jungschützen" - Jürgen Ilbertz - mit seinem persönlichen Majorsorden aus. 

* 25 Jahre - Jägerzug "Ärm Söck"

Ehrenoberst Manfred Moll brachte die jungen „armen Socken“ ins Schwitzen

Die Zuggemeinschaft der Ärm Söck nahm ihren Anfang an einem 26. August nach dem Schützenfest 1993 in einer Gartenlaube auf der Wevelinghover Römerstraße. Hier trafen sich die 11 Gründungsmitglieder (Thorsten Dworschak, Michael Kees, Markus Krall, Peter T. Schaefer, Thomas Schaidl, Klaus Pierstorff, Reiner Pütz, Peter Kaufmann, Dirk Klasen, Markus Hirsch und Frank Reininghaus). Neben ehemaligen Edelknaben gehörten auch Schulfreunde und Messdienerkollegen aus Wevelinghoven im Alter von 14 bis 19 Jahren zum Gründungskreis. Der Zugname war schnell gefunden und an den eines bereits bestehenden Zuges aus dem Neusser Regiment angelehnt. Mehrheitlich sprachen sich die jungen Männer für eine Mitgliedschaft als Jäger aus – Stechschritt musste schon sein und Zylinder wurden als „uncool“ gewertet. Die nun notwendige Erftwassertaufe der Gründungsmitglieder vollzog dann am Schützenfest 1994 der damalige Jägermajor Peter Mattheisen.

Zu den vielen besonderen Erinnerungen des Zuglebens gehören vor allem die 4 gemeinsam gebauten Großfackeln. Themen waren nach dem 70-jährige Vereinsjubiläum 1994 auch der betroffen stimmende Abriss der Zuckerfabrik 1995 und der aufsehenerregende Opferstockklau 1996. Oft erzählte Anekdoten entspringen den vielen gemeinsam gesetzten Maibäumen und den ereignisreichen Marschierproben der frühen Zugjahre. Einer dieser Proben wohnte 1998 unversehens der im vorhergehenden Jahr zum Regimentsoberst gewählte Manfred Moll bei und brachte dabei so manche arme Socke ins Schwitzen. Gerne erinnern sich die Ärm Söck auch an ihre Unterstützung des Jägercorps während der ersten Jahre des Corpsschießens. Gemeinsam mit dem Jägerzug Martinus, der auch die Patenschaft für die neue Zuggemeinschaft in der Frühzeit innehatte, übernahmen die jungen Jäger für 6 Jahre in Folge den dortigen Grillstand und später auch den Getränkeausschank. 

Aufgrund der beruflichen Ausbildung und weit entfernter Studienorte mussten die Ärm Söck nach 1998 ihr Engagement für Corps und Verein immer weiter einschränken. Im Berufsleben wollten sie dann auch ihrem Namen nicht treu bleiben: Neben zwei Doktoren der Physik befinden sich auch zwei Ärzte und ein Wirtschaftsprüfer unter ihren Mitgliedern. Ab 2004 konnte der Jägerzug mit der Stellung von Vorstandsmitgliedern, Kassenprüfern und des Hofstaats von Peter VI. und Anne Schmitz 2008 weiter an der Gestaltung des Vereinslebens mitwirken. Mittlerweile sind die jährlichen Zugausflüge zu einer Tradition ihres Vereinslebens geworden. Städtetouren gehören dabei ebenso zum Programm wie Wanderungen durch die Eifel. Inzwischen beleben auch 9 Kinder die Zugfamilie. Ein weiterer Nachwuchs wird für dieses Jahr erwartet. Daher begehen die 10 aktiven Ärm Söck das 25. Zugjubiläum im engen Kreis ihrer Familien und NACH dem diesjährigen Schützenfest – wie es schon die Gründungsversammlung vorgegeben hat. 

* neu gegründet - Jägerzug "Volldabei"

10 junge Schützen mit reichlich Vorfreude auf die kommenden Schützenjahre, in der gemütlichen Gartenstadt Wevelinghoven. Der im Jahr 2017 gegründete Jägerzug "Volldabei" gibt genau dieses Bild ab. Eine Truppe mit Herz und Seele, wenn es um Schützenfest geht, die gerne die alljährliche Tradition mit ihrer Anwesenheit und ihrem Engagement unterstützen wollen. Einige von ihnen sind schon viele Jahre aktiv und bringe deshalb Erfahrung mit sich, was für ein organisiertes Auftreten spricht. Der Spaßfaktor allerdings steht an vorderster Stelle für sie und sie hoffen auf ein erfolgreiches und spaßiges Schützen- und Heimatfest 2018 und viele weitere Jare in der großen Schützenfamilie der Gartenstadt Wevelinghoven.

  Berichte aus dem Scheibenschützencorps 1970 Wevelinghoven

* Scheibenschützencorpskönig - Thomas Wiengarn

Das Scheibenschützencorps Wevelinghoven feiert 2018 Schützenfest mit seinem Corpskönig  Thomas Wiengarn. Er ist Mitglied im Scheibenschützenzug „Schärpe Boschte“, der in diesem Jahr auf sein zehnjähriges Bestehen zurückblicken kann. Nach langem „Kampf“ holte er den Vogel von der Stange und holte somit die Corpskönigswürde erstmals in die Reihen seines 2008 gegründeten Zuges. Beim Wevelinghovener Schützenfest im Jahr 2018 wird der angehende Apotheker das Scheibenschützencorps im 48. Jahr seines Bestehens repräsentieren. Die Pfänder holten vorab Marvin Vogt (Scheibenschützenzug „Alte Fanfaren“ – Kopf), Lutz Steins (Scheibenschützenzug „Schwatte Botze“ - rechter Flügel), Luca Kapturski (Scheibenschützenzug „Wivekover Boschte“ - linker Flügel) und Dr. Joachim Wurdack (Scheibenschützenzug „He Simmer“ - Schweif).

Thomas ist 1992 in Neuss geboren und wuchs als echter Wevelinghovener Jung in der Römerstraße auf. Bereits in der Krabbelgruppe lernte er seinen Kumpel und heutigen Zugführer Kai Gehlen kennen. Bei den Bambinis des BV Wevelinghoven spielten sie zusammen  und noch heute ist er dort Mitglied. Unter anderem ist auch sein Zug aus der Wevelinghovener Fußballmannschaft entstanden. Für Thomas blieb es jedoch nicht nur beim Fußball. So kamen zu seinen sportlichen Aktivitäten das Schwimmen, Laufen, Rennrad und Tourenfahren hinzu. Neben diesen Hobbys absolvierte er sein Abitur und ein Pharmaziestudium. Die Approbation zum Apotheker erhielt er im Mai 2018. Thomas ist sich für keine Arbeit zu schade. Egal ob es um Fackelbau oder einen neuen Bollerwagen zu Karneval geht, auf ihn können sich seine Zugkameraden immer verlassen.

Im Jahr 1999 fand Thomas Wiengarn mit seinem Freund Kai durch die Edelknaben zum Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven. Danach marschierte er von 2006 im neu gegründeten Jägerzug „Erfträuber“ bis zu dessen Auflösung 2011 im BSV Kapellen/Erft mit. Thomas war zunächst seit 2008 als Gastmarschierer bei den „Schärpe Boschte“ und ist seit 2012 aktives Zugmitglied. Seitdem beweist er jedes Mal auf´s Neue, dass er ein wahres Organisationstalent ist. So bestreitet er seit vier Jahren das Amt des Kassierers. Aktiv ist Thomas immer noch in Kapellen. Er ist Leutnant im Zug seines Vaters, der Grenadierfahnenkompanie. 

Begonnen hatte der Nachmittag des Schießens mit dem Einzel- und Mannschaftswettbewerb, in dem Joachim Ritz (Scheibenschützenzug „Schwatte Botze“) mit 44 Ringen den ersten Platz belegte. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Thomas Reich (Scheibenschützenzug „Alte Fanfaren“) mit 44 Ringen und Luca Kapturski mit 41 Ringen (Scheibenschützenzug „Wivekover Boschte“). In der Mannschaftswertung konnte der Scheibenschützenzug „Blauer Mondach“ den Sieg für sich verbuchen. Platz zwei belegte der Scheibenschützenzug „Erftjunker“ gefolgt vom Scheibenschützenzug „Schwatte Botze“.

Luca Kapturski (Scheibenschützenzug „Wivekover Boschte“) wurde mit 41 Ringen zudem König der jungen Scheibenschützen.

* 50 Jahre - Scheibenschützenzug "Erftjunker"

Anlässlich des zwanzigsten Geburtstages unseres Gründungsmitglieds Helmut Hauser wurden die Erftjunker in der Werkstatt der Zimmerei August Hauser in der Krummstraße 1968 gegründet. Weitere Gründungsmitglieder waren Manfred Driesen, Peter Stöcker, Peter Aldenhoff, Dieter vom Scheidt, Hans-Helmut Over, Peter Werhahn und Herbert Beilz. Hauptmann ist vom ersten Tag bis heute Manfred Driesen. Schon im ersten Jahr ernteten sie Kritik von Generaloberst Blücher, weil sie im Gänsemarsch hintereinander bei der Montagsparade marschierten. Einen weiteren Rüffel bekamen sie, als der heutige Ehrenmajor der Scheibenschützen, Helmut Hauser, 1975 im Handstand an der Parade vorbeimarschierte.

Aus den Reihen der Erftjunker kommen zwei Präsidenten, Rudi Broens (passives Mitglied) und unser heutiger Präsident Günter Piel. Sie stellten von 1990 bis 2010 den Major der Scheibenschützen und über den gesamten Zeitraum die Fahnenoffiziere für die Corpsfahne. Wichtige Aufgaben übernahmen im Vorstand des Scheibenschützencorps und des Gesamtvereins Manfred Driesen und Helmut Coenen. Die Erftjunker unterstützten aus ihren Reihen zwei Schützenkönigspaare, 1995 Helmut und Ingrid Hauser  sowie  2001 Günter und Anita Piel.

Außerhalb des Schützenfestes treffen sich die Erftjunker alle 3 Monate zu einem Arbeitsessen und schießen im Herbst den Zugkönig aus. Peter Aldenhoff organisiert jährlich einen Zugausflug, doch die Höhepunkte im jährlichen Zugleben sind die Spießrede von Bernhard Viehof  beim Fischessen und das Neujahrsessen der Erftjunker mit ihren Frauen. Legendär waren der Besuch vom Nikolaus und Hans Muff im Dezember sowie der Ausflug mit Kind und Kegel zur Grillhütte in den Gustorfer Bend im September der frühen Jahre. Ein besonderer Genuss waren die von Helmut Coenen organisierten Fahrradtouren am Pfingstmontag. 50 Jahre Erftjunker der Gartenstadt Wevelinghoven.

* Geschichte und Geschichten aus dem Archiv des Bürger-Schützen-Vereins

Es ist schon seit vielen Jahren Usus, in den vorhandenen Aufzeichnungen zu blättern und nachzulesen, wie unsere (Ur-)Großväter und Väter das Schützenfest zelebrierten. Zur Verfügung stehen uns für die Recherchen zwei dominante Quellen, um unsere Schützengeschichte zu erfassen:

Da ist als erstes das Buch des damaligen Präsidenten Jakob Esser, der zum einen die Entstehungsjahre des Vereines hautnah als junger Mann miterlebte. Zum anderen war sein Vater einer der Gründungsväter, Präsident und späterer Ehrenpräsident des Bürger-Schützen-Verein, der durch seine Neusser Schützenerfahrung maßgeblich die Struktur des Regimentes prägte. Das Buch trägt den Titel „50 Jahre Bürgerschützenverein Wevelinghoven – Festschrift zu den Jubiläumsfeierlichkeiten vom 20. Juli bis 20. August 1974“ und spiegelt also die ersten 50 Jahre seit der Gründung im Jahre 1924 wider. (Hiervon sind noch Exemplare im Besitz des Vereines, die noch käuflich erworben werden können).

Das zweite Buch wurde 25 Jahre später wiederum von einem Präsidenten, nämlich Hilmar Krüll veröffentlicht. Unter dem Titel „1924 – 1999; 75 Jahre Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven e. V. 1924 – Der Verein und die Stadt Wevelinghoven im Wandel der Zeit“ stellte der Autor neben der Vereinshistorie parallel hierzu die Stadtentwicklung dar. Da der „Wievekover Jong“ Hilmar Krüll bis zur kommunalen Neugliederung im Jahre 1974/75 Bürgermeister seiner Stadt war, wurden viele Interna der Stadt durch ihn in seinem Werk für den „Normalbürger“ präsent. Das gleiche gilt natürlich auch für die Schützengeschichte, die auch er seit Kindesbeinen miterlebt hatte. Daneben wird in Berichten unserer gängigen Tageszeitungen und Zeitschriften für die Rückblicke recherchiert.

* 1958 - vor 60 Jahren: Paul II. Neukirchen und Königin Wilhelmine

Die NGZ vom 18. August 1958 berichtete in ihrer Montagsausgabe ausführlich über das Schützenfest:

„Die kirmesbegeisterten Wevelinghovener feiern in diesen Tagen ihr glanzvolles Heimat- und Schützenfest. Die mißtrauischen Blicke, die am Samstag noch den gewitterdunklen Wolken galten, erwiesen sich schon bald als unbegründet. Als das Hasten und Jagen der letzten Vorbereitungen nachließ und Schützen, Hausfrauen und Wirtsleute sicher waren, nichts vergessen zu haben, stellten sich auch schon die ersten Besucher ein. Die ganze Gartenstadt war von froher Erwartung erfüllt, am Rathaus musizierten die Schiefbahner, und dann lachte auch die Sonne. Es war ein herrlicher Auftakt zum Heimatfest 1958….“

In dem bereits seit Jahren zitierten Werk des damaligen Präsidenten Jakob Esser wusste dieser über den amtierenden König zu berichten: „…Bei der Majestät ... handelt es sich erstmalig um einen Mann aus unserem stolzen Sappeurkorps, den Metzgermeister Paul Neukirchen. Ihm zur Seite seine Gattin Wilhelmine, welche 8 Jahre zuvor, im Jahre 1949 neben ihrem verwitweten Großvater Hubert Faßbender schon einmal als Königin in Erscheinung getreten war…. 

Nachdem die vorhandenen Züge inzwischen wieder weiteren Zuwachs zu verzeichnen hatten und darüber hinaus ein neuer Jägerzug „Hermann Löns“ zur Anmeldung gekommen war, mußte der Vorstand sich entschließen, die Musikbegleitung für die Festzüge … nochmals zu verstärken. Demzufolge wurde der Musikzug „Frohsinn“ Norf, der Musikzug der Bundesschützenkapelle Schmitz aus Neuss und dazu die Bundesschützenkapelle Schiefbahn mit je 25 Mann engagiert. Rechnet man das inzwischen auf 30 Köpfe angewachsene Fanfarenkorps hinzu …wozu dann noch 4 Spielmannszüge hinzukamen, hatte der Festzug eine Kopfzahl von mindestens 205 Musikern….“

* 1968 - vor 50 Jahren: Franz-Josef I. Klasen und Königin Christel

Unter der Überschrift: „Wunsch: Sonne über der Gartenstadt“ zeichnet die NGZ am 17.8.1968 ein sachliches Bild über die Vorbereitung auf das bevorstehende Fest: „In Wevelinghoven kennt man es nicht anders: In den Wochen vor dem Schützenfest wird nicht nur im Bürgerschützenverein gearbeitet, sondern auch die Bevölkerung hilft mit, daß das Fest in dem gewohnten Glanz gefeiert werden kann. Sie bringt die zum Fest gewünschte „Verschönerung des Stadtbildes“ zustande. In diesem Jahr besteht der Bürgerschützenverein 44 Jahre. Franz-Josef Klasen ist der 35. König des Vereins. …

Der Bürgerschützenverein ist also noch gar nicht so alt. Dennoch gehört das Fest, das in Wevelinghoven gefeiert wird, zu den großen Heimatfesten im Kreis. Der Verein hat das Glück, immer tüchtige Präsidenten und begeisterte Vorstandsmitglieder gehabt zu haben….“

Der amtierende König hatte es allerdings beim Königsvogelschuss am 23. Juli 1967 nicht leicht, sich gegen seine zwei Konkurrenten Phillip Berrenbaum und Heinrich Gallus durch zu setzen. Mehrmals musste der Schießwettbewerb unterbrochen werden, um die Gewehrläufe zu kühlen. Erst der 150. Schuß brachte die Entscheidung für den Versicherungskaufmann Franz-Josef Klasen, der als Hauptmann den Jägerzug „Germania“ seit 1970 bis zu seinem Tode anführte.

Der neue König und seine Königin Christel waren dem Schützenverein besonders eng verbunden. Einige Monate vor dem Vogelschuß war er als 2. Schriftführer in den Gesamtvorstand gewählt worden; diese und andere Tätigkeiten übte er bis 1982 aus. Seine besondere Liebe aber galt dem Jägercorps, in dessen Vorstand er auf verschieden Positionen arbeitete, zuletzt ab 1989 als Vorsitzender. 2006 wurde er zum Ehrenvorsitzenden des Jägercorps und zum Ehrenmitglied des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven gewählt.

Auch seine Frau Christel war im Vereinsleben stark engagiert. Eine große Anzahl Wevelinghovener Könige hat sie noch in bester Erinnerung: Über Jahrzehnte übte sie Jahr für Jahr bis zu ihrem Tode mit den Königen und deren Gefolge den Ablauf der Krönung, insbesondere den legendären Hofknicks.

* 1978 - vor 40 Jahren: Hilmar I. und Berti Krüll

Der Königsvogelschuss im Sommer 1977 war eine kurze Angelegenheit: Hilmar Krüll, der damalige amtierende Präsident des Schützenvereins, setzte sich bereits mit dem 15. Schuss gegen seine Konkurrenten Hans Gottfried Bernrath und Josef Peiffer in nur 20 Minuten durch.

Hilmar Krüll portraitieren zu wollen heißt in Wevelinghoven Eulen nach Athen tragen. Es gibt und gab wohl nur ganz wenige Personen in der Gartenstadt, die über Jahrzehnte hinweg ihrer Heimatstadt so engagiert in Ehrenämtern dienten wie er! Es ist müßig, alle Vereine aufzählen zu wollen, in denen er arbeitete. Es würden sicherlich einige nicht erwähnt.

Besonders engagiert aber war er sicherlich für den Bürger-Schützen-Verein. Seit dem aktiven Wiederanfang des BSV nach dem Kriege war er seit 1949 aktiver Schütze. Von 1973 bis 1997 leitete er den Verein als Präsident; im Anschluss wurde er zum Ehrenpräsident gewählt. 1999 brachte er zum 75-jährigen Vereinsjubiläum ein Buch zur Geschichte des Vereins und der Stadt Wevelinghoven im Wandel der Zeiten heraus, ein wertvolles Dokument der Zeitgeschichte, aus dem wir hier immer wieder zitieren.

Unter dem Titel: „Das Rathaus im Mittelpunkt“ war am 21. August 1978 in der NGZ zu lesen:

… Mittelpunkt des schützenfestlichen Geschehens ist immer schon das Rathaus in Wevelinghoven. Jetzt setzt die Stadt Grevenbroich die Tradition der Empfänge fort. „Es gibt Dinge, die erhaltenswert sind“, hob Bürgermeister Dr. Wattler hervor. Und dazu gehöre dieser Empfang, eine Tradition, die man bewahren müsse. 

Ein Kompliment gab Oberkreisdirektor Dr. Edelmann an den Bürgermeister weiter: „Ich finde es vernünftig, dass die Stadt Grevenbroich diese Tradition fortführt“. Aber er freue sich besonders, wieder unter alten Wevelinghovener zu sein, „mit der Wehmut, dass alles mal schöner war.“

Vizepräsident Wolfgang Kottmann richtete den Dank des Bürgerschützenvereins an Bürgermeister und Ersten Beigeordneten Peters als Hausherrn. „Die Töne des Missmutes zwischen Wevelinghoven und Grevenbroich sind passe´“! Man freue sich besonders, dass alle an einem Strick ziehen. Im Hinblick auf das strahlende Wetter titulierte er Majestät Hilmar I. als Sonnenkönig. Doch der hatte Befürchtungen: „Wenn es am Montag regnet, dann bin ich der Froschkönig.“ - Doch es regnete nicht, es blieb gottlob beim Sonnenkönig.

* 1993 - vor 25 Jahren: Peter IV. Galluns und Königin Iris

"König von Wevelinghoven hatte er schon als kleiner Bub werden wollen. Nun ist seine Regierungszeit fast zu Ende, obwohl der eigentliche Höhepunkt noch bevorsteht: Peter IV. und Königin Iris Gallus stehen im Mittelpunkt des Heimatfestes des Bürgerschützenvereins Wevelinghoven. Erst kürzlich feierte er seinen 36. Geburtstag, den er zum Anlass nahm, den Vorstand des BSV zu einem ausgedehnten Frühschoppen zu laden. …“ (Sonderveröffentlichung der NGZ vom 19. 8. 1993).

Peter Gallus war Berufssoldat. Seit 17 Jahren war er bei der Bundeswehr, wo er inzwischen zum Hauptfeldwebel befördert worden war. Seine Frau Iris kannte er bereits von Kindesbeinen an. Neben einer 14-jährigen Tochter hatte er zu diesem Zeitpunkt den vier- jährigen Sohn Lars.

„Wenn ich nicht gerade König bin, sorge ich als Corps-Spieß des Jägercorps Wevelinghoven für Ordnung und Disziplin“, stellt der amtierende Schützenkönig augenzwinkernd fest. „Unser Jahr ist wie im Fluge vergangen, eigentlich viel zu schnell“ bedauert er – und dies ein wenig zum Leidwesen seiner Frau.

„Tausende von Kirmesgästen erlebten eine farbenprächtige Königsparade, und das Schützenkönigspaar Gallus hatte die Sympathien auf ihrer Seite“ stellt die NGZ in ihrer Montagsausgabe am 23. August 1993 fest. Und weiter zum Festzug: „Dann war es soweit: Aufzug der Fahnengruppen und der bunten Blumenhörner, Meldung an Oberst Rudi Gehlen und später an Peter und Iris Gallus. Dann das Abschreiten der Front, immer mit bangem Blick zum wolkenverhangenen Himmel, der den Schützen am Morgen vor dem Gottesdienst und der Gefallenenehrung Sorgenfalten ins Gesicht geschrieben hatte. Schließlich konnte die große Königsparade beginnen. Sie war wieder an Farbenpracht kaum zu übertreffen. Beifall von überall her. ….“

Plötzlich und unerwartet starb Peter Gallus im Alter von nur 43 Jahren im Mai 2001.

* Totengedenken

„Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.“
Honoré de Balzac

Wir verneigen uns in Ehrfurcht vor unseren Toten.
Wir gedenken unserer Gefallenen und Vermissten,
sowie derer, die einst in unseren Reihen mitmarschierten und mit uns lebten.

Seit dem vergangenen Schützen- und Heimatfest verstarben:

Jakob Klasen
Mitglied im Jägerzug „Germania“

Reinhold Kiese
Mitglied bei den Sappeuren

Helmut Skiba
Mitglied im Grenadierzug „Auf und davon“

Horst Uhl
Mitglied im Scheibenschützenzug „Spätlese“

Dieter Schäfer
Mitglied im Jägerzug „Schützenlust“

Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren.