Presseberichte rund um den Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 e.V.

09.07.2018

ngz I Jens Brandofsky Kronprinz in Wevelinghoven

 

Die Gartenstadt Wevelinghoven hat eine neue Hoheit. Ihr neuer Kronprinz Jens Brandofsky ist nach seinem Vogelschuss überglücklich: „endlich habe ich es geschafft“.

Er erfüllt sich damit seinen Kindheitstraum und sicherte sich, als einziger Bewerber, am vergangenen Samstag unter dem großem Jubel der Schützen und der begeisterten Besucher seine Anwartschaft auf den Titel des Schützenkönigs. Der zukünftige Schützenkönig Jens I. Brandofsky (42) wird von seiner Frau Nicole (40) als Königin, seinem Jägerzug „Ever Jrön" sowie der großen schützenbegeisterten Familie unterstützt.

Der Berufsfeuerwehrmann und seine Frau Nicole freuen sich nun auf die festliche Krönung am Festdienstag während des Schützenfests im August. Als eine seiner ersten Aufgaben stehen Auszeichnungen an, nämlich die der Pfänderritter. Dazu werden Ingo Jacobs (Kopf), Sven Fücker (rechter Flügel), Reiner Nicklas (linker Flügel) sowie Peter-Josef Schrörs (Schweif) ausgezeichnet.

Und ein weiteres königliches Amt wurde jetzt am Wochenende bei den jungen Leuten vergeben: Mit dem 99. Schuss wurde Daniel Pohl vom Jägerzug „Erftstolz" Kronprinz der jungen Schützen zwischen 14 und 24 Jahren.

Die Krönung findet im August am Schützensonntag im Rahmen des Ball der Könige statt. Auch er wird dann seine Pfänderritter ehren: Auch hier steht ein reines Männerquartett zur Seite, nämlich Marc Arnold (Kopf), Leon Möller (rechter Flügel), Jan Zizkat (linker Flügel) sowie Daniel Pohl (Schweif).

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (vest) vom 09.07.2018 I Foto: Georg Salzburg

 

11.06.2018

ngz I Spannendes Rennen auf der Erft

 

Wevelinghovener Bürgerschützen feiern mit rund 500 Gästen ihr Stadtparkfest.

Farbenprächtige Illuminationen verwandelten den Bereich an der Stadtparkinsel am Samstag in einen Märchenwald. Beim Stadtparkfest des Bürgerschützenvereins Wevelinghoven werden traditionell die Wege sanft erhellt und viele Bäume mit bunten Lampen geschmückt.

Doch bevor rund 500 Gäste bei Musik, Gegrilltem und Cocktails das Ambiente genießen konnten, ging es auf der Erft hoch her: Beim Canadier-Rennen zeigten Schützenzüge, Frauengruppen und Vereine in mehr als 20 Booten ihr Können. 400 Meter hin, 400 Meter zurück, und an der Wende bei Oberst Peter Schroers und Schützenkönig Daniel Steinert gab es ein kühles Bier auf Ex.

„Gestartet sind wir vor einigen Jahren mit sechs Booten. Dass sich das Rennen so großer Beliebtheit erfreut, begeistert uns natürlich“, sagte Marcus Odenthal, Vizepräsident des BSV und als Moderator im giftgrünen T-Shirt kaum zu übersehen. An den Start gingen auch Melanie Möller, Jeannette Anklam, Sabine Hansen, Sonja Bernharth, Kerstin Türks und Dunja Vrijaldenhoven als die Gruppe „Queen Uschi ohne M“. „Es war super. Wir haben alle zum ersten Mal mitgemacht – aus Spaß an der Freude“, sagte Kerstin Türks im Anschluss an das Rennen, als die Frauen mit Sekt auf ihre Leistung anstießen. Für das sportliche Event hatte sich die Gruppe etwas Besonderes einfallen lassen: In rot-weiß-geringelten Einteilern, mit Blütenkette in Deutschlandfarben und blauen Hüten paddelte es sich gleich viel besser. Auch Vize-Schriftführer Alexander Krömpges war begeistert von der Resonanz. „Davon lebt der Verein, dass sich die Truppen auch abgesehen vom Schützenfest engagieren.“

Trotz Unwetterwarnung konnten die Besucher dann auch bis in die Nacht ausgelassen feiern und den beleuchteten Park genießen. Dort fand dann auch die Siegerehrung statt: Gewonnen hat bei den Damen die Gruppe „Kölsche Klüngel“ mit einer Zeit von 8 Minuten und 34 Sekunden, bei den Herren machte die Gruppe „Joot drop“ mit 7 Minuten und 51 Sekunden das Rennen.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (vest) vom 06.06.2018 I Foto: A. Tinter

 

06.06.2018

ngz I Schützen feiern Stadtparkfest mit großem Canadier-Rennen

 

Die Wevelinghovener Schützen illuminieren den Stadtpark und laden zum sportlichen Wettbewerb ein.

Die Aufbauarbeiten am Hemmerdener Weg haben begonnen. Am kommenden Samstag, 9. Juni, feiern die Wevelinghovener Schützen unter Leitung von Präsident Günter Piel wieder ihr beliebtes Fest vor der historischen Stadtparkinsel. Auf einer großen Holzfläche kann dann gefeiert und in geselliger Runde ein - hoffentlich - milder Sommerabend genossen werden. „Natürlich hoffen wir auf gutes Wetter“, sagt Vizepräsident Marcus Odenthal.

Die Bäume werden wieder in farbiges Licht getaucht - damit wird sich die Stadtparkinsel einmal mehr in einen Märchenwald verwandeln. „Ein echter Hingucker“ - da waren sich die Gäste in den vergangenen Jahren einig. Eingeleitet wird das Stadtparkfest wieder mit einem Canadier-Rennen auf der Erft. Ab 15 Uhr werden die „Wassersportler“ ein spannendes Rennen austragen - das schnellste Team, bestehend aus sechs Paddlern, gewinnt. Im vergangenen Jahr konnte mit 25 Booten ein Rekord gemeldet werden.

„Mal sehen, wie viele Mannschaften in diesem Jahr ins Rennen gehen werden“, sagt Günter Piel. Zuschauer können den kompletten Wettbewerb an den Seitenwegen sowie auf der Erftbrücke am Hemmerdener Weg verfolgen.

Im Anschluss an das Rennen geht es dann nahtlos mit der Party weiter, in deren Rahmen auch die Sieger geehrt werden. Zum ersten Mal haben die Besucher des Festes die Möglichkeit, sich den Genüssen eines Foodtrucks hinzugeben. Die bekannten „Rauchmeister“ aus Grevenbroich stehen ab 18 Uhr bereit und bieten ihre vom Feierabendmarkt bekannten Speisen an.

Eintrittskarten zum Preis von sechs Euro sind noch in den Vorverkaufsstellen Lotto Burbach sowie bei Tank Schäfer erhältlich. Kurzentschlossene, die am Canadier-Rennen teilnehmen möchten, können sich noch per E-Mail anmelden: modenthal@bsv-wevelinghoven.info.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 06.06.2018 I Foto: BSV

 

04.06.2018

Erft-Kurier I Erst wird gepaddelt, dann wird gefeiert

 

„Jetzt kann es losgehen“, freut sich Präsident Günter Piel über die Vorbereitungen für das kommende Stadtparkfest. Dann bieten die „Gartenstadt-Schützen“ am Samstag wieder im Bereich vor der historischen Stadtparkinse den besonderen Rahmen für das traditionelle Stadtparkfest des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven.

Auf einer großen Holzfläche kann dann gefeiert und in geselliger Runde ein hoffentlich milder Sommerabend genossen werden. „Natürlich hoffen wir auf gutes Wetter“, so Vizepräsident Marcus Odenthal. Zudem werden farbenprächtige Illuminationen die Bäume an der Stadtparkinsel in buntes Licht tauchen und so für eine zauberhafte Märchenwald-Atmosphäre sorgen.

Eingeleitet wird das Stadtparkfest durch ein Canadierrennen auf der Erft. Ab 15 Uhr werden sich dann die „Wassersportler“ auf der Erft messen und ein spannendes Rennen austragen. Das schnellste Team, bestehend aus sechs Paddlern, gewinnt. Der Steuermann wird vom Verein gestellt. Es muss eine festgelegte Strecke gepaddelt werden und zusätzlich ist während des Wendemanövers eine lösbare Aufgabe zu bewältigen. „Zuschauer können das komplette Rennen an den Seitenwegen sowie auf der Erft-Brücke am Hemmerdener Weg verfolgen“, erklärt BSV-Präsident Piel.

Noch können sich Teams beim Vizepräsidenten des Vereins anmelden (modenthal@ bsv-wevelinghoven.info). Es sind bereits zahlreiche Boote gemeldet – schnell sein lohnt sich also. Im vergangenen Jahr hatte das Rennen auf der schönen Erft nicht nur zahlreiche Besucher angelockt, sondern auch konnte mit 25 Booten ein Rekord bei der Anzahl gemeldet werden. Mal sehen wie viele Mannschaften in diesem Jahr ins Rennen gehen. Für die Sportler und die hoffentlich zahlreichen Zuschauer werden kühle Getränke und ein kleiner Imbiss geboten. Im Anschluss an das Rennen geht es dann nahtlos im illuminierten Gelände am Stadtpark mit der „Apres-Canadierrenn-Party“ weiter. Die Siegerehrung wird im Rahmen des anschließenden Festes stattfinden; interessante Preise sind angedacht. Hier ist nicht nur für musikalische Unterhaltung gesorgt, auch die kulinarische Seite hat etwas aufzubieten. Zum ersten Mal haben die Besucher des Festes die Möglichkeit, sich den Genüssen eines Food-Trucks hinzugeben. Die bekannten „Rauchmeister“ aus Grevenbroich stehen ab 18 Uhr bereit und haben sich durch ihr kulinarisches Angebot längst ein Alleinstellungsmerkmal im Stadtgebiet erarbeitet. Eintrittskarten für das Fest im illuminierten Stadtpark sind noch in den Vorverkaufsstellen „Lotto Burbach“ am Marktplatz sowie an der ehemaligen Zuckerfabrik sowie bei „Tank Schäfer“ erhältlich.

Quelle: Erft-Kurier (Gerhard Müller) vom 04.06.2018 (online) I Foto: BSV

 

03.05.2018

ngz I Günter Piel weiter an der Spitze der Wevelinghovener Schützen

 

Wechsel im Vorstand des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven: Nach 21 Jahren Arbeit an der Spitze zieht sich Hans-Peter Bienefeld zurück. In den vergangenen Jahren war er als Fackelbaubeauftragter aktiv, bei der Generalversammlung trat er nicht mehr zur Wiederwahl an.

Auf Bienefeld folgt Hartmut Becker, den 160 Schützen einstimmig wählten. Ebenfalls einstimmig wählten sie Bienefeld, der seit stolzen 60 Jahren Mitglied der Bürgerschützen ist, zum Ehrenmitglied - ein Status, der nicht vielen zuteilwird. "Hans-Peter war immer da, wenn wir ihn brauchten", lobte Präsident Günter Piel den Einsatz. Günter Piel wurde bei der Generalversammlung in seinem Amt als Präsident bestätigt, ebenso Regimentsoberst Peter Schrörs und Schriftführer Nikolai Dohlen. Die anderen wichtigen Ämter im Vorstand standen nicht zur Wahl, um sie dürfte es nächstes Jahr gehen. In Bezug auf das im August anstehende Schützenfest wurde bei der Versammlung deutlich: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Derzeit werden letzte Anträge gestellt und Verträge mit Musikern geschlossen - darunter auch mit der Band "Schröder", die sowohl am Samstag als auch am Sonntagabend aufspielen soll. Freuen können sich Schützen und Festbesucher auf zehn Großfackeln, eine mehr als im vergangenen Jahr. Die Arbeit der Fackelbauer wird nun Hartmut Becker (Jägerzug "Alte Eiche") koordinieren - ein Mann vom Fach, der seit vielen Jahren leidenschaftlich Fackeln baut und im Verein bekannt ist. Mit Blick auf die Arbeit der Fackelbauer richtete Präsident Günter Piel auch einen Dank an die örtlichen Landwirte, die ihre Scheunen zur Verfügung stellen.

Das Schützenfest startet Samstag, 18. August. Im Mittelpunkt steht das Königspaar Daniel Steinert und Nadine Schmitz. Am Samstag davor, also am 11. August, steht der Ehrenabend auf dem Plan. Diesmal sollen dort auch vier Mitglieder geehrt werden, die bereits seit 70 Jahren im Verein aktiv sind. "Der Ehrenabend startet wie gewohnt mit einem Platzkonzert am Seniorenstift. Von dort aus geht es dann ins Zelt", sagt Schriftführer Nikolai Dohlen.

Vor dem großen Festmonat stehen noch zwei andere Veranstaltungen an: Das Stadtparkfest mit Kanadier-Rennen am 9. Juni, bei dem - so hofft Vizepräsident Marcus Odenthal - 26 Boote an den Start gehen. Zudem planen die "Erftjäger" für den 10. Mai ein Vatertagsfest mit Schützenfußballturnier.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (cka) vom 03.05.2018 I Foto: BSV

 

20.03.2018

ngz I Alte Leichenhalle - Ort für die Kunst

 

Das Denkhaus am Klosterweg in Grevenbroich hat sich zu einem beliebten Treffpunkt für Kunst- und Kulturfreunde entwickelt. Doch das war es nicht immer: Einst wurden hier Leichen aufgebahrt. 

In goldenen Buchstaben steht noch immer "R.I.P" über den zwei hölzernen Türen. Doch seit 1965 ruhen im Denkhaus am Klosterweg keine Menschen mehr. Nach fast 40 Jahren ohne Nutzung wurde die ehemalige Leichenhalle zu einem Ort umgebaut, in dem Kunst und Heimat leben.

Das 30 Quadratmeter große Häuschen gehörte früher zum ehemaligen St.-Josef-Krankenhaus, das 1977 abgerissen wurde und dem Seniorenwohnstift wich. Bereits 1965 wurde auf dem Friedhof allerdings eine neue Kapelle gebaut, in der die Verstorbenen zunächst untergebracht wurden.

"Dann war die hier überflüssig. Man hat sie im Anschluss als eine Art Abstellkammer genutzt", sagt Helmut Coenen, Vorsitzender des Pfarrvereins St. Martinus. Er selber stammt aus dem Ort und hat die Schönheit des klassizistischen Baus erkannt und gemeinsam mit dem Grenadierzug "Fracksausen" die Restaurierung der Halle in die Hand genommen. "Das konnte ich nicht alles alleine machen. Nach fast 40 Jahren war sie natürlich in einem schlimmen Zustand." Denn die Abstellkammer wurde nicht beheizt und insbesondere der Boden sei "total kaputt gewesen".

Ehrenamtliche Handwerker renovierten die Halle

Die Handwerker aus dem Bürgerschützenverein haben schließlich im Ehrenamt einen wieder nutzbaren Raum aus der maroden Abstellkammer gemacht. "Mit einem Bewusstsein für die Heimat haben sie das getan. Man lebt hier, aber man muss als Bürger auch manchmal selbst mit anfassen", sagt der Organisator des Denkhauses.

Mit der Erft und der Burg Wevelinghoven als historischen Ursprung des Ortes im Rücken, sollte die Halle ein neues Zuhause für Kunst, Lesungen und Heimatgeschichten werden. Was noch fehlte war ein passender Name. "Wir konnten nicht sagen ,Wir machen eine Ausstellung in der Leichenhalle'. Deshalb entschieden wir uns für den Namen ,Denkhaus'", sagt Coenen.

Denn dort könne man über sich, Gott und alles andere nachdenken. Dazu rege schließlich auch die Kunst an. Zwei bis drei Ausstellungen pro Jahr liefern hier Impulse und regen zum Innehalten an. In den letzten 14 Jahren haben an die 20 Künstler dort ausgestellt, darunter auch Anne Behrens, die besonders bekannt durch ihre Papierarbeiten und eine besondere Art des Scherenschnitts wurde.

2017, dem Lutherjahr, zierten die Wände der Halle Zeichnungen von Rüdiger Pfeffer, der Kinderbibeln illustriert. Dazu lud Coenen zwei Kindergärten im Ort ein, denen er dann die Geschichten vorlas und gemeinsam mit ihnen die Bilder betrachtete. "Es ist ein schöner Kulturort geworden. Im Sommer, bei so schönem Wetter wie jetzt, nur 20 Grad wärmer, kann man hier auch verweilen", sagt Coenen. Ein Kaffee aus dem Seniorenstift und die Bank vor der Halle würden den Blick auf die Erft noch verschönern.

Ab dem 22. April können Interessierte die nächste Ausstellung im Denkhaus besuchen. Der Werbetechniker, Lehrbeauftragte und Künstler Heinz Ferrari stellt dann seine Zeichnungen aus. Das Repertoire reicht von Werbeplakaten bis hin zu freien Arbeiten.

Die Geschichte des Denkhauses

1934 wurde das Gebäude errichtet und diente bis 1965 als Leichenhalle des St.-Josef-Krankenhauses.

1965 Ab diesem Jahr stand die Halle leer und diente als Abstellkammer.

2004 erfolgte die Restauration mit ehrenamtlichen Helfern aus dem Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 e.V.


Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 20.03.2018 I Foto: Lena Hogekamp

24.01.2018

ngz I Schützen-Hilfe für Kölner Onkologie

Der Grevenbroicher Verein "Brauchtum hilft" hat im vergangenen Jahr auf den Schützenfesten für die Kölner Onkologie gesammelt. Das Geld wurde jetzt übergeben. Die Aktion wurde im Gedenken an einen verstorbenen Schützen gestartet.

In Gedenken an den jung verstorbenen Schützenbruder Hendrik Sönke hat der Verein "Brauchtum hilft" im vergangenen Jahr mehrere Spendenaktionen zugunsten der Onkologie der Universitätsklinik Köln gestartet. Mehr als 5000 Euro kamen dafür bei den heimischen Schützenfesten zusammen. "Ein toller Erfolg", freut sich Vorsitzender Bastian Mensing. Das Geld wurde jetzt dem Ärzte-Team in der Domstadt übergeben.

Vor drei Jahren wurde der Verein "Brauchtum hilft" gegründet. Die Mitglieder haben sich vorgenommen, auf Heimatfesten für lokale, regionale und internationale Hilfsprojekte zu sammeln. Das machen sie nicht, indem sie mit dem Spendenhut durch die Zeltreihen gehen, sondern sie lassen sich immer wieder etwas Neues, zum Teil auch Ungewöhnliches einfallen. So wurde etwa im vergangenen Jahr in Kooperation mit dem Kölner Rikschaunternehmen "Rikolonia" ein Hol- und Bringdienst beim Wevelinghovener Schützenfest eingerichtet.

"Als diese Aktion publik wurde, passierte etwas, das unser gesamtes Team überrascht hat", sagt Bastian Mensing. "Zunächst rief ein Schütze aus Neuenhausen an und fragte, wie sich sein Verein in diese Aktion einbringen kann." Spontan stellte "Brauchtum hilft" mehrere Merchandising-Produkte wie Buttons, Stofftaschen und Mini-Rucksäcke zur Verfügung, die von der Sebastianus-Bruderschaft für 800 Euro verkauft wurden. Bei der Rikscha-Aktion in Wevelinghoven - für die sich auch Bürgermeister Klaus Krützen abstrampelte - kamen zusätzlich 1500 Euro zusammen.

Der Einsatz motivierte auch andere: "Die gemeinsam mit Hendrik Sönke verbrachte Zeit und das Engagement von ,Brauchtum hilft' haben uns dazu gebracht, auch etwas bewegen zu wollen", sagt Frederik Neumann vom Jägerzug "Erftjonge". Die Vertreter beider Vereine steckten daraufhin die Köpfe zusammen und planten eine Fotobox mit karibischem Flair, die im September beim Grevenbroicher Schützenfest aufgestellt wurde. Mit Erfolg: 1558 Euro kamen zugunsten der Onkologie zusammen. "Bevor die Schützenfest-Saison zu Ende ging, wurde der Verein noch einmal aktiv", schildert Bastian Mensing. In enger Zusammenarbeit mit dem Jägerzug "Belmener Boschte" wurden beim Schützenfest in Elfgen weitere Spenden gesammelt. In der Adventszeit konnte die 5000-Euro-Grenze durchbrochen werden, nachdem ein Wevelinghovener Friseur bei jedem Haarschnitt eine Spende für "Brauchtum hilft"-Aktion erbat. "Wir sind vom Einsatz der Vereine und ehrenamtlichen Helfer überwältigt und bedanken uns für das Vertrauen", sagt Mensing.

Die Gesamtsumme beläuft sich nun auf 5263,26 Euro. Kristen Sönke, Mutter von Hendrik, freut sich über die Zuwendung: "Das Geld wird in ein Projekt zugunsten der sportlichen Aktivierung von Krebspatienten fließen", sagt sie.

Auch in diesem Jahr wollen die Mitglieder von "Brauchtum hilft" wieder Aktionen für einen karitativen Zweck starten. "Genaue Pläne haben wir allerdings noch nicht", sagt Vorsitzender Bastian Mensing. "Voraussichtlich im März werden wir uns zusammensetzen und mit den Planungen beginnen."

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 24.01.2018 I Foto (Brauchtum hilft)

Auf dem Foto: Eric Bolz, Jens Knoche, Carina Straßburger, Irene Bolz und Kirsten Sönke (v.l.) übergaben jetzt das Spendengeld aus Grevenbroich an Dr. Thomas Elter von der Onkologie der Universitätsklinik Köln.