Presseberichte rund um den Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 e.V.

31.07.2020

Stadt Blatt I Trotz Pandemie das Brauchtum im Blick

 

Der BSV Wevelinghoven macht das Beste aus der aktuellen Lage

„Historisch betrachtet ist es nicht das erste Mal, dass unser geliebtes Heimatfest aufgrund höherer Gewalt ausfallen muss: Im Juli des Jahres 1939 waren schon alle Vorbereitungen für das große Volks- und Heimatfest getroffen, welches ab dem 16. September stattfinden sollte, als der Ausbruch des 2. Weltkrieges am 1. September 1939 diese Pläne zunichte machte“, so Präsident Günter Piel. Damals konnte erstmals seit der Gründung des Bürger-Schützen-Vereins im Jahr 1924 nicht gefeiert werden – das erste normale Schützenfest fand erst zehn Jahre später wieder statt.

Nun sorgt nach 71 Jahren die weltweite Corona-Pandemie dafür, dass die Feierlichkeiten, auf die man sich in der Gartenstadt alljährlich freut, nicht stattfinden können. Dies galt bzw. gilt für alle Schützenfeste und Großveranstaltungen in diesem Jahr. „Verglichen mit der oben geschilderten Situation aus den Jahren 1939 bis 1949 ist die heutige Lage zwar nicht schön, jedoch gibt sie uns Mut, positiv nach vorne zu blicken in der Hoffnung, bereits im nächsten Jahr unser Schützen- und Heimatfest wieder feiern zu dürfen“, betont Günter Piel. „Blicken wir also nach vorne und versuchen gemeinsam, durch einen verantwortungsvollen Umgang miteinander die Gefahren einer Ansteckung zu minimieren oder gar zu verhindern.“ Man freut sich, dass durch die Lockerungen der Landesregierung zumindest wieder kleinere Feiern im privaten sowie öffentlichen Bereich möglich sind. Wie andere Vereine es vorab schon getan haben, werden sicherlich auch viele Wevelinghovener Schützen und deren Familien an den vorgesehenen Schützenfesttagen die Möglichkeit des Zusammenseins innerhalb der Zuggemeinschaften nutzen und ein wenig miteinander feiern: „Das soll so sein und ich würde mich freuen, wenn dies unter Beachtung der bestehenden Regeln geschieht, damit wir alle keinen erneuten Lockdown erleben müssen.“ An die Bürger*innen Wevelinghovens richtet der Präsident daher auch den Wunsch, trotz des ausgefallenen Festes ihre Häuser und die Straßen zu schmücken: „Dies soll uns daran erinnern, dass unser Bürger-Schützen-Verein weiter lebt und jetzt bereits jeder an unser nächstes Schützenjahr denkt.“ Bisher haben von insgesamt 71 Schützenzügen 69 ihren Beitrag für dieses Jahr trotz des Ausfalls entrichtet: „Dafür möchte ich allen Zügen ganz herzlich danken. Gemeinsam mit unserem amtierenden Königspaar Stefan und Ursel Fücker freuen wir uns also schon auf ein gutes Jahr 2021, in dem wir dann hoffentlich Corona hinter uns gelassen haben und dann wieder mit den Schützen, den Bürgerinnen und Bürgern der Gartenstadt und unseren Gästen ein prächtiges Schützenfest feiern können.“

Quelle: Stadt Blatt vom 31.07.2020 I FOTO: BSV

 

 

24.04.2020

Erft Kurier I Mit royalem Galgenhumor: „Club der Corona-Könige“

 

Knapp acht Monate ist es nun her, dass Stefan und Ursel Fücker, vom Scheibenschützenzug „He Simmer“ offiziell zum Schützenkönigspaar in der Gartenstadt gekrönt wurden. Normalerweise würde nun die heiße Phase mitsamt vollem Terminplan starten. Doch es steht in den Sternen, wann sie ihre Königsutensilien wieder offiziell tragen können.

„Anfang März habe ich noch gedacht die ganze Thematik ist soweit weg, dass sie unser Schützenfest nicht betreffen wird. Natürlich ist dann schnell klar geworden, dass sich die Situation doch anders darstellt. Da war ich zuerst sehr traurig. Mittlerweile habe ich mich damit allerdings abgefundenund mit dem aktuellen Jahr so gut wie abgeschlossen“, sagt „Seine Majestät Stefan I.“.

Entgegen eines anders lautenden Berichtes ist das Heimatfest in Wevelinghoven zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht offiziell abgesagt. Ein offenes Geheimnis ist es allerdings, dass die Vereine aktuell jedoch nur auf die nötigen Vorgaben aus der Politik warten, um regressfrei aus ihren Verträgen herauszukommen.

Die wahrscheinlichste Variante ist eine Verschiebung des Festes um ein Jahr. Stefan Fücker, der gleichzeitig auch als Major des Scheibenschützen-Corps fungiert und damit als Mitglied der Regimentsführung an der Informationsquelle sitzt, ist ein Befürworter dieser Lösung. „Eine Absage ist natürlich super schade aber die Gesundheit geht vor. Wenn wir jetzt nur unser eigenes Fest feiern könnten, wäre es kein richtiges Königsjahr mehr. Ab jetzt hätten wir eigentlich nicht mehr viele freie Wochenenden gehabt.“

Dem stimmt seine Gattin Ursel zu. Seit Jahren engagiert sie sich sich im Bürger-Schützen-Verein als Betreuerin der Edelknaben.

Sie hebt besonders die soziale Verantwortung im Königsjahr hervor. „Veranstaltungen mit den Edelknaben oder Senioren

kaffees, an denen wir gerne teilgenommen hätten, können ja derzeit auch gar nicht stattfinden“, sagt Ursel Fücker traurig.

Beide versprechen allerdings diese Termine in vollem Umfang nachzuholen und sich je nach Stand der Lockerungen, für umsetzbare Alternativen einzusetzen.

Über die Ironie der aktuellen Situation plaudert König Stefan Fücker aus dem Nähkästchen: „Ich habe Jahre gebraucht, um Ursel zu überzeugen, mit mir in das Königsamt einzutreten. Ausgerechnet sie muss das Ganze jetzt zwei Jahre mitmachen“, sagt der Inhaber einer Fahrschule und eines Busunternehmens, mit einem breiten Grinsen.

Zur besonderen Situation der höchstwahrscheinlich verlängerten Regentenzeit fährt er lachend fort: „vielleicht bilden wir ja den ,Club der Corona-Könige’.“

Besonders bitter wird die Absage für das Königspaar, da sie ihre Amtszeit auf das Jahr des 50-jährigen Bestehens des Wevelinghovener Scheibenschützen-Corps, an dessen Spitze Majestät Stefan Fücker seit 2013 steht, gelegt hatten.

Eine große Feierlichkeit war geplant, wird allerdings ebenfalls nicht durchführbar sein. König Stefan und Königin Ursel Fücker lassen sich jedoch dadurch nicht entmutigen.

„Dann feiern wir halt nächstes Jahr 20+1. Und dafür umso doller“, verspricht der amtierende Schützenkönig dem gesamten Regiment der Gartenstadt.

Quelle: Erft Kurier (Marc Arnold) vom 24.04.2020 I FOTO: BSV

 

09.03.2020

ngz I 1900 Helfer machen beim Frühjahrsputz mit

 

Bei der Aktion wurden in den Stadtteilen insgesamt mehr als 70 Kubikmeter Müll gesammelt. Mehr als 60 Gruppen beseitigten Abfall vom alten Waschbecken bis zu – vollen – Hundekotbeuteln.

An vielen Stellen im Stadtgebiet waren Grevenbroicher mit Handschuhen und Müllsäcken unterwegs – der jährliche Frühjahrsputz stand an. Mehr als 1.900 Menschen machten dabei mit, gut 100 mehr als bei der Aktion vor einem Jahr. Ralf Dietrich von den Stadtbetrieben Grevenbroich, bei dem die Fäden für den Frühjahrsputz zusammen liefen, führt die rege Beteiligung auch auf das gute Wetter zurück. Das Sammel-Ergebnis: mehr als 70 Kubikmeter Müll.

Sie werden garantiert später einmal ihren Müll ordnungsgemäß entsorgen: Lynn (4) und Jaron (2) machten in Wevelinghoven als begeisterte Müllsammler mit. Ihr Vater Nikolai Dohlen vom Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven hatte die Ehrenamtler eingeteilt: Jeder wusste, wo er sammeln musste und wo der Müll zwischenzulagern war.

Die Stimmung bei den Sammlern in der Gartenstadt war gut – kein Wunder, schließlich ließ sich während der Aktion die Sonne blicken. Hubert Gaspers (83) hatte bereits im Vorfeld Müll gesammelt. Sein Eindruck: „Es ist nicht weniger geworden im Vergleich zu den Vorjahren.“ Alexander Klömpges (56) hat die Erfahrung gemacht, dass sich bei Sturm Verpackungsmaterial vom Baumarkt, Bettenhaus und Tierfuttermarkt selbstständig macht. Was er jetzt kritisierte: „Straßen NRW mäht die Randstreifen der Landes- und Bundesstraßen, ohne zuvor den Müll zu beseitigen – der wird einfach zerkleinert.“

„Da ist Müll, Mama, den müssen wir mitnehmen“, meldete die kleine Lynn Dohlen. „Die Kinder sortieren auch zu Hause den Abfall“, erklärte Mutter Nadine. Die Wevelinghovener Schützen beendeten ihren Einsatz beim Frühjahrsputz wieder mit einem Ritual: Bei Ehrenoberst Manfred Moll gab es leckere Erbsensuppe, die Herbert Schumacher besorgt hatte. 35 Personen stark war die Gruppe der Schützen gewesen. Sie ärgerten sich vor allem über die vielen – vollen – Hundekotbeutel, die einfach weggeworfen werden.

Ein Lichtblick: Die Müllmenge, so der Eindruck von Nikolai Dohlen von den Schützen, ist im Vergleich zu den Vorjahren zumindest nicht größer geworden. (...)

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Rudolf Barnholt) vom 09.03.2020 I Bild: BSV

22.08.2019

ngz I Stefan und Ursel Fücker regieren in Wevelinghoven

 

Fest-Finale - Krönungsabend beendete das Fest in der Gartenstadt.

Vizepräsident Marcus Odenthal sprach nicht ohne Grund vom „feierlichen Höhepunkt des Schützenfestes“: Bei der Krönungsfeier wurden wieder alle Register gezogen – sie begann mit einem Riesenapplaus für das scheidende Königspaar Jens und Nicole Brandofsky und endete mit dem gemeinsamen Singen des Wevelinghovener Schützen- und Heimatliedes.

Stehende Ovationen, Begeisterungsrufe – mehr ging nicht. Das alte Königspaar wurde gebührend verabschiedet. Luft nach oben wäre beim Wetter gewesen. Oberst Peter Schrörs hatte die Parade, die am Sonntag wegen der schlechten Wetterprognosen ausgefallen war, sehr zur Freude von Jens Brandowsky am Montag nachgeholt. Kurz vor der Krönung wurden Stefan und Ursel Fücker begeistert gefeiert. Der Applaus war so etwas wie phonstarke Vorschusslorbeeren.

Aber spätestens, als Präsident Günter Piel die Krönungsrede gehalten hatte, dürfte jedem Zeltbesucher klar geworden sein, dass man es wieder mit einem vielversprechenden Königspaar zu tun haben würde. Piel begann seine Rede mit den wenig erfreulichen Briefen vom Pascal-Gymnasium an die Eltern von Stefan Fücker. Ab dem Schulwechsel sollte es dann aber bergauf gehen. Der Präsident lobte den Inhaber einer Fahrschule und Busunternehmer mit 20 Bussen: „Er ist bei fast jedem Sondereinsatz zur Stelle.“ Der 55-Jährige hatte seine Ursel, die damals noch als Krankenschwester gearbeitet hatte, auf einer Busfahrt nach Sorrent kennengelernt – sie war Urlauberin, er der Busfahrer. Günter Piel verriet, dass Schwimmen und Yoga zu ihren Hobbys zählen, dass der König ein rasanter Skifahrer ist, der auf Texel seinen ersten Fallschirm-Tandemsprung gewagt hat. „Seien Sie ein guter Sohn Ihrer Heimatstadt Wevelinghoven“, gab ihm Günter Piel jetzt mit auf den Weg.

Bürgermeister Klaus Krützen hatte den Stadtschützenorden für Werner Köpp mitgebracht, der sich seit Jahren um das Archiv des BSV Wevelinghoven kümmert, aber zu vorgerückter Stunde bereits den Heimweg angetreten hatte. Edelknabenkönig Alessandro Zambito-Hamacher war allerdings noch da: Er trug ein Gedicht vor. Die Pfänderschützen bekamen den Ritterorden verliehen: Michael Heiderich hatte den Kopf des Königsvogels abgeschossen, Dirk Beier den rechten, Peter Schrörs den linken Flügel und Thomas Mede den Schweif.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Rudolf Barnholt) vom 22.08.2019 (online) I Foto: BSV