Presseberichte rund um den Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 e.V.

03.05.2018

ngz I Günter Piel weiter an der Spitze der Wevelinghovener Schützen

 

Wechsel im Vorstand des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven: Nach 21 Jahren Arbeit an der Spitze zieht sich Hans-Peter Bienefeld zurück. In den vergangenen Jahren war er als Fackelbaubeauftragter aktiv, bei der Generalversammlung trat er nicht mehr zur Wiederwahl an.

Auf Bienefeld folgt Hartmut Becker, den 160 Schützen einstimmig wählten. Ebenfalls einstimmig wählten sie Bienefeld, der seit stolzen 60 Jahren Mitglied der Bürgerschützen ist, zum Ehrenmitglied - ein Status, der nicht vielen zuteilwird. "Hans-Peter war immer da, wenn wir ihn brauchten", lobte Präsident Günter Piel den Einsatz. Günter Piel wurde bei der Generalversammlung in seinem Amt als Präsident bestätigt, ebenso Regimentsoberst Peter Schrörs und Schriftführer Nikolai Dohlen. Die anderen wichtigen Ämter im Vorstand standen nicht zur Wahl, um sie dürfte es nächstes Jahr gehen. In Bezug auf das im August anstehende Schützenfest wurde bei der Versammlung deutlich: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Derzeit werden letzte Anträge gestellt und Verträge mit Musikern geschlossen - darunter auch mit der Band "Schröder", die sowohl am Samstag als auch am Sonntagabend aufspielen soll. Freuen können sich Schützen und Festbesucher auf zehn Großfackeln, eine mehr als im vergangenen Jahr. Die Arbeit der Fackelbauer wird nun Hartmut Becker (Jägerzug "Alte Eiche") koordinieren - ein Mann vom Fach, der seit vielen Jahren leidenschaftlich Fackeln baut und im Verein bekannt ist. Mit Blick auf die Arbeit der Fackelbauer richtete Präsident Günter Piel auch einen Dank an die örtlichen Landwirte, die ihre Scheunen zur Verfügung stellen.

Das Schützenfest startet Samstag, 18. August. Im Mittelpunkt steht das Königspaar Daniel Steinert und Nadine Schmitz. Am Samstag davor, also am 11. August, steht der Ehrenabend auf dem Plan. Diesmal sollen dort auch vier Mitglieder geehrt werden, die bereits seit 70 Jahren im Verein aktiv sind. "Der Ehrenabend startet wie gewohnt mit einem Platzkonzert am Seniorenstift. Von dort aus geht es dann ins Zelt", sagt Schriftführer Nikolai Dohlen.

Vor dem großen Festmonat stehen noch zwei andere Veranstaltungen an: Das Stadtparkfest mit Kanadier-Rennen am 9. Juni, bei dem - so hofft Vizepräsident Marcus Odenthal - 26 Boote an den Start gehen. Zudem planen die "Erftjäger" für den 10. Mai ein Vatertagsfest mit Schützenfußballturnier.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (cka) vom 03.05.2018 I Foto: BSV

 

20.03.2018

ngz I Alte Leichenhalle - Ort für die Kunst

 

Das Denkhaus am Klosterweg in Grevenbroich hat sich zu einem beliebten Treffpunkt für Kunst- und Kulturfreunde entwickelt. Doch das war es nicht immer: Einst wurden hier Leichen aufgebahrt. 

In goldenen Buchstaben steht noch immer "R.I.P" über den zwei hölzernen Türen. Doch seit 1965 ruhen im Denkhaus am Klosterweg keine Menschen mehr. Nach fast 40 Jahren ohne Nutzung wurde die ehemalige Leichenhalle zu einem Ort umgebaut, in dem Kunst und Heimat leben.

Das 30 Quadratmeter große Häuschen gehörte früher zum ehemaligen St.-Josef-Krankenhaus, das 1977 abgerissen wurde und dem Seniorenwohnstift wich. Bereits 1965 wurde auf dem Friedhof allerdings eine neue Kapelle gebaut, in der die Verstorbenen zunächst untergebracht wurden.

"Dann war die hier überflüssig. Man hat sie im Anschluss als eine Art Abstellkammer genutzt", sagt Helmut Coenen, Vorsitzender des Pfarrvereins St. Martinus. Er selber stammt aus dem Ort und hat die Schönheit des klassizistischen Baus erkannt und gemeinsam mit dem Grenadierzug "Fracksausen" die Restaurierung der Halle in die Hand genommen. "Das konnte ich nicht alles alleine machen. Nach fast 40 Jahren war sie natürlich in einem schlimmen Zustand." Denn die Abstellkammer wurde nicht beheizt und insbesondere der Boden sei "total kaputt gewesen".

Ehrenamtliche Handwerker renovierten die Halle

Die Handwerker aus dem Bürgerschützenverein haben schließlich im Ehrenamt einen wieder nutzbaren Raum aus der maroden Abstellkammer gemacht. "Mit einem Bewusstsein für die Heimat haben sie das getan. Man lebt hier, aber man muss als Bürger auch manchmal selbst mit anfassen", sagt der Organisator des Denkhauses.

Mit der Erft und der Burg Wevelinghoven als historischen Ursprung des Ortes im Rücken, sollte die Halle ein neues Zuhause für Kunst, Lesungen und Heimatgeschichten werden. Was noch fehlte war ein passender Name. "Wir konnten nicht sagen ,Wir machen eine Ausstellung in der Leichenhalle'. Deshalb entschieden wir uns für den Namen ,Denkhaus'", sagt Coenen.

Denn dort könne man über sich, Gott und alles andere nachdenken. Dazu rege schließlich auch die Kunst an. Zwei bis drei Ausstellungen pro Jahr liefern hier Impulse und regen zum Innehalten an. In den letzten 14 Jahren haben an die 20 Künstler dort ausgestellt, darunter auch Anne Behrens, die besonders bekannt durch ihre Papierarbeiten und eine besondere Art des Scherenschnitts wurde.

2017, dem Lutherjahr, zierten die Wände der Halle Zeichnungen von Rüdiger Pfeffer, der Kinderbibeln illustriert. Dazu lud Coenen zwei Kindergärten im Ort ein, denen er dann die Geschichten vorlas und gemeinsam mit ihnen die Bilder betrachtete. "Es ist ein schöner Kulturort geworden. Im Sommer, bei so schönem Wetter wie jetzt, nur 20 Grad wärmer, kann man hier auch verweilen", sagt Coenen. Ein Kaffee aus dem Seniorenstift und die Bank vor der Halle würden den Blick auf die Erft noch verschönern.

Ab dem 22. April können Interessierte die nächste Ausstellung im Denkhaus besuchen. Der Werbetechniker, Lehrbeauftragte und Künstler Heinz Ferrari stellt dann seine Zeichnungen aus. Das Repertoire reicht von Werbeplakaten bis hin zu freien Arbeiten.

Die Geschichte des Denkhauses

1934 wurde das Gebäude errichtet und diente bis 1965 als Leichenhalle des St.-Josef-Krankenhauses.

1965 Ab diesem Jahr stand die Halle leer und diente als Abstellkammer.

2004 erfolgte die Restauration mit ehrenamtlichen Helfern aus dem Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 e.V.


Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 20.03.2018 I Foto: Lena Hogekamp

24.01.2018

ngz I Schützen-Hilfe für Kölner Onkologie

Der Grevenbroicher Verein "Brauchtum hilft" hat im vergangenen Jahr auf den Schützenfesten für die Kölner Onkologie gesammelt. Das Geld wurde jetzt übergeben. Die Aktion wurde im Gedenken an einen verstorbenen Schützen gestartet.

In Gedenken an den jung verstorbenen Schützenbruder Hendrik Sönke hat der Verein "Brauchtum hilft" im vergangenen Jahr mehrere Spendenaktionen zugunsten der Onkologie der Universitätsklinik Köln gestartet. Mehr als 5000 Euro kamen dafür bei den heimischen Schützenfesten zusammen. "Ein toller Erfolg", freut sich Vorsitzender Bastian Mensing. Das Geld wurde jetzt dem Ärzte-Team in der Domstadt übergeben.

Vor drei Jahren wurde der Verein "Brauchtum hilft" gegründet. Die Mitglieder haben sich vorgenommen, auf Heimatfesten für lokale, regionale und internationale Hilfsprojekte zu sammeln. Das machen sie nicht, indem sie mit dem Spendenhut durch die Zeltreihen gehen, sondern sie lassen sich immer wieder etwas Neues, zum Teil auch Ungewöhnliches einfallen. So wurde etwa im vergangenen Jahr in Kooperation mit dem Kölner Rikschaunternehmen "Rikolonia" ein Hol- und Bringdienst beim Wevelinghovener Schützenfest eingerichtet.

"Als diese Aktion publik wurde, passierte etwas, das unser gesamtes Team überrascht hat", sagt Bastian Mensing. "Zunächst rief ein Schütze aus Neuenhausen an und fragte, wie sich sein Verein in diese Aktion einbringen kann." Spontan stellte "Brauchtum hilft" mehrere Merchandising-Produkte wie Buttons, Stofftaschen und Mini-Rucksäcke zur Verfügung, die von der Sebastianus-Bruderschaft für 800 Euro verkauft wurden. Bei der Rikscha-Aktion in Wevelinghoven - für die sich auch Bürgermeister Klaus Krützen abstrampelte - kamen zusätzlich 1500 Euro zusammen.

Der Einsatz motivierte auch andere: "Die gemeinsam mit Hendrik Sönke verbrachte Zeit und das Engagement von ,Brauchtum hilft' haben uns dazu gebracht, auch etwas bewegen zu wollen", sagt Frederik Neumann vom Jägerzug "Erftjonge". Die Vertreter beider Vereine steckten daraufhin die Köpfe zusammen und planten eine Fotobox mit karibischem Flair, die im September beim Grevenbroicher Schützenfest aufgestellt wurde. Mit Erfolg: 1558 Euro kamen zugunsten der Onkologie zusammen. "Bevor die Schützenfest-Saison zu Ende ging, wurde der Verein noch einmal aktiv", schildert Bastian Mensing. In enger Zusammenarbeit mit dem Jägerzug "Belmener Boschte" wurden beim Schützenfest in Elfgen weitere Spenden gesammelt. In der Adventszeit konnte die 5000-Euro-Grenze durchbrochen werden, nachdem ein Wevelinghovener Friseur bei jedem Haarschnitt eine Spende für "Brauchtum hilft"-Aktion erbat. "Wir sind vom Einsatz der Vereine und ehrenamtlichen Helfer überwältigt und bedanken uns für das Vertrauen", sagt Mensing.

Die Gesamtsumme beläuft sich nun auf 5263,26 Euro. Kristen Sönke, Mutter von Hendrik, freut sich über die Zuwendung: "Das Geld wird in ein Projekt zugunsten der sportlichen Aktivierung von Krebspatienten fließen", sagt sie.

Auch in diesem Jahr wollen die Mitglieder von "Brauchtum hilft" wieder Aktionen für einen karitativen Zweck starten. "Genaue Pläne haben wir allerdings noch nicht", sagt Vorsitzender Bastian Mensing. "Voraussichtlich im März werden wir uns zusammensetzen und mit den Planungen beginnen."

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 24.01.2018 I Foto (Brauchtum hilft)

Auf dem Foto: Eric Bolz, Jens Knoche, Carina Straßburger, Irene Bolz und Kirsten Sönke (v.l.) übergaben jetzt das Spendengeld aus Grevenbroich an Dr. Thomas Elter von der Onkologie der Universitätsklinik Köln.