Presseberichte rund um den Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 e.V.

20.10.2018

ngz I Wevelinghovener Bürgerschützen trauern um Rudi Broens

 

Broens gehörte seit mehr als fünf Jahrzehnten dem Verein an. 1997, mit 44 Jahren, wurde er zum Präsidenten der großen Schützengemeinschaft gewählt. Besonderen Wert legte er auf die Pflege nachbarschaftlicher Kontakte zu den befreunden Vereinen.

Die Wevelinghovener Bürgerschützen trauern um ihren Ehrenpräsidenten. Rudolf Broens starb am Dienstag im Alter von nur 65 Jahren.

Broens gehörte seit mehr als fünf Jahrzehnten dem Verein an. 1997, mit 44 Jahren, wurde er zum Präsidenten der großen Schützengemeinschaft gewählt. Besonderen Wert legte er auf die Pflege nachbarschaftlicher Kontakte zu den befreunden Vereinen und wurde mit dem Titel des „liebenswürdigsten und beliebtesten Präsidenten im Stadtgebiet“ geehrt. In die Zeit seiner Präsidentschaft fiel vor allem das 75-Jahr-Jubiläum des Bürgerschützenvereins, das ein Jahr vor der Jahrtausende gefeiert wurde. 2000 wurde Broens vom damaligen Regimentschef Manfred Moll mit dem persönlichen Oberstorden dekoriert – die höchste Auszeichnung des BSV.

Der pensionierte Studiendirektor im gymnasialen Dienst musste 2011 aus gesundheitlichen Gründen sein hohes Vorstandsamt niederlegen. Rudi Broens wurde von seinen Schützen zum Ehrenpräsidenten ernannt und mit dem Großen Zapfenstreich feierlich verabschiedet.

Engagement zeigte Broens auch in der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes, in der er bis zuletzt Vorstandsarbeit leistete. Die Hände in den Schoss legen und abwarten – das war nicht seine Sache. Rudi Broens war daran gelegen, als Aktivposten das Leben in der Gartenstadt mitzugestalten. Das wird in Wevelinghoven nicht vergessen werden.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 20.10.2018 I Foto (BSV)

23.08.2018

ngz I Jens Brandofsky ist jetzt König in Wevelinghoven

 

Mit dem feierlichen Krönungsabend wurde das Fest in der Gartenstadt beendet.

Jens Brandofsky (42) könnte kaum glücklicher sein: Nach 38 Jahren Mitgliedschaft im Bürgerschützenverein erfüllte er sich im Juli mit dem 114. Schuss einen Kindheitstraum. Der bisherige Kronprinz wurde zum Fest-Finale am Dienstag Abend gemeinsam mit Ehefrau Nicole (40) gekrönt.

Zum Krönungsball konnte Vizepräsident Marcus Odenthal zahlreiche Gäste begrüßen, darunter viele Vertreter der befreundeten Vereine. Bevor Präsident Günter Piel in die Zeremonie einstieg, lobte er das Engagement der Schützen. „Mitgestalten heißt, sich zu engagieren und auch einen Teil seiner Freizeit in die Gesellschaft zu investieren. Wir sind stolz darauf, dass es in Wevelinghoven so viele Menschen gibt, die Brauchtum und Heimattreue leben.“ Dann war es an der Zeit für Daniel Steinert und Nadine Schmitz – eines der jüngsten Königspaare der Vereinsgeschichte – ihr ereignisreiches Regentenjahr Revue passieren zu lassen und Zepter, Königssilber und Krönchen in die Hände des Schatzmeisters zu legen.

„Die Insignien geben sie nur ungern ab, zu wohl haben sie sich gefühlt und keine Mühen gescheut, ihr Amt mit Würde auszufüllen – sie haben aber auch die Freuden genossen“, sagte Piel. Ihre Nachfolger Jens und Nicole Brandofsky stammen beide aus Wevelinghoven. Genau an ihrem 14. Hochzeitstag schoss er den Königsvogel ab – das war gleich ein doppelter Grund zur Freude.

Jens Brandofsky begann seine Schützenkarriere als Edelknabe. Inzwischen hat er seine Schützenheimat im Jägerzug „Ever Jrön“ gefunden, dem Jägerzug der früheren Majestät Michael Klasen. „Das Schützenwesen wurde ihm in die Wiege gelegt“, betonte Günter Piel. „Seine Eltern Karl-Heinz und Christel Brandofsky waren 1996/1997 Königspaar der Gartenstadt.“

Erzählungen seiner Mutter zufolge, liebte es Jens Brandofsky, als Kind mit dem Feuer zu spielen und sein Spielzeug anzuzünden. Längst hat er aber die Seite gewechselt und arbeitet als Oberbrandmeister bei der Leitstelle Neuss. Gemeinsam mit seiner Frau Nicole, die als Verwaltungsfachangestellte bei der Stadt Grevenbroich arbeitet, hat er zwei Kinder: Dominik (20) und Dean (11), mit denen sie gerne ausgedehnte Reisen im eigenen Wohnwagen unternehmen.

„Wir freuen uns sehr, wieder ein so sympathisches und beliebtes Königspaar zu haben“, schloss Günter Piel die feierliche Zeremonie ab.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (vest) vom 23.08.2018 I Foto: BSV

20.08.2018

ngz I Wevelinghoven feiert mit eigener Note

 

Das mit 1300 Aktiven größte Schützenfest bleibt familiär. Besonders gefördert wird die Jugend auch vom Königspaar Daniel und Nadine. Auf seinen Flitterwochen durch Europa war auch ein Stammgast aus den USA wieder dabei.

Das junge Königspaar Daniel Steinert und Nadine Schmitz wollte neue Wege beschreiten bei Grevenbroichs größtem Schützenfest in Wevelinghoven: Das ist dem Paar gelungen. „Ich bin lieber mehr unter den Leuten als auf der Bühne“, sagte Steinert und ließ Taten folgen. So ehrten er und „seine“ Königin die Sieger im Fackelwettbewerb mit eigenen Urkunden: „Wir wollten unsere besondere Anerkennung zeigen“, betonte der Schützenkönig. Und das galt auch für die vom Königspaar eigens für den Jungkönig gespendete Kette. „Die Jugend ist unsere Zukunft“, weiß Steinert, aber auch der Sprecher des Bürgerschützenvereins (BSV) Wevelinghoven, Nikolai Dohlen: „Wir haben in diesem Jahr eine besonders große Edelknabengruppe, freut er sich. Außerdem hatte das Königspaar eine besondere Jubilarwürdigung für das 50-Jährige der „Erftjunker“ und das jeweils silberne Jubiläum der Züge „Ärm Söck“ und „Immer Blau“ vorbereitet, bei der jedes einzelne Mitglied hervorgehoben wurde.

Der achtjährige Edelknabe Phillip Hinke wurde am Sonntagmorgen im großen Festzelt auf dem Marktplatz in Wevelinghoven von BSV-Präsident Günter Piel im Beisein von König Daniel Steinert auf der Bühne gekrönt. Und noch ein wenig schüchtern, aber doch schon voller Stolz erzählte der Kinderkönig auf Befragen des Präsidenten, dass er schon 28 Gäste in seiner Kinderresidenz empfangen hatte. Darunter waren sicherlich eine Reihe weiterer Edelknaben, die ab dem Alter von fünf Jahren am großen Sonntagsfestzug durch Wevelinghoven auf kurzen Beinen den etwa sieben Kilometer langen Weg schafften.

Mit seinen 1300 Aktiven, die in Wevelinghoven laut Dohlen auch engagiert mitwirken, ist es zwar das größte Schützenfest in Grevenbroich: „Wir sind zwar viele, aber wir kennen uns alle. Und deshalb ist es auch ein familiäres Fest geblieben“, sagt der BSV-Sprecher. So familiär, dass auch Rudi Gehlen mit seinen 86 Jahren als Ehrenoberst immer noch munter mit dabei ist und dass natürlich der „Wahl-Wevelinghovener“ Keegan Chapman aus den USA eigens zum Fest in Wevelinghoven wieder angereist war. Er hatte kurz zuvor geheiratet, und ein Schützenzug aus Wevelinghoven war dazu in die USA geflogen. Nun machte Keegan mit seiner Frau Station auf der Hochzeitsreise durch Europa mit einer „Punktlandung“ zum Schützenfest in Wevelinghoven.

Aufregung gab es am Sonntagmorgen, als ein Schützenkamerad beim Antreten zum Kirchgang wohl aufgrund von Kreislaufproblemen auf der Straße umgefallen war. Der Notarzt wurde gerufen, der den Mann mit Infusionen versorgte und ins Krankenhaus bringen ließ. Der Zustand des Schützen sei aber nicht bedrohlich gewesen, sagte Dohlen.

Eine Besonderheit war in diesem Jahr die Musikwahl beim Schützenfest in Wevelinghoven: Zum ersten Mal hatte der BSV die Coverband „Schroeder“ für den Samstag- und auch für den Sonntagabend verpflichtet. „Das Zelt war voll und auch der Platz bei dem schönen Wetter, die neue Musikgruppe ist beim Publikum sehr gut angekommen“, beobachtete der Vereinssprecher.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Gundhild Tillmanns) vom 20.08.2018 I Foto: Georg Salzburg

20.08.2018

ngz I Die Königsfackel gewinnt diesmal die Prämierung

 

Gegen 23.30 Uhr am Smstag stand es fest, dass der Jäger- und Königszug „Immer Durst“ die bestprämierte Fackel in diesem Jahr gebaut hatte. Auf Platz zwei folgte das Werk des Jägerzuges „Waldeslust 1949“, der Figuren aus der „Wevelinghovener Puppenkiste“ auffahren ließ

Wenn die Sonne untergeht am Kirmessamstag in Wevelinghoven, dann wird es immer spannend und stimmungsvoll. So war es auch diesmal, und die erwartungsvollen Zuschauer fragten sich am Straßenrand: „Wie viel Fackeln werden es diesmal sein? Werden sich die Fackelbauer wieder viel Mühe gegeben haben? Welche Fackel wird als die schönste gekürt werden?“

Gegen 23.30 Uhr stand es dann am Samstag fest, dass der Jäger- und Königszug „Immer Durst“ die bestprämierte Fackel in diesem Jahr gebaut hatte. Auf Platz zwei folgte das Werk des Jägerzuges „Waldeslust 1949“, der Figuren aus der „Wevelinghovener Puppenkiste“ auffahren ließ. Die als drittschönste Fackel prämierte war der Wagen, der gemeinsam von den „Erflern“ und „Pfarr Cäcilia“ gebaut worden war.

Bei insgesamt acht sehr gelungenen Großfackeln hatte sich das Warten der vielen Menschen an den Straßenrändern gelohnt. -Auch im vergangenen Jahr waren es übrigens acht Fackeln, die in Wevelinghovene präsentiert wurden. -Viele Häuser waren mit Fahnen und Lichterketten festlich geschmückt. René Zilgens kam mit seiner Frau Monika aus Gustorf, um den Fackelzug zu sehen – er hatte sie vor 42 Jahren in Wevelinghoven kennengelernt. Josef Schenke gehörte mit seinen 85 Jahren zu den ältesten Zuschauern – er ließ sich im Rollstuhl vor sein Haus fahren. Dort sah er unter anderem das Werk der „Stiefe Jonges“, eine Art Protest-Fackel, die von einem riesigen, leuchtenden Monster dominiert wurde. An der Seite stand „Glasverbot, Auflagen, Bürokratie – soviel Zirkus gab’s noch nie.“ In die bestplatzierte Fackel, auf der König Daniel I. Steinert wie ein Playmobil-Männchen aussieht, hatten die Männer vom Jägerzug „Immer Durst“ über 1000 Arbeitsstunden investiert. In 65 Jahren haben sie nur einmal auf eine Fackel verzichtet. Wenn das Standard wäre, hätten die Erftler 09 und die „Pfarr Cäcilia“ ihre Fackel nicht zu einer Art Mahnmal gestaltet. „Wir haben nach 500 Stunden aufgehört und präsentieren jetzt bewusst eine unfertige Fackel“, sagte Johannes Büscher. Er möchte damit andere Züge wachrütteln, die sich vom Fackelbau verabschiedet haben. Was es sonst noch zu bewundern gab: Robbie, das Maskottchen des Jägerzugs „Alte Eiche“ war vier Meter hoch und sechs Meter lang und beklagte teure Kitas. Der Jägerzug „Waldeslust“ hatte eine riesige Lokomotive auf die Räder gestellt mit Jim Knopf am Steuer – der Zug griff damit die Dieselproblematik auf. Ist das Stadtbild nicht gepflegt genug? Die Großfackel des Jägercorps warf diese Frage auf. Zur Walze kam ein Schiff, dessen Horn wie das eines Ozeanriesen klang – eine tolle Fackel des Jägerzuges „Jungschützen“.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Rudolf Barnholt) vom 20.08.2018 I Foto: Dieter Staniek

 

17.08.2018

ngz I Schützen sorgen für einen attraktiven Kirmesplatz

 

Am Samstag um 14 Uhr wird er eröffnet – und der Vorstand des Bürgerschützenvereins ist sich sicher, dass der Kirmesplatz den Geschmack der vielen Besucher treffen wird. „Wir haben für jeden etwas dabei“, sagt Präsident Günter Piel. Insgesamt sind es 27 Buden und Fahrgeschäfte, die in den nächsten Tagen entdeckt und ausprobiert werden wollen.

Das größte Fahrgeschäft heißt „Crazy Beach Monster“ – eine Art Krake mit 20 Gondeln, in denen die Fahrgäste so richtig mal auf Touren kommen können. „Wir versuchen jedes Jahr etwas Neues zu bieten, damit das Angebot attraktiv bleibt“, sagt Vorstandsmitglied Alexander Klömpges mit einem Blick auf die Kirmes-Attraktion mit 22 mal 24 Metern Durchmesser.

Nicht ohne sind auch der Autoscooter und der „Rock-Express“, eine große Raupe. Die beiden Fahrgeschäfte werden nicht nur für etwas Nervenkitzel, sondern auch für Disco-Feeling unter den Besuchern sorgen. Die kleinen Besucher kommen ebenso nicht zu kurz. Für sie wurden etwa ein Kinder-Selbstfahrer, ein Mini-Jet, ein Karussell und die „Fantastische Reise“ aufgebaut – eine Autobahn für Kids, die über mehrere Etagen führt.

„Einige Fahrgeschäfte haben wir bereits seit einigen Jahren im Angebot – sie kommen hervorragend an“, sagt Alexander Klömpges. Gegen den Kohldampf auf dem Kirmesplatz halten die Wevelinghovener Schützen ebenfalls so einiges bereit: Crepes und andere süße Sachen, Herzhaftes vom Grill und zahlreiche Speisen an den Imbiss-Wagen.

„Wir haben mittlerweile mehr Schausteller-Anfragen als es Platz auf dem Markt gibt“, sagt Günter Piel. In jedem Frühjahr setzen sich die Schützen mit den Mitarbeitern des Grevenbroicher Ordnungsamtes zusammen, um die Attraktionen für das Traditionsfest im August auszuwählen. „Wir haben noch jedes Mal eine bunte Mischung hinbekommen, die viele Leute anspricht“, meint Klömpges zufrieden.

Für das am 18. August startende Schützenfest hat der Vorstand alles im Griff. Vize-Präsident Markus Odenthal weist vor allem auf die neue Band „Schroeder“ hin, die am Samstag und Sonntag für Stimmung im Festzelt sorgen wird. Zum Frühschoppen am Montag wird die „Enzian-Blasmusik“ aus Straberg aufspielen, bevor „DJ Yeti“ aus der Skihalle die Regie übernimmt. Auch für den Krönungsball am Dienstag wurde eine Live-Band verpflichtet: Die „Realtones“ spielen beliebte Nummern und Chart-Hits.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 17.08.2018 I Foto: WPiel

 

16.08.2018

ngz I König Daniel Steinert regiert in Wevelinghoven

 

Das Schützenfest startet am Samstag Abend mit dem Fackelzug. Höhepunkt ist der große Festumzug am Sonntag.

Der Fackelzug am Samstag Abend, 20.45 Uhr, setzt den ersten Höhepunkt des Wevelinghovener Schützenfestes. Voller Vorfreude auf das große Ereignis sind Daniel Steinert und Nadine Schmitz vom Jägerzug „Immer Durst“, die als Königspaar im Mittelpunkt von vier ereignisreichen Tagen stehen.

Das Interesse am Schützenwesen wurde dem König in die Wiege gelegt: Urgroßvater Bernhard Buchkremer war Mitgründer des Tambourkorps und trug über Jahre hinweg die Fahne des Jägerzuges „Germania“. Auch Großvater Gottfried Buchkrämer sowie Patenonkel Heinz-Günter Buchkremer waren aktive Mitglieder im BSV.

Daniel Steinert eiferte dem nach, er ist Jäger im Wevelinghovener Regiment, aktives Mitglied im heimischen Tambourkorps – und jetzt Schützenkönig. An seiner Seite: Nadine Schmitz, die aus dem Dormagener Stadtteil Straberg stammt, sich in der Gartenstadt aber heimisch fühlt. Beruflich arbeitet sie in einer Hotelkette, sie ist für alle Arbeiten rund um die Reservierung zuständig. Auch König Daniel geht voll in seinem Beruf auf. Er ist als Orthopädie-Schuhmacher in Neukirchen tätig.

Nach dem Fackelzug am Samstagabend – gespickt mit insgesamt acht Großfackeln – treffen sich Schützen und Gäste im Festzelt auf dem Marktplatz, dort sorgt die Band „Schroeder“ für Stimmung. Am Sonntag, 9.30 Uhr, geht es weiter mit dem Festgottesdienst, der Gefallenen- und Totenehrung sowie dem Frühschoppen, bei dem Edelknabenkönig Phillip Hinke gekrönt wird. Am Nachmittag, 14.30 Uhr, folgt der Höhepunkt des Tages: der große Festzug mit Königsparade. Am Abend (20 Uhr) wird beim Ball der Könige gefeiert. In diesem Rahmen krönen die Schützen auch Jungkönig Daniel Pohl.

Am Montag, 11.30 Uhr, steht der Regimentsfrühschoppen auf dem Programm, um 17.30 Uhr folgt ein Festzug durch den Ort. Am Dienstag, 20 Uhr, krönen die Wevelinghovener ihr neues Königspaar Jens und Nicole Brandofsky.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung vom 16.08.2018 I Foto: BSV

 

15.08.2018

ngz I Kurz vor dem Fest: Wevelinghovener Schützen ehren verdiente Mitglieder

 

In diesem Jahr erhielt Werner Köpp diese Ehrengabe. Damit würdigte Schrörs dessen Verdienste als Archivar der Bürgerschützen. Die Verleihung des Oberstordens hat Tradition in der Gartenstadt: Sie erfolgte erstmals 1956 durch den damaligen Regimentschef Friedrich Karl Kottmann.

Mit ihrem Ehrenabend eröffneten die Wevelinghovener Schützen jetzt die „heiße Phase“ vor ihrem Fest, das am kommenden Wochenende gefeiert wird. Höhepunkt der Veranstaltung: Regimentsoberst Peter Schrörs verlieh seinen persönlichen Oberstorden – die höchste Auszeichnung des Bürgerschützenvereins.

Beim Ehrenabend standen zunächst die Jubilare im Vordergrund, die von Präsident Günter Piel und seinem Stellvertreter Marcus Odenthal geehrt wurden. Allen voran wurden Ehrenoberst Rudi Gehlen, Heinz Kames, Willi Huth und Wilhelm Klasen gewürdigt. Sie gehören seit 70 Jahren dem Regiment an. Hans Peter Bienefeld und Peter Fenes wurden für ihre 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Für ihre 50-jährige Vereinstreue wurden Kurt Brings, Georg Broens, Theo Hoer, Hans Rath, Willibert Schmitz, Theo Korbmacher, Heinz Lammers und Peter Stöcker mit der Ehrennadel dekoriert.

Darüber hinaus wurden Klaus Arnold, Andre Hüsgen, Rainer Effertz, Ulrich Huth, Lothar Esser, Wolfgang Hintzen, Heinz Käsgen, Uwe Lammers, Jürgen Reinartz, Manfred Renk und Friedhelm Schmitz für ihre 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. 19 weitere Schützen  konnten ihr Silberjubiläum feiern, sie sind seit mittlerweile 25 Jahren dabei.

Den Orden des amtierenden Königspaares Daniel Steinert und Nadine Schmitz erhielten Marc Arnold, Simon Büttgenbach, Raphael Drahs, Nikolai Dohlen, Michael Heiderich, Marc Dworak, Steffen Klee, Miguel Coro, Tobias Klasen, Dirk Engels, Hans Josef Hoster, Andreas Steinert sowie Dennis Zimmermann. Den Regimentsorden des Oberst bekamen Guido Gentges, Ralf Kaiser, David Ratz, Ralf Dönni, Peter Dohlen, Steffen Büttgenbach, Jens Hilgers, Sascha Olasz, Herbert Schumacher, Michael Bongartz, Hans Werner Pesch, Daniel Schütz und Theo Holzmann.

Beim anschließenden Tanz stimmten sich die Schützen auf das kommende Fest ein, dem insbesondere das Königspaar entgegen fiebert. „Wir sind schon aufgeregt“, gab Daniel Steinert mit Blick auf das nächste Wochenende zu.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung vom 15.08.2018 I Foto: BSV

 

09.07.2018

ngz I Jens Brandofsky Kronprinz in Wevelinghoven

 

Die Gartenstadt Wevelinghoven hat eine neue Hoheit. Ihr neuer Kronprinz Jens Brandofsky ist nach seinem Vogelschuss überglücklich: „endlich habe ich es geschafft“.

Er erfüllt sich damit seinen Kindheitstraum und sicherte sich, als einziger Bewerber, am vergangenen Samstag unter dem großem Jubel der Schützen und der begeisterten Besucher seine Anwartschaft auf den Titel des Schützenkönigs. Der zukünftige Schützenkönig Jens I. Brandofsky (42) wird von seiner Frau Nicole (40) als Königin, seinem Jägerzug „Ever Jrön" sowie der großen schützenbegeisterten Familie unterstützt.

Der Berufsfeuerwehrmann und seine Frau Nicole freuen sich nun auf die festliche Krönung am Festdienstag während des Schützenfests im August. Als eine seiner ersten Aufgaben stehen Auszeichnungen an, nämlich die der Pfänderritter. Dazu werden Ingo Jacobs (Kopf), Sven Fücker (rechter Flügel), Reiner Nicklas (linker Flügel) sowie Peter-Josef Schrörs (Schweif) ausgezeichnet.

Und ein weiteres königliches Amt wurde jetzt am Wochenende bei den jungen Leuten vergeben: Mit dem 99. Schuss wurde Daniel Pohl vom Jägerzug „Erftstolz" Kronprinz der jungen Schützen zwischen 14 und 24 Jahren.

Die Krönung findet im August am Schützensonntag im Rahmen des Ball der Könige statt. Auch er wird dann seine Pfänderritter ehren: Auch hier steht ein reines Männerquartett zur Seite, nämlich Marc Arnold (Kopf), Leon Möller (rechter Flügel), Jan Zizkat (linker Flügel) sowie Daniel Pohl (Schweif).

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (vest) vom 09.07.2018 I Foto: Georg Salzburg

 

11.06.2018

ngz I Spannendes Rennen auf der Erft

 

Wevelinghovener Bürgerschützen feiern mit rund 500 Gästen ihr Stadtparkfest.

Farbenprächtige Illuminationen verwandelten den Bereich an der Stadtparkinsel am Samstag in einen Märchenwald. Beim Stadtparkfest des Bürgerschützenvereins Wevelinghoven werden traditionell die Wege sanft erhellt und viele Bäume mit bunten Lampen geschmückt.

Doch bevor rund 500 Gäste bei Musik, Gegrilltem und Cocktails das Ambiente genießen konnten, ging es auf der Erft hoch her: Beim Canadier-Rennen zeigten Schützenzüge, Frauengruppen und Vereine in mehr als 20 Booten ihr Können. 400 Meter hin, 400 Meter zurück, und an der Wende bei Oberst Peter Schroers und Schützenkönig Daniel Steinert gab es ein kühles Bier auf Ex.

„Gestartet sind wir vor einigen Jahren mit sechs Booten. Dass sich das Rennen so großer Beliebtheit erfreut, begeistert uns natürlich“, sagte Marcus Odenthal, Vizepräsident des BSV und als Moderator im giftgrünen T-Shirt kaum zu übersehen. An den Start gingen auch Melanie Möller, Jeannette Anklam, Sabine Hansen, Sonja Bernharth, Kerstin Türks und Dunja Vrijaldenhoven als die Gruppe „Queen Uschi ohne M“. „Es war super. Wir haben alle zum ersten Mal mitgemacht – aus Spaß an der Freude“, sagte Kerstin Türks im Anschluss an das Rennen, als die Frauen mit Sekt auf ihre Leistung anstießen. Für das sportliche Event hatte sich die Gruppe etwas Besonderes einfallen lassen: In rot-weiß-geringelten Einteilern, mit Blütenkette in Deutschlandfarben und blauen Hüten paddelte es sich gleich viel besser. Auch Vize-Schriftführer Alexander Krömpges war begeistert von der Resonanz. „Davon lebt der Verein, dass sich die Truppen auch abgesehen vom Schützenfest engagieren.“

Trotz Unwetterwarnung konnten die Besucher dann auch bis in die Nacht ausgelassen feiern und den beleuchteten Park genießen. Dort fand dann auch die Siegerehrung statt: Gewonnen hat bei den Damen die Gruppe „Kölsche Klüngel“ mit einer Zeit von 8 Minuten und 34 Sekunden, bei den Herren machte die Gruppe „Joot drop“ mit 7 Minuten und 51 Sekunden das Rennen.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (vest) vom 06.06.2018 I Foto: A. Tinter

 

06.06.2018

ngz I Schützen feiern Stadtparkfest mit großem Canadier-Rennen

 

Die Wevelinghovener Schützen illuminieren den Stadtpark und laden zum sportlichen Wettbewerb ein.

Die Aufbauarbeiten am Hemmerdener Weg haben begonnen. Am kommenden Samstag, 9. Juni, feiern die Wevelinghovener Schützen unter Leitung von Präsident Günter Piel wieder ihr beliebtes Fest vor der historischen Stadtparkinsel. Auf einer großen Holzfläche kann dann gefeiert und in geselliger Runde ein - hoffentlich - milder Sommerabend genossen werden. „Natürlich hoffen wir auf gutes Wetter“, sagt Vizepräsident Marcus Odenthal.

Die Bäume werden wieder in farbiges Licht getaucht - damit wird sich die Stadtparkinsel einmal mehr in einen Märchenwald verwandeln. „Ein echter Hingucker“ - da waren sich die Gäste in den vergangenen Jahren einig. Eingeleitet wird das Stadtparkfest wieder mit einem Canadier-Rennen auf der Erft. Ab 15 Uhr werden die „Wassersportler“ ein spannendes Rennen austragen - das schnellste Team, bestehend aus sechs Paddlern, gewinnt. Im vergangenen Jahr konnte mit 25 Booten ein Rekord gemeldet werden.

„Mal sehen, wie viele Mannschaften in diesem Jahr ins Rennen gehen werden“, sagt Günter Piel. Zuschauer können den kompletten Wettbewerb an den Seitenwegen sowie auf der Erftbrücke am Hemmerdener Weg verfolgen.

Im Anschluss an das Rennen geht es dann nahtlos mit der Party weiter, in deren Rahmen auch die Sieger geehrt werden. Zum ersten Mal haben die Besucher des Festes die Möglichkeit, sich den Genüssen eines Foodtrucks hinzugeben. Die bekannten „Rauchmeister“ aus Grevenbroich stehen ab 18 Uhr bereit und bieten ihre vom Feierabendmarkt bekannten Speisen an.

Eintrittskarten zum Preis von sechs Euro sind noch in den Vorverkaufsstellen Lotto Burbach sowie bei Tank Schäfer erhältlich. Kurzentschlossene, die am Canadier-Rennen teilnehmen möchten, können sich noch per E-Mail anmelden: modenthal@bsv-wevelinghoven.info.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 06.06.2018 I Foto: BSV

 

04.06.2018

Erft-Kurier I Erst wird gepaddelt, dann wird gefeiert

 

„Jetzt kann es losgehen“, freut sich Präsident Günter Piel über die Vorbereitungen für das kommende Stadtparkfest. Dann bieten die „Gartenstadt-Schützen“ am Samstag wieder im Bereich vor der historischen Stadtparkinse den besonderen Rahmen für das traditionelle Stadtparkfest des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven.

Auf einer großen Holzfläche kann dann gefeiert und in geselliger Runde ein hoffentlich milder Sommerabend genossen werden. „Natürlich hoffen wir auf gutes Wetter“, so Vizepräsident Marcus Odenthal. Zudem werden farbenprächtige Illuminationen die Bäume an der Stadtparkinsel in buntes Licht tauchen und so für eine zauberhafte Märchenwald-Atmosphäre sorgen.

Eingeleitet wird das Stadtparkfest durch ein Canadierrennen auf der Erft. Ab 15 Uhr werden sich dann die „Wassersportler“ auf der Erft messen und ein spannendes Rennen austragen. Das schnellste Team, bestehend aus sechs Paddlern, gewinnt. Der Steuermann wird vom Verein gestellt. Es muss eine festgelegte Strecke gepaddelt werden und zusätzlich ist während des Wendemanövers eine lösbare Aufgabe zu bewältigen. „Zuschauer können das komplette Rennen an den Seitenwegen sowie auf der Erft-Brücke am Hemmerdener Weg verfolgen“, erklärt BSV-Präsident Piel.

Noch können sich Teams beim Vizepräsidenten des Vereins anmelden (modenthal@ bsv-wevelinghoven.info). Es sind bereits zahlreiche Boote gemeldet – schnell sein lohnt sich also. Im vergangenen Jahr hatte das Rennen auf der schönen Erft nicht nur zahlreiche Besucher angelockt, sondern auch konnte mit 25 Booten ein Rekord bei der Anzahl gemeldet werden. Mal sehen wie viele Mannschaften in diesem Jahr ins Rennen gehen. Für die Sportler und die hoffentlich zahlreichen Zuschauer werden kühle Getränke und ein kleiner Imbiss geboten. Im Anschluss an das Rennen geht es dann nahtlos im illuminierten Gelände am Stadtpark mit der „Apres-Canadierrenn-Party“ weiter. Die Siegerehrung wird im Rahmen des anschließenden Festes stattfinden; interessante Preise sind angedacht. Hier ist nicht nur für musikalische Unterhaltung gesorgt, auch die kulinarische Seite hat etwas aufzubieten. Zum ersten Mal haben die Besucher des Festes die Möglichkeit, sich den Genüssen eines Food-Trucks hinzugeben. Die bekannten „Rauchmeister“ aus Grevenbroich stehen ab 18 Uhr bereit und haben sich durch ihr kulinarisches Angebot längst ein Alleinstellungsmerkmal im Stadtgebiet erarbeitet. Eintrittskarten für das Fest im illuminierten Stadtpark sind noch in den Vorverkaufsstellen „Lotto Burbach“ am Marktplatz sowie an der ehemaligen Zuckerfabrik sowie bei „Tank Schäfer“ erhältlich.

Quelle: Erft-Kurier (Gerhard Müller) vom 04.06.2018 (online) I Foto: BSV

 

03.05.2018

ngz I Günter Piel weiter an der Spitze der Wevelinghovener Schützen

 

Wechsel im Vorstand des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven: Nach 21 Jahren Arbeit an der Spitze zieht sich Hans-Peter Bienefeld zurück. In den vergangenen Jahren war er als Fackelbaubeauftragter aktiv, bei der Generalversammlung trat er nicht mehr zur Wiederwahl an.

Auf Bienefeld folgt Hartmut Becker, den 160 Schützen einstimmig wählten. Ebenfalls einstimmig wählten sie Bienefeld, der seit stolzen 60 Jahren Mitglied der Bürgerschützen ist, zum Ehrenmitglied - ein Status, der nicht vielen zuteilwird. "Hans-Peter war immer da, wenn wir ihn brauchten", lobte Präsident Günter Piel den Einsatz. Günter Piel wurde bei der Generalversammlung in seinem Amt als Präsident bestätigt, ebenso Regimentsoberst Peter Schrörs und Schriftführer Nikolai Dohlen. Die anderen wichtigen Ämter im Vorstand standen nicht zur Wahl, um sie dürfte es nächstes Jahr gehen. In Bezug auf das im August anstehende Schützenfest wurde bei der Versammlung deutlich: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Derzeit werden letzte Anträge gestellt und Verträge mit Musikern geschlossen - darunter auch mit der Band "Schröder", die sowohl am Samstag als auch am Sonntagabend aufspielen soll. Freuen können sich Schützen und Festbesucher auf zehn Großfackeln, eine mehr als im vergangenen Jahr. Die Arbeit der Fackelbauer wird nun Hartmut Becker (Jägerzug "Alte Eiche") koordinieren - ein Mann vom Fach, der seit vielen Jahren leidenschaftlich Fackeln baut und im Verein bekannt ist. Mit Blick auf die Arbeit der Fackelbauer richtete Präsident Günter Piel auch einen Dank an die örtlichen Landwirte, die ihre Scheunen zur Verfügung stellen.

Das Schützenfest startet Samstag, 18. August. Im Mittelpunkt steht das Königspaar Daniel Steinert und Nadine Schmitz. Am Samstag davor, also am 11. August, steht der Ehrenabend auf dem Plan. Diesmal sollen dort auch vier Mitglieder geehrt werden, die bereits seit 70 Jahren im Verein aktiv sind. "Der Ehrenabend startet wie gewohnt mit einem Platzkonzert am Seniorenstift. Von dort aus geht es dann ins Zelt", sagt Schriftführer Nikolai Dohlen.

Vor dem großen Festmonat stehen noch zwei andere Veranstaltungen an: Das Stadtparkfest mit Kanadier-Rennen am 9. Juni, bei dem - so hofft Vizepräsident Marcus Odenthal - 26 Boote an den Start gehen. Zudem planen die "Erftjäger" für den 10. Mai ein Vatertagsfest mit Schützenfußballturnier.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (cka) vom 03.05.2018 I Foto: BSV

 

20.03.2018

ngz I Alte Leichenhalle - Ort für die Kunst

 

Das Denkhaus am Klosterweg in Grevenbroich hat sich zu einem beliebten Treffpunkt für Kunst- und Kulturfreunde entwickelt. Doch das war es nicht immer: Einst wurden hier Leichen aufgebahrt. 

In goldenen Buchstaben steht noch immer "R.I.P" über den zwei hölzernen Türen. Doch seit 1965 ruhen im Denkhaus am Klosterweg keine Menschen mehr. Nach fast 40 Jahren ohne Nutzung wurde die ehemalige Leichenhalle zu einem Ort umgebaut, in dem Kunst und Heimat leben.

Das 30 Quadratmeter große Häuschen gehörte früher zum ehemaligen St.-Josef-Krankenhaus, das 1977 abgerissen wurde und dem Seniorenwohnstift wich. Bereits 1965 wurde auf dem Friedhof allerdings eine neue Kapelle gebaut, in der die Verstorbenen zunächst untergebracht wurden.

"Dann war die hier überflüssig. Man hat sie im Anschluss als eine Art Abstellkammer genutzt", sagt Helmut Coenen, Vorsitzender des Pfarrvereins St. Martinus. Er selber stammt aus dem Ort und hat die Schönheit des klassizistischen Baus erkannt und gemeinsam mit dem Grenadierzug "Fracksausen" die Restaurierung der Halle in die Hand genommen. "Das konnte ich nicht alles alleine machen. Nach fast 40 Jahren war sie natürlich in einem schlimmen Zustand." Denn die Abstellkammer wurde nicht beheizt und insbesondere der Boden sei "total kaputt gewesen".

Ehrenamtliche Handwerker renovierten die Halle

Die Handwerker aus dem Bürgerschützenverein haben schließlich im Ehrenamt einen wieder nutzbaren Raum aus der maroden Abstellkammer gemacht. "Mit einem Bewusstsein für die Heimat haben sie das getan. Man lebt hier, aber man muss als Bürger auch manchmal selbst mit anfassen", sagt der Organisator des Denkhauses.

Mit der Erft und der Burg Wevelinghoven als historischen Ursprung des Ortes im Rücken, sollte die Halle ein neues Zuhause für Kunst, Lesungen und Heimatgeschichten werden. Was noch fehlte war ein passender Name. "Wir konnten nicht sagen ,Wir machen eine Ausstellung in der Leichenhalle'. Deshalb entschieden wir uns für den Namen ,Denkhaus'", sagt Coenen.

Denn dort könne man über sich, Gott und alles andere nachdenken. Dazu rege schließlich auch die Kunst an. Zwei bis drei Ausstellungen pro Jahr liefern hier Impulse und regen zum Innehalten an. In den letzten 14 Jahren haben an die 20 Künstler dort ausgestellt, darunter auch Anne Behrens, die besonders bekannt durch ihre Papierarbeiten und eine besondere Art des Scherenschnitts wurde.

2017, dem Lutherjahr, zierten die Wände der Halle Zeichnungen von Rüdiger Pfeffer, der Kinderbibeln illustriert. Dazu lud Coenen zwei Kindergärten im Ort ein, denen er dann die Geschichten vorlas und gemeinsam mit ihnen die Bilder betrachtete. "Es ist ein schöner Kulturort geworden. Im Sommer, bei so schönem Wetter wie jetzt, nur 20 Grad wärmer, kann man hier auch verweilen", sagt Coenen. Ein Kaffee aus dem Seniorenstift und die Bank vor der Halle würden den Blick auf die Erft noch verschönern.

Ab dem 22. April können Interessierte die nächste Ausstellung im Denkhaus besuchen. Der Werbetechniker, Lehrbeauftragte und Künstler Heinz Ferrari stellt dann seine Zeichnungen aus. Das Repertoire reicht von Werbeplakaten bis hin zu freien Arbeiten.

Die Geschichte des Denkhauses

1934 wurde das Gebäude errichtet und diente bis 1965 als Leichenhalle des St.-Josef-Krankenhauses.

1965 Ab diesem Jahr stand die Halle leer und diente als Abstellkammer.

2004 erfolgte die Restauration mit ehrenamtlichen Helfern aus dem Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 e.V.


Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 20.03.2018 I Foto: Lena Hogekamp

24.01.2018

ngz I Schützen-Hilfe für Kölner Onkologie

Der Grevenbroicher Verein "Brauchtum hilft" hat im vergangenen Jahr auf den Schützenfesten für die Kölner Onkologie gesammelt. Das Geld wurde jetzt übergeben. Die Aktion wurde im Gedenken an einen verstorbenen Schützen gestartet.

In Gedenken an den jung verstorbenen Schützenbruder Hendrik Sönke hat der Verein "Brauchtum hilft" im vergangenen Jahr mehrere Spendenaktionen zugunsten der Onkologie der Universitätsklinik Köln gestartet. Mehr als 5000 Euro kamen dafür bei den heimischen Schützenfesten zusammen. "Ein toller Erfolg", freut sich Vorsitzender Bastian Mensing. Das Geld wurde jetzt dem Ärzte-Team in der Domstadt übergeben.

Vor drei Jahren wurde der Verein "Brauchtum hilft" gegründet. Die Mitglieder haben sich vorgenommen, auf Heimatfesten für lokale, regionale und internationale Hilfsprojekte zu sammeln. Das machen sie nicht, indem sie mit dem Spendenhut durch die Zeltreihen gehen, sondern sie lassen sich immer wieder etwas Neues, zum Teil auch Ungewöhnliches einfallen. So wurde etwa im vergangenen Jahr in Kooperation mit dem Kölner Rikschaunternehmen "Rikolonia" ein Hol- und Bringdienst beim Wevelinghovener Schützenfest eingerichtet.

"Als diese Aktion publik wurde, passierte etwas, das unser gesamtes Team überrascht hat", sagt Bastian Mensing. "Zunächst rief ein Schütze aus Neuenhausen an und fragte, wie sich sein Verein in diese Aktion einbringen kann." Spontan stellte "Brauchtum hilft" mehrere Merchandising-Produkte wie Buttons, Stofftaschen und Mini-Rucksäcke zur Verfügung, die von der Sebastianus-Bruderschaft für 800 Euro verkauft wurden. Bei der Rikscha-Aktion in Wevelinghoven - für die sich auch Bürgermeister Klaus Krützen abstrampelte - kamen zusätzlich 1500 Euro zusammen.

Der Einsatz motivierte auch andere: "Die gemeinsam mit Hendrik Sönke verbrachte Zeit und das Engagement von ,Brauchtum hilft' haben uns dazu gebracht, auch etwas bewegen zu wollen", sagt Frederik Neumann vom Jägerzug "Erftjonge". Die Vertreter beider Vereine steckten daraufhin die Köpfe zusammen und planten eine Fotobox mit karibischem Flair, die im September beim Grevenbroicher Schützenfest aufgestellt wurde. Mit Erfolg: 1558 Euro kamen zugunsten der Onkologie zusammen. "Bevor die Schützenfest-Saison zu Ende ging, wurde der Verein noch einmal aktiv", schildert Bastian Mensing. In enger Zusammenarbeit mit dem Jägerzug "Belmener Boschte" wurden beim Schützenfest in Elfgen weitere Spenden gesammelt. In der Adventszeit konnte die 5000-Euro-Grenze durchbrochen werden, nachdem ein Wevelinghovener Friseur bei jedem Haarschnitt eine Spende für "Brauchtum hilft"-Aktion erbat. "Wir sind vom Einsatz der Vereine und ehrenamtlichen Helfer überwältigt und bedanken uns für das Vertrauen", sagt Mensing.

Die Gesamtsumme beläuft sich nun auf 5263,26 Euro. Kristen Sönke, Mutter von Hendrik, freut sich über die Zuwendung: "Das Geld wird in ein Projekt zugunsten der sportlichen Aktivierung von Krebspatienten fließen", sagt sie.

Auch in diesem Jahr wollen die Mitglieder von "Brauchtum hilft" wieder Aktionen für einen karitativen Zweck starten. "Genaue Pläne haben wir allerdings noch nicht", sagt Vorsitzender Bastian Mensing. "Voraussichtlich im März werden wir uns zusammensetzen und mit den Planungen beginnen."

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 24.01.2018 I Foto (Brauchtum hilft)

Auf dem Foto: Eric Bolz, Jens Knoche, Carina Straßburger, Irene Bolz und Kirsten Sönke (v.l.) übergaben jetzt das Spendengeld aus Grevenbroich an Dr. Thomas Elter von der Onkologie der Universitätsklinik Köln.