Presseberichte 2018

23.08.2018 I ngz I Jens Brandofsky ist jetzt König in Wevelinghoven

Mit dem feierlichen Krönungsabend wurde das Fest in der Gartenstadt beendet.

Jens Brandofsky (42) könnte kaum glücklicher sein: Nach 38 Jahren Mitgliedschaft im Bürgerschützenverein erfüllte er sich im Juli mit dem 114. Schuss einen Kindheitstraum. Der bisherige Kronprinz wurde zum Fest-Finale am Dienstag Abend gemeinsam mit Ehefrau Nicole (40) gekrönt.

Zum Krönungsball konnte Vizepräsident Marcus Odenthal zahlreiche Gäste begrüßen, darunter viele Vertreter der befreundeten Vereine. Bevor Präsident Günter Piel in die Zeremonie einstieg, lobte er das Engagement der Schützen. „Mitgestalten heißt, sich zu engagieren und auch einen Teil seiner Freizeit in die Gesellschaft zu investieren. Wir sind stolz darauf, dass es in Wevelinghoven so viele Menschen gibt, die Brauchtum und Heimattreue leben.“ Dann war es an der Zeit für Daniel Steinert und Nadine Schmitz – eines der jüngsten Königspaare der Vereinsgeschichte – ihr ereignisreiches Regentenjahr Revue passieren zu lassen und Zepter, Königssilber und Krönchen in die Hände des Schatzmeisters zu legen.

„Die Insignien geben sie nur ungern ab, zu wohl haben sie sich gefühlt und keine Mühen gescheut, ihr Amt mit Würde auszufüllen – sie haben aber auch die Freuden genossen“, sagte Piel. Ihre Nachfolger Jens und Nicole Brandofsky stammen beide aus Wevelinghoven. Genau an ihrem 14. Hochzeitstag schoss er den Königsvogel ab – das war gleich ein doppelter Grund zur Freude.

Jens Brandofsky begann seine Schützenkarriere als Edelknabe. Inzwischen hat er seine Schützenheimat im Jägerzug „Ever Jrön“ gefunden, dem Jägerzug der früheren Majestät Michael Klasen. „Das Schützenwesen wurde ihm in die Wiege gelegt“, betonte Günter Piel. „Seine Eltern Karl-Heinz und Christel Brandofsky waren 1996/1997 Königspaar der Gartenstadt.“

Erzählungen seiner Mutter zufolge, liebte es Jens Brandofsky, als Kind mit dem Feuer zu spielen und sein Spielzeug anzuzünden. Längst hat er aber die Seite gewechselt und arbeitet als Oberbrandmeister bei der Leitstelle Neuss. Gemeinsam mit seiner Frau Nicole, die als Verwaltungsfachangestellte bei der Stadt Grevenbroich arbeitet, hat er zwei Kinder: Dominik (20) und Dean (11), mit denen sie gerne ausgedehnte Reisen im eigenen Wohnwagen unternehmen.

„Wir freuen uns sehr, wieder ein so sympathisches und beliebtes Königspaar zu haben“, schloss Günter Piel die feierliche Zeremonie ab.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (vest) vom 23.08.2018 I Foto: BSV

20.08.2018 I ngz I Wevelinghoven feiert mit eigener Note

Das mit 1300 Aktiven größte Schützenfest bleibt familiär. Besonders gefördert wird die Jugend auch vom Königspaar Daniel und Nadine. Auf seinen Flitterwochen durch Europa war auch ein Stammgast aus den USA wieder dabei.

Das junge Königspaar Daniel Steinert und Nadine Schmitz wollte neue Wege beschreiten bei Grevenbroichs größtem Schützenfest in Wevelinghoven: Das ist dem Paar gelungen. „Ich bin lieber mehr unter den Leuten als auf der Bühne“, sagte Steinert und ließ Taten folgen. So ehrten er und „seine“ Königin die Sieger im Fackelwettbewerb mit eigenen Urkunden: „Wir wollten unsere besondere Anerkennung zeigen“, betonte der Schützenkönig. Und das galt auch für die vom Königspaar eigens für den Jungkönig gespendete Kette. „Die Jugend ist unsere Zukunft“, weiß Steinert, aber auch der Sprecher des Bürgerschützenvereins (BSV) Wevelinghoven, Nikolai Dohlen: „Wir haben in diesem Jahr eine besonders große Edelknabengruppe, freut er sich. Außerdem hatte das Königspaar eine besondere Jubilarwürdigung für das 50-Jährige der „Erftjunker“ und das jeweils silberne Jubiläum der Züge „Ärm Söck“ und „Immer Blau“ vorbereitet, bei der jedes einzelne Mitglied hervorgehoben wurde.

Der achtjährige Edelknabe Phillip Hinke wurde am Sonntagmorgen im großen Festzelt auf dem Marktplatz in Wevelinghoven von BSV-Präsident Günter Piel im Beisein von König Daniel Steinert auf der Bühne gekrönt. Und noch ein wenig schüchtern, aber doch schon voller Stolz erzählte der Kinderkönig auf Befragen des Präsidenten, dass er schon 28 Gäste in seiner Kinderresidenz empfangen hatte. Darunter waren sicherlich eine Reihe weiterer Edelknaben, die ab dem Alter von fünf Jahren am großen Sonntagsfestzug durch Wevelinghoven auf kurzen Beinen den etwa sieben Kilometer langen Weg schafften.

Mit seinen 1300 Aktiven, die in Wevelinghoven laut Dohlen auch engagiert mitwirken, ist es zwar das größte Schützenfest in Grevenbroich: „Wir sind zwar viele, aber wir kennen uns alle. Und deshalb ist es auch ein familiäres Fest geblieben“, sagt der BSV-Sprecher. So familiär, dass auch Rudi Gehlen mit seinen 86 Jahren als Ehrenoberst immer noch munter mit dabei ist und dass natürlich der „Wahl-Wevelinghovener“ Keegan Chapman aus den USA eigens zum Fest in Wevelinghoven wieder angereist war. Er hatte kurz zuvor geheiratet, und ein Schützenzug aus Wevelinghoven war dazu in die USA geflogen. Nun machte Keegan mit seiner Frau Station auf der Hochzeitsreise durch Europa mit einer „Punktlandung“ zum Schützenfest in Wevelinghoven.

Aufregung gab es am Sonntagmorgen, als ein Schützenkamerad beim Antreten zum Kirchgang wohl aufgrund von Kreislaufproblemen auf der Straße umgefallen war. Der Notarzt wurde gerufen, der den Mann mit Infusionen versorgte und ins Krankenhaus bringen ließ. Der Zustand des Schützen sei aber nicht bedrohlich gewesen, sagte Dohlen.

Eine Besonderheit war in diesem Jahr die Musikwahl beim Schützenfest in Wevelinghoven: Zum ersten Mal hatte der BSV die Coverband „Schroeder“ für den Samstag- und auch für den Sonntagabend verpflichtet. „Das Zelt war voll und auch der Platz bei dem schönen Wetter, die neue Musikgruppe ist beim Publikum sehr gut angekommen“, beobachtete der Vereinssprecher.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Gundhild Tillmanns) vom 20.08.2018 I Foto: Georg Salzburg

20.08.2018 I ngz I Die Königsfackel gewinnt diesmal die Prämierung

Gegen 23.30 Uhr am Smstag stand es fest, dass der Jäger- und Königszug „Immer Durst“ die bestprämierte Fackel in diesem Jahr gebaut hatte. Auf Platz zwei folgte das Werk des Jägerzuges „Waldeslust 1949“, der Figuren aus der „Wevelinghovener Puppenkiste“ auffahren ließ

Wenn die Sonne untergeht am Kirmessamstag in Wevelinghoven, dann wird es immer spannend und stimmungsvoll. So war es auch diesmal, und die erwartungsvollen Zuschauer fragten sich am Straßenrand: „Wie viel Fackeln werden es diesmal sein? Werden sich die Fackelbauer wieder viel Mühe gegeben haben? Welche Fackel wird als die schönste gekürt werden?“

Gegen 23.30 Uhr stand es dann am Samstag fest, dass der Jäger- und Königszug „Immer Durst“ die bestprämierte Fackel in diesem Jahr gebaut hatte. Auf Platz zwei folgte das Werk des Jägerzuges „Waldeslust 1949“, der Figuren aus der „Wevelinghovener Puppenkiste“ auffahren ließ. Die als drittschönste Fackel prämierte war der Wagen, der gemeinsam von den „Erflern“ und „Pfarr Cäcilia“ gebaut worden war.

Bei insgesamt acht sehr gelungenen Großfackeln hatte sich das Warten der vielen Menschen an den Straßenrändern gelohnt. -Auch im vergangenen Jahr waren es übrigens acht Fackeln, die in Wevelinghovene präsentiert wurden. -Viele Häuser waren mit Fahnen und Lichterketten festlich geschmückt. René Zilgens kam mit seiner Frau Monika aus Gustorf, um den Fackelzug zu sehen – er hatte sie vor 42 Jahren in Wevelinghoven kennengelernt. Josef Schenke gehörte mit seinen 85 Jahren zu den ältesten Zuschauern – er ließ sich im Rollstuhl vor sein Haus fahren. Dort sah er unter anderem das Werk der „Stiefe Jonges“, eine Art Protest-Fackel, die von einem riesigen, leuchtenden Monster dominiert wurde. An der Seite stand „Glasverbot, Auflagen, Bürokratie – soviel Zirkus gab’s noch nie.“ In die bestplatzierte Fackel, auf der König Daniel I. Steinert wie ein Playmobil-Männchen aussieht, hatten die Männer vom Jägerzug „Immer Durst“ über 1000 Arbeitsstunden investiert. In 65 Jahren haben sie nur einmal auf eine Fackel verzichtet. Wenn das Standard wäre, hätten die Erftler 09 und die „Pfarr Cäcilia“ ihre Fackel nicht zu einer Art Mahnmal gestaltet. „Wir haben nach 500 Stunden aufgehört und präsentieren jetzt bewusst eine unfertige Fackel“, sagte Johannes Büscher. Er möchte damit andere Züge wachrütteln, die sich vom Fackelbau verabschiedet haben. Was es sonst noch zu bewundern gab: Robbie, das Maskottchen des Jägerzugs „Alte Eiche“ war vier Meter hoch und sechs Meter lang und beklagte teure Kitas. Der Jägerzug „Waldeslust“ hatte eine riesige Lokomotive auf die Räder gestellt mit Jim Knopf am Steuer – der Zug griff damit die Dieselproblematik auf. Ist das Stadtbild nicht gepflegt genug? Die Großfackel des Jägercorps warf diese Frage auf. Zur Walze kam ein Schiff, dessen Horn wie das eines Ozeanriesen klang – eine tolle Fackel des Jägerzuges „Jungschützen“.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Rudolf Barnholt) vom 20.08.2018 I Foto: Dieter Staniek

17.08.2018 I ngz I Schützen sorgen für einen attraktiven Kirmesplatz

Spaß für kleine und große Besucher

Am Samstag um 14 Uhr wird er eröffnet – und der Vorstand des Bürgerschützenvereins ist sich sicher, dass der Kirmesplatz den Geschmack der vielen Besucher treffen wird. „Wir haben für jeden etwas dabei“, sagt Präsident Günter Piel. Insgesamt sind es 27 Buden und Fahrgeschäfte, die in den nächsten Tagen entdeckt und ausprobiert werden wollen.

Das größte Fahrgeschäft heißt „Crazy Beach Monster“ – eine Art Krake mit 20 Gondeln, in denen die Fahrgäste so richtig mal auf Touren kommen können. „Wir versuchen jedes Jahr etwas Neues zu bieten, damit das Angebot attraktiv bleibt“, sagt Vorstandsmitglied Alexander Klömpges mit einem Blick auf die Kirmes-Attraktion mit 22 mal 24 Metern Durchmesser.

Nicht ohne sind auch der Autoscooter und der „Rock-Express“, eine große Raupe. Die beiden Fahrgeschäfte werden nicht nur für etwas Nervenkitzel, sondern auch für Disco-Feeling unter den Besuchern sorgen. Die kleinen Besucher kommen ebenso nicht zu kurz. Für sie wurden etwa ein Kinder-Selbstfahrer, ein Mini-Jet, ein Karussell und die „Fantastische Reise“ aufgebaut – eine Autobahn für Kids, die über mehrere Etagen führt.

„Einige Fahrgeschäfte haben wir bereits seit einigen Jahren im Angebot – sie kommen hervorragend an“, sagt Alexander Klömpges. Gegen den Kohldampf auf dem Kirmesplatz halten die Wevelinghovener Schützen ebenfalls so einiges bereit: Crepes und andere süße Sachen, Herzhaftes vom Grill und zahlreiche Speisen an den Imbiss-Wagen.

„Wir haben mittlerweile mehr Schausteller-Anfragen als es Platz auf dem Markt gibt“, sagt Günter Piel. In jedem Frühjahr setzen sich die Schützen mit den Mitarbeitern des Grevenbroicher Ordnungsamtes zusammen, um die Attraktionen für das Traditionsfest im August auszuwählen. „Wir haben noch jedes Mal eine bunte Mischung hinbekommen, die viele Leute anspricht“, meint Klömpges zufrieden.

Für das am 18. August startende Schützenfest hat der Vorstand alles im Griff. Vize-Präsident Markus Odenthal weist vor allem auf die neue Band „Schroeder“ hin, die am Samstag und Sonntag für Stimmung im Festzelt sorgen wird. Zum Frühschoppen am Montag wird die „Enzian-Blasmusik“ aus Straberg aufspielen, bevor „DJ Yeti“ aus der Skihalle die Regie übernimmt. Auch für den Krönungsball am Dienstag wurde eine Live-Band verpflichtet: Die „Realtones“ spielen beliebte Nummern und Chart-Hits.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 17.08.2018 I Foto (WPiel)

16.08.2018 I ngz I König Daniel Steinert regiert in Wevelinghoven

Das Schützenfest startet am Samstag Abend mit dem Fackelzug. Höhepunkt ist der große Festumzug am Sonntag.

Der Fackelzug am Samstag Abend, 20.45 Uhr, setzt den ersten Höhepunkt des Wevelinghovener Schützenfestes. Voller Vorfreude auf das große Ereignis sind Daniel Steinert und Nadine Schmitz vom Jägerzug „Immer Durst“, die als Königspaar im Mittelpunkt von vier ereignisreichen Tagen stehen.

Das Interesse am Schützenwesen wurde dem König in die Wiege gelegt: Urgroßvater Bernhard Buchkremer war Mitgründer des Tambourkorps und trug über Jahre hinweg die Fahne des Jägerzuges „Germania“. Auch Großvater Gottfried Buchkrämer sowie Patenonkel Heinz-Günter Buchkremer waren aktive Mitglieder im BSV.

Daniel Steinert eiferte dem nach, er ist Jäger im Wevelinghovener Regiment, aktives Mitglied im heimischen Tambourkorps – und jetzt Schützenkönig. An seiner Seite: Nadine Schmitz, die aus dem Dormagener Stadtteil Straberg stammt, sich in der Gartenstadt aber heimisch fühlt. Beruflich arbeitet sie in einer Hotelkette, sie ist für alle Arbeiten rund um die Reservierung zuständig. Auch König Daniel geht voll in seinem Beruf auf. Er ist als Orthopädie-Schuhmacher in Neukirchen tätig.

Nach dem Fackelzug am Samstagabend – gespickt mit insgesamt acht Großfackeln – treffen sich Schützen und Gäste im Festzelt auf dem Marktplatz, dort sorgt die Band „Schroeder“ für Stimmung. Am Sonntag, 9.30 Uhr, geht es weiter mit dem Festgottesdienst, der Gefallenen- und Totenehrung sowie dem Frühschoppen, bei dem Edelknabenkönig Phillip Hinke gekrönt wird. Am Nachmittag, 14.30 Uhr, folgt der Höhepunkt des Tages: der große Festzug mit Königsparade. Am Abend (20 Uhr) wird beim Ball der Könige gefeiert. In diesem Rahmen krönen die Schützen auch Jungkönig Daniel Pohl.

Am Montag, 11.30 Uhr, steht der Regimentsfrühschoppen auf dem Programm, um 17.30 Uhr folgt ein Festzug durch den Ort. Am Dienstag, 20 Uhr, krönen die Wevelinghovener ihr neues Königspaar Jens und Nicole Brandofsky.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (NGZ) vom 16.08.2018 I Foto (BSV)

15.08.2018 ngz I Kurz vor dem Fest: Wevelinghovener Schützen ehren Mitglieder

In diesem Jahr erhielt Werner Köpp diese Ehrengabe. Damit würdigte Schrörs dessen Verdienste als Archivar der Bürgerschützen. Die Verleihung des Oberstordens hat Tradition in der Gartenstadt: Sie erfolgte erstmals 1956 durch den damaligen Regimentschef Friedrich Karl Kottmann.

Mit ihrem Ehrenabend eröffneten die Wevelinghovener Schützen jetzt die „heiße Phase“ vor ihrem Fest, das am kommenden Wochenende gefeiert wird. Höhepunkt der Veranstaltung: Regimentsoberst Peter Schrörs verlieh seinen persönlichen Oberstorden – die höchste Auszeichnung des Bürgerschützenvereins.

Beim Ehrenabend standen zunächst die Jubilare im Vordergrund, die von Präsident Günter Piel und seinem Stellvertreter Marcus Odenthal geehrt wurden. Allen voran wurden Ehrenoberst Rudi Gehlen, Heinz Kames, Willi Huth und Wilhelm Klasen gewürdigt. Sie gehören seit 70 Jahren dem Regiment an. Hans Peter Bienefeld und Peter Fenes wurden für ihre 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Für ihre 50-jährige Vereinstreue wurden Kurt Brings, Georg Broens, Theo Hoer, Hans Rath, Willibert Schmitz, Theo Korbmacher, Heinz Lammers und Peter Stöcker mit der Ehrennadel dekoriert.

Darüber hinaus wurden Klaus Arnold, Andre Hüsgen, Rainer Effertz, Ulrich Huth, Lothar Esser, Wolfgang Hintzen, Heinz Käsgen, Uwe Lammers, Jürgen Reinartz, Manfred Renk und Friedhelm Schmitz für ihre 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. 19 weitere Schützen  konnten ihr Silberjubiläum feiern, sie sind seit mittlerweile 25 Jahren dabei.

Den Orden des amtierenden Königspaares Daniel Steinert und Nadine Schmitz erhielten Marc Arnold, Simon Büttgenbach, Raphael Drahs, Nikolai Dohlen, Michael Heiderich, Marc Dworak, Steffen Klee, Miguel Coro, Tobias Klasen, Dirk Engels, Hans Josef Hoster, Andreas Steinert sowie Dennis Zimmermann. Den Regimentsorden des Oberst bekamen Guido Gentges, Ralf Kaiser, David Ratz, Ralf Dönni, Peter Dohlen, Steffen Büttgenbach, Jens Hilgers, Sascha Olasz, Herbert Schumacher, Michael Bongartz, Hans Werner Pesch, Daniel Schütz und Theo Holzmann.

Beim anschließenden Tanz stimmten sich die Schützen auf das kommende Fest ein, dem insbesondere das Königspaar entgegen fiebert. „Wir sind schon aufgeregt“, gab Daniel Steinert mit Blick auf das nächste Wochenende zu.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung vom 15.08.2018 I Foto: AMohren

 

09.07.2018 I ngz I Jens Brandofsky Kronprinz in Wevelinghoven

Die Gartenstadt Wevelinghoven hat eine neue Hoheit. Ihr neuer Kronprinz Jens Brandofsky ist nach seinem Vogelschuss überglücklich: „endlich habe ich es geschafft“.

Er erfüllt sich damit seinen Kindheitstraum und sicherte sich, als einziger Bewerber, am vergangenen Samstag unter dem großem Jubel der Schützen und der begeisterten Besucher seine Anwartschaft auf den Titel des Schützenkönigs. Der zukünftige Schützenkönig Jens I. Brandofsky (42) wird von seiner Frau Nicole (40) als Königin, seinem Jägerzug „Ever Jrön" sowie der großen schützenbegeisterten Familie unterstützt.

Der Berufsfeuerwehrmann und seine Frau Nicole freuen sich nun auf die festliche Krönung am Festdienstag während des Schützenfests im August. Als eine seiner ersten Aufgaben stehen Auszeichnungen an, nämlich die der Pfänderritter. Dazu werden Ingo Jacobs (Kopf), Sven Fücker (rechter Flügel), Reiner Nicklas (linker Flügel) sowie Peter-Josef Schrörs (Schweif) ausgezeichnet.

Und ein weiteres königliches Amt wurde jetzt am Wochenende bei den jungen Leuten vergeben: Mit dem 99. Schuss wurde Daniel Pohl vom Jägerzug „Erftstolz" Kronprinz der jungen Schützen zwischen 14 und 24 Jahren.

Die Krönung findet im August am Schützensonntag im Rahmen des Ball der Könige statt. Auch er wird dann seine Pfänderritter ehren: Auch hier steht ein reines Männerquartett zur Seite, nämlich Marc Arnold (Kopf), Leon Möller (rechter Flügel), Jan Zizkat (linker Flügel) sowie Daniel Pohl (Schweif).

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung vom 09.07.2018 I Foto: Georg Salzburg

11.06.2018 I ngz I Spannendes Rennen auf der Erft

Wevelinghovener Bürgerschützen feiern mit rund 500 Gästen ihr Stadtparkfest.

Farbenprächtige Illuminationen verwandelten den Bereich an der Stadtparkinsel am Samstag in einen Märchenwald. Beim Stadtparkfest des Bürgerschützenvereins Wevelinghoven werden traditionell die Wege sanft erhellt und viele Bäume mit bunten Lampen geschmückt.

Doch bevor rund 500 Gäste bei Musik, Gegrilltem und Cocktails das Ambiente genießen konnten, ging es auf der Erft hoch her: Beim Canadier-Rennen zeigten Schützenzüge, Frauengruppen und Vereine in mehr als 20 Booten ihr Können. 400 Meter hin, 400 Meter zurück, und an der Wende bei Oberst Peter Schroers und Schützenkönig Daniel Steinert gab es ein kühles Bier auf Ex.

„Gestartet sind wir vor einigen Jahren mit sechs Booten. Dass sich das Rennen so großer Beliebtheit erfreut, begeistert uns natürlich“, sagte Marcus Odenthal, Vizepräsident des BSV und als Moderator im giftgrünen T-Shirt kaum zu übersehen. An den Start gingen auch Melanie Möller, Jeannette Anklam, Sabine Hansen, Sonja Bernharth, Kerstin Türks und Dunja Vrijaldenhoven als die Gruppe „Queen Uschi ohne M“. „Es war super. Wir haben alle zum ersten Mal mitgemacht – aus Spaß an der Freude“, sagte Kerstin Türks im Anschluss an das Rennen, als die Frauen mit Sekt auf ihre Leistung anstießen. Für das sportliche Event hatte sich die Gruppe etwas Besonderes einfallen lassen: In rot-weiß-geringelten Einteilern, mit Blütenkette in Deutschlandfarben und blauen Hüten paddelte es sich gleich viel besser. Auch Vize-Schriftführer Alexander Krömpges war begeistert von der Resonanz. „Davon lebt der Verein, dass sich die Truppen auch abgesehen vom Schützenfest engagieren.“

Trotz Unwetterwarnung konnten die Besucher dann auch bis in die Nacht ausgelassen feiern und den beleuchteten Park genießen. Dort fand dann auch die Siegerehrung statt: Gewonnen hat bei den Damen die Gruppe „Kölsche Klüngel“ mit einer Zeit von 8 Minuten und 34 Sekunden, bei den Herren machte die Gruppe „Joot drop“ mit 7 Minuten und 51 Sekunden das Rennen.


Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (vest) vom 06.06.2018 I Foto: A. Tinter

06.06.2018 I ngz I Schützen feiern Stadtparkfest mit großem Canadier-Rennen

Die Wevelinghovener Schützen illuminieren den Stadtpark und laden zum sportlichen Wettbewerb ein.

Die Aufbauarbeiten am Hemmerdener Weg haben begonnen. Am kommenden Samstag, 9. Juni, feiern die Wevelinghovener Schützen unter Leitung von Präsident Günter Piel wieder ihr beliebtes Fest vor der historischen Stadtparkinsel. Auf einer großen Holzfläche kann dann gefeiert und in geselliger Runde ein - hoffentlich - milder Sommerabend genossen werden. „Natürlich hoffen wir auf gutes Wetter“, sagt Vizepräsident Marcus Odenthal.

Die Bäume werden wieder in farbiges Licht getaucht - damit wird sich die Stadtparkinsel einmal mehr in einen Märchenwald verwandeln. „Ein echter Hingucker“ - da waren sich die Gäste in den vergangenen Jahren einig. Eingeleitet wird das Stadtparkfest wieder mit einem Canadier-Rennen auf der Erft. Ab 15 Uhr werden die „Wassersportler“ ein spannendes Rennen austragen - das schnellste Team, bestehend aus sechs Paddlern, gewinnt. Im vergangenen Jahr konnte mit 25 Booten ein Rekord gemeldet werden.

Im Anschluss an das Rennen geht es dann nahtlos mit der Party weiter, in deren Rahmen auch die Sieger geehrt werden. Zum ersten Mal haben die Besucher des Festes die Möglichkeit, sich den Genüssen eines Foodtrucks hinzugeben. Die bekannten „Rauchmeister“ aus Grevenbroich stehen ab 18 Uhr bereit und bieten ihre vom Feierabendmarkt bekannten Speisen an.

Eintrittskarten zum Preis von sechs Euro sind noch in den Vorverkaufsstellen Lotto Burbach sowie bei Tank Schäfer erhältlich. Kurzentschlossene, die am Canadier-Rennen teilnehmen möchten, können sich noch per E-Mail anmelden: modenthal@bsv-wevelinghoven.info.


Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 06.06.2018 I FOTO: BSV

04.06.2018 I Erft-Kurier I Erst wird gepaddelt, dann wird gefeiert

„Jetzt kann es losgehen“, freut sich Präsident Günter Piel über die Vorbereitungen für das kommende Stadtparkfest. Dann bieten die „Gartenstadt-Schützen“ am Samstag wieder im Bereich vor der historischen Stadtparkinse den besonderen Rahmen für das traditionelle Stadtparkfest des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven.

Auf einer großen Holzfläche kann dann gefeiert und in geselliger Runde ein hoffentlich milder Sommerabend genossen werden. „Natürlich hoffen wir auf gutes Wetter“, so Vizepräsident Marcus Odenthal. Zudem werden farbenprächtige Illuminationen die Bäume an der Stadtparkinsel in buntes Licht tauchen und so für eine zauberhafte Märchenwald-Atmosphäre sorgen.

Eingeleitet wird das Stadtparkfest durch ein Canadierrennen auf der Erft. Ab 15 Uhr werden sich dann die „Wassersportler“ auf der Erft messen und ein spannendes Rennen austragen. Das schnellste Team, bestehend aus sechs Paddlern, gewinnt. Der Steuermann wird vom Verein gestellt. Es muss eine festgelegte Strecke gepaddelt werden und zusätzlich ist während des Wendemanövers eine lösbare Aufgabe zu bewältigen. „Zuschauer können das komplette Rennen an den Seitenwegen sowie auf der Erft-Brücke am Hemmerdener Weg verfolgen“, erklärt BSV-Präsident Piel.

Noch können sich Teams beim Vizepräsidenten des Vereins anmelden (modenthal@ bsv-wevelinghoven.info). Es sind bereits zahlreiche Boote gemeldet – schnell sein lohnt sich also. Im vergangenen Jahr hatte das Rennen auf der schönen Erft nicht nur zahlreiche Besucher angelockt, sondern auch konnte mit 25 Booten ein Rekord bei der Anzahl gemeldet werden. Mal sehen wie viele Mannschaften in diesem Jahr ins Rennen gehen. Für die Sportler und die hoffentlich zahlreichen Zuschauer werden kühle Getränke und ein kleiner Imbiss geboten. Im Anschluss an das Rennen geht es dann nahtlos im illuminierten Gelände am Stadtpark mit der „Apres-Canadierrenn-Party“ weiter. Die Siegerehrung wird im Rahmen des anschließenden Festes stattfinden; interessante Preise sind angedacht. Hier ist nicht nur für musikalische Unterhaltung gesorgt, auch die kulinarische Seite hat etwas aufzubieten. Zum ersten Mal haben die Besucher des Festes die Möglichkeit, sich den Genüssen eines Food-Trucks hinzugeben. Die bekannten „Rauchmeister“ aus Grevenbroich stehen ab 18 Uhr bereit und haben sich durch ihr kulinarisches Angebot längst ein Alleinstellungsmerkmal im Stadtgebiet erarbeitet. Eintrittskarten für das Fest im illuminierten Stadtpark sind noch in den Vorverkaufsstellen „Lotto Burbach“ am Marktplatz sowie an der ehemaligen Zuckerfabrik sowie bei „Tank Schäfer“ erhältlich.

Quelle: Erft-Kurier (Gerhard Müller) vom 04.06.2018 (online) I Foto: BSV

03.05.2018 I ngz I Günter Piel weiter an der Spitze der Wevelinghovener Schützen

Wechsel im Vorstand des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven: Nach 21 Jahren Arbeit an der Spitze zieht sich Hans-Peter Bienefeld zurück. In den vergangenen Jahren war er als Fackelbaubeauftragter aktiv, bei der Generalversammlung trat er nicht mehr zur Wiederwahl an.

Auf Bienefeld folgt Hartmut Becker, den 160 Schützen einstimmig wählten. Ebenfalls einstimmig wählten sie Bienefeld, der seit stolzen 60 Jahren Mitglied der Bürgerschützen ist, zum Ehrenmitglied - ein Status, der nicht vielen zuteilwird. "Hans-Peter war immer da, wenn wir ihn brauchten", lobte Präsident Günter Piel den Einsatz. Günter Piel wurde bei der Generalversammlung in seinem Amt als Präsident bestätigt, ebenso Regimentsoberst Peter Schrörs und Schriftführer Nikolai Dohlen. Die anderen wichtigen Ämter im Vorstand standen nicht zur Wahl, um sie dürfte es nächstes Jahr gehen. In Bezug auf das im August anstehende Schützenfest wurde bei der Versammlung deutlich: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Derzeit werden letzte Anträge gestellt und Verträge mit Musikern geschlossen - darunter auch mit der Band "Schröder", die sowohl am Samstag als auch am Sonntagabend aufspielen soll. Freuen können sich Schützen und Festbesucher auf zehn Großfackeln, eine mehr als im vergangenen Jahr. Die Arbeit der Fackelbauer wird nun Hartmut Becker (Jägerzug "Alte Eiche") koordinieren - ein Mann vom Fach, der seit vielen Jahren leidenschaftlich Fackeln baut und im Verein bekannt ist. Mit Blick auf die Arbeit der Fackelbauer richtete Präsident Günter Piel auch einen Dank an die örtlichen Landwirte, die ihre Scheunen zur Verfügung stellen.

Das Schützenfest startet Samstag, 18. August. Im Mittelpunkt steht das Königspaar Daniel Steinert und Nadine Schmitz. Am Samstag davor, also am 11. August, steht der Ehrenabend auf dem Plan. Diesmal sollen dort auch vier Mitglieder geehrt werden, die bereits seit 70 Jahren im Verein aktiv sind. "Der Ehrenabend startet wie gewohnt mit einem Platzkonzert am Seniorenstift. Von dort aus geht es dann ins Zelt", sagt Schriftführer Nikolai Dohlen.

Vor dem großen Festmonat stehen noch zwei andere Veranstaltungen an: Das Stadtparkfest mit Kanadier-Rennen am 9. Juni, bei dem - so hofft Vizepräsident Marcus Odenthal - 26 Boote an den Start gehen. Zudem planen die "Erftjäger" für den 10. Mai ein Vatertagsfest mit Schützenfußballturnier.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (cka) vom 03.05.2018 I FOTO: BSV

20.03.2018 I ngz I Alte Leichenhalle - Ort für die Kunst

Das Denkhaus am Klosterweg in Grevenbroich hat sich zu einem beliebten Treffpunkt für Kunst- und Kulturfreunde entwickelt. Doch das war es nicht immer: Einst wurden hier Leichen aufgebahrt. 

In goldenen Buchstaben steht noch immer "R.I.P" über den zwei hölzernen Türen. Doch seit 1965 ruhen im Denkhaus am Klosterweg keine Menschen mehr. Nach fast 40 Jahren ohne Nutzung wurde die ehemalige Leichenhalle zu einem Ort umgebaut, in dem Kunst und Heimat leben.

Das 30 Quadratmeter große Häuschen gehörte früher zum ehemaligen St.-Josef-Krankenhaus, das 1977 abgerissen wurde und dem Seniorenwohnstift wich. Bereits 1965 wurde auf dem Friedhof allerdings eine neue Kapelle gebaut, in der die Verstorbenen zunächst untergebracht wurden.

"Dann war die hier überflüssig. Man hat sie im Anschluss als eine Art Abstellkammer genutzt", sagt Helmut Coenen, Vorsitzender des Pfarrvereins St. Martinus. Er selber stammt aus dem Ort und hat die Schönheit des klassizistischen Baus erkannt und gemeinsam mit dem Grenadierzug "Fracksausen" die Restaurierung der Halle in die Hand genommen. "Das konnte ich nicht alles alleine machen. Nach fast 40 Jahren war sie natürlich in einem schlimmen Zustand." Denn die Abstellkammer wurde nicht beheizt und insbesondere der Boden sei "total kaputt gewesen".

Ehrenamtliche Handwerker renovierten die Halle

Die Handwerker aus dem Bürgerschützenverein haben schließlich im Ehrenamt einen wieder nutzbaren Raum aus der maroden Abstellkammer gemacht. "Mit einem Bewusstsein für die Heimat haben sie das getan. Man lebt hier, aber man muss als Bürger auch manchmal selbst mit anfassen", sagt der Organisator des Denkhauses.

Mit der Erft und der Burg Wevelinghoven als historischen Ursprung des Ortes im Rücken, sollte die Halle ein neues Zuhause für Kunst, Lesungen und Heimatgeschichten werden. Was noch fehlte war ein passender Name. "Wir konnten nicht sagen ,Wir machen eine Ausstellung in der Leichenhalle'. Deshalb entschieden wir uns für den Namen ,Denkhaus'", sagt Coenen.

Denn dort könne man über sich, Gott und alles andere nachdenken. Dazu rege schließlich auch die Kunst an. Zwei bis drei Ausstellungen pro Jahr liefern hier Impulse und regen zum Innehalten an. In den letzten 14 Jahren haben an die 20 Künstler dort ausgestellt, darunter auch Anne Behrens, die besonders bekannt durch ihre Papierarbeiten und eine besondere Art des Scherenschnitts wurde.

2017, dem Lutherjahr, zierten die Wände der Halle Zeichnungen von Rüdiger Pfeffer, der Kinderbibeln illustriert. Dazu lud Coenen zwei Kindergärten im Ort ein, denen er dann die Geschichten vorlas und gemeinsam mit ihnen die Bilder betrachtete. "Es ist ein schöner Kulturort geworden. Im Sommer, bei so schönem Wetter wie jetzt, nur 20 Grad wärmer, kann man hier auch verweilen", sagt Coenen. Ein Kaffee aus dem Seniorenstift und die Bank vor der Halle würden den Blick auf die Erft noch verschönern.

Ab dem 22. April können Interessierte die nächste Ausstellung im Denkhaus besuchen. Der Werbetechniker, Lehrbeauftragte und Künstler Heinz Ferrari stellt dann seine Zeichnungen aus. Das Repertoire reicht von Werbeplakaten bis hin zu freien Arbeiten.

Die Geschichte des Denkhauses

1934 wurde das Gebäude errichtet und diente bis 1965 als Leichenhalle des St.-Josef-Krankenhauses.

1965 Ab diesem Jahr stand die Halle leer und diente als Abstellkammer.

2004 erfolgte die Restauration mit ehrenamtlichen Helfern aus dem Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 e.V.


Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 20.03.2018 I FOTO: Lena Hogekamp

24.01.2018 I ngz I Schützen-Hilfe für Kölner Onkologie

Der Grevenbroicher Verein "Brauchtum hilft" hat im vergangenen Jahr auf den Schützenfesten für die Kölner Onkologie gesammelt. Das Geld wurde jetzt übergeben. Die Aktion wurde im Gedenken an einen verstorbenen Schützen gestartet.

In Gedenken an den jung verstorbenen Schützenbruder Hendrik Sönke hat der Verein "Brauchtum hilft" im vergangenen Jahr mehrere Spendenaktionen zugunsten der Onkologie der Universitätsklinik Köln gestartet. Mehr als 5000 Euro kamen dafür bei den heimischen Schützenfesten zusammen. "Ein toller Erfolg", freut sich Vorsitzender Bastian Mensing. Das Geld wurde jetzt dem Ärzte-Team in der Domstadt übergeben.

Vor drei Jahren wurde der Verein "Brauchtum hilft" gegründet. Die Mitglieder haben sich vorgenommen, auf Heimatfesten für lokale, regionale und internationale Hilfsprojekte zu sammeln. Das machen sie nicht, indem sie mit dem Spendenhut durch die Zeltreihen gehen, sondern sie lassen sich immer wieder etwas Neues, zum Teil auch Ungewöhnliches einfallen. So wurde etwa im vergangenen Jahr in Kooperation mit dem Kölner Rikschaunternehmen "Rikolonia" ein Hol- und Bringdienst beim Wevelinghovener Schützenfest eingerichtet.

"Als diese Aktion publik wurde, passierte etwas, das unser gesamtes Team überrascht hat", sagt Bastian Mensing. "Zunächst rief ein Schütze aus Neuenhausen an und fragte, wie sich sein Verein in diese Aktion einbringen kann." Spontan stellte "Brauchtum hilft" mehrere Merchandising-Produkte wie Buttons, Stofftaschen und Mini-Rucksäcke zur Verfügung, die von der Sebastianus-Bruderschaft für 800 Euro verkauft wurden. Bei der Rikscha-Aktion in Wevelinghoven - für die sich auch Bürgermeister Klaus Krützen abstrampelte - kamen zusätzlich 1500 Euro zusammen.

Der Einsatz motivierte auch andere: "Die gemeinsam mit Hendrik Sönke verbrachte Zeit und das Engagement von ,Brauchtum hilft' haben uns dazu gebracht, auch etwas bewegen zu wollen", sagt Frederik Neumann vom Jägerzug "Erftjonge". Die Vertreter beider Vereine steckten daraufhin die Köpfe zusammen und planten eine Fotobox mit karibischem Flair, die im September beim Grevenbroicher Schützenfest aufgestellt wurde. Mit Erfolg: 1558 Euro kamen zugunsten der Onkologie zusammen. "Bevor die Schützenfest-Saison zu Ende ging, wurde der Verein noch einmal aktiv", schildert Bastian Mensing. In enger Zusammenarbeit mit dem Jägerzug "Belmener Boschte" wurden beim Schützenfest in Elfgen weitere Spenden gesammelt. In der Adventszeit konnte die 5000-Euro-Grenze durchbrochen werden, nachdem ein Wevelinghovener Friseur bei jedem Haarschnitt eine Spende für "Brauchtum hilft"-Aktion erbat. "Wir sind vom Einsatz der Vereine und ehrenamtlichen Helfer überwältigt und bedanken uns für das Vertrauen", sagt Mensing.

Die Gesamtsumme beläuft sich nun auf 5263,26 Euro. Kristen Sönke, Mutter von Hendrik, freut sich über die Zuwendung: "Das Geld wird in ein Projekt zugunsten der sportlichen Aktivierung von Krebspatienten fließen", sagt sie.

Auch in diesem Jahr wollen die Mitglieder von "Brauchtum hilft" wieder Aktionen für einen karitativen Zweck starten. "Genaue Pläne haben wir allerdings noch nicht", sagt Vorsitzender Bastian Mensing. "Voraussichtlich im März werden wir uns zusammensetzen und mit den Planungen beginnen."

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 24.01.2018 I Foto (Brauchtum hilft)

Auf dem Foto: Eric Bolz, Jens Knoche, Carina Straßburger, Irene Bolz und Kirsten Sönke (v.l.) übergaben jetzt das Spendengeld aus Grevenbroich an Dr. Thomas Elter von der Onkologie der Universitätsklinik Köln.

Presseberichte 2017

25.08.2017 I ngz I Rikscha-Fahrer sammeln 1500 Euro für die Uni-Klinik

Auch Bürgermeister strampelte für den guten Zweck.

Der Verein "Brauchtum hilft" um Bastian Mensing und Jens Knoche zieht zufrieden Bilanz seiner Rikscha-Aktion zum Wevelinghovener Schützenfest. Unter dem Strich kamen 1500 Euro zusammen, die der Forschungsarbeit der Onkologie in der Kölner Universitätsklinik zugutekommen sollen.

Mensing und Knoche hatten mit Ehrenamtlern eine Fahrradrikscha organisiert, um damit Festgäste am Sonntag nach Hause zu kutschieren. Bürgermeister Klaus Krützen schloss sich dieser Aktion an und trat selbst in die Pedalen des ungewöhnlichen Fahrzeugs. Parallel zu dieser Aktion veranstalteten Schützenfrauen ein Kinderschminken für die kleinen Besucher des Schützenfestes. "An diesem Tag haben wir exakt 848,02 Euro gesammelt", schildert Bastian Mensing. Doch es kam noch besser: Die Mitglieder des Jägerzuges "Erftjäger" stockten diesen Beitrag auf 1000 Euro auf - und der Bürgerschützenverein Wevelinghoven legte am Ende des Tages noch einmal 500 Euro oben drauf. "Ein toller Erfolg", sagt Mensing, der sich bei allen freiwilligen Helfern für ihren Einsatz bedankt.

Ein Dankeschön gab es aber auch für die Organisatoren der Benefiz-Aktion: Vorsitzender Bastian Mensing und sein Vize Jens Knoche wurden von Bürgermeister Krützen für ihr Engagement mit dem "Stadtschützen-Orden" dekoriert. "Wir werden ihn künftig abwechselnd tragen", sagt Mensing.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 25.08.2017 I Foto (Mensing)

24.08.2017 I ngz I Wevelinghoven feiert sein neues Schützenkönigspaar

Mit allen Würden und feierlichem Rahmenprogramm war die Krönung der neuen Majestäten Daniel Steiner und Nadine Schmitz Höhepunkt und Abschluss des Schützenfestes in Wevelinghoven. Dazu zählten ein großer Zapfenstreich vorm Rathaus, die anschließende Kutschfahrt mit großem Gefolge durch die Stadt sowie der Einzug ins Festzelt zu der Melodie von "Tochter Zion" - einer seit Jahren gepflegten Wevelinghovener Tradition. Das Königspaar sprang ins Auge, umgeben von seinem prächtigen Hofstaat.

Im mit den Vereinsfarben und der ehemaligen Stadt Wevelinghoven rot-weiß drapierten, etwa 1800 Sitzplätzen bietenden Festzelt war die Stimmung bestens. Bürgermeister Klaus Krützen sprach ein Grußwort. Unter den fröhlich Feiernden waren ebenso Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) wie Daniel Rinkert (SPD), und natürlich kamen aus den Nachbargemeinden die dort amtierenden Königspaare.

Doch das absolute Highlight, mag es in fast nahtloser Folge im Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 auch noch so oft eingeübt worden sein, war die Krönung des jungen Königspaars. Schon der Urgroßvater von Daniel Steinert war in Wevelinghoven Schütze, und die Familie hat sich immer sehnlich gewünscht, dass es einer der Ihren einmal bis zur Königswürde bringen würde. Entsprechend groß sind jetzt Freude und Stolz, dass Daniel Steinert vom Jägerzug "Immer Durst" mit dem 249. Schuss den Vogel abschoss. An seiner Seite Partnerin Nadine Schmitz, die nun für ein ganzes Jahr die Krone tragen wird. Die riesige Halle war genau der passende Resonanzboden für das "rundum gelungene Schützenfest", wie sich die Teilnehmenden einig waren.

Vor allem wurde wieder unmittelbar spürbar, wie tief verankert das Schützenwesen gerade in Wevelinghoven ist. Das Programm hatte viel zu bieten, vor allem spielte die Huldigung an die neuen Würdenträger die entscheidende Rolle. Aber auch das nun scheidende Königspaar wurde gewürdigt. Die Ablösung von Walter Danke und Britta Müller-Bludau wurde im Rahmen der Feierlichkeiten umfassend zelebriert. "Sie haben ihr Amt mit Stil und Würde königlich absolviert", wurden sie gelobt. Und nachdem sie ihre Insignien abgegeben hatten, waren sie jubelnd und fröhlich von ihrem Schützenzug wieder in dessen Mitte aufgenommen worden.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (nie) vom 24.08.2017 I FOTO: BSV

21.08.2017 I ngz I Fast 1500 Teilnehmer beim Festzug

Wevelinghoven versteht zu feiern: Alleine 1460 Schützen und Musikr präsentieren sich gestern beim Festzug. Aber im Mittelpunkt dieser tollen Tage steht natürlich das Königspaar Walter Danke und Britta Müller-Bludau.

 

Mit mehr als 900 aktiven Schützen kann sich das Schützenfest in Wevelinghoven sehen lassen. Das weiß man nicht nur in der Gartenstadt - kein Wunder also, dass zum Fackelzug und den Paraden viele Menschen die Straßen säumten und das Festzelt gut besucht war. "Es läuft super", lautete gestern Mittag die Zwischenbilanz des Vizepräsidenten Marcus Odenthal. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Königspaar Walter Danke und Britta Müller-Bludau, die die Nichte des Königs ist. "Es ist wunderschön", schwärmte der König gestern. Und er fügte hinzu: "Der Königin gefällt es auch sehr gut."

Der Festumzug gestern am frühen Nachmittag schien kein Ende zu nehmen. Mit den Musikzügen marschierten rund 1460 Menschen durch die Straßen von Wevelinghoven, wobei die Farbe Grün der Jäger eindeutig überwog. Von den mehr als 900 Schützen gehören rund 200 dem Grenadierkorps und 170 den Scheibenschützen an, alle anderen sind in Jägerzügen organisiert. Am Straßenrand saß Peter Mattheisen in seinem Rollstuhl in seiner schmucken blauen Uniform. Später fuhr der Mann, dem vor zehn Jahren beide Beine amputiert worden waren, als Spieß auf der Kanone mit. Sein Motto lautet: "Solange ich es noch kann, mache ich mit." Am Vormittag erlebte er die tolle Parade vor der Geistlichkeit, wo der Stechschritt in Perfektion gezeigt wurde. Was ebenfalls positiv auffiel: Pünktlich zum 90-jährigen Bestehen konnte das Sappeurkorps deutlich verstärkt werden. Die Männer mit den strahlend weißen Schürzen und den glänzenden Beilen fielen schon von weitem auf.

Besinnliche Momente gab es dann auf dem Friedhof bei der Gefallenen- und Totenehrung. Oberst Peter Schroers ließ an der Aktualität dieses Rituals keinen Zweifel. Und die Salutschüsse aus dem Rohr der 47 Jahre alten Kanone mit dem Namen "General Blücher" dürften im ganzen Ort zu hören gewesen sein. Nicht ganz so laut, aber ebenfalls sehr eindringlich: Der Gesang des Männergesangvereins Cäcilia Wevelinghoven, der unter der Leitung von Dirigent Carsten Wüster unter anderem "Beati mortui" vortrug. Später, nach der Kranzniederlegung, ging es dann ins Festzelt, wo der kleinste Repräsentant im Mittelpunkt stand: Edelknabenkönig Konrad Schneider wurde feierlich gekrönt.

Seine erste Amtshandlung war die Ehrung der Pokalsieger der Edelknaben und Jungendschützen. In Wevelinghoven gibt es aktuell 15 Edelknaben und acht Jugendschützen. Ein Ritual wurde hinübergerettet aus der Zeit, als Wevelinghoven noch eine selbstständige Gemeinde war: Der Empfang im früheren Rathaus.

Es ist heute im Besitz der Familie Esser, die es den Schützen gestattet, das Haus einmal im Jahr zur Traditionspflege zu nutzen. Abends stand Jungschützenkönig Maximilian Fink im Mittelpunkt - der König der Jungschützen wurde im Rahmen des "Balls der Könige" gekrönt.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Rudolf Barnholt) vom 21.08.2017 I Foto (Dieter Staniek)

21.08.2017 I ngz I Fackelzug mit kritischen und persönlichen Themen

Musik begleitete den großen Fackelzug an der Langwadener Straße in Wevelinghoven, auf den die ersten Neugierigen schon am Straßenrand gewartet hatten. Im Mittelpunkt standen dabei die Motivwagen, die Lokales, Bewegendes, Nachdenkliches und Kritisches thematisierten. Alle waren richtig groß im wahrsten Sinne des Wortes, so dass beim Jägerzug Waldeslust sogar ein Schütze mit einer Stange vorangehen musste, um die über die Straßen gespannten Fähnchen anzuheben. Rolf Flintz, Fahnenoffizier im Jägerkorps, erklärte den großen bunten Vogel Phönix, der bekanntlich aus der Asche auferstanden ist: "Wir haben in diesem Jahr einen erkrankten Zugkameraden verloren. Ihm zu Ehren und zum Gedenken haben wir diese Fackel gebaut."

Ebenso zum Nachdenken regte die Großfackel des Scheibenschützenkorps an. "Damit wollen wir an das Reformationsjahr erinnern, und dass Luther mit seinen deftigen Redewendungen immer noch aktuell ist", sagte Schütze Helmut Coenen. Nachwuchsprobleme machte ein Grenadierzug mit einem Glücksbärchen deutlich: "Probleme seit 2009 - bald werden alle Grenadiere über den Wolken sein." Einen Finger in die Wunde anderer Art legte ein Jägerzug. Sein Thema: "L 361 Lückenschluss im Schneckentempo", seit 1975 fehle eine Umgehungsstraße. Die Planung bewege sich im Schneckentempo. Und so hatten die Schützen eine aus Comics bekannte Rennschnecke mit großem Spoiler auf Schnelligkeit frisiert. (Kein) Schützenleben ohne Frauen, hatten sich Hubertusschützen auf die Fahne beziehungsweise Fackel geschrieben. Sie ist unseren besseren Hälften gewidmet, sagten die Schützen. Ohne sie gebe es keine Gemeinschaft und nicht die schöne Schützentradition. Damit es auch weiter allen so gut geht, hatte Waidmannsheil den Slogan "Schützenblut tut allen gut" gewählt. Mit großer Spritze und Blutstropfen wurde unter dem Motto "Spende Blut,rette Leben" für Blutspenden geworben. Mit der Möglichkeit, dass demnächst 48 Teams bei einer Fußball-Weltmeisterschaft antreten, konnte sich ein Zug nur in Maßen anfreunden. Zwar wünsche man sich mit 3:2 einen Sieg des BV Wevelinghoven gegen Ungarn, doch diese Aufstockung sei zu viel des Guten.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (ho) vom 21.08.2017 I Foto (Georg Salzburg)

18.08.2017 I ngz I "X-Factor" schaukelt 25 Meter hoch

Etwa 100 Schausteller bewerben sich jährlich für die Wevelinghovener Kirmes.

Morgen um 14 Uhr geht es rund, dann wird der Kirmesplatz eröffnet. 27 Schausteller sorgen für einen abwechslungsreichen Rummel. Wie jedes Jahr, haben sich die Schützen auch diesmal wieder erfolgreich um eine Großattraktion gekümmert: Der "X-Factor" soll für reichlich Thrill zwischen Zelt und Pommesbude sorgen.

"Das Fahrgeschäft kann sich sehen lassen", sagt Präsident Günter Piel mit Blick auf die 25 Meter hohe Schaukel, die in luftiger Höhe pendelt. Bis zu 16 Personen können gleichzeitig Platz auf dem Fahrgeschäft nehmen, das erstmals in der Gartenstadt präsentiert wird. Ganz in der Nähe: die Raupe "Rock Express" und ein großer Auto-Scooter namens "Beach Bumper". Letzterer ist ein Muss auf der Kirmes: "Selbstfahrer sind immer noch der Renner bei den Besuchern - also unverzichtbar", sagt Vorstandsmitglied Alexander Klömpges. Aus diesem Grund wurde auch gleich ein zweiter, kleinerer Scooter für das jüngere Publikum verpflichtet.

Was das Schausteller-Interesse an Wevelinghoven betrifft, kann sich der Bürgerschützenverein nicht beklagen. "Jährlich haben wir etwa 100 Bewerbungen, aus denen wir aussuchen können", sagt Vizepräsident Marcus Odenthal. Die Vorteile des Kirmesplatzes: Er liegt mitten im Zentrum und wird gut frequentiert.

Hochoffiziell eröffnet wird der Platz morgen um 15 Uhr. Dann wird das 26 Jungs starke Edelknabenkorps die Fahrgeschäfte testen und einen Bummel über den Rummel unternehmen. Am Abend ziehen die Schützen acht Großfackeln durch die Gartenstadt - und damit ist zurzeit ein Limit erreicht. "Wir haben mehr Züge, die eine Großfackel bauen möchten, doch leider fehlen uns dafür die Bauplätze", beklagt Günter Piel. Gegen 22 Uhr startet im Zelt eine Fete: "Just is", die Hausband von Borussia Mönchengladbach, spielt bis kurz vor zwei. Der Eintritt kostet acht Euro.

Höhepunkt am Sonntag ist der Festumzug mit Königsparade, an dem sich etwa 1460 Aktive beteiligen werden - darunter Tambourkorps und Musikzüge in insgesamt neun Marschblöcken. Um 14.30 Uhr geht es los. Worauf sich Autofahrer einstellen sollten: Damit Rettungswege freigehalten werden können, wurde auf der Oststraße - aus Richtung Rhenania- bis zur Zehntstraße - eine Einbahnregelung eingeführt.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Wiljo Piel) vom 18.08.2017 I Foto (L.Berns)

16.08.2017 I ngz I Spielmann Walter Danke regiert die Wevelinghovener Schützen

Für Walter Danke wird am Wochenende ein Traum wahr: Er ist der höchste Repräsentant des Bürgerschützenvereins Wevelinghoven. Gemeinsam mit seiner Königin und Nichte Britta Müller-Bludau wird er das imposante Gartenstadt-Regiment regieren.

Das Herz von Walter Danke schlägt für das Tambourkorps "Frisch voran" Wevelinghoven. Unter den Spielleuten fühlt er sich bereits seit Jahrzehnten wohl. Mit Blick auf das 90-jährige Bestehen des Zuges trat er im Juni 2016 an der Vogelstange zum Königsschießen an und sicherte sich mit dem 31. Schuss den Titel.

Walter Danke, der bei Intersnack arbeitet und auch als Hobbybauer auf dem Hof seines Freundes Reiner Korbmacher eine gute Figur abgibt, ist ein Urgestein des örtlichen Brauchtums. Schon seit 47 Jahren gehört er dem Bürgerschützenverein und dem Tambourkorps "Frisch voran" an. In letzterem engagiert er sich als Kassierer.

Britta Müller-Bludau freut sich vor allem auf die kommen Festumzüge. Wie Walter Danke wuchs auch die Königin in der Gartenstadt auf. Die gelernte zahnmedizinische Fachangestellte arbeitet in Düsseldorf und lebt mit ihrem Mann und den Kindern Lena und Lars sowie dem Hund "Schröder" auf der Neusser Furth. Zusammen mit ihrer Familie unternimmt die Regentin ausgedehnte Radtouren in die nähere Umgebung - immer wieder auch nach Wevelinghoven.

Zu den gekrönten Häuptern des Bürgerschützenvereins zählt Maximilian Flink. Das 20 Jahre alte Mitglied des Scheibenschützenzuges "Wivekover Boschte" agiert in diesem Jahr als Regent der jungen Schützen. Beruflich ist die Majestät als Informationselektroniker beim Flughafen Köln-Bonn beschäftigt. Edelknabenkönig ist der zehn Jahre alte Konrad Schneider.

Das Fest beginnt am Samstag, 20.45 Uhr, mit dem Fackelzug. Acht Großfackeln werden diesmal zu sehen sein. Anschließend wird im Festzelt gefeiert. Ein Höhepunkt des Festes bahnt sich am Sonntag an, wenn sich die Korps um 14.30 Uhr zum großen Umzug mit Königsparade formieren. Um 20 Uhr beginnt im Zelt der "Ball der Könige".

Mit dem Regimentsfrühschoppen geht es am Montag um 11.30 Uhr weiter. Dann spielen die "Ardotaler Musikanten" zu einer zünftigen Feier auf. Um 17.30 Uhr wird das Regiment zu Festzug und Parade auf der Poststraße antreten. Ein Geheimtipp ist der anschließende "Dämmerschoppen" mit DJ im Zelt. Der Krönungsball am Dienstagabend markiert ab 20 Uhr den Ausklang des Festes. Daniel Steinert und Nadine Schmitz werden dann die Regentschaft übernehmen.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (NGZ) vom 16.08.2017 I Foto (BSV)

05.08.2017 I ngz I Rikscha-Taxi für Schützenfest-Besucher

Der Verein "Brauchtum hilft" startet in Wevelinghoven eine karitative Aktion. Mit einer Fahrradrikscha werden Gäste vom Festzelt nach Hause gebracht. Mit dem Erlös wollen die Mitglieder die Onkologie in der Uni-Köln unterstützen.

Es ist eine ungewöhnliche Idee mit einem ernsten Hintergrund: Die Mitglieder des Vereins "Brauchtum hilft" werden am Schützenfest-Sonntag in Wevelinghoven einen ganz besonderen Taxi-Dienst anbieten. Mit einer Fahrrad-Rikscha werden sie Kirmesfreunde vom Festzelt nach Hause bringen. Gegen Bezahlung, versteht sich. Das auf diese Weise gesammelte Geld ist für die Onkologie der Universitätsklinik in Köln bestimmt. "Wir wollen damit die Forschungsarbeit unterstützen", sagt Vorsitzender Bastian Mensing (30).

Der Verein "Brauchtum hilft" wurde vor zwei Jahren gegründet. Die Mitglieder haben sich vorgenommen, auf Heimatfesten für lokale, regionale und internationale Hilfsprojekte zu sammeln. Im vergangenen Jahr hat er 500 Euro zusammengetragen, die der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Grevenbroich zugutekamen. Die Naturfreunde um Martina Koch haben Lehrtafeln von diesem Betrag angeschafft, die im Tiergehege im Bend aufgestellt wurden.

Am 20. August - von 11 bis 20 Uhr - wollen sich die Mitglieder nun für die Kölner Onkologie abstrampeln. "Dies wird in Gedenken an unseren kürzlich verstorbenen Schützenbruder Hendrik Sönke geschehen", sagt Vizevorsitzender Jens Knoche (31). Dessen Eltern hätten es sich gewünscht, dass diese Klinik noch besser unterstützt werden sollte. "Diesem Wunsch wollen wir nachkommen", meint Knoche.

Das siebenköpfige Team von "Brauchtum hilft" hat sich mit dem Kölner Stefan Schlitt, Geschäftsführer des Rikschaunternehmens "Rikolonia", in Verbindung gesetzt. Er wird für diese Aktion kostenlos eines seiner dreirädrigen Transportfahrräder zur Verfügung stellen. Eine ausgiebige Probefahrt hat Jens Knoche bereits problemlos in der Domstadt unternommen.

Am Schützenfest-Sonntag wird sich der Verein vor dem Festzelt auf dem Marktplatz mit einem Info-Stand präsentieren, dort können auch die Tickets für die Heimfahrt gelöst werden. "Jeder kann so viel geben, wie er möchte", sagt Bastian Mensing. Es sollten aber mindestens acht Euro für den Nahbereich sein, für den äußeren Rand von Wevelinghoven dürften es zwölf Euro sein. "Ein Taxi kostet ungleich weniger", meint der Vorsitzende. Apropos: Der Verein "Brauchtum hilft" hat ein Taxiunternehmen, das hauptsächlich Wevelinghoven bedient, über die Aktion informiert. "Konkurrenz werden wir aber nicht sein", sagt Jens Knoche. Denn auf der Rikscha können pro Fahrt lediglich zwei Gäste Platz nehmen.

"Wir hoffen darauf, dass möglichst viele Gäste diese karitative Aktion unterstützen werden", betont Bastian Mensing. Nicht nur Schützen, sondern auch Gäste, Kirmesplatzbesucher und natürlich das Königspaar könnten den sicherlich nicht alltäglichen Fahrdienst in Anspruch nehmen.

Was der Verein jetzt noch braucht, sind Unterstützer, die dem Team helfen und sich ebenfalls als ehrenamtliche Rikschafahrer betätigen wollen. "Wer Interesse hat, kann sich ab sofort gerne bei uns melden", sagt Bastian Mensing.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 05.08.2017 I Foto (Brauchtum hilft/Knoche)

12.07.2017 I Erft-Kurier I Wieder ein junger König

Der 249. Schuss brachte das Ergebnis: Daniel Steinert und Nadine Schmitz sind das neue Kronprinzenpaar des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven. In einem äußerst spannenden Wettkampf hatte Daniel Steinert (25) das Glück auf seiner Seite und setzte sich gegen seine Mitstreiter an der Vogelstange, Hartmut Becker vom Jägerzug "Alte Eiche" und Jens Brandofsky vom Jägerzug "Ever-Jrön", durch.

Kronprinz Daniel Steinert ist bereits seit 21 Jahren im BSV aktiv, seine Schützenkarriere startete er bei den Edelknaben. Inzwischen ist er Fahnenträger im Traditionszug "Immer Durst", dem Jägerzug des früheren Jägeroberst Josef Noethen (genannt "Knoll"). Der Zug belegt in den vergangenen Jahren zahlreiche erste Plätze im Fackelbauwettbewerb der Gartenstadt. Der gelernte orthopädische Schuhmacher und seine Freundin Nadine freuen sich nun auf die Krönung am Festdienstag Erste Aufgabe wird es sein die Pfänderritter auszuzeichnen: Marc Arnold (Kopf), David Sasse (linker Flügel), Stephan Petermann (rechter Flügel) und Florian Braunegger (Schweif).

Auch ein weiteres königliches Amt wurde vergeben: Mit dem 103. Schuss wurde Maximilian Fink vom Scheibenschützenzug "Wivekover Boschte" Kronprinz der jungen Schützen zwischen 14 und 24 Jahren.

Quelle: Erft-Kurier (Gerhard Müller) vom 12.07.2017 I Foto (BSV)

10.07.2017 I ngz I Daniel Steinert ist neuer Kronprinz in Wevelinghoven

Jubel, Trubel und Heiterkeit: Daniel Steinert brauchte 249 Schüsse, um neuer Kronprinz zu werden.

249 Schüsse und einen freudvollen Jubelschrei später ist es amtlich: Daniel Steinert ist neuer Kronprinz. Er ist Mitglied im Jägerzug "Immer Durst".

"Das war ein spannender Wettkampf", sagt Nikolai Dohlen vom BSV Wevelinghoven. "Alle drei wollten unbedingt gewinnen", sagt er über den 25-jährigen Neu-Kronprinzen und seine Mitbewerber Hartmut Becker vom Jägerzug "Alte Eiche" sowie Jens Brandofsky, der Mitglied im Jägerzug "Ever-Jrön" ist. Der Wettkampf war auch deshalb bemerkenswert, weil die Kandidaten an einem neuen, jetzt mobilen Schießstand unter neuen Bedingungen - Gewehre und Munition sind ebenfalls neu - starteten.

Kronprinz Daniel Steinert ist übrigens bereits seit 21 Jahren im BSV aktiv, inzwischen als Fahnenträger im Traditionszug "Immer Durst". Und ist er nicht hier, verbringt er seine Zeit mit Freundin Nadine Schmitz (25). Zu seinen Hobbys zählt außerdem Judo. Diesen Sport betreibt der orthopädische Schuhmacher im Turnverein Germania.

König der Wevelinghover Jungschützen, also der Altersklasse von 14 bis 24 Jahren, wurde übrigens Maximilian Fink.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Valeska von Dolega) vom 10.07.2017 I Foto (lber)

09.06.2017 I ngz I Wevelinghovener Schützen illuminieren den Stadtpark

Die Wevelinghovener Bürgerschützen unter Leitung von Präsident Günter Piel bereiten sich auf ihr nächstes Stadtparkfest vor. Am Samstag, 24. Juni, kann auf einer großen Holdfläche vor der historischen Stadtparkinsel wieder gefeiert werden. Wie in den vergangenen Jahren werden die Brauchtumsfreunde wieder viele Bäume in buntes Licht tauchen und für eine zauberhafte Märchenwald-Atmosphäre sorgen.

Eingeleitet wird das Stadtparkfest wieder durch ein Canadier-Rennen. Ab 15 Uhr können sich Wassersportler auf der Erft ein spannendes Rennen liefern. Das schnellste Team - bestehend aus sechs Paddlern und einem Steuermann, der vom Verein gestellt wird - gewinnt. Es muss eine festgelegte Strecke gepaddelt werden, während des Wendemanövers muss eine Aufgabe bewältigt werden.

"Zuschauer können das komplette Rennen an den Seitenwegen sowie auf der Erftbrücke am Hemmerdener Weg verfolgen", sagt Günter Piel. Noch können sich Teams beim Vizepräsidenten Marcus Odenthal per E-Mail anmelden. Die Adresse: modenthal@bsv-wevelinghoven.info. Zahlreiche Paddler haben bereits ihre Teilnahme zugesagt.

Die Siegerehrung wird im Rahmen des anschließenden Festes stattfinden. Für Stimmung ist gesorgt. "Geboten wird extrem abwechslungsreiche Musik von DJ Michael", verspricht Marcus Odenthal, der selbst viele Jahre ein aktiver Musiker war. Die Schützen erwarten am Abend zahlreiche Gäste, die es sich bei kühlen Getränken und heißen Grillspezialitäten gut gehen lassen können.

Eintrittskarten für das Fest im illuminierten Stadtpark sind im Vorverkauf im Kiosk Burbach (Marktplatz), bei Tank Schäfer (Nordstraße) und bei Haushaltswaren Bolz (An der Eiche) erhältlich. Das Ticket kostet sechs Euro.

Quelle: Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (ngz) vom 09.06.2017

02.06.2017 I Erft-Kurier I Erst wird gepaddelt, dann wird gerockt. Mit DJ Michael.

„Jetzt kann es losgehen“, so Präsident Günter Piel zu den Vorbereitungen für das kommende Stadtparkfest: Am 24. Juni bieten der Bereich vor der historischen Stadtparkinsel den besonderen Rahmen für das große Stadtparkfest des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven. Auf einer großen Holzfläche kann dann gefeiert und in geselliger Runde ein hoffentlich milder Sommerabend genossen werden. „Natürlich hoffen wir auf gutes Wetter“, so Vizepräsident Marcus Odenthal.

Zudem werden farbenprächtige Illuminationen die Bäume an der Stadtparkinsel in buntes Licht tauchen und so für eine zauberhafte Märchenwald-Atmosphäre sorgen. „Ein echter Hingucker“, da waren sich die zahlreichen Gäste der vergangenen Jahre einig.

Eingeleitet wird das Stadtparkfest wieder durch ein Canadierrennen auf der Erft. Ab 15 Uhr werden sich dann die „Wassersportler“ auf der Erft messen und ein spannendes Rennen austragen. Das schnellste Team, bestehend aus sechs Paddlern, gewinnt. Der Steuermann wird dabei vom Verein gestellt. Es muss eine festgelegte Strecke gepaddelt werden und zusätzlich ist während des Wendemanövers eine lösbare Aufgabe zu bewältigen. „Zuschauer können das komplette Rennen an den Seitenwegen sowie auf der Erft-Brücke am Hemmerdener Weg verfolgen“, erklärt BSV-Präsident Günter Piel.

Noch können sich Teams beim Vizepräsidenten des Vereins anmelden (modenthal@bsv-wevelinghoven.info): Es sind bereits zahlreiche Boote gemeldet – schnell sein lohnt sich also. Die Siegerehrung wird im Rahmen des anschließenden Festes stattfinden; interessante Preise sind angedacht.

Für gute Stimmung ist gesorgt: „Geboten wird extrem abwechslungsreiche Musik vom DJ Michael“, erklärt Marcus Odenthal, der selbst über Jahre ein aktiver Musiker war. Die Schützen erwarten am Abend zahlreiche Gäste, die es sich bei kühlen Getränken und Gegrilltem gut gehen lassen können.

Eintrittskarten für das Fest im illuminierten Stadtpark sind noch in den Vorverkaufsstellen „Kiosk Burbach“, „Tank Schäfer“ und „Haushaltswaren Bolz“ erhältlich.

Quelle: Erft-Kurier (Gerhard Müller) vom 02.06.2017 I Foto: BSV

03.05.2017 I ngz I Schützen planen ihr nächstes Fest

Schon neun Meldungen für den Bau von Großfackeln in Wevelinghoven.

Präsident Günter Piel ist zufrieden: Für das Schützenfest sind alle wichtigen Vorbereitungen getroffen, teilte er jetzt in der Generalversammlung mit. Die wichtigste Frage, naturgemäß bloße Formsache, war denn auch schnell beantwortet: Mit einem schallendem "Zog-Zog" beschlossen die Wevelinghovener Brauchtumsfreunde, dass vom 19. bis 22. August wieder das Schützenfest gefeiert wird. Es liegen bereits neun Meldungen der Züge vor, die in den kommenden Monaten eine Großfackel bauen wollen, um sie beim traditionellen Fackelzug zum Festauftakt zu präsentieren. Ein musikalisches Highlight wird es am Schützenfest-Samstag geben: Die bekannte Coverband "Just is" wird Rock-, Pop- und Soul-Klassiker sowie Hits aus den aktuellen Charts spielen. Einen runden Geburtstag begehen in diesem Jahr sowohl das Tambourkorps "Frisch Voran" Wevelinghoven sowie die Sappeure, die auf eine 90-jährige Geschichte zurückblicken können. Die Spielleute haben das bereits bei einem Festkommers am 30. April gebührend gefeiert.

Der alte, in die Jahre gekommene Schießstand an der Gaststätte "Erftruhe" musste in diesem Jahr beseitigt werden. Fortan wird der Bürgerschützenverein das Regimentsschießen sowie den Königsvogelschuss auf einem mobilen Schießstand durchführen. "Alle Genehmigungen der Sachverständigen sowie der Polizei liegen vor", teilte Piel mit. Am 8. Juli ist es soweit, dann ermitteln die Schützen ihren neuen Regenten beim Königsvogelschuss. Dem Vorstand liegen bereits Meldungen vor.

Dauert es bis zum Schützenfest nicht mehr ganz vier Monate, wird es auch während dieser Zeit keine Langeweile für den BSV geben. Denn am 24. Juni laden die Schützen bereits zum Feiern ein. Dann werden sie die Wevelinghovener Stadtparkinsel illuminieren und wieder zum Stadtparkfest bitten. Eine besondere Aktivität wird bereits nachmittags ab 15 Uhr geboten: ein Canadierrennen auf der Erft. Anmeldungen nimmt Vizepräsident Marcus Odenthal entgegen. Benötigt werden sechs "Paddler", der Steuermann wird vom Bürgerschützenverein gestellt.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (ngz) vom 03.05.2017 I Foto: Ati

16.04.2017 I GV Magazin I Bosse im Interview: Günter Piel zu Tradition und Zukunft

In jedem Stadtteil gibt es Menschen, die ihre Freizeit und ihre Fantasie dafür einsetzen, dass Gemeinschaft und Zusammenleben funktionieren. Diese "Ehrenamtler" kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen, leisten höchst verschiedene Beiträge zum "sozialen Netzwerk". Einige von ihnen haben Ämter und Funktionen, die sie besonders in den Blickpunkt rücken. Das "Grevenbroich Magazin" will mit diesen "Bossen" gerade auch über heikle Themen sprechen. Erster Gesprächspartner war Günter Piel, seines Zeichens Präsident der Schützen aus der Gartenstadt Wevelinghoven.

Das Wevelinghovener Regiment ist als ein junges bekannt, das auch besonders viele junge Männer bei den Umzügen auf die Straße bringt. Wie gelingt es Ihnen, Ihren BSV bewusst jung zu halten? 
Der Bürger-Schützen-Verein pflegt unter anderem auch den Kontakt zum BV Wevelinghoven.
Insgesamt gründeten sich in den vergangenen Jahrzehnten fast 20 Schützenzüge, die ihren Ursprung im Fußball haben. Ehrenamtler, die für beide Vereine tätig sind, sind Vorbilder für junge Fußballer, auch in der Freizeit ihre Gesellschaft zusammen im BSV zu verbringen. Die Einbindung
der jungen Schützen in Entscheidungen und der ständige Dialog miteinander ergeben auch für diese jungen Schützen  attraktive Veranstaltungen im Schützenjahr.

Worin unterscheidet sich der Blick aufs Schützenfest und die Traditionen zwischen den altgedienten Jubilaren und den jungen Schützen?
Die älteren Schützen möchten gerne alte Traditionen erhalten. Die jüngeren Schützen möchten gerne alte Zöpfe abschneiden. Den Montagsumzug abzuschaffen, diskutieren die Schützen immer wieder. Interessant ist hierbei, dass das "Für und Wider" keiner Gruppierung eindeutig zuzuordnen
ist. Entscheidend zum Beispiel hierfür dürfte sein, dass ein Umzug spätestens dann keinen Sinn mehr macht, wenn Gäste und Zuschauer am Straßenrand weg bleiben.

Was von den Schützentraditionen sollte auf jeden Fall – sagen wir mal – in die Mitte dieses Jahrhunderts gerettet werden? Was sind "alte Zöpfe", auf die man mal verzichten könnte?
Der Fackelzug als Start und großer Auftakt sollte uns erhalten bleiben. Sicherlich wird es immer schwieriger, die Voraussetzungen des hierzu erforderlichen Fackelbaus möglich zu machen. Im traditionellen Ablauf sind der Sonntagsumzug und vor allen Dingen die Krönung sehr bedeutend.
Entscheidend für eine erfolgreiche Fortführung auch in den nächsten Jahren dürfte sein, den zentralen Punkt unseres Schützenfestes, den Kirmesplatz, in der Mitte des Ortes zu belassen und diesen nicht in die Peripherie zu verlegen.

Apropos Blick in die Zukunft: Viele Gesang-Vereine geben auf. Aber auch andere Vereine kämpfen ums Überleben (Briefmarkensammler als Beispiel). Und auch kleinere Sportvereine haben "Personal-Probleme". Werden alle Schützenvereine der Stadt das Jahr 2050 erleben?
Das ist schwer zu sagen. Die Möglichkeiten, die Freizeit zu gestalten, haben sich im Laufe der Jahrzehnte gewandelt. Den Schützen-, Heimat- oder Brauchtumsverein zu erhalten, wird sicherlich auch davon abhängen, ob wir die Attraktivität für Mitglieder und auch für Besucher erhalten können. Es gilt hier Traditionen zu bewahren, aber sich dem Neuen nicht zu verschließen.

Stichwort Sicherheit: Wie bewältigen Sie im BSV der Gartenstadt den sicherheitsrelevanten sicherheitsrelevanten Aufwand? Und wie fühlt sich diese zusätzliche Last auf den Vorstandsschultern an? Immerhin musste keiner Ihrer Vorgänger darüber nachdenken, wie man einen Festzug vor "Lkw-Terroristen" schützen kann!
In dieser Frage stehen wir in jedem Jahr im Dialog mit dem Ordnungsamt und der Polizei. Sicherlich wird dieses Thema in diesem Jahr einen anderen Stellenwert erhalten. Fest steht jedoch, dass wir nicht auf alle Möglichkeiten der Störung des Schützenfestes im Vorfeld
durch geeignete Maßnahmen vorbereitet sein können. Wir werden jedoch alle Anstrengungen unternehmen, um die Sicherheit der Schützen und vor allen Dingen auch der Gäste zu gewährleisten. Sicherheitskräfte, Ordnungsamt und auch die Polizei werden mit uns in gemeinsamer Absprache versuchen das Bestmögliche zu erreichen. Die Belastung und natürlich die Verantwortung der Mitglieder des Vorstandes werden hierbei erheblich zunehmen.

Ein beliebter Zankapfel: Frauen und Schützenfest. Was ist Ihre Meinung?
Frauen sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Schützenfestes. Unser unvergessener
Präsident Hilmar Krüll bezeichnete die Frauen schmunzelnd immer als schmückendes Beiwerk. Aber seien wir doch mal ehrlich. Was wären wir Schützen ohne unsere Frauen, die sich schon weit vor dem Schützenfest um alles kümmern, was den Schützen so attraktiv in den Umzügen auf der Straße oder im Zelt auftreten lässt. Ludger Baten deutete es einmal so: Das Schützenfest ist  
das große Spiel der Frauen und der Männer. Wenn Frauen von "ihrem" Zug reden oder von
dem neugeborenen "Zugkind", sagt dies doch schon einiges aus. Es ist eine gesellschaftliche
Inszenierung, wobei die Männer die Schützen darstellen und die Frauen die feierwilligen
Zuschauer spielen. Das lass ich hier so stehen.

Noch so ein Thema: Schützen und Alkohol. Sind die Wevelinghovener Schützen auch in dieser Beziehung vorbildlich in der Stadt?
Wo Schützenfest gefeiert wird, ist sicher auch Alkohol dabei. Wir versuchen jedoch mit jährlichen
Hinweisen die Schützen zu ermahnen, Alkohol während der Umzüge möglichst zu vermeiden. Im
Zelt bei den Veranstaltungen ist genug Gelegenheit, mit den Kameraden, Freunden und
natürlich Gästen anzustoßen. Ich bin der Meinung, dass wir in Wevelinghoven jährlich
vorbildliche Umzüge sehen. Natürlich können wir einzelne Fälle des überzogenen Alkoholgenusses nicht immer verhindern. Wir bemühen uns jedoch, Ausfallerscheinungen zu vermeiden.

Wenn, sagen wir mal, Günther Jauch nach Wevelinghoven ziehen würde, wie würden Sie
ihn davon überzeugen, Ihrem BSV beizutreten?

Als Neubürger würden wir versuchen ihn mit den traditionellen Bräuchen unserer Heimatstadt in seiner neuen Heimat vertraut zu machen. Als Schütze ist er Mitglied einer großen Gemeinschaft, die fast 100 Jahre besteht und traditionell Anerkennung auch im weiten Kreis unserer Heimat genießt. Natürlich ist im ersten Jahr als Gast die Kutschfahrt im Sonntagsumzug gebucht, damit er die feierliche und ausgelassene Stimmung während des Umzuges hautnah erleben kann.


Quelle: Grevenbroich-Magazin (Kurier-Verlag) April 2017 I Foto: BSV

09.04.2017 I Erft-Kurier I Die Wevelinghovener Spielleute werden „obdachlos“

Trotzdem soll 90-Jahre-Jubiläum mit großem Festkommers gefeiert werden.

Eigentlich hätte es für das Tambour-Corps der Gartenstadt Wevelinghoven ein tolles Jahr werden sollen. Mit einem schönen Fest am 30. April. Doch über den Feierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen schwebt ein Damokles-Schwert: Bis Ende Juni müssen die Spielleute ihr Vereinsheim geräumt haben. Das wird dann nämlich abgerissen. Doch wo einen neuen Proberaum finden?

Das Vereinsheim direkt an der Erft ist ein Bau mit Tradition. „Das steht seit mindesten 1900“, weiß Walter Danke, seines Zeichens die amtierende „Majestät“ des örtlichen Bürger-Schützen-Vereins. Anfangs wohnt dort der Vikar, dann war es kirchliches Jugendheim. Später war die örtliche Pfarrbücherei untergebracht. Seit Oktober 1983 war dort schließlich das Tambour-Corps „Frisch voran“ Wevelinghoven zuhause.

Die Kirche als Eigentümerin will es nun genauso abreißen lassen wie den Nebenbau. In dem Bereich sind eine Erweiterung des Seniorenwohnheimes, ein Pfarrzentrum und eine Tiefgarage geplant. BSV-Chef Günter Piel: „Ich habe die Pläne gesehen; das sieht alles sehr schön aus.“

Eben nur nicht für die Spielmänner, die nun nach vielen Jahrzehnten, in denen sie das Haus erweitert und immer wieder saniert haben, ihr Domizil verlassen müssen. Mit noch nicht absehbaren Folgen für das Corps.

Zum einen geht es um die Proberäume. „Wenn wir gute Musik auf die Straße bringen wollen, müssen wir proben“, bringt es Vorsitzender Rainer Effertz auf den Punkt. Im Vereinshaus gab es hierfür eine großen Saal, aber auch kleinere Nebenräume, so dass man sich aufteilen konnte: „Die Flötisten konnten in der ersten Etage üben, die Lyras im Vorraum und die Trommler im Saal“, erläutert Effertz. Und auch der Nachwuchs konnte geschult werden. „Sonst müssten die Jungs zuhause üben.“

Zum anderen fanden natürlich Vereins-Termine des TC – von den Versammlungen bis zur Krönung des Zugkönigs – dort statt. Aber auch Kommunion-, Geburtstags- und andere Feiern, sogar der Beerdigungskaffee konnten dort von den Mitgliedern auch abgehalten werden.

Schließlich mahnt Vize-Vorsitzender Christoph Mattheisen: „Die Jugendarbeit ist in Gefahr.“ Denn auch für den Nachwuchs war das weiße Haus an der Erft bei allen Veranstaltungen Anlaufpunkt.

„Seit einem Jahr sind wir nun schon auf der Suche nach einem Ersatzquartier“, so Effertz. Ohne Erfolg. Und Mattheisen ergänzt: „Wir haben sämtliche lokale Stellen angesprochen, mit benachbarten Vereinen Kontakt aufgenommen, bei Kneipen nachgefragt.“ Aber: „Für die meisten sind unsere Märsche an Schützenfest schöne Musik, den Rest des Jahres aber Lärm.“

Übrigens: Die Nachbarn des derzeitigen Vereinsheimes haben – so die Spielleute – auch die Probenabende genossen. „Die haben zum Teil extra die Fenster aufgemacht“, so der Vize-Vorsitzende.

Jetzt hoffen die Spielleute auf mehr Resonanz durch einen Aufruf im Erft-Kurier: Gesucht werden rund 100 Quadratmeter (gerne auch auf mehrere Räume aufgeteilt) zu bezahlbaren Kosten. Wer was anzubieten oder Ideen hat, kann sich gerne an den Erft-Kurier ( (redaktion@erft-kurier.de) wenden.

Am 30. April soll aber auf jeden Fall gefeiert werden. Im Festzelt auf dem Wevelinghovener Marktplatz soll um 15 Uhr ein Festkommers beginnen, zu dem neun Tambour-Corps, die Kapellener „Fanfaren“ und die Bundes-Musik-Kapelle aus Mönchengladbach sowie Abordnungen der Vereine erwartet werden, bei denen die Gartenstädter aufspielen.

Der Eintritt ist frei. Und bis 18 Uhr kann gefeiert werden. Dann schließt sich der „Tanz in den Mai“ an, der vom örtlichen Jäger-Corps ausgerichtet werden wird. Schirmherrin ist übrigens Schützenkönigin Britta Müller-Bludau. Als Ehrengast wird Vize-Bürgermeister Edmund Feuster aus Kapellen erwartet.

Quelle: Erft-Kurier (Gerhard Müller) vom 09.04.2017

17.03.2017 I ngz I Straße in Wevelinghoven wird Hilmar Krüll gewidmet

Er war der letzte Bürgermeister von Wevelinghoven.

Die neue Straße im Baugebiet "An Mevissen" in Wevelinghoven soll nach Hilmar Krüll benannt werden. Dafür hat sich die Mehrheit der Mitglieder des Planungsausschusses in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen.

 

Die Verwaltung hatte mehrere Vorschläge für die Benennung gemacht, zur Sitzung hatte die CDU-Fraktion dann die Idee "Hilmar-Krüll-Straße" eingebracht. Als Begründung führten die Christdemokraten an, dass Krüll der letzte Bürgermeister der Stadt Wevelinghoven war und gleichzeitig "einer der Architekten der neuen Stadt Grevenbroich" gewesen sei. Beruflich war der CDU-Politiker Geschäftsführer der Rhenania Wevelinghoven. In seiner Freizeit widmete er sich mit viel Einsatz dem Brauchtum und war viele Jahre Präsident des Bürgerschützenvereins. Auch die Geschicke des Turnvereins Germania leitete Krüll lange. 2007 ist er im Alter von 79 Jahren gestorben.

Norbert Gand erläuterte für die CDU den Vorschlag einer Benennung nach Hilmar Krüll und betonte: "Es ist angemessen, seiner in einem neuen Wohnviertel in Wevelinghoven zu gedenken." Das sah Peter Cremerius (FDP) genauso: "Der Vorschlag findet unsere vollste Unterstützung." Einziges Ärgernis war aus Cremerius' Sicht, dass auch die Freidemokraten diesen Vorschlag gerne gemacht hätten, die CDU aber schneller war.

Auch Carl Windler (UWG) hatte Verständnis für den CDU-Antrag, wollte ihm aber nicht nachkommen, weil die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis die Bitte geäußert hatten, mehr Straßen nach Frauen zu benennen. "Diesem Wunsch wollen wir nachkommen", sagte Windler, der sich für den Namen "Theodorastraße" aussprach. Am Ende entschieden die Politiker aber mehrheitlich für die "Hilmar-Krüll-Straße". Am Donnerstag, 30. März, ist die Benennung Thema im Rat.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (arr) vom 17.03.2018

Presseberichte 2016

25.08.2016 I ngz I Walter Danke regiert jetzt die Wevelinghovener Schützen

So richtig ins Herz geschlossen hatten die Wevelinghovener Bürgerschützen ihr Königspaar Georg und Petra Staniek. Das nahm bei der Krönung am Dienstagabend gerührt Abschied von seiner Regierungszeit. Genauso herzlich begrüßten die Gäste im Zelt anschließend Walter Danke vom Tambourkorps "Frisch voran Wevelinghoven", der mit seiner Nichte Britta Müller-Bludau die Königskette und das Diadem entgegennahm. Petra Staniek war in einem bodenlangen dunkelblauen Kleid an der Seite ihres Mannes Georg auf die Bühne gezogen. Applaus erhielten sie von allen Gästen, besonders jedoch von den Frauen und Männern ihres Zuges "Mer mache möt", die das tolle Fest ganz sicherlich nicht vergessen werden.

Mit dem Festablauf sind die Schützen zufrieden: "Sonntag waren 1428 Aktive auf der Straße; darunter Musikzüge und ein Gastzug des Königs", sagt BSV-Sprecher Nikolai Dohlen. Ganz genau wusste es Präsident Günter Piel, der feststellte, dass der BSV "aktuell 915 Mitglieder zählt". Ein Ständchen spielten das Tambourkorps "Frisch Auf Kapellen" und der "Musikzug Mönchengladbach". Vizepräsident Marcus Odenthal dankte den Schützen für das gelungene Fest. Voll des Lobes war auch Präsident Günter Piel: "Bei Georg Staniek und seiner Petra wurde die positive Anspannung zur puren Freude. Das konnte ich bei den Fahrten mit der Kutsche verfolgen". Nach der Vorstellung des neuen Königs galt ein letzter tosender Applaus dem scheidenden Paar. Georg Staniek legte die Kette in die Hände des Schatzmeisters Sascha Faßbender und trat in die zweite Reihe. Oberst Peter Schrörs schlug Walter Danke (55) zum Ritter, bevor Faßbender ihm die schwere Königskette umlegte. Die Königin im eleganten lilafarbenen Kleid wurde mit einem Diadem ausgestattet.

Mit Zepter in der Hand trank der König, der wie sein Vorgänger bei Inter-snack arbeitet, auf die Königin, auf Wevelinghoven und den BSV. Seine Nichte Britta (46), eine gebürtige Wevelinghovenerin, die mit ihrem Mann und zwei Kindern in Düsseldorf lebt, zog nach und prostete dem König, der Gartenstadt und dem Bürgerschützenverein zu.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (uwr) vom 25.08.2016 / Foto: BSV

22.08.2016 I ngz I US-Hardrocker fliegt zum Schützenfest ein

Die Wevelinghovener ließen sich vom Wetter ihr Schützenfest nicht verderben. Das Königspaar schwebte ohnehin auf einer Wolke.

Seinen ersten Kultur-Schock in Sachen heimischer Schützenfeste hat der heute 25-jährige Amerikaner Keegan Chapman schon vor sechs Jahren bei seinem ersten Besuch in Grevenbroich erlebt und gut verkraftet. Sonst wäre der junge Mann aus Seattle jetzt nicht eigens zum großen Schützenfest nach Wevelinghoven gekommen, wo er nicht nur an allen Tagen mitfeiert, sondern auch mit 1400 Schützen und Musikern keine Parade auslässt.

Eigentlich ist Keegan Chapman eher ein Hardrocker. Er spielt Gitarre und Saxophon, hat daheim ein eigenes Tonstudio, wo er vorwiegend Rockmusik aufnimmt. Doch die Marschmusik in Wevelinghoven findet er auch "ganz okay". Vor sieben Jahren war einer aus den aktiven Nachwuchsreihen des Bürgerschützenvereins Wevelinghoven im Rahmen einer Schulpartnerschaft bei den Chapmans in Seattle zu Gast. Zum Gegenbesuch kam es zunächst zwar nicht. Dafür entstand eine Art von Schützen-Austausch. So wird Keegan Chapman jetzt von Wevelinghovener Schützenkamerden beherbergt. Deutsches Bier - "Altbier aber nicht so gerne" - mag der junge Amerikaner, der übrigens nicht nur englische, schottische und finnische Vorfahren, sondern wohl auch deutsche gehabt hat. Erst kürzlich habe ein Vetter seiner Mutter herausgefunden, dass vor drei Generationen auch deutsche Vorfahren mütterlicherseits ausgewandert seien. "Das merkt man auch an Keegans Schützen-Gen", sagt BSV-Sprecher Nikolai Dohlen lächelnd. Übrigens haben die Schützenkameraden in Wevelinghoven für ihren amerikanischen Gast auch an kleinste Details gedacht: Damit er nicht in einer neuen Uniform mitlaufen muss, deren grüne Farbe von den Uniformen seines Gastgeber-Schützenzuges notgedrungen abstechen würde, musste Amtshilfe aus Grevenbroich her. Dort wurde eine getragene Uniform ausgeliehen, die farblich passt.

Trotz des eher herbstlichen Wetters schwebte gestern das Wevelinghovener Schützenkönigspaar "wie auf einer Wolke": So beschrieb es Georg Staniek, der sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Petra jetzt einen langgehegten Traum erfüllt. "Es ist ein unfassbares Gefühl. Wir fühlen uns wie auf Händen getragen", schwärmt der Schützenkönig über die Gemeinschaft in Wevelinghoven.

Königin Petra hatte sich für die Nachmittagsparade ein besonderes Überraschungskleid von ihren insgesamt sechs eigens für das Fest angeschafften Roben zurückbehalten. Nicht mal "ihr" König durfte das Kleid vorher zu Gesicht bekommen. Doch König Georg I. verriet: "Eines der Kleider habe ich selbst ausgesucht für meine Frau. Es ist in Rot, obwohl meine Farbe als Borussen-Fan ja eigentlich Grün ist."

Über seinen Schatten sprang König Georg I. aber auch zu Ehren des Edelknaben Lucas Klerx. Für die Krönung des Neunjährigen hatte Georg Staniek eigens in einem für ihn "feindlichen" Fan-Shop, ausgerechnet beim 1. FC Köln, einen roten Schal besorgt. Der Edelknabe freute sich, und König Georg hatte ein gutes Werk getan. Seiner Borussia will Staniek aber ebenso treu bleiben, wie dem BSV Wevelinghoven.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Gundhild Tillmanns) vom 22.08.2016 / Foto: Lber

22.08.2016 I ngz I Pokémons beim Fackelzug der Wevelinghovener Schützen

Es ist immer schwierig, Schützen für den zeitaufwendigen Fackelbau zu begeistern. Umso glücklicher zeigte sich der Vorstand des Bürger-Schützen-Vereins (BSV) Wevelinghoven, als am Samstagabend zum Start des Festes gleich elf Großfackeln von den Schützen durch die Gartenstadt geschoben wurden. Die Wevelinghovener zeigten sich wieder kreativ – und behandelten mit den beleuchteten Mottowagen aktuelle Themen wie das beliebte Smartphone-Spiel "Pokémon Go" oder das 90-jährige Bestehen der Hubertus-Schützen im Ort.

Viele Hundert Anwohner verfolgten das abendliche Spektakel bei trockenem Wetter und applaudierten insbesondere für die Fackeln, in die die Schützen in den vergangenen Monaten besonders viel Arbeit investiert haben. "Manche Züge fangen bereits im Frühjahr an, ihre Fackeln zu bauen", erzählt BSV-Sprecher Nikolai Dohlen. \n\n Mit dem Fackelzug, an dem sich fast das ganze Regiment – das sind 900 Schützen – plus Familienmitglieder und die Spielleute für acht Musikblocks beteiligten, starteten die Wevelinghovener Schützen am Samstag offiziell in ihr Fest. Hervorgestochen ist bei dem eineinhalbstündigen Umzug vor allem die mit viel Liebe zum Detail gebaute Fackel der St.-Hubertus-Schützen, die 2016 ihr 90-Jähriges feiern. Sie schoben ein Mini-Festzelt durch den Ort, in dem gefeiert wird – mit DJ, Nebelmaschine, bunter Beleuchtung und vielen Gästen auf Miniatur-Sitzbänken.

Zwei Fackeln widmeten die Schützen mit XXL-Figuren dem "Pokémon"-Hype; auf einer anderen ging Schützen-Oberst Peter Schrörs "ab wie eine Rakete". "Der Fackelzug ist deshalb ein besonderer Umzug, weil wir praktisch in die Nacht hineinziehen", erklärt Nikolai Dohlen. Er weiß, dass es immer schwieriger wird, Schützen für den Fackelbau zu begeistern. Der Verein unterstütze diejenigen, die sich ans Basteln begeben wollen, deshalb vor allem mit Materialien wie Papier und Drähten, mit denen die Fackeln geformt werden. Außerdem werden die Fackeln von den Fackelbaumeistern befreundeter Vereine bewertet und prämiert – mit Geld vom BSV und den einzelnen Korps.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (cka) vom 22.08.2016 / Foto Georg Salzburg

20.08.2016 I ngz I Wevelinghovener Kirmes bietet 27 Attraktionen

Der Platz wird heute um 14 Uhr offiziell eröffnet. Das rasanteste Fahrgeschäft ist diesmal der "Hexentanz".

Der Bürgerschützeverein Wevelinghoven (BSV) bittet zum "Hexentanz". So heißt die größte Attraktion auf der Kirmes in diesem Jahr. "Die Fahrt ist sanft, aber rasant", kündigt Vanessa Markmann vom Schausteller-Unternehmen "Markmann & Söhne" aus Bonn an und nimmt das auf 25 mal 23 Meter Fläche aufgebaute, mit vielen Lämpchen dekorierte Gerät probeweise in Betrieb.

Das Karussell beginnt sich zu drehen, zwölf gewaltige Arme fahren in die Höhe, an den Enden rotieren jeweils zwei Gondeln wie bei einer Fahrrad-Pedale umeinander. Nervenkitzel und Fahrspaß verspricht der "Hexentanz" ab heute, wenn die Kirmes auf dem Marktplatz offiziell eröffnet wird.

Schützenpräsident Günter Piel freut sich über die Besonderheit bei der Wevelinghovener Kirmes. Das Familienunternehmen Markmann - mittlerweile ist bereits die sechste Generation im Betrieb aktiv - war schon mehrere Male mit Attraktionen in die Gartenstadt gekommen. "Die Menschen sind freundlich und auf dem Kirmesplatz ist es sehr sauber. Wir kommen gern hierhin. Es lohnt sich, persönlich wie auch wirtschaftlich", lobt Vanessa Markmann.

Der "Hexentanz" ist aber nur eines von mehreren Fahrgeschäften, die jetzt auf dem Marktplatz aufgebaut wurden. Für die Bestückung sorgt die Stadt. Alexander Klömpges begleitet den Aufbau für den Bürgerschützenverein. "Insgesamt sind in diesem Jahr 27 Fahrgeschäfte und Stände dabei, es gab mehr Interessenten, als Platz vorhanden ist", weiß Klömpges.

Ein Hauch von Nostalgie kommt beim "Musik-Express" - einer Art Raupe - auf. Auch ein anderer Klassiker, ein Autoscooter, fehlt bei der Kirmes nicht. Präzision nicht am Lenkrad, sondern mit Kimme und Korn sind an der großen Schießbude etwas weiter gefragt, und natürlich haben auch Hunger und Durst auf der Kirmes keine Chance. Etliches wird auch für junge Besucher geboten, auch wenn es natürlich bei weitem nicht so rasant zugehen wird wie beim "Hexentanz". Die Kinder können sich unter anderem auf einen Mini-Scooter, "Mini-Jets", ein Kinderkarussell und auf "Zauber der Fantasy" freuen, bei dem die Kleinen in Fahrzeugen auf zwei Etagen kurven.

Gestern wurde noch letzte Hand an die Fahrgeschäfte angesetzt, damit der Kirmestrubel heute rechtzeitig beginnen kann. Pünktlich um 12 Uhr wird das Schützenfest traditionell von der Artillerie an der Gebrüder-Grimm-Grundschule eingeböllert. Um 14 Uhr wird dann die Kirmes offiziell eröffnet, bevor die Edelknaben - die Jüngsten im BSV-Regiment - eine Stunde später die Fahrgeschäfte testen werden. Für Anfang der Woche hat der Bürgerschützenverein darüber hinaus wieder die Bewohner des Lebenshilfe-Wohnhauses "Burg" auf den Kirmesplatz eingeladen.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (Carsten Sommerfeld) vom 20.08.2016 / Foto L.Berns

19.08.2016 I ngz I Gartenstadt-Schützen feiern mit Georg und Petra Staniek

Erster Höhepunkt ist der Fackelzug am Samstagabend.

Seit mehr als 50 Jahren ist er Mitglied des Regiments, er war acht Mal Zugkönig - und jetzt steht er im Mittelpunkt des Schützenfestes: Georg Staniek und seine Frau Petra regieren als Königspaar in Wevelinghoven - für beide geht damit ein Traum in Erfüllung. 2015 brauchte Staniek gerade mal sechs Schuss, um den Vogel von der Stange zu holen. Für ihn ist das Königsspiel die Krönung seines Schützenlebens.

Seine Laufbahn begann der Regent beim Bürgerschützenverein Allrath. Durch den Fußball bestanden Kontakte nach Wevelinghoven, wo Georg Staniek dem Jägerzug "Mer mache möt" beitrat und dem er bis heute treu geblieben ist. Das Königspaar lernte sich beim gemeinsamen Arbeitgeber Intersnack kennen, geheiratet wurde 1984. Der gelernte Starkstromelektriker arbeitet als Betriebsratsvorsitzender, die Königin ist als Personalsachbearbeiterin tätig. Beide teilen nicht nur die Leidenschaft für das Schützenwesen, sondern auch die für die Borussia Mönchengladbach. Bei jedem Heimspiel drücken die Stanieks in der Nordkurve der Fohlen-Elf die Daumen.

Komplettiert werden die "Royals" in diesem Jahr von Kevin Raudies (23) vom Scheibenschützenzug "Schärpe Boschte", der König der jungen Schützen ist. Bei den Edelknaben regiert der neun Jahre alte Lucas Klerx.

Erster Höhepunkt des Festes ist der Fackelzug am Samstagabend, zu dem das Regiment um 20.15 Uhr antritt. Elf Großfackeln werden diesmal durch die Gartenstadt gezogen. Der große Umzug mit Königsparade beginnt am Sonntag um 14.30 Uhr vor dem ehemaligen Rathaus an der Poststraße. Am Montag laden die Schützen dann ab 11.30 Uhr zu ihrem Frühschoppen ein. Zum Abschluss des Festes wird am Dienstag, 20 Uhr, das neue Königspaar Walter Danke und Britta Müller-Bludau gekrönt.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (ngz) vom 19.08.2016 / Foto S. Fassbender

09.08.2016 I ngz I Borussen-Hausband spielt bei Wevelinghovener Schützen

Die Wevelinghovener Schützen haben die Vorbereitungen für ihr 92. Heimatfest abgeschlossen. "Das Programm wird zahlreiche Höhepunkte bieten", verspricht Präsident Günther Piel. Ein musikalisches Highlight wird am Samstag nach dem Fackelzug geboten. Mit der der Verpflichtung der Coverband "just:is" haben sich die Schützen aus der Gartenstadt eine der besten Gruppen in NRW an Land gezogen.\n\n "just:is" ist nicht nur die Haus- und Hofband von Borussia Mönchengladbach und zieht dort jedes Jahr bei der Saisoneröffnung mehr als 50.000 Menschen in ihren Bann.

Die Coverband um das stimmgewaltige Front-Duo Sandra Kozlik und Reiner Jennißen ist auch ein Garant für Partystimmung bei großen Festen und Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus. "Wir sind froh, diese bekannte Band präsentieren zu können", sagt Nikolai Dohlen, Sprecher des Bürgerschützenvereins: "Den Termin sollten sich Musikfans schon einmal notieren."

Die Wevelinghovener feiern ihr Schützenfest vom 20. bis 23. August. Der inoffizielle Aufakt des Festreigens erfolgt bereits am kommenden Samstag, 13. August, mit dem Ehrenabend für das Königspaar Georg und Petra Staniek sowie den Regimentsoberst Peter Schrörs. Die Veranstaltung beginnt um 16.30 Uhr mit einem Platzkonzert vor dem Seniorenstift St. Martinus am Klosterweg. Ab 17.15 Uhr marschiert das Regiment zum Festzelt auf dem Marktplatz. Nach der Jubilar-, Königs- und Oberstehrung sowie der alljährlichen Ordensverleihung wird zur Musik der Band "Klangstadt" gefeiert. Interessierte sind willkommen. Der Eintritt ins Festzelt ist frei.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (ngz) vom 09.08.2016 / Foto (http://www.just-is.de)

27.06.2016 I ngz I Walter Danke wird neuer König in Wevelinghoven

Die Entscheidung fiel kurz vor dem EM-Spiel. Der neue Kronprinz des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven heißt Walter Danke. Der 55-Jährige wird mit Britta Müller-Bludau künftig die Schützen in der Gartenstadt als Königspaar repräsentieren. Am Schützenfestdienstag, 23. August, werden die beiden ihre königlichen Ämter übernehmen und damit die Nachfolge von Georg und Petra Staniek antreten.

Kurz vor dem Anpfiff des EM-Spiels Deutschland-Slowakei machte Walter Danke mit dem 31. Schuss beim Königsvogelschuss am Schießstand an der Gaststätte "Erftruhe" alles klar. Er setzte sich damit gegen seinen Mitbewerber Thomas Ritterbach (50) vom Jägerzug "Waldeslust" durch.

Der Kronprinz, der bei Intersnack arbeitet, ist ein Schützen-Urgestein. Er gehört seit 46 Jahren dem Bürger-Schützen-Verein und dem Tambourkorps "Frisch voran Wevelinghoven" an, dort ist er Kassierer. Das Tambourkorps stellt beim Schützenfest 2017 nicht nur den König, sondern kann auch 90-jähriges Bestehen feiern.

König der jungen Schützen wurde gestern mit dem 87. Schuss Kevin Raudies (23) vom Scheibenschützenzug "Schärpe Boschte".

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (ngz) vom 27.06.2016 / Foto (G.Salzburg)

15.06.2016 I ngz I Königinnen liefern sich ein Boots-Rennen auf der Erft

Die Wevelinghovener Bürgerschützen sind zufrieden mit dem Ablauf ihres jüngsten Stadtparkfestes. Auf dem neu gestalteten Platz mit großem Holzboden feierten viele Gäste am Hemmerdener Weg.

"Die Vergrößerung des Holzdecks ist gut angekommen, wir werden so weitermachen", sagt Präsident Günter Piel (64). Das Stadtparkfest wurde wieder mit einem Canadier-Rennen auf der Erft eingeleitet: Dort trafen sich die Wassersportler in 16 Booten, um sich ein spannendes Rennen zu liefern. "Das war eine großartige Veranstaltung. Es kamen so viele Zuschauer, dass die Brücke am Hemmerdener Weg und das Ufer der Erft von zahlreichen Zuschauern gesäumt waren", sagt Vizepräsident Marcus Odenthal. Schnellster auf der etwa zwei Kilometer langen Strecke war der Jägerzug "Waldeslust".

Ein Blickfang bildete das Boot der "Erftqueens", das die Schützenköniginnen aus Wevelinghoven, Grevenbroich und Kapellen mit Freundinnen stellten. In der Dunkelheit rückten dann die Illuminationen in den Mittelpunkt. Scheinwerfer und Lichttonnen verwandelten den Park in einen Märchenwald.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (ngz) vom 15.06.2016 / Foto: BSV

01.06.2016 I ngz I Wevelinghovener Schützen planen ihr Stadtparkfest

Es müssen noch einige Vorbereitungen getroffen werden, um das Gelände für das nächste Stadtparkfest des Bürgerschützenvereins (BSV) Wevelinghoven vorzubereiten. Die Aktiven um Präsident Günter Piel werden einen großen Holzboden verlegen, auf dem Samstag, 11. Juni, gefeiert werden kann. Zudem sollen wieder farbenprächtige Illuminationen die Bäume an der Stadtparkinsel in buntes Licht tauchen und für Märchenwald-Atmosphäre sorgen.

Wie in den Vorjahren wird das Stadtparkfest auch diesmal wieder mit einem Canadier-Rennen eröffnet. Ab 15 Uhr werden sich die "Wassersportler" auf der Erft messen und ein spannendes Rennen austragen. Das schnellste Team - bestehend aus sechs Paddlern - gewinnt. Der Steuermann wird vom Verein gestellt. "Es muss eine festgelegte Strecke gepaddelt werden, zusätzlich gilt es, während des Wendemanövers eine Aufgabe zu bewältigen", schildert BSV-Sprecher Nikolai Dohlen. Zuschauer können das komplette Rennen an den Seitenwegen sowie auf der Erftbrücke am Hemmerdener Weg verfolgen. Noch können sich Teams bei Vizepräsident Marcus Odenthal (modenthal@bsv- wevelinghoven.info) anmelden.

Die Siegerehrung wird beim anschließenden Fest erfolgen. "Geboten wird extrem abwechslungsreiche Musik vom Skihallen-DJ Norbert", berichtet Marcus Odenthal, der selbst über Jahre ein aktiver Musiker war. Die Schützen erwarten am Abend zahlreiche Gäste, die es sich bei kühlen Getränken und Gegrilltem gut gehen lassen können. Eintrittskarten gibt es im Kiosk Burbach, bei Tank Schäfer und Haushaltswaren Bolz.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (ngz) vom 01.06.2016 / Foto: BSV

02.05.2016 I ngz I Der BSV Wevelinghoven ist für das Schützenfest gerüstet

Die wichtigste Frage ist geklärt: In Wevelinghoven wird auch in diesem Jahr wieder ein Schützenfest gefeiert.

Das bestätigten die Mitglieder des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven gestern mit einem schallenden "ZogZog" bei Ihrer Generalversammlung im Festzelt auf dem Marktplatz. Bei den turnusgemäßen Neuwahlen gestern wurde Marcus Odenthal erneut zum Vize-Präsidenten der mehr als 900 Schützen gewählt. Schatzmeister bleibt Sascha Faßbender, stellvertretender Schriftführer Alexander Klömpges.

Ein Thema war in der Generalversammlung das kommende Schützenfest: "Alle Vorbereitungen für den Veranstaltungsreigen vom 20. bis 23. August sind getroffen worden", erklärte Präsident Günter Piel. Bislang liegen acht Meldungen der Züge vor, die in den kommenden Monaten eine Großfackel bauen wollen, um sie beim traditionellen Fackelzug zum Festauftakt zu präsentieren. "Es ist durchaus noch mit weiteren Meldungen zu rechnen", sagte Oberst Peter Schrörs.

Für die Tanzmusik am Schützenfestsamstag wurde die bekannte Cover-Band "Just is" verpflichtet. Rock, Pop, Soul - Klassiker und Hits aus den aktuellen Charts - dies alles bestimmt das Programm der Band. Am 26. Juni werden die Schützen ihren neuen Regenten beim Königsvogelschuss auf dem Gelände der Gaststätte "Erftruhe" ermitteln. Doch für das kommende Schützenfest stehen erst einmal Georg und Petra Staniek als schmuckes Königspaar in den Startlöchern.

Für die Zeit bis zum Schützenfest hat sich der BSV noch anderes vorgenommen. Für Samstag, 11. Juni, laden die Bürgerschützen zum Stadtparkfest ein. Ab 15 Uhr wird ein Canadier-Rennen auf der Erft ausgetragen, im Anschluss wird im illuminierten Wevelinghovener Stadtpark mit Musik von DJ Norbert - bekannt aus der Neusser Skihalle - gefeiert. Wer am Rennen teilnehmen möchte, sollte sich im Vorfeld der Veranstaltung an den Vizepräsidenten Marcus Odenthal wenden. Es haben sich auch bereits Boote der befreundeten Nachbarvereine aus Kapellen, Langwaden und Grevenbroich angemeldet. Der Steuermann wird gestellt, ansonsten sind die Boote mit je sechs Ruderern auszustatten.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (ngz) vom 02.05.2016 / Foto: BSV

Presseberichte 2015

27.08.2015 I ngz I Georg und Petra Staniek regieren jetzt die Gartenstadt

Mehr als 500 Schützen jubelten neuem Königspaar zu.

Nur wenige Minuten waren die Wevelinghovener Schützen beim Krönungsball am Dienstagabend "königlos". BSV-Präsident Günter Piel machte es nach der würdevollen Verabschiedung des bisherigen Königspaares Dieter und Iris Schumacher kurz. Schnell hieß es dreimal hintereinander für das neue Königspaar Georg und Petra Staniek: "Sie leben hoch!" Mehr als 500 Schützen jubelten ihrem neuen Königspaar zu, für das jetzt ein Traum in Erfüllung gegangen ist. Mit dem sechsten Schuss hatte Georg Staniek beim Königsvogelschuss im Juni das Objekt der Begierde von der Stange geholt.

Der 59-Jährige war schon als kleiner Junge im Schützenwesen aktiv. Alles begann damals in Allrath, über Fußball-Kontakte kam er nach Wevelinghoven. Dort ist er bis heute Mitglied im Jägerzug "Mer mache möt" und mit viel Elan bei der Sache, wenn's ums Schützenwesen geht. Schon acht Mal war er zuvor Zugkönig gewesen. Seine Frau Petra (53) lernte Georg Staniek übrigens bei der Arbeit kennen - beide sind beim Wevelinghovener Unternehmen "Intersnack" beschäftigt. Er ist dort Betriebsratvorsitzender, sie arbeitet dort als Personalsachbearbeiterin. "Mit der Schützenkönigswürde erfüllen wir uns einen lang gelebten Traum", sagt Georg Staniek, der ganz traditionell vom neuen Oberst Peter Schrörs zum Ritter geschlagen wurde, ehe er das Königssilber in Empfang nahm.

Regimentsoberst Peter Schrörs hat seine Feuertaufe beim diesjährigen Bürger-Schützenfest in der Gartenstadt übrigens gut bestanden. Schützen-Präsident Günter Piel lobte seine Arbeit - und sprach beim Königsball von einem sehr vorbildlichen Regiment. "Überhaupt sind wir mit dem Schützenfest 2015 sehr zufrieden", betonte Piel, der insbesondere aber dem Königspaar Dieter und Iris Schumacher dankte. "Sie haben unser Wevelinghoven in den vergangenen Monaten und natürlich auch beim Schützenfest sehr gut repräsentiert", sagte Günter Piel, der von einer "wunderbaren Festtagsstimmung" berichtete.

Bei ihrer Verabschiedung winkten Dieter und Iris Schumacher gerührt in die Menge und ließen sich von den Wevelinghovener Schützen noch einmal gebührend feiern. Ganz nach Scooter-Sänger H.-P. Baxxter tönte bei den Standing-Ovations sogar ein mitreißendes "Always Iris" durchs Festzelt - natürlich neben dem letzten, dreifachen "Sie leben hoch!".

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (cka) vom 27.08.2015 / Foto: BSV

24.08.2015 I ngz I Wevelinghoven feiert sein Königspaar

Dieter und Iris Schumacher genießen die Zeit als Schützenkönigspaar in Wevelinghoven. Höhepunkt ihrer Amtszeit war gestern die Parade mit mehr als 900 Schützen und über 400 Musikern auf den Straßen.

Als Dieter und Iris Schumacher gestern Nachmittag auf der Poststraße die Front bei der großen Parade abschreiten, ist dem Wevelinghovener Schützenkönigspaar die Freude anzusehen. "Das ist mein persönlicher Höhepunkt des Schützenfestes", sagt der Regent. Mehr als 900 Schützen und über 400 Musiker stehen für das Königspaar Spalier. Am Abend wurde mit allen Zugkönigen und befreundeten Königspaaren im Festzelt gefeiert.

Lange hält es Dieter Schumacher aber bei keiner Feier auf der großen Bühne im Zelt. "Ich feiere lieber mit den Schützen auf der Tanzfläche - da fühle ich mich richtig wohl", sagt der Wevelinghovener.

Nach der Party am Samstagabend ging es für die Schützen am Sonntagmorgen in die Kirche. Bei der Messe hatte sich der Jägerzug "Erftjäger" eine besondere Überraschung für den König ausgedacht. Eine Solistin sang während der Messe verschiedene Lieder. "Das war für mich und auch viele andere Schützen ein sehr bewegender Augenblick", sagt Schumacher.

Beim anschließenden Frühschoppen stand vor allem der Edelknabenkönig im Mittelpunkt. Konrad Schneider (8) wurde auf der Bühne feierlich gekrönt. Am Abend folgte dann die Krönung des Königs der jungen Schützen, Florian Braunegger (25).

Alle weiteren Ehrungen der Jubilare und der verdienten Schützen wurden bereits in der Woche zuvor beim "BSV-Ehrenabend" gemacht. "Neben dieser Änderung haben wir in diesem Jahr erstmals die Musikbühne gegenüber der großen Bühne aufgebaut. Das war ein voller Erfolg. Zudem bekam die Königsbühne eine eigene Theke", erklärt Nikolai Dohlen (36), Sprecher des Bürger-Schützen-Vereins (BSV) Wevelinghoven.

Für den Schützenkönig Dieter Schumacher geht das Fest in diesem Jahr viel zu schnell vorbei. "Das Königsspiel ist ein Traum. Die Zeit vergeht wie im Flug. Der Dienstagabend kommt viel zu schnell", sagt der Inhaber einer Versicherungsagentur.

Heute treffen sich die Schützen um 11.30 Uhr zum Regimentsfrühschoppen im Festzelt. Um 16.30 Uhr heißt es dann Antreten zum Fest-umzug, bevor die Schützen den Abend ab 20 Uhr bei der Zeltdisco ausklingen lassen. Morgen endet das Fest dann um 18.45 Uhr mit dem Abholen des Kronprinzenpaares am Rathaus, dem anschließenden großen Zapfenstreich und dem Krönungsball im Festzelt. Dort werden dann Georg und Petra Staniek vom Jägerzug "Mer mache möt" gekrönt.

Für Dieter und Iris Schumacher endet dann die Zeit als Königspaar. Doch der Wevelinghovener freut sich schon jetzt auf das nächste Schützenfest.

"Dann kann ich wieder die meiste Zeit mit den Schützen mitten im Festzelt verbringen. Dabei werde ich immer an dieses unvergessliche Erlebnis zurückdenken", sagt Dieter Schumacher.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Sebastian Draxl) vom 22.08.2016 / Foto: lber

24.08.2015 I ngz I Fackelzug begeistert mit vielen kreativen Ideen

Als sich der Fackelzug am Samstagabend in Bewegung setzte, schien es, als sei ganz Wevelinghoven auf den Beinen. Zum ersten Mal startete der Zug auf der Zehntstraße, bevor sich die Fackeln auf der Langwadener Straße sammelten. Als sie wenig später durch die Poststraße zogen, war die Sonne bereits untergegangen und die vielen Beleuchtungs- und Bewegungseffekte kamen richtig gut zur Geltung.

Hans-Peter Bienefeld, der Fackelbeauftragte, ahnte zu dieser Zeit bereits, dass die Entscheidung der Jury nicht leicht fallen würde. Später im Zelt wurden die Gewinner bekanntgegeben: Auf Platz 1 kam die Fackel des Jägercorps-Vorstands, gefolgt von den Fackeln des Jägerzuges "Immerdurst" und der Scheibenschützen "Gartenstädter II".

Es dominierten eindeutig Schützenthemen, die Lokalpolitik und die Weltpolitik sollten Randerscheinungen bleiben. Der Jägercorps-Vorstand begeisterte mit einem riesigen blauen Elefanten im Stil von Benjamin Blümchen. Stefan Kurth und Hartmut Becker, die maßgeblich am Bau der Siegerfackel beteiligt waren, setzten damit dem neuen Oberst Peter Schrörs ein eindrucksvolles Denkmal - Schrörs sei nun mal ein Schwergewicht im konkreten sowie im übertragenen Sinne.

Der Jägerzug "Immerdurst" führte einen ebenso monumentalen wie schönen Hahn mit sich, dessen Flügel sich bewegten. Auf die Idee gekommen waren die Männer von "Immerdurst" durch das Hickhack um den Schießstand - das Hahnenköppen wäre aber keine echte Alternative gewesen. Der griechische Ex-Finanzminister Varoufakis zog jetzt ebenfalls durch Wevelinghoven. Er saß auf einer riesigen bunten Schiffsschaukel des Scheibenschützenzuges "Gartenstädter II". Das reichte für den dritten Platz.\n\n Aber auch die nicht prämierten Fackeln konnten sich sehen lassen. Das Grenadiercorps schickte den "Problem-Saurier" ins Rennen, der den Hype um das GV-Kennzeichen kritisierte, der Scheibenschützenzug "Erftjunker" machte auf die Sperrstunde im Zelt aufmerksam.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (garni) vom 24.08.2015 / Foto Georg Salzburg

21.08.2015 I ngz I Kirmes-Spaß lockt in die Gartenstadt

Ab morgen lockt die Kirmes mit ihren Attraktionen nach Wevelinghoven.

Die Zufriedenheit ist spürbar. Alexander Klömpges vom Bürger-Schützen-Verein (BSV) Wevelinghoven weiß, dass der Kirmesplatz in der Gartenstadt auch in diesem Jahr mit Attraktionen aufwartet. "Wir haben drei Groß-Fahrgeschäfte und drei Fahrgeschäfte für Kinder", sagt Klömpges. Unter den Groß-Fahrgeschäften gibt es auch ein Comeback: "Nessy", sozusagen die kirmeserprobte Schwester des Seeungeheuers von Loch Ness, lockt während des Schützenfestes mit spektakulären "Seefahrten". Im Unterschied zum sagenumwobenen schottischen Vorbild taucht diese "Nessy" jedoch nicht ab. Im Gegenteil: Die 22 mal neun Meter messende Schiffsschaukel führt hoch hinaus. "Sie war in der Vergangenheit bereits auf unserer Kirmes zu Gast und ist bei den Besuchern richtig gut angekommen", sagt Alexander Klömpges.

Ebenfalls eine Attraktion ist der "Rock Express". Die Raupe ist optisch ein echter Hingucker. Sie verbindet Kirmes-Nostalgie mit modernem Fahrspaß. Nicht fehlen darf natürlich auch ein großer Autoscooter, auf dem nach Herzenslust umhergekurvt werden kann. Auch für Nachwuchspiloten gibt's auf der Kirmes in Wevelinghoven eine ähnliche Attraktion. "Für sie bieten wir wieder einen Mini-Scooter an", sagt Alexander Klömpges. Ebenfalls beliebt bei den jüngeren Gästen dürften das Rundkarussell "Kindertraum" sowie die "Phantastische Reise" sein, bei dem Autos mit verschiedenen Figuren auf Schienen fahren. Zahlreiche Buden runden das Kirmes-Vergnügen in der Gartenstadt ab. "Die Eröffnung ist morgen um 14 Uhr", sagt Klömpges. "Danach geht es vier Tage lang - also bis Dienstag - richtig rund."

Aber nicht nur beim Kirmesrundgang gestern war Klömpges sowie seinen Mitstreitern vom BSV-Vorstand die Vorfreude auf das Schützenfest anzumerken. In den vergangenen Tagen wurde bereits eifrig der Wetterbericht studiert - mit gutem Ausgang. "Wir bekommen perfektes Kirmes-Wetter", betont Alexander Klömpges. Und damit gibt's wohl auch perfektes "Nessy-Wetter". Bei der Platzbegehung stimmten sich gestern neben Klömpges auch BSV-Präsident Günter Piel und BSV-Vize Marcus Odenthal auf die Kirmes in der Gartenstadt ein.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Andreas Buchbauer) vom 21.08.2015 / Foto: (L. Berns)

20.08.2015 I ngz I Wevelinghoven feiert sein Schützenfest

Das Königspaar Dieter und Iris Schumacher steht nun im Mittelpunkt von vier ereignisreichen Tagen.

Dieter und Iris Schumacher bereiten sich auf den Höhepunkt ihrer Regierungszeit vor: Das Königspaar aus dem Jägerzug "Volltreffer" steht im Mittelpunkt des Wevelinghovener Schützenfestes, das am kommenden Samstag um 12 Uhr mit lauten Böllerschüssen eröffnet wird.

Dieter und Iris Schumacher wohnen in Grevenbroich und arbeiten in Wevelinghoven. In der Gartenstadt betreiben die beiden eine Versicherungsagentur. "Wir sind mit Leib und Seele dabei und ein eingespieltes Team", sagt Dieter Schumacher. Kennengelernt haben sich die aktuellen Regenten während ihrer früheren Arbeitszeit in Köln.

Der König ist seit mehr als 40 Jahren Mitglied im Bürgerschützenverein. Er hat bei den Edelknaben angefangen, wechselte 1979 in den Jägerzug "Alte Kameraden", in dem auch sein Vater aktiv war. Dann zog es ihn zu jüngeren Zügen: 1993 trat Schumacher der Gemeinschaft "Allzeit bereit" bei, 2008 wechselte er zum Jägerzug "Volltreffer". Sportlich war Dieter Schumacher im BV Wevelinghoven aktiv - dort hat er bis zur A-Jugend gekickt, dann aber seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Dem BV hält er aber als Mitglied schon seit 25 Jahren weiterhin die Treue. Mehr Talent bewies der König beim Sportkegeln: Er wurde 1991 Westdeutscher Meister, gemeinsam mit Ex-König Jürgen Meuter holte er mehrere Male die Ligameisterschaft.

Das gemeinsame Hobby des Königspaares ist das Reisen - vor allem auf Kreuzfahrtschiffen. Viele Male haben sie auf den schwimmenden Hotels ferne Ziele bereist und werden mittlerweile schon von der Reederei und dem Kapitän per Handschlag an Bord begrüßt.

Komplettiert wird die Reihe der gekrönten Häupter in diesem Jahr durch Florian Braunegger, der zum König der jungen Schützen gekrönt wurde. Das 24 Jahre alte Mitglied des Jägerzuges "Erftjäger" hatte im Juni mit dem 105. Schuss den Vogel von der Stange geholt. Die Edelknaben werden von dem acht Jahre alten Konrad Schneider repräsentiert, der die Gebrüder-Grimm-Grundschule besucht. Das nächste Königspaar steht bereits in den Startlöchern: Am Dienstag werden Georg und Petra Staniek gekrönt.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (ngz) vom 20.08.2015 / Foto: BSV

18.08.2015 I Erft-Kurier I Die höchsten Repräsentanten Dieter und Iris Schumacher

Die höchsten Repräsentanten des Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven sind in diesem Jahr das strahlenden Königspaar Dieter und Iris Schumacher. Das äußerst dynamische und sympathische Königspaar hat sich riesig über die errungene Königswürde gefreut und für Dieter Schumacher ist ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen.

„Wir spüren, dass wir ankommen. Es gibt so viele Menschen, die einen herzen und die man gar nicht kennt.“ Dieter Schumacher sind bei jedem Satz seine Begeisterung und seine Vorfreude auf „sein“ Schützenfest als Regimentskönig anzumerken. Die erste Gänsehaut habe es beim Vogelschuss gegeben, erzählt er: Der kleine Guckschlitz, der Rückstoß in der Schulter und „hinten waren sie am Jubeln“, erinnert er sich.

Gattin Iris Schumacher hatte er allerdings ein wenig „überreden“ müssen. Ihre Bedingung: „Wenn ich Schützenkönigin werden soll, dann will ich mich aber so kleiden, wie ich mir das vorstelle“, handelte sie damals aus.

Und ihr Gatte hielt sein Versprechen: Die königlichen Kleider kommen nicht von der Stange, sondern wurden von Francoise Weijs aus Mönchengladbach maß geschneidert. „Die Scheiderin hat mit weißem Papier angefangen“, so das Königspaar. Nach den Ideen der Königin wurde dann gezeichnet und gestaltet. Am Ende sind vier Kleider herausgekommen – für jeden Schützenfest-Tag eins.

Die Kleider sind übrigens ein gut gehütetes Geheimnis. „Meine Farben verrate ich nicht“, bleibt Iris Schumacher sogar bis ins Detail hart. Man wird also aufs kommende Wochenende warten müssen.

Die Schumachers gestehen übrigens frank und frei ein, dass nicht nur wegen der Kleider, sondern auch wegen ein paar anderer „Extras“ ihr Königsjahr ein wenig teuerer wird als normal. Als Kaufmann habe er sich aber einen „Investitionsplan“ (als Excel-Tabelle) gemacht; die getätigen Ausgaben grün, die noch anstehenden rot. „Es ist nichts aus dem Ruder gelaufen“, gibt er den genauen Stand der Abrechnungen bekannt.

Bereits nach dem Vogelschuss wurde ausgiebig zusammen mit vielen Gästen und Dieter Schumachers Schützenzug „Volltreffer“ auf dem Gelände der Zuckerfabrik in Wevelinghoven gefeiert. Die Residenz des Königspaars wurde an der Dr.-Kottmann-Straße bei Schumachers Mutter aufgebaut. Die hatte mit ihren 75 Jahren darum gebeten, mit dem Königsjahr nicht noch länger zu warten. Bei der Krönung und auch beim Königsehrenabend war sie natürlich im Zelt. Und hatte viele Tränen des Glücks fließen gelassen ...

Für Dieter und Iris Schumacher kam für die Residenz nie ein anderer Standort in Frage, da sie beide sehr viel Wert auf ihre Familie legen.

Obwohl das immer aktive und freundliche Königspaar seine Zelte im benachbarten Grevenbroich aufgeschlagen hat, sind die Beiden zu jeder Zeit in den ihnen bekannten Gefilden der Gartenstadt, nicht nur bei den Feiern der einheimischen Vereinen gern gesehene Gäste, nein, auch zu den Schützenfesten der befreundeten Vereinen haben sie stets einen unvergesslichen und ehrenvoll Eindruck hinterlassen.

Die „Majestäten“ aus Langwaden, Kapellen und der Stadtmitte zählen die Schumachers inzwischen zu ihren Freunden, mit denen auch außerhalb der offiziellen Anlässe verkehrt wird.

Bereits in seiner Antrittsrede am Krönungsabend hat Dieter Schumacher unmissverständlich und mit voller Freude deutlich gemacht, dass diese, leider zeitlich begrenzte Regierungszeit, ein Kindheitstraum von ihm gewesen ist und nun sein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung geht.

Nicht nur deshalb denken die Beiden wehmütig an den Dienstag Abend, die Abkrönung. Seine Abschiedsrede liegt schon geschrieben in der Schublade. Einschließlich ausdrücklichem Dank an den Vorstand, der sie zum einen immer unterstützt habe. Der ihnen auf der anderen Seite auch freie Hand gelassen habe. Und vor deren immense Arbeit sie den tiefsten Respekt bekunden. „Ich weiß, dass es am Dienstag ohne Tränen nicht geht“, gesteht Dieter Schumacher offen ein. Zugleich macht er aber auch deutlich, dass er am Dienstag „das Buch zuschlagen will“: Er will danach ganz normal „in die Reihe zurückgehen“, als normaler Schütze dem Brauchtum weiterhin frönen.

Momentan leben beide in Grevenbroich, arbeiten aber in Wevelinghoven in ihren eignen vier Büroräumen. Seine Passion hat Dieter Schumacher laut eigener Aussage in seiner beruflichen Tätigkeit voll und ganz gefunden.

In ihrer dünn gesäten Freizeit sind beide sehr gerne auf der „AIDA“ unterwegs und genießen die Vorteile eines schwimmenden Hotels. Hier sind sie gern gesehene Gäste und auf Grund ihrer dutzenden Aufenthalte an Bord werden sie bei jeder Reise von der Reederei sowie dem Kapitän per Handschlag begrüßt.

Nach Schützenfest geht es für die beiden dann erst einmal in Urlaub. Zum Runterkommen. „Wir haben unterschätzt, wie viel Kraft das Königsspiel kostet. Wie viel Adrenalin ausgeschüttet wird“, stellen sie im Gespräch mit dem Erft-Kurier fest. Und dann geht´s mit den Edelknaben zu Indoor-Abenteuer nach Willich ...

Quelle: Kurier-Verlag (ERFT-KURIER / Gerhard Müller) vom 18.08.2015 / Foto: BSV

05.08.2015 I ngz I Lust auf Wevelinghoven

Als Kind hat er im Sommer mit seinen Freunden auf den grünen Wiesen getobt, im Winter wurde Eishockey auf den zugefrorenen Überflutungsgebieten der Erft gespielt. Günter Piel ist in Wevelinghoven geboren - und er ist nie auf den Gedanken gekommen, seinen mehr als 900 Jahre alten Heimatort zu verlassen.

"Warum auch? Hier bin ich zu Hause, hier fühle ich mich rundum wohl", sagt der 63-Jährige, der seit vier Jahren an der Spitze des rund 900 Mann starken Bürgerschützenvereins steht. "Wir haben hier alles, was sich Großstädter wünschen würden", meint er.

Der Lieblingsplatz von Günter Piel ist dort, wo Wevelinghoven sicherlich am schönsten ist: unterhalb der Martinus-Kirche, direkt an der Erft. Wenn er mit seiner zwölf Jahre alten Berner Sennhündin "Lotte" unterwegs ist oder eine Pause beim Joggen einlegt, wählt er gerne eine Bank in der Nähe des "DenkHauses". Von der ehemaligen Leichenhalle am Klosterweg, die von "seinen" Schützen mit viel Liebe in einen kleinen, aber feinen Ausstellungsraum verwandelt wurde, genießt er den Blick auf die nahe gelegene Erft und die alte Motte mit dem Pavillon, der im Volksmund "Jeisterhüsje" genannt wird.

"Das ist ein Platz, der Ruhe ausstrahlt. Dort kann man herrlich entspannen", schwärmt Günter Piel. In unmittelbarer Nähe des "DenkHauses" hat vor wenigen Monaten das neue Seniorenzentrum St. Martinus eröffnet - an der Stelle, an der noch bis in die 70er Jahre hinein das alte Wevelinghovener Krankenhaus stand. Dort will der Präsident an eine alte Tradition anknüpfen: "Früher haben wir zum Schützenfest immer ein Platzkonzert am Krankenhaus abgehalten. Diesen Brauch greifen wir wieder auf und werden die Senioren mit einem 45 Minuten langen Konzert überraschen", kündigt Günter Piel an.

Der 63-Jährige, der beruflich in der Gesetzlichen Unfallversicherung tätig war und nun seine Altersteilzeit genießt, ist ein leidenschaftlicher Tennisspieler, der seit 35 Jahren dem Verein "Blau-Weiß" angehört. Daher ist sein zweitliebster Platz in Wevelinghoven die schmucke Clubanlage am Sportplatzweg. "Sie hat eine tolle Terrasse, auf der man viele Freunde und Bekannte treffen kann. Mindestens einmal in der Woche gehe ich dorthin", berichtet Piel. Wenn dann auch noch das Clubwirts-Ehepaar Anastasia und Jannis Eleftheriadou leckere Sachen auftischt, ist der Aufenthalt perfekt. "Am besten schmeckt dort der Fisch", sagt Günter Piel.

Interessant findet der Ur-Wevelinghovener auch den Marktplatz, der vor einigen Jahren umgestaltet wurde. "Er hat dadurch viel an Leben gewonnen - auch wenn er über Tag nur ein großer Parkplatz ist. Aber das ist in Ordnung, da die Geschäfte dort sehr gut unsere Nahversorgung sicherstellen", betont der Schützenpräsident. Was Günter Piel sympathisch findet, sind die Cafés, die sich in der jüngsten Vergangenheit am Marktplatz angesiedelt haben. "Die haben sich mittlerweile zu einem richtigen Treffpunkt entwickelt", meint der Vater von drei Töchtern und Opa von drei Enkelkindern: "Manche Leute trifft man dort jeden Tag an."

Nur zum Urlaub verlässt Günter Piel seine Heimat. Gerade erst ist er mit Ehefrau Anita von einem mehrwöchigen Trip durch die USA zurückgekehrt. Im Winter zieht es ihn zum Skifahren in die Berge. Aber am Schluss ist er immer wieder froh, heimische Gefilde zu sehen. Wevelinghoven ist für Günter Piel mehr als nur ein Heimatort. Wevelinghoven "ess e Jeföhl".

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (wiljo piel) vom 05.08.2015 / Foto (A.Tinter)

22.06.2015 I ngz I Georg Staniek wird neuer König

Die Thronfolge ist gesichert. Bereits der sechste Schuss brachte gestern Abend die Entscheidung, Jubel unter den rund 200 Schützen brandete an der Gaststätte "Erftruhe" am Hemmerdener Weg auf: Georg Staniek vom Jägerzug "Mer mache möt" ist Kronprinz des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven. Der 59-Jährige wird mit seiner Frau Petra (53) am Schützenfest-Dienstag, 25. August, als Königspaar gekrönt und die Nachfolge von Dieter und Iris Schumacher antreten.

Ein Traum ist wahr geworden. "Jetzt hab ich es endlich geschafft", erklärte der neue Kronprinz nach seinem Vogelschuss. Bereits 2014 hatte er als einer von drei Schützen auf den Königsvogel angelegt. In diesem Jahr war er der einzige Bewerber. Nach seinem Erfolg war die Freude des Kronprinzenpaares bei der Ehrung durch BSV-Präsident Günter Piel groß. Klar, dass sich auch der Jägerzug "Mer mache möt" mit dem Paar freut. Am Abend geleitete das Regiment den Kronprinzen heim.

Seine Schützenlaufbahn begann vor mehr als 50 Jahren beim BSV Allrath. Durch den Fußball entstanden Kontakte in die Gartenstadt Wevelinghoven, Staniek wurde Mitglied im Zug "Mer mache möt". Acht Mal war er bislang bereits Zugkönig.

Die Residenz des künftigen Königspaares wird am Heyerwinkel errichtet. Petra und Georg Staniek lernten sich bei Ihrem gemeinsamen Arbeitgeber Intersnack in Wevelinghoven kennen. 1984 heirateten sie. Der gelernte Starkstrom-Elektriker arbeitet heute als Betriebsratsvorsitzender, die Kronprinzessin ist als Personalsachbearbeiterin tätig. In Ihrer Freizeit reisen die beiden gern und drücken Borussia Mönchengladbach die Daumen.

Auch ein weiterer König wurde auf dem Gelände der "Erftruhe" ermittelt: König der jungen Schützen wurde in einem spannenden Schießen Florian Braunegger (24), der dem Jägerzug "Erftjäger" angehört. Der 105. Schuss brachte ihm die Regentschaft. Beim Pfänderschießen waren erfolgreich: Marius Kamps (Kopf), Manuel Sousa (Linker Flügel), Alexander Kring (Rechter Flügel) und Sven Fücker ( Schweif).

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (cso) vom 22.06.2015 / Foto (L.Berns)

16.06.2015 I Erft-Kurier I Stadtparkfest: Illuminierter Ort zum fröhlichen Klönen

Im vergangenen Jahr fegte Jahrhundertsturm „Ela“ über die Stadt, das Stadtparkfest musste bedingt durch die verheerenden Schäden abgesagt werden. Doch in diesem Jahr konnte das Traditionsfest wieder stattfinden.

Es mussten noch einige Aufräumarbeiten erfolgen, denn viele Bäume an der Stadtparkinsel in Wevelinghoven waren dem Sturm zum Opfer gefallen. Aber dann bot der Bereich vor der Stadtparkinsel am vergangenen Samstag wieder den besonderen Rahmen für das Stadtparkfest des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven.

Farbenprächtige Illuminationen tauchten die Bäume an der Stadtparkinsel am Samstagabend in buntes Licht und sorgten für eine zauberhafte Märchenwald-Atmosphäre. Schon früh machten sich die ersten Besucher auf den Weg und schritten den Waldweg entlang, der sie zu den Stehtischen und der Tanzfläche führte. Dort legte DJ Norbert bereits die ersten Scheiben auf.\n\n Doch die Wirkung des Lichts setzte erst nach dem Sonnenuntergang so richtig ein. „Wunderschön“, so der einhellige Kommentar der zahlreichen Besucher des Festes.

Das Stadtparkfest der Wevelinghovener Schützen wurde in diesem Jahr wieder von einem Canadier-Rennen auf der Erft eingeleitet: Bereits nachmittags trafen sich die „Wassersportler“ um sich ein spannendes Rennen zu liefern. \n\n Sechs Paddler und ein Steuermann bildeten jeweils ein Team. „Das war eine großartige Veranstaltung. Es kamen schon hier viele Zuschauer, um das Rennen mitzuerleben“, sagte Schützen-Präsident Günter Piel. Und weiter: „Die Organisation hat gut geklappt, alle Helfer waren mit Sportsgeist bei der Sache. Im kommenden Jahr werden wir das Rennen wiederholen.“

Die Siegerehrung, bei der der Jägerzug „Erft-Jäger“ vor dem Grenadierzug „Fracksausen“ und dem Jägerzug „Immer Durst“ als Bester ausgezeichnet wurde, konnte bei guter Musik ausgelassen gefeiert werden. Aber die viele Besucher nutzen auch die Gelegenheit zum gemütlichen Klönen, so Vizepräsident Marcus Odenthal – der sich schon auf das Fest im kommenden Jahr freut – denn „die Atmosphäre hier ist wirklich ganz besonders“.

Quelle: Kurier-Verlag (ERFT-KURIER / Gerhard Müller) vom 16.06.2015 / Foto: BSV

11.06.2015 I ngz I Vereine treten zu einem Bootsrennen auf der Erft an

Wevelinghovener Schützen veranstalten Stadtparkfest - dieses beginnt am Samstag mit einem Canadier-Rennen.

Die Wevelinghovener Bürgerschützen werden einen Teil ihrer Stadtparkinsel am Samstag, 13. Juni, wieder in einen Märchenwald verwandeln. Die Wege werden sanft erhellt und zahlreiche Bäume mit bunten Lampen geschmückt und in wechselnden Farben illuminiert. Damit soll die richtige Atmosphäre für die neueste Auflage des Stadtparkfestes an der Erftbrücke geschaffen werden.

Im vergangenen Jahr musste die Traditionsveranstaltung abgesagt werden, nachdem der Orkan "Ela" im Park gewütet hatte. "Zwar sind noch nicht alle Aufräumarbeiten abgeschlossen, aber unserem Fest steht diesmal nichts im Wege", sagt Vizepräsident Marcus Odenthal. Schon seit einigen Tagen ist das Vorstandsteam um Schützen-Chef Günter Piel damit beschäftigt, den Stadtpark für die Veranstaltung vorzubereiten; dabei stehen ihm etliche Helfer aus dem Verein zur Seite.

Das Fest startet am Nachmittag mit einem Canadier-Rennen auf der Erft. Ab 15 Uhr treten mehrere Schützenzüge und Vereine aus Wevelinghoven bei einem Wettrennen gegeneinander an. Dabei paddeln sechs Männer und Frauen mit einem Steuermann eine festgelegte Strecke ab und müssen zusätzlich noch eine Aufgabe während des Wendemanövers bewältigen. "Zuschauer können das komplette Rennen an den Seitenwegen sowie auf der Erftbrücke am Hemmerdener Weg verfolgen", erklärt BSV-Sprecher Nikolai Dohlen.

Die Sieger werden anschließend im Rahmen des Stadtparkfestes gekürt. Für gute Stimmung ist gesorgt: "Geboten wird extrem abwechslungsreiche Musik vom Skihallen-DJ Norbert", erklärt Marcus Odenthal, der selbst seit Jahren ein aktiver Musiker ist. Die Schützen erwarten am Abend etwa 400 Gäste, die mit kühlen Getränken und Gegrilltem beköstigt werden.

Eintrittskarten für das Fest im illuminierten Stadtpark sind noch in den Vorverkaufsstellen Kiosk Burbach, Tank Schäfer und Haushaltswaren Bolz erhältlich.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (ngz) vom 01.06.2016 / Foto: BSV

06.05.2015 I Erft-Kurier I Großer Zapfenstreich für den scheidenden Oberst Moll

Der Sommer naht und mit ihm die Zeit der Schützenfeste. In Wevelinghoven sind bereits fast alle Vorbereitungen für das Fest der Feste im August abgeschlossen. Wenn die Aktiven am 1. Mai mit der ersten Generalversammlung in die Saison starten, geht es fortan Schlag auf Schlag weiter.

Wichtiger Tagesordnungspunkt war die Wahl eines neuen Regimentsoberst des 900-Mann starken Regimentes, nachdem Manfred Moll (66) sich nicht mehr zur Wahl stellte. Aus gesundheitlichen Gründen hatte er zum Schützenfest 2014 erklärt, nicht mehr kandidieren zu wollen. Für seine langjährige Tätigkeit in Vorstand und Regimenstführung sowie nach 18 Jahren als Regimentsoberst wählten ihn seine Schützen zum Ehrenmitglied des Vereins, mit dem Titel Ehrenoberst.

Peter Schrörs (53) wurde zum neuen Oberst gewählt und bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen – mit einer launigen Rede – in der er die Schützen wissen ließ, dass er nur durch Hilfe des legendären Generaloberst Friedrich Karl Kottmann das Licht der Welt erblickte, in dessen Fußstapfen er nun auch treten wird ...

Alle weiteren turnusgemäßen Neuwahlen verliefen ohne Überraschungen. Zum Präsidenten wählten die anwesenden Schützen erneut Günter Piel und auch Nikolai Dohlen wurde als Schriftführer bestätigt. Neu in das Amt als stellvertretender Schatzmeister wurde Heinz-Josef Wolf gewählt. Für den Fackelbau zeichnet sich auch künftig Hans-Peter Bienefeld verantwortlich. Die neuen Beisitzer sind Jens Ahrweiler, Rolf Gehlen und Patrick Jansen, wiedergewählt wurden Michael Berning, Dominik Brandt, Ralf Dworak, Michael Klasen und Herbert Schumacher. Auch der Ehrenrat wurde mit Ehrenoberst Rudolf Gehlen, Peter Füßer und Heinz Kames im Amt bestätigt.

Am 21. Juni ermitteln die Schützen ihren neuen Regenten beim Königsvogelschuss, doch für das kommende Schützenfest stehen erst einmal Dieter und Iris Schumacher als schmuckes Königspaar im Vordergrund.

Im Anschluss an die Versammlung traten die Schützen zum „Großen Zapfenstreich“ zu Ehren ihres langjährigen Regimentsoberst Manfred Moll an. Um 21.15 Uhr bot das ehemalige Rathaus der Gartenstadt Wevelinghoven eine ganz besondere Kulisse. Bei Fackelschein intonierten das Tambour-Corps Wevelinghoven unter Leitung von Uli Huth und die Musikkapelle Mönchengladbach den Zapfenstreich als Dank für seine langjährige Tätigkeit. Manfred Moll und seine Anita waren sichtlich gerührt.

Am 13. Juni laden die Bürger-Schützen zum Feiern ein. Dann werden sie die Wevelinghovener Stadtparkinsel illuminieren und wieder zum traditionellen Stadtparkfest bitten.

Quelle: Kurier-Verlag (ERFT-KURIER / Gerhard Müller) vom 06.05.2015 / Foto: BSV

29.04.2015 I ngz I Bürgerschützen verabschieden ihren Oberst

Am Freitagabend: Großer Zapfenstreich für Manfred Moll auf der Poststraße in Wevelinghoven.

Die Wevelinghovener Bürgerschützen verabschieden ihren langjährigen Oberst: Mit dem Großen Zapfenstreich wird Manfred Moll am Freitagabend in den Ruhestand geleitet. Seit 1997 führte er das Regiment an. Die Nachfolge soll sein bisheriger Adjutant Peter Schroers antreten.

Die Schützen werden gegen 21.15 Uhr mit Fackeln auf der Poststraße aufziehen, die von 21 bis 22 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt wird. Nach der Zeremonie geht es ins Festzelt auf dem Marktplatz. Dort soll die Verabschiedung des Regimentschefs fortgesetzt werden.

"Dieses Schützenfest war für mich das letzte als Oberst", hatte Moll im August vergangenen Jahres erklärt. Aus privaten Gründen möchte der 67-Jährige künftig etwas kürzertreten, deshalb stellt er sich bei der Generalversammlung am Freitag auch nicht mehr zur Wahl.

Beim Bürgerschützenverein Wevelinghoven ist der Installateur, der 1990/91 mit seiner Frau Anita das Schützenkönigspaar stellte, eine echte Institution. Im Tambourkorps hatte Moll alle Ämter inne, seit 2002 ist er Ehrentambourmajor. Er führte zudem neun Jahre als Major das Grenadierkorps an, bevor er 1997 zum Oberst gewählt wurde.

Vor dem Zapfenstreich treffen sich die Schützen unter Leitung von Präsident Günter Piel um 18 Uhr zur Generalversammlung im Festzelt auf dem Marktplatz. Auf der Tagesordnung steht die Neuwahl des gesamten Vorstandes. Darüber hinaus wird eine Vorschau auf den Ablauf des großen Bürgerschützenfestes im August gegeben.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (wilp) vom 29.04.2015 / Foto: (LBER)

Presseberichte 2014

28.08.2014 I ngz I Kirmes-Spaß lockt in die Gartenstadt

Feierliche Krönung beendet das Fest in der Gartenstadt.

Was aus einem Achtsmonatskind, das bei seiner Geburt gerade mal zwei Kilogramm wog, alles werden kann: zum Beispiel ein Schützenkönig. Günter Piel, Präsident des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven, ließ die Entwicklung von der Frühgeburt bis zur Majestät Revue passieren. Dieter Schumacher wurde als neuer König gemeinsam mit seiner Ehefrau und Königin Iris begeistert gefeiert. Nur zwei Mal während der Laudatio des Präsidenten gab es Buh-Rufe, die aber nicht wirklich ernst gemeint waren: Der neue Wevelinghovener König lebt seit ein paar Jahren in Grevebroich-Mitte. Und er ist ein Fan und Mitglied vom FC Bayern München, hat die Mitgliedsnummer 4170.

Bevor das neue Königspaar gekrönt wurde, musste das alte die Insignien seiner Macht abgeben. Vizepräsident Marcus Odenthal erinnerte noch einmal an die unangenehme Situation im vergangenen Jahr, als es so aussah, als würde es keinen neuen König geben. "In letzter Minute hatte sich Jürgen Meuter entschieden, den Vogel abzuschießen", sagte Odenthal. Dafür gab es einen Riesenbeifall. DAs Königspaar Jürgen und Birgit Meuter hätte die Gartenstadt " ernst, zuverlässig und leidenschaftlich" vertreten. Applaus gab es auch für Manfred Moll. Der Oberst hatte angekündigt, in 2015 nach dann 18 Jahren von seinem Amt zurückzutreten.

"In seinem Herzen wird er immer Wevelinghovener bleiben", ist sich Günter Piel in Bezug auf den neuen König sicher. Er verriet, dass der selbstständige Versicherungskaufmann der gemeinsam mit seiner Frau eine Agentur führt, ein erfolgreicher Kegler gewesen ist, der es bis zum Westdeutschen Meister gebracht hat. "Was ihn auszeichnet, ist Bodenständigkeit und soziales Engagement", lobte der Präsident. Dieter Schumacher, Jahrgang 1963, der dem Schützen-Verein seit 42 Jahren angehört und seine Königin (49) kamen sympatisch rüber. \n\nDas Wevelinghovener Königspaar, das gerne Städtereisen unternimmt - bevorzugt dorthin, wo Bayern München gerade ein Spiel hat - wurde nicht nur von Bürgermeisterin Ursula Kwasny beglückwünscht: Edelknabenkönig Dean Brandofsky (7) mußte ziemlich lange warten, bis er ihm Rahmen der Königszeremonie an der Reihe war und das Königsgedicht aufsagte.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Rudolf Barnholt) vom 28.08.2014 / Foto: BSV

27.08.2014 I ngz I Oberst Manfred Moll geht in den Ruhestand

Beim Heimatfest des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven gab es für Manfred Moll einen emotionalen Abschied. Er gibt das Regiment ab.

Einen Moment lang muss Manfred Moll schlucken. Bei der Verabschiedung des Regiments heißt es an diesem Abend auch für den Oberst des Bürger-Schützen-Vereins (BSV) Wevelinghoven "Auf Wiedersehen" zu sagen. Nach dem Heimatlied verkündet er seine Entscheidung, sie ist ihm nicht leicht gefallen. Aus privaten Gründen aber möchte der 66-jährige etwas kürzer treten. "Deshalb werde ich mich nicht mehr zur Kanidatur stellen. Dieses Schützenfest war für mich das letzte als Oberst", sagt er. Im Anschluss muss Moll die Hände vieler Schützen schütteln, die sich bei ihm für sein Engagement bedanken. Es wird geherzt und umarmt. "Und am Ende ist auch das ein oder andere Tränchen geflossen", sagt Manfred Moll gestern.

Es ist der Tag danach. Beim BSV Wevelinghoven ist der Installateur, der 1990/91 mit seiner Frau Anita das Schützenkönigspaar stellte, eine echte Institution. Über sich selbst sagt er "Ech bönn ene Kirmesdoll", und das können sie beim BSV nur bestätigen. Bereits im Alter von elf Jahren kam Manfred Moll mit dem Schützenwesen in Kontakt - seither hat ihn die Begeisterung für das Sommerbrauchtum gepackt. Seine Schützenlaufbahn begann in den Reihen des Tambourcorps Wevelinghoven, auch in Neuenhausen schnupperte er später Schützenluft. Doch seine Heimat war stets die große Schützenfamilie in der Gartenstadt. "Auch wenn ich das Regiment im kommenden Jahr übergebe, bleibe ich dem Verein treu", sagt er. "Und natürlich stehe ich mit Rat und Tat zur Seite, wenn ich gebraucht werde".

Auf seine Erfahrung können sie im BSV ohnehin bauen. Im Tambourcorps hatte Manfred Moll im Laufe der Jahre alle Ämter inne. Er war Schriftführer, Kassierer, Vorsitzender, und Vierteljahrhundert lang Tambourmajor. Seit 2002 ist er Ehrentambourmajor des Tambourcorps. Unter seiner Leitung wurde 1981 auch die NRW- Landesmeisterschaft der Tambourcorps erspielt.\n\n Darüber hinaus begann Manfred Moll 1974 im Grenadiercorps als Schrfitführer und führte es neun Jahre lang als Major an. 1997 wurde er zum Oberst gewählt, nach 18 Jahren wird 2015 Schluss sein. "Nach einer so langen Zeit und so vielen tollen Erlebnissen blicke ich natürlich mit Wehmut zurück. Es gab einfach sehr viele schöne Ereignisse, die ich nicht missen möchte".

Bei einem Wort muss Manfred Moll auch heute noch schmunzeln: Rohrbruch. Mit diesem Wort weisen ihn die Schützen als herzlich gemeinte Frotzelei darauf hin, pünktlich zu sein. Bei einem Schützenfest hatte Moll seinerseits nämlich verschlafen - weil er nachts offenbar den Wecker ausgestellt hatte. Geweckt wurde er von der Musik, die von draußen zu ihm hereindrang. "Da war mir klar: meine Schützenfreunde warten schon vor dem Rathaus", sagt er. Also machte er sich in Rekordzeit fertig und düste los. Da er es nicht mehr ganz pünktlich schaffte, sagte der Installateur zur Entschuldigung zunächst: "Ein Kunde hatte einen Rohrbruch". Später klärte er über sein Missgeschick auf. "Ich bin aber nur ein einziges Mal zu spät gekommen", betont er.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (Andreas Buchbauer) vom 27.08.2014 / Foto: BSV

25.08.2014 I ngz I Parade mit 1300 Schützen und Musikern

Beim Schützenfest in Wevelinghoven konnte sich das Königspaar Jürgen und Birgit Meuter an dem beeindruckenden Bild beim Festzug mit Parade kaum sattsehen. Zuvor gab's einen Orden für Präsident Günter Piel - von der Königin.

Jürgen Meuter nutzt den Moment, um kurz innezuhalten. Es ist gestern Mittag, kurz bevor sich das Regiment an die Aufstellung zum Festumzug durch die Gartenstadt macht. Der Schützenkönig des Bürger-Schützen-Vereins (BSV) Wevelinghoven hockt im Festzelt und lässt seinen Blick durch den Raum schweifen. Gerade ist dort der Frühschoppen zu Ende gegangen ist, und Meuter sagt: "Es ist schade, dass jetzt schon anderthalb Tage Schützenfest vorbei sind." Dann steht er auf und betont: "Umso mehr Grund, den Festumzug mit Parade - und damit den großen Höhepunkt neben dem Fackelzug - richtig zu genießen."

Keine zwei Stunden später machen sich die Schützen zu Ehren ihres Königspaars auf den Weg durch den Ort. Es ist ein festliches, bemerkenswertes Bild, das sich den Zuschauern bietet: 1300 Mann ziehen - inklusive Musik - durch die festlich geschmückten Straßen. Das Schützenkönigspaar Jürgen und Birgit Meuter ist begeistert und genießt den Blick auf das stolze Regiment. Bereits beim Fackelzug hatte der Schützenkönig betont, wie sehr ihm der Anblick gefallen hat. "Ein beeindruckendes Bild, das einen berührt", sagt er. Dieses Gefühl beschleicht ihn nun erneut. "Wir können jedem nur empfehlen, einmal im Leben hier Schützenkönig zu werden. Wir würden das mit Sicherheit gerne noch einmal machen."

Für eine Neuerung hat das Schützenkönigspaar da längst gesorgt: Beim Einschießen am Samstag überreichte Schützenkönigin Birgit Meuter dem Präsidenten Günter Piel einen Orden - als Dank und stellvertretend für den gesamten Vorstand für dessen Unterstützung während der Regentschaft. "Diese Geste der Königin ist ein Novum", sagt BSV-Sprecher Nikolai Dohlen. Und sie sorgte für einen besonderen Moment: Jürgen und Birgit Meuter sind gerührt, weil sie auf diese Weise Dank sagen können, und der Schützenvorstand ist gerührt ob dieses Zeichens der Dankbarkeit. "Bei dem ein oder anderen war sogar eine Träne zu sehen", sagt Dohlen.

 

Diese Geste ist auch gestern beim Frühschoppen noch ein Gesprächsthema. Im Mittelpunkt steht dabei dann aber einer der jüngsten Schützen: Dean Brandofsky wird zum Edelknabenkönig gekrönt. Der Siebenjährige stammt aus einer brauchtumsbegeisterten Familie, sein Großvater Karl-Heinz Brandofsky war 1996/1997 Schützenkönig der Wevelinghovener Bürgerschützen. Gut möglich, dass der junge Edelknabenkönig eines Tages in diese Fußstapfen treten möchte. Er würde damit eine Familientradition fortsetzen.

Jürgen und Birgit Meuter würden es ihm ans Herz legen. "Die Zeit als Schützenkönig ist etwas, das man nie vergisst", sagt Meuter. Für den Mann vom Jägerzug "Erftspatzen" und seine Gattin ist gestern aber auch fernab des hohen Amtes ein besonderer Tag - ihr Hochzeitstag. Und der lässt sich mit Parade und dem "Ball der Könige", der am Abend mit der kölschen Band "Cat Ballou" ins Festzelt lockt, natürlich ganz herausragend genießen.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung vom 25.08.2014 / Foto (Lothar Berns)

25.08.2014 I ngz I Fackelzug begeistert die Zuschauer in Wevelinghoven

Beim Fackelzug am Samstagabend war in Wevelinghoven vor allem eines angesagt: Staunen. Dicht gedrängt standen sie Zuschauer am Straßenrand, um das Schauspiel zu verfolgen. "Was ist das ein großer Zug", staunten viele Gäste, die neben der Zuglänge die bunten Großfackeln und im Hintergrund die Kulisse des illuminierten Riesenrades bewunderten.

Vorne weg im Fackelzug des Bürger-Schützen-Vereins (BSV) Wevelinghoven marschierte das Sappeurcorps. Die Scheibenschützen zogen eine Fackel, die "Kosten und Untragsflut" anprangerte. Er unpolitisch hatte der Scheibenschützenzug "Op Zack" den "Eurovision Song Contest" und Conchita Wurst zum Theme gemacht.

Warm ums Herz wurde vielen beim Anblick der Fackel der "Wivekover Boschte": Sie erinnerten an den verstorbenen Franz-Josef Bernrath - mit "Opa Jöleins Gedächtnisfackel". Bei der Fackel - prämierung belegten sie Rang drei. \n\n Ganz vorne landete der Jägerzug "Immer Durst". Er griff mit den Worten "Vom Winde verweht" den Pfingststurm Ela mit seiner Großfackel, die von zwei Radfahrern gezogen wurde, auf. Der Fackel vorweg schlugen zwei Mädchen das Rad und erhielten Beifall der Besucher. Das berühmte Filmmotto diente dabei als Anspielung auf das Stadtparkfest im Ort, das wegen der Sturmschäden abgesagt werden mußte.

"Aahs und Oohs" gabs während des Fackelzugs auch, als sich die Lanze des Reiters einer Großfackel in den Fähnchen über der Unterstraße verfing. Die Männer, die hinter und neben den Fackeln schieben und schauen mußten, dass alles passt, hatten alle Hände voll zu tun. Er lässig schob der Jägerzug "Vogelfrei" zum Jubiläum in grünen Polos die "25" durch die Gartenstadt. Alexander Haun (11) der mit seinen Eltern am Straßenrand stand, gefiel die Fackel mit "Goofy im Rennauto" am besten. An das Glücksgefühl nach der Weltmeisterschaft erinnerten die "Wivekover Jonge" mit ihrer WM-Fackel, der Disney-Hund stand dabei Pate. Das kam an: die Fackel "Wir sind Weltmeister" landete auf Rang zwei.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (Ursula Wolf-Reisdorf) vom 25.08.2014

21.08.2014 I ngz I Jürgen und Birgit Meuter regieren die Wevelinghovener Schützen

Wenn am Samstag um 12 Uhr das Fest eingeböllert wird, beginnt ihre große Stunde: Jürgen und Birgit Meuter stehen als Königspaar im Mittelpunkt von vier ereignisreichen Tagen. Sie repräsentieren den Bürgerschützenverein im 90. Jahr seines Bestehens.

Eindruck hinterlassen und für große Erleichterung bei den Schützen gesorgt hat Jürgen Meuter bereits 2013 auf dem Schießstand. Erst lange nach dem dritten und letzten Aufruf des Präsidenten Günter Piel entschied sich der damals 59-Jährige, auf den Königsvogel zu schießen. Die Schießmeister hatten das Gewehr bereits abtransportiert.

Dabei hatte der in Kapellen wohnende Schützenkönig schon lange vor, einmal das Regentenamt in Wevelinghoven zu übernehmen. Königin Birgit war anfangs skeptisch. Doch spätestens nach der Anprobe der ersten Festkleider, dem Gedanken, mit der Kutsche durch die Gartenstadt fahren zu können und die Front des Regiments abgehen zu dürfen, war sie überzeugt - und nun mit jeder Menge Herzblut dabei. Kennen und lieben gelernt hat sich das Königspaar in Wevelinghoven. Gefunkt hatte es im damals stadtweit bekannten "Chic" an der Unterstraße. Das Ja-Wort gaben sich die amtierenden Majestäten an einem Kirmesmontag zum Wevelinghovener Schützenfest. Am Kirmessonntag in diesem Jahr feiern sie ihren 24. Hochzeitstag.

Für das kommende Schützenfest haben sich Jürgen und Birgit Meuter vorgenommen, eigentlich genau so zu feiern wie in den Jahren, in denen sie nicht als Königspaar regiert haben. Sie möchten sich unter die Leute mischen und ein Paar zum Anfassen sein. Ein Schützenkönig für alle zu sein, das ist das Ziel von Jürgen Meuter.

Bei den Schützenfesten der befreundeten Vereine haben die Meuters nach Meinung des BSV-Vorstandes "stets einen unvergesslichen und ehrenvollen Eindruck hinterlassen", lobt Vereins-Schriftführer Nikolai Dohlen. Die sympathischen Regenten seien immer gern gesehene Gäste gewesen.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung vom 21.08.2014 / Foto BSV

18.08.2014 I ngz I Wevelinghovener Schützen stimmen sich aufs Fest ein

Oberst Manfred Moll verleiht seinen Orden an Hans Arnold (83)

Mit dem Oberstehrenabend eröffnen die Wevelinghovener Schützen jetzt die "heiße Phase" vor ihrem großen Fest, das am kommenden Wochenende gefeiert wird. Höhepunkt der Veranstaltung: Regimentsoberst Manfred Moll verlieh seinen persönlichen Oberstorden.

Zuvor ehrte Günter Piel, der Präsident des rund 900 Mitglieder starken Vereins, knapp 30 Jubilare. Allen voran Rudi Dicken, Fritz Frey und Christian Ohligs, die seit 60 Jahren dem Regiment angehören. "Ich freu mich immer, wenn ich so langjährige Schützen auszeichnen darf", so Piel. Nach der Laudatio auf den Oberst, die von Dr. Eckehard Drees gehalten wurde, stieg die Spannung im Festzelt an. 20 Schützen wurden mit dem Regimentsorden ausgezeichnet, den Oberstorden gab es lediglich für Hans Arnold (83) vom Grenadierzug "Regimentsfahne". Gleichzeitig wurde Arnold vom Hauptmann zum Ehrenhauptmann befördert. Als kleine Überraschung ehrte Oberst Manfred Moll noch den Jägermajor Reiner Schumacher mit einer Oberstehrennadel. "Zwar hat er den Oberstorden schon. Ich muss ihm allerdings nochmal für seine Arbeit danken", betonte Moll, der in diesem Jahr zum 18. Mal das Wevelinghovener Regiment anführt.

Beim anschließenden Tanz stimmten sich die Schützen auf das kommende Fest ein, dem insbesondere das Königspaar Jürgen und Birgit Meuter entgegenfiebert. "Wir sind schon aufgeregt", sagt Meuter, der mit seiner Frau ein "volksnahes Königspaar" sein möchte: "Es wird nur eine kleine Residenz geben, da wir alle Erlöse aus Geschenken an die Fackelbauer gespendet haben", betont der Schützenregent. Am Samstagnachmittag öffnet der Kirmesplatz. Neben den üblichen Buden lockt diesmal wieder ein Riesenrad. "Dann können sich die Besucher einmal von oben überzeugen, warum Wevelinghoven Gartenstadt genannt wird", sagt BSV-Schriftführer Nikolai Dohlen.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (ngz) vom 18.08.2014 / Foto: BSV

30.06.2014 I ngz I Schumacher siegt beim Vogelschuss

Wevelinghovener Schützen veranstalten Stadtparkfest - dieses beginnt am Samstag mit einem Canadier-Rennen.

Dieter Schumacher hat sich gestern beim Vogelschuss die Schützenkönigswürde des Bürger- Schützen-Verein (BSV) Wevelinghoven gesichert. Der 51-jährige, der dem Jägerzug "Volltreffer" angehört, holte den Vogel mit dem 31. Schuss von der Stange und setzte sich damit gegen seine Mitbewerber Hans-Georg Staniek (58) und Hartmut Becker (56) durch.

Dieter Schumacher wird zum Abschluss des Schützenfestes in Wevelinghoven am Dienstag, 26. August, gekrönt, und tritt dann die Nachfolge des amtierenden Schützenkönigs Jürgen Meuter an. Die Wevelinghovener Bürger-Schützen feiern ihr Heimtfest vom 23. bis 26. August. Als Schützenkönigin wird Dieter Schumacher Ehefrau Iris (49) zur Seite stehen. Dieter und Iris Schumacher sind seit 1995 verheiratet, stammen aus einer schützenbegeisterten Familie und sind in der Gartenstadt auch als selbstständige Kaufleute bekannt. Mit der Königswürde 2014/15 erfüllen sie sich einen langgehegten Traum.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (ngz) vom 30.06.2014 / Foto: BSV

11.06.2014 I ngz I Wevelinghovener Schützen sagen Stadtparkfest ab

Günter Piel, Präsident des Bürgerschützenvereins (BSV) Wevelinghoven, sah sich gestern - am Tag nach dem Orkan - im Wevelinghovener Stadtpark um. Und für ihn ist klar: "Hier kann nicht gefeiert werden. Das ist zu gefährlich."

Gestern Abend sagte der BSV sein Stadtparkfest am kommenden Samstag - mit farbenprächtiger Illuminaton und einem Canadier-Rennen - ab. Die Schäden sind zu groß. "Es sieht katastrophal aus - als wenn jemand mit einer riesigen Faust in den Stadtpark gehauen hätte", schildert der BSV-Präsident. "Viele Bäume sind entwurzelt, liegen quer übereinander. Von den Baumkronen drohen weitere Äste herabzustürzen. Und die Brücke, die den Einganz zum Park bildet, ist unpassierbar, mit Ästen blockiert."

Am Montag Abend hatte Piel noch gedacht: "Hoffentlich können wir feiern. Sehen wir morgen mal nach, wie groß die Schäden ist." Das Tageslicht gestern brachte Klarheit: Es geht nicht.

"Mitarbeiter des Grünflächenamtes haben erklärt, dass die Schäden nicht in wenigen Tagen behoben werden können, der Park muss gesperrt werden. Und wir hätten am Donnerstag mit dem Aufbau beginnen müssen", erklärt Piel und meint: "Schade. Das Stadtparkfest ist ein wichtiges Ergebnis in Wevelinghoven - und es ist auch fester Bestandteil unserer Finanzierung. Aber die Sicherheit geht vor."

Seit rund einem halben Jahr hatte der BSV das Fest, zu dem in den vergangenen Jahren rund 400 Menschen kamen, vorbereitet. Die Illuminationen sollten den Stadtpark in einen Märchenwald verwandeln. Die Wege sollten effektvoll erhellt, Bäume mit bunten Lampen geschmückt werden. Als besondere Aktion war ein Canadier-Rennen auf der Erft geplant. Schützenzüge und Vereine sollten zum Wettbewerb der Sechser-Teams mit Steuermann antreten.

Gefeiert werden soll aber doch - später. "Wir denken an einen Termin im September", sagt Günter Piel. "Eine Verlegung des Festes um wenige Tage komme dagegen nicht in Frage, "da wir Rücksicht auf Veranstaltungen anderer Vereine nehmen". Die bereits verkauften Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit und können für den späteren Termin verwendet werden.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (wilp) vom 11.06.2014 / Foto: BSV

03.05.2014 I ngz I Drei Kandidaten für Königsschuss

Bürgerschützenverein Wevelinghoven bereitet sich auf die Saison vor

Die wichtigste Frage klärte der Bürgerschützenverein (BSV) gleich zu Beginn seiner Generalversammlung: Im Festzelt auf dem Marktplatz erscholl aus gut 120 Kehlen wieder der Ruf "Zoch Zoch", mit dem defintiv klargestellt ist, dass auch diesmal wieder Schützenfest gefeiert wird. Vom 23. bis 26. August herrscht in Wevelinghoven der Ausnahmezustand, wobei die Bürgerschützen sich anschicken einmal mehr das größte Regiment im Stadtgebiet zu stellen, wie Schriftführer Nikolai Dohlen sagt.\n\n Bei dem traditionellen Saisonauftakt am Maifeiertag konnte Präsident Günter Piel auch den amtierenden Schützenkönig Jürgen Meuter willkommen heißen. Dass er beim Schützenfest einen Nachfolger finden wird, kann schon jetzt als sicher gelten: "Nach mehreren Dürrejahren haben wir diesmal drei Kandidaten für den Vogelschuss", so Nikolai Dohlen. Die Vorbereitungen für das Schützenfest sind weitgehend unter Dach und Fach, informierte er die Schützen. Erstmals mit von der Partie wird der neue Scheibenschützenzug "Lot jonn" sein.\n\nLaut dem Fackelbaubeauftragten Hans-Peter Bienefeld haben die Züge des Regiments für den samstäglichen Fackelzug aktuell sieben Großfackeln gemeldet. Zwei weitere stehen derzeit noch in Aussicht. Was den Festzug am Schützenfest-Sonntag angeht, wird es eine organisatorische Änderung geben. Die Schützen verzichten erstmals auf den "Gegenzug" am Wehr. Das geschieht

übrigens zum Schutz von Mensch und Tier. Bei den bisherigen Wendemanöver begegneten nämlich nicht allein die Schützendem ihnen entgegenkommenden Teil des Regiments. Insbesondere die im Zug vertretenen Pferde sollen aus Sicherheitsgründen nicht länger mit wehenden Fahnen und marschierenden Musikern konfrontiert werden, was die Gefahr unkontrollierter Reaktionen vermindern soll. Auch Personalien standen zur Diskussion: Peter Füßer vom Jägerkorps komplettiert ab sofort den BSV-Ehrenrat. Günter Piel würdigte die Verdienste der Beisitzer Manfred Driesen und Paul Schnabel, die ihre Ämter aus persönlichen Gründen zur Verfügung stellten: Driesen gehörte dem Vorstand 22 Jahre an und Schnabel war acht Jahre lang Mitglied der BSV-Führung. Am 14. Juni steht das Stadtparkfest ins Haus, das diesmal vor der Insel gefeiert wird. Um 15 Uhr beginnt auf der Erft ein Kanadier-Rennen. Die Steuermänner werden gestellt, ansonsten sind die Boote mit je sechs Ruderern ausgestattet. Wer mitmachen möchte, kann sich noch beim BSV-Vizepräsidenten Marcus Odenthal melden.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (Sebastian Meurer) vom 03.05.2014

Presseberichte 2013

22.08.2013 I ngz I Jürgen Meuter regiert jetzt die Wevelinghovener Schützen

Bei der finalen Runde des Schützenfestes in Wevelinghoven wurde es am Dienstagabend im Festzelt noch einmal richtig emontional: Denn das amtierende Königspaar Michael und Andrea Klasen wurden verabschiedet und das Kronprinzenpaar Jürgen und Birgit Meuter als deren Nachfolger für das Schützenfest 2013/2014 gekrönt.

Eine große Abschiedsrede hatte König Michael bereits am Montag gehalten und seine Amtszeit beim Song "An Tagen wie diesen" von den Toten Hosen beendet. Währenddessen ging ein Traum von Jürgen Meuter und seiner Ehefrau Birgit in Erfüllung: Schützenpräsident Günter Piel übergab nach dem Ritterschlag am Dienstagabend pünktlich gegen 21 Uhr das Zepter, die Königskette, das Diadem und den Traditions-Orden des BSV an das neue Paar, nachdem es auf dem Hof der Familie Kottmann an der Oberstraße feierlich abgeholt wurde.

Der Verwaltungsangestellte Jürgen Meuter erwischte am 14. Juli beim Königsvogelschuss schon nach dem 13. Versuch den Vogel. Außerdem feiert er in diesem Jahr seine 40-jährige Mitgliedschaft im BSV-Wevelinghoven. "Wir hätten uns niemals erträumen lassen, Königspaar in der Gartenstadt zu werden", sagte Jürgen Meuter, der mir seiner Frau im Nachbarort Gilverath wohnt. Er war mindestens genauso gerührt vom Applaus des begeisterten Publikums im Festzelt wie seine Gattin, die als Postzustellerin in Neuss arbeitet.

Standesgemäß wurde das neue Königspaar genauso begrüßt, wie die Klasens wenige Minuten zuvor verabschiedet wurden: mit einem dreifachen Hoch und Jubel unter den 900 Schützen. Auch der traditionelle Trinkspruch, bei dem auf Sekt in einem silbernen Pokal angestoßen wurde, gehörte zu dem Festakt, der den Abschluss des Schützenfestes im Ortsteil mit den größten Regiment markierte.

BSV-Präsident Günter Piel blickte währenddessen gemeinsam mit den Gästen auf ein abwechslungsreiches Jahr zurück, das für die Wevelinghovener auch die ein oder andere Überraschung bot: "Wir mussten in diesem Jahr erstmals etwa einen Bauantrag für unser Festzelt stellen, obwohl es seit über 50 Jahren in der gleichen Größe am gleichen Ort steht", sagte er.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung vom 22.08.2013 / Foto: BSV

19.08.2013 I ngz I Wevelinghoven hat das größte Regiment

Etwa 1300 Schützen und Musiker zogen am Sonntag durch Wevelinghoven – wegen des Regens wurde der Marschweg etwas verkürzt. Das Schützenkönigspaar Michael und Andrea Klasen ließ sich davon aber nicht die Laune verderben.

Während sie im vergangenen Jahr noch über Sauna-Temperaturen stöhnten, schickten die Wevelinghovener Schützen am Sonntag bange Blicke in den Himmel. Denn dunkle Regenwolken drohten am Nachmittag den großen Festzug zu vermiesen. Schützenkönig Michael Klasen vom Jägerzug "Ever Jrön" nahm das jedoch locker hin: "Auch ohne Sonne macht das Feiern Spaß", meinte der Wind und Wetter erprobte Motorradfan gelassen. Dass er und seine Frau Andrea große Freude am königlichen Spiel haben – daran gibt es keinen Zweifel. Beide präsentieren sich als bestens aufgelegte Regenten.

Das größte Regiment in Grevenbroich feiert sein Schützenfest – und viele Besucher strömten bei schönem Wetter am Samstagabend in die Gartenstadt. "Der Fackelzug war sehr gut besucht, später herrschte eine ausgelassene Stimmung im Festzelt", schildert BSV-Sprecher Nikolai Dohlen. Ein guter Griff: Die Band "California Blue" sorgte stundenlang für eine volle Tanzfläche.

Gestern Morgen zogen Schützen und Musiker in die Martinus-Kirche, dort gestalteten Pater Basilius Ullmann und der evangelische Pastor Hans-Hermann Moll gemeinsam den Gottesdienst. Nach der Parade zu Ehren der Geistlichkeit und dem Totengedenken auf dem Friedhof trafen sich die Aktiven zur Morgenfeier im Festzelt.

Dort stand vor allem der kleinste König des 900 Mann starken Regiments im Mittelpunkt des Geschehens: Präsident Günter Piel und Schützenkönig Michael Klasen krönten den zehn Jahre alten Jonas Pietzch zum neuen Regenten der Edelknaben. Der Schüler von der Poststraße marschiert seit sieben Jahren in den Reihen der Jüngsten.

Die Edelknaben erhielten gestern ein besonderes Geschenk – nämlich einen Scheck, den Tim Bernrath und Simon Büttgenbach übergaben. Der Hintergrund: Die jungen Wevelinghovener Schützen hatten im Winter den Jugendförderpreis bei der Charity-Veranstaltung "Schnee-Ball" gewonnen und einen Teil des Geldes in den Bau einer Großfackel investiert. Den restlichen Betrag spendeten sie der Nachwuchsschmiede des Vereins.

Im Rahmen der Morgenfeier, die auch Grevenbroichs König Franz-Josef Esser besuchte, holte Regimentsoberst Manfred Moll eine Beförderung nach: Er erhob Jörg Macht, den Adjutanten des Grenadiermajors, in den Rang eines Hauptmannes. Die "Adjus" Ralf Dworak (Scheibenschützen) und Herbert Schumacher (Jäger) waren bereits im Rahmen des Oberstehrenabends zu diesen Würden gekommen. Apropos Beförderung: Der neue Regimentsspieß Hartmut Batz bestand seine Feuertaufe mit Bravour. "Er hat richtig Spaß an seinem Amt", meint Nikolai Dohlen.

Bürgermeisterin Ursula Kwasny lud am Nachmittag zum Sektempfang ins Jugendstil-Rathaus ein, dazu fanden sich auch Abordnungen der befreundeten Vereine aus Grevenbroich, Kapellen und Langwaden mit ihren Königspaaren ein. Nachdem die Gäste anschließend die Front abgeschritten hatten, machte sich das um 400 Musiker verstärkte Regiment auf den Weg.

Der Wunsch von Königin Andrea Klasen nach "22 Grad und Sonnenschein" erfüllte sich leider nicht. Es regnete, so dass Oberst Moll einen verkürzten Marschweg befahl. Gleich nach der Parade marschierten die Schützen ins trockene Zelt.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (wilp) vom 19.08.2013 / Foto: BSV

19.08.2013 I ngz I Ein buntes Lego-Männchen war die schönste Großfackel

Beim Fackelzug am Samstagabend war in Wevelinghoven vor allem eines angesagt: Staunen. Dicht gedrängt standen sie Zuschauer am Straßenrand, um das Schauspiel zu verfolgen. "Was ist das ein großer Zug", staunten viele Gäste, die neben der Zuglänge die bunten Großfackeln und im Hintergrund die Kulisse des illuminierten Riesenrades bewunderten.

Auf den letzten Metern vor dem Zelt hatten die Frauen des Jägerzuges "Ärm Söck" ihren Männern eine Überraschung zum 20-jährigen Zug-Bestehen bereitet: Ein Feuerwerk erhellte den Wevelinghovener Nachthimmel. Dazu leuchteten extra lange Wunderkerzen - die auch das Königspaar Michael und Andrea Klasen erfreuten.

Das war der krönende Abschluss eines gelungenen Fackelzuges, der am Samstagabend viele Tausend Besucher nach Wevelinghoven lockte. "Es war richtig voll auf den Straßen. Über Zuschauer konnten wir uns nicht beklagen - und das Wetter spielte auch mit", meint BSV-Sprecher Nikolai Dohlen. Neben einem großen, gut gelaunten Regiment präsentierten die Brauchtumsfreunde aus der Gartenstadt insgesamt sieben Großfackeln. Nach dem Urteil der Jury war das Transparent von "Immer Durst" das schönste im ganzen Zug: Zu ihrem 60-jährigen Bestehen hatten die Jäger ein überdimensionales Lego- Männchen gebaut - ihre nunmehr 60. Großfackel. Platz zwei belegte der Grenadierzug "Erftler09", der mit einer riesigen Zigarette das Rauchverbot karikierte: "Ist das Alkoholverbot nur noch eine Frage der Zeit?", fragten die Schützen.

Fast in die gleiche Kerbe schlug der Jägerzug "Vogelfrei", der mit einem ebenso großen wie strengen Mann vom Ordnungsamt das Glasverbot auf die Schippe nahm. "Was kommt als nächstes? Helmpflicht?", stand auf der drittplazierten Fackel zu lesen.\n\n Der vierte Rang ging an acht Jungschützenzüge, die - mit dem Geld vom Jugendförderpreis des "Schnee-Balls" - korpsübergreifend eine eigene Fackel gebaut hatten, auf der sie die Gartenstadt hoch leben ließen: "Paris oder Madrid - Wevelinghoven hält da locker mit."

Die "Schärpe Boschte" setzen einen Stierkampf in Szene, mit dem sie Euro-Krise persiflierten. Und der Kronprinzenzug "Erftspatzen" präsentierte sich als Königsmacher: "Wir zaubern Jürgen (Meuter) aus dem Hut", meinten die Jäger mit einem Blick auf den jüngsten Vogelschuss. Die Korpsfackel der Scheibenschützen bauten die "Erftjunker": Mit ihrem Transparent wehrten sie sich genen die "Trockenlegungspläne" des Erftverbandes.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (wilp) vom 19.08.2013 I Foto: BSV

15.08.2013 I ngz I Michael & Andrea Klasen regieren die Wevelinghovener Schützen

Sieben prächtige Großfackeln werden die Wevelinghovener Schützen am Samstagabend zum Auftakt ihres Festes durch die geschmückten Straßen der Gartenstadt ziehen. Damit bahnt sich der Höhepunkt der Regierungszeit des Königspaares Michael und Andrea Klasen an. Beide stehen im Mittelpunkt von vier ereignisreichen Tagen.

Seine Schützenlaufbahn begann Michael Klasen im Wevelinghovener Fanfarenkorps. Doch es zog ihn hin zu seinen Freunden ins Jägerkorps, wo er den Zügen "Jaschtige Boschte" und "Wievekover Jonge" angehörte. 2003 war er Mitbegründer seines Jägerzuges "Ever Jrön", seit 2006 ist er als Beisitzer im Gesamtvorstand des Bürgerschützenvereins tätig. In diesem Jahr kann Klasen auf eine 40-jährige Mitgliedschaft zurückblicken.

Der Schützenkönig ist nicht nur begeisterter Schütze, sondern auch ein leidenschaftlicher Motorradfahrer, der gerne ausgedehnte Touren mit seiner Frau Andrea unternimmt. Außerdem ist Michael Klasen, wie er selber sagt, ein "semiprofessioneller Dudelsackspieler" – und mit diesem Hobby ist der Schützenregent mittlerweile weit über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus bekannt. Michael und Andrea Klasen wollen das Schützenfest genießen. Ihre große Familie, die Söhne Nils und Thorsten sowie der Königszug tragen dafür Sorge, dass dies auch gelingt.

Die jüngsten Schützen werden in diesem Jahr von Jonas Pietzch regiert. Der 13-Jährige, der nach den Sommerferien die Diedrich-Uhlhorn-Realschule besuchen wird, holte sich in einem spannenden Wettkampf den Regententitel der Edelknaben, die als jüngste Abteilung im 900 Schützen und 400 Musiker umfassenden Regiment mitmarschieren.

Als König der jungen Schützen regiert Daniel Steinert vom Jägerzug "Immer Durst". Der 21 Jahre alte gebürtige Wevelinghovener studiert technische Orthopädie und ist leidenschaftlicher Judoka beim TV Germania Wevelinghoven. Mit dem 64. Schuss hatte er sich beim Schießen den Titel gesichert.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung vom 15.08.2013 I Foto: BSV

13.08.2013 I ngz I Polizeibeamter ist neuer Regimentsspieß

Der Bürgerschützenverein hat eine neue "Mutter der Kompanie": Hartmut Batz ist am Wochenende von Oberst Manfred Moll zum Regimentsspieß befördert worden. Für den 55 Jahre alten Polizeibeamten geht damit ein Kindheitstraum in Erfüllung.

"In den 60er Jahren habe ich Alois Lüttges bewundert, der damals das Amt bekleidete", gibt der gebürtige Gartenstädter zu: "Er imponierte mir nicht nur als Mensch, sein ganzes Erscheinungsbild faszinierte mich." An diese Schwärmerei muss sich Regimentschef Moll wohl erinnert haben. Als es nun galt, den Posten neu zu besetzen, war Harmut Batz erster Ansprechpartner für den Oberst. Am Wochenende wurde der 55-Jährige mit der Spießschnur und dem markanten Tschako ausgerüstet, den er am Sonntag erstmals offiziell aufsetzen wird.

Hartmut Batz ist seit 1972 Mitglied des BSV Wevelinghoven. Als 14-Jähriger marschierte er zunächst bei den Grenadieren mit, als seine Freunde 1976 den Jägerzug "Grön Gemöß" aus der Taufe hoben, wechselte er die Uniform. Im Jahr 1998 wurde Batz in den Vorstand des etwa 500 Mitglieder starken Jägerkorps gewählt, seit 2006 ist er Vorsitzender der stärksten Abteilung des Vereins. Nun kommen weitere Aufgaben auf ihn zu.

"Als Regimentsspieß habe für ein adrettes Auftreten unserer Schützen zu sorgen", sagt der Mann, der an der Römerstraße geboren wurde. Beim großen Festzug am Sonntag muss er ein Auge auf 900 aktive Schützen werfen – und natürlich auf die rund 400 Musiker, die mit von der Partie sein werden. Ein allzu strenger Spieß will Hartmut Batz aber nicht sein: "Ich möchte die Balance zwischen dem Spaß an der Freud' und der Ernsthaftigkeit des Repräsentierens hinbekommen."

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (wilp) vom 13.08.2013

13.08.2013 I ngz I Wevelinghovener Markt für Kirmesaufbau gesperrt

In der Gartenstadt wissen sie: Wenn der Markt im Sommer als Parkplatz nicht mehr zur Verfügung steht, dann eilen die Wevelinghovener mit Siebenmeilenstiefeln auf ihr Schützen- und Heimatfest zu. Jetzt ist es wieder soweit: Gefeiert wird vom 17. bis 20. August, zum Parken gesperrt ist der Platz ab sofort bis 21. August. Die Zufahrt von der Poststraße und Oststraße zum Marktplatz ist daher nur für die Anwohner, für den Anlieferverkehr der Geschäfte sowie für Schausteller möglich.

Die Vorboten des Festes sind auch mit Blick auf den Kirmesaufbau sichtbar. Nikolai Dohlen, Schriftführer des Bürgerschützenvereins (BSV) Wevelinghoven, freut sich bereits. "Der Marktplatz wird in diesem Jahr wieder von zahlreichen Attraktionen in Szene gesetzt." Höhepunkt ist das Großfahrgeschäft "Die Krake" mit fünf Armen und 20 herumwirbelnden Gondeln – rund 23 Meter breit ist das Fahrgeschäft und 60 Tonnen schwer. Außerdem wird ein großer Autoscooter mit zahlreichen LED-Lichtern und einer modernen Dolby-Surround-Technik für das richtige "Disco-Feeling" sorgen. Der Schlager-Express, eine moderne Raupe mit einem Durchmesser von 19 Metern, rundet die Attraktionen ab. Neben Ständen und Imbisswagen wird ein abwechslungsreiches Programm auch für die kleinen Besucher geboten – mit dem Kinder-Scooter und der "Fantastischen Reise", einem zweistöckigen Karussell.

Ausweich-Parkplätze stehen in den umliegenden Straßen zur Verfügung. Allerdings sollten Autofahrer vor allem während der Kirmestage auf die Beschilderung zu den Paraden achten.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (abu) vom 13.08.2013 / Foto H. Jazyk

16.07.2013 I ngz I Jürgen Meuter ist neuer Kronprinz

"Jetzt geht unser größter Traum in Erfüllung". So freute sich Jürgen Meuter, der neue Kronprinz des BSV Wevelinghoven, über seinen gelungenen 13. Schuss auf den Königsvogel. Er war der einzige Kandidat, der sich nach dem dritten Aufruf von Präsident Günter Piel gemeldet hatte.

Seine Schützenlaufbahn begann Meuter (59) bei den Edelknaben, marschierte dann beim Jägerzug "Feuerlöscher" mit und heute beim Jägerzug "Erftspatzen". In diesem Jahr begeht er sein 40- Jähriges. Jürgen Meuter arbeitet im Bürgerbüro der Stadt Grevenbroich, seine Kronprinzessin Birgit ist Beamtin bei der Deutschen Post. Seit Schützenfestmontag 1992 sind die beiden verheiratet. In Uniform wurde das Standesamt besucht.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (ngz) vom 16.07.2013 / Foto: BSV

01.07.2013 I ngz I Bürgerschützen feiern ein Fest im illuminierten Park

Der BSV Wevelinghoven veranstaltete sein Stadtparkfest. Dabei wurde für eine neue Weihnachtsbeleuchtung geworben.

Farbenprächtige Illuminationen tauchten die Bäume der Stadtparkinsel am Samstagabend in buntes Licht und sorgten für eine zauberhafte Atmosphäre. Schon früh machten sich die ersten Besucher auf den Weg und schritten den beleuchteten Waldweg entlang, der sie zu den Stehtischen und der Tanzfläche führte. Dort legte DJ Sascha bereits die ersten Scheiben auf.

Das Stadtparkfest der Wevelinghovener Schützen wurde in diesem Jahr erstmals von einem Canadier-Rennen auf der Erft eingeleitet: Dort trafen sich die Wassersportler in zwölf Booten, um sich ein spannendes Rennen zu liefern. Sechs Paddler und ein Steuermann bildeten jeweils ein Team. "Das war eine großartige Veranstaltung. Es kamen so viele Zuschauer, dass wir fast schon Sorge hatten, eine Brücke sperren zu müssen", sagte BSV-Präsident Günter Piel. "Die Organisation hat gut geklappt, alle Helfer waren mit Sportsgeist bei der Sache. Im kommenden Jahr werden wir das Rennen in jedem Fall wiederholen."

Nach der Siegerehrung, bei dem der Jägerzug "Waldeslust" als Bester ausgezeichnet wurde – er hatte die zwei Kilometer lange Strecke in noch nicht einmal neun Minuten zurückgelegt – hatten die Brauchtumsfreunde eine Überraschung auf Lager: Um 22 Uhr stürmten die Mädels von "Ech Lecker" um Nicole Kempermann die Bretter und sorgten für Karnevalsstimmung. Bis Mitternacht dröhnte die Musik aus den Lautsprechern. Dann allerdings war Ruhe. "Wenn wir die Musik abstellen müssen, nutzen viele Besucher die Gelegenheit zum gemütlichen Klönen im Wald", weiß BSV-Sprecher Nikolai Dohlen.

Die Wevelinghovener Interessengemeinschaft (WIG) nutzte das Stadtparkfest, um eine besondere Aktion zu starten, sie sammelt Spenden für eine Weihnachtsbeleuchtung. "Wir benötigen 75 Sterne. Das verursacht Kosten von rund 20 000 Euro, die nicht in einem Jahr und nicht von der WIG allein zu tragen sind", sagte Bruno Krüger. Ein Stern kostet 350 Euro – und die WIG freut sich, wenn bereits in diesem Jahr die ersten Weihnachtsvorboten aufgehängt werden können.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (Vera Straub) vom 01.07.2013 / Foto: Lothar Berns

26.06.2013 I ngz I Die Stadtparkinsel wird zum Märchenwald

Die Wevelinghovener Schützen beleuchten Bäume und Wege für ihr traditionelles Fest an der Erft. Farbenprächtige Illuminationen werden einen Teil der Wevelinghovener Stadtparkinsel am kommenden Samstag wieder einmal in eine Art Märchenwald verwandeln

Die Wege werden sanft erhellt, viele Bäume erhalten einen bunten Lampenschmuck und werden in wechselnden Farben beleuchtet. Die Bürgerschützen um Präsident Günter Piel haben sich ans Werk gemacht, um ihren Gästen ab 19 Uhr einen tollen Abend zu bieten. Unterstützt von vielen Helfern, legen sich die Brauchtumsfreunde wieder einmal tüchtig ins Zeug für ihr Stadtparkfest, das längst eine Tradition in Wevelinghoven ist – und dennoch immer wieder Neues bietet. "In diesem Jahr veranstalten wir ein Canadier-Rennen auf der Erft", erklärt BSV- Sprecher Nikolai Dohlen. Ab 15 Uhr werden mehrere Schützenzüge und Vereine aus Wevelinghoven im sportlichen Wettstreit gegeneinander antreten. Sechs Paddler und ein Steuermann, der vom BSV gestellt wird, bilden jeweils ein Team. Sie müssen nicht nur schnell auf dem Wasser vorankommen, sondern darüber hinaus auch eine Aufgabe beim Wendemanöver bewältigen. "Das wird sicherlich eine spannende Sache", meint Nikolai Dohlen. Er hofft auf möglichst viele Zuschauer, die am Nachmittag das Rennen von den Spazierwegen oder von der Erftbrücke am Hemmerdener Weg aus verfolgen.

Eine Siegerehrung ist auch vorgesehen: Die schnellsten drei Teams werden um 20.30 Uhr im Rahmen des Stadtparkfestes gewürdigt. Rund ein halbes Jahr dauerten die Vorbereitungen für das Fest, auf das die Schützen nicht verzichten wollen. "In den Vorjahren konnten wir regelmäßig rund 400 Gäste begrüßen. Sie kommen bei Wind und Wetter – das freut uns natürlich", erklärt Günter Piel. Auch diesmal wird der Festplatz wieder im Bereich vor der Erftbrücke eingerichtet. Dort wird am Abend die Post abgehen, für gute Stimmung ist gesorgt. "Wir werden extrem abwechslungsreiche Musik bieten", so Vizepräsident Marcus Odenthal, der selbst seit Jahren aktiver Musiker ist. Als Leckerbissen wird der Auftritt einer bekannten Kölner Karnevalsband angekündigt, den Namen wollen die Schützen aber noch nicht verraten. "Das soll eine Überraschung werden", meint Günter Piel.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (wilp) vom 26.06.2013 / Foto: ngz-Archiv

03.05.2013 I ngz I Wevelinghovener Schützen sind für das Fest gerüstet

Die wichtigste Frage ist geklärt: In Wevelinghoven wird auch in diesem Jahr wieder ein Schützenfest gefeiert.

Das bestätigen die Mitglieder mit einem schallenden „ZogZog“ bei Ihrer Generalversammlung im Festzelt auf dem Marktplatz. „Alle Vorbereitungen für den Veranstaltungsreigen vom 17. bis 20. August sind getroffen worden“, signalisiert Präsident Günter Piel. Bislang liegen sechs Meldungen der Züge vor, die in den kommenden Monaten eine Großfackel bauen wollen, um sie beim traditionellen Fackelzug zum Festauftakt zu präsentieren. „Es ist durchaus noch mit weiteren Meldungen zu rechnen“, meinte BSV-Sprecher Nikolai Dohlen.

Bis auf das nun geltende Rauchverbot in den Schützenzelten wird sich am Fest nicht ändern. Für die Tanzmusik konnte die bekannte Band "California Blue" verpflichtet werden, die am Samstag und am Dienstag für Stimmung sorgen wird. Für den Sonntag kündigt Günter Piel eine besondere musikalische Überraschung zum „Ball der Könige“ an.

Am 14. Juli werden die Schützen ihren neuen Regenten beim Königsvogelschuss auf dem Gelände der "Erftruhe" ermitteln. Doch für das kommende Schützenfest stehen erst einmal Michael und Andrea Klasen als schmuckes Königspaar in den Startlöchern.

Die turnusgemäßen Neuwahlen verliefen ohne Überraschungen. Zum Vize-Präsidenten der mehr als 900 Schützen wurde erneut Marcus Odenthal ernannt. Schatzmeister bleibt Sascha Faßbender und als stellvertretender Schriftführer wurde Alexander Klömpges gewählt.

Im Rahmen der Versammlung wies Günter Piel darauf hin, dass sich der BSV nicht nur um sein Schützen- und Heimatfest, sondern auch um Reparaturen und Renovierungen in der Gartenstadt kümmere. So wird das Dach am Martinus- Kniefalls an der Eiche ebenso auf Vordermann gebracht wie der alte Pavillion an der Motte. Außerdem wurde der alte Ratssaal im ehemaligen Rathaus neu gestrichen.

Dauert es bis zum Schützenfest nicht mehr ganz vier Monate, wird es auch während dieser Zeit keine Langweile für den BSV geben. Am 29. Juni laden die Bürgerschützen beim Stadtparkfest ab 19.00 Uhr wieder zum Feiern ein. Für die Aktiven des Vereins wird bereits nachmittags ab 15 Uhr ein Canadier- Rennen auf der Erft geboten.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung vom 03.05.2013

Presseberichte 2012

23.08.2012 I ngz I Schützen-Chef beschwert sich über das Glasverbot

Die Wevelinghovener Schützen haben ein neues Königspaar: Michael und Andrea Klasen.

Bevor die neuen Regenten feierlich inthronisiert wurden, sprach einer Tacheles: BSV-Präsident Günter Piel haderte mit der Stadtverwaltung. „Ein Glasverbot drei Tage vor dem anstehenden Fest zu verhängen, ist heftig", meinte der Schützen-Chef und erntete dafür stürmischen Applaus im Festzelt. Laut Stadt sollte mit diesem Verbot eine Gefahr von den Festbesuchern abgewandt werden - doch: „Diese Gefahr ist mir bei uns nicht bekannt", wetterte Piel. Die Forderung nach einem zweiten Fluchtweg für das Stadtparkfest sei ein weiterer „Genie-Streich" der Stadt gewesen, der für wenig Freude gesorgt habe. Ursula Kwasny ging in ihrer Rede nur kurz auf die Kritik des Präsidenten ein: „Ich werde das an die Verwaltung weitergeben. Mal sehen, ob wir da Abhilfe schaffen können", meinte die Bürgermeisterin, womit sie zumindest einen Teil der Schützen wieder auf ihrer Seite hatte.

Beim Krönungsball der Wevelinghovener Bürgerschützen überwog jedoch die Freude. Patrick und Natascha Rohde wurden mit viel Applaus aus ihrem Amt verabschiedet. Angesichts der in den vergangenen Tagen herrschenden Hitze werden sie als „Tropen- Königspaar" in die Geschichte des Bürger-Schützen-Verein eingehen. Freudig begrüßt wurden die Nachfolger: König Michael „Mike" Klasen (50) und seine Königin Andrea (51) wurden zum neuen Majestätenpaar gekrönt.

Der König begann seine Schützenlaufbahn im Fanfarenkorps, später zog es ihn jedoch zu den Jägern, wo er erst in den Reihen der „Jaschtige Boschte" und später bei den „Wivekover Jonge" marschiere. 2003 gründete Michael Klasen seinen jetzigen Zug, den lägerzug „Ever Jrön" mit. Seit 2006 ist er als Beisitzer im Gesamtvorstand des Bürger-Schützen-Verein aktiv. Beruflich ist der König im Garten- und Landschaftsbau tätig. In seiner Freizeit unternimmt er mit Ehefrau Andrea ausgedehnte Motorrad-Touren. Die Königin ist bei der Arbeiterwohlfahrt in Mönchengladbach beschäftigt - „und ein begeisterter Familienmensch", wie sie sagt. Was beide vereint: „Wir freuen uns auf ein wunderschönes Regierungsjahr."

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (draxl) vom 23.08.2012 / Foto: BSV

21.08.2012 I ngz I NGZ feiert mit den Schützen

Bierdeckel und Programmhefte waren gestern heiß begehrt: Denn sie ließen sich bestens zu Fächern umfunktionieren. Die waren beim NGZ-Stammtisch im Wevelinghovener Festzelt auch notwendig. Etwa 70 Gäste feierten dennoch gut gelaunt miteinander.

Mineralwasser war gestern die erste Wahl beim NGZ-Stammtisch im Festzelt der Wevelinghovener Bürgerschützen. Bei Temperaturen wie in der Sauna griffen selbst bekennende Bier-Trinker zu dem perlenden Getränk – es erfrischte einfach am Besten.

Dem Regentenpaar Patrick und Natascha Rohde schien die Hitze kaum etwas auszumachen – im Gegenteil: "Das Wetter ist doch besser als Dauerregen", meinte die Schützenkönigin. Recht hat sie.

Am NGZ-Stammtisch trafen sich gegen Mittag wieder zahlreiche Vertreter aus Kirche, Vereinen, Verwaltung, Politik und Gesellschaft. Allen voran: Bürgermeisterin Ursula Kwasny und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, die der Einladung gerne gefolgt waren.

Zu den Gästen zählte auch Heinz-Georg Langen, der Schützenkönig aus Grevenbroich, der am ersten September-Wochenende im Mittelpunkt des Geschehens stehen wird.

Thema Nummer eins an den Stehtischen war das Wetter – und die Hitzeschlacht beim Umzug am Sonntag. Was Präsident Günther Piel am Herzen lag: "Ich möchte der Wevelinghovener Bevölkerung einmal ein ganz großes Dankeschön aussprechen", erklärte er.

Denn die Gartenstädter hätten ihre Schützen beim Umzug hervorragend mit Mineralwasser versorgt. "Fast an jedem Haus stand jemand, der uns etwas Kühles zum Trinken anbot", freute sich der BSV-Chef. Selbst für die Pferde standen Tröge mit Wasser bereit.

Eine schöne Geste der jungen Schützen: Sie entrollten gestern im Festzelt meterlange Transparente, mit denen sie das Königspaar hochleben ließen. Simon Büttgenbach hatte die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 24 Jahre einmal mehr für diese Aktion gewinnen können.

Schon am Sonntagabend hatten die Jüngsten aus dem Regiment das Königspaar mit einer ähnlichen Einlage überrascht. Offenbar sind sie stolz auf den Regenten – denn auch Patrick Rohde fing einmal klein bei den Jungschützen an, bevor er seinen Traum verwirklichte.

Heute geht das Fest in den Endspurt: Mit Michael und Andrea Klasen steht bereits das nächste Königspaar in den Startlöchern. 

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (wilp) vom 21.08.2012

20.08.2012 I ngz I Festzug bei Tropenhitze

Der Festzug des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven hatte was von Leistungssport. Bei mehr als 38 Grad setzten sich die Schützen gestern in Bewegung. Die Kleiderordnung wurde angesichts der Hitze gelockert.

Der König nimmt's gelassen. "Ist schon ein bisschen warm", sagt Patrick Rohde und schmunzelt. "Aber alles ist gut." Das liegt auch daran, dass der Vorstand des Bürger-Schützen-Vereins (BSV) Wevelinghoven zwei Entscheidungen traf, um eine unnötige Belastung für den Kreislauf der Schützen zu vermeiden: Der Festzug wurde gestern etwas verkürzt, und es blieb den Zügen überlassen, ob sie in vollständiger Uniform marschieren – oder angesichts der Hitze zum Beispiel lediglich das weiße Hemd statt Jägerrock oder Frack wählten. Schützenkönig Patrick Rohde war's recht. Angesichts der Hitze könnte er ohnehin gut und gerne als "Tropenkönig" in die jüngere BSV-Geschichte eingehen.

Beim Festzug waren denn auch schattige Plätze entlang des Zugweges besonders gefragt. Die Wevelinghovener fühlten zudem mit ihren Schützen – und reichten ihnen unterwegs das ein oder andere Glas Wasser vom Straßenrand. BSV-Schriftführer Nikolai Dohlen freute die Hilfsbereitschaft. "Das Wasser zur Erfrischung zwischendurch hat uns den Weg erleichtert", sagte er. Fast alle machten dabei von der gelockerten Kleiderordnung, der so genannten Marscherleichterung, Gebrauch. Nur wenige verzichteten nicht auf die vollständige Uniform.

Nikolai Dohlen war angesichts der Hitze hin- und hergerissen. "Natürlich wünscht man sich zum Fest sonnige Tage", sagte er. Doch nicht nur bei der Parade hat die Tropenhitze eine Kehrseite: Da können die Ventilatoren im Festzelt surren, was das Zeug hält – drinnen bleibt es heiß. Das zieht Besucher zur Abkühlung nach draußen. "Das ist ja auch verständlich", meint Dohlen. Die Feststimmung im Ort ist dennoch prächtig.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (abu) vom 20.08.2012 / Foto: L. Hammer

20.08.2012 I ngz I Fackelzug begeistert Besucher

Da musste rasch Hilfe her: Mehrere Wochen lang hatten die Mitglieder des Grenadier- und Königszugs "Zylinderköpp" an ihrer Fackel gebastelt, doch kurz vor dem Fackelzug am Samstagabend kamen die Schützen noch einmal ordentlich ins Schwitzen.

Mit einem bunten Pinguin wollten sie die Gartenstadt erleuchten – und dann streikte das Stromaggregat beim Testlauf. Doch die Feuerwehr wusste Rat und half kurzerhand aus. Ende gut, alles gut: Mit ihren Fackeln – darunter auch der bunte Pinguin – begeisterten die Wevelinghovener mehrere Tausend Zuschauer, die den Fackelzug verfolgten. Für die "Zylinderköpp", die ihr Zehnjähriges begehen, gab es zudem doppelt Grund zur Freude.

Ihr Werk erstrahlte nach der Schrecksekunde nicht nur in feierlichem Licht. Die "Zylinderköpp" schafften es auch auf den zweiten Platz des Fackelwettbewerbs. Erster wurde die Großfackel vom Jägerzug "Immer Durst". Mit dem Spruch "Ente gut, alles gut" bauten sie eine bunte Fackel nach dem Vorbild der Quietscheente im Jägerrock.

Den dritten Platz belegte die Fackelbaugemeinschaft der Jägerzüge "Alte Eiche" und "Flachmänner". Sie bauten eine große Biene Maja – als Symbol für fleißige Fackelbauer. Weitere Fackelthemen waren das geplante Rauchverbot für Festzelte, der Grenadierzug "Erftler 09" kritisierte eine von einigen Anwohnern geforderte Sperrstunde für Schützen.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (draxl) vom 20.08.2012 I Foto: BSV

17.08.2012 I ngz I Das bietet die Kirmes in Wevelinghoven

Seit Mittwoch wird auf dem Marktplatz in Wevelinghoven fleißig gearbeitet. Der Grund: der Kirmesplatz wird aufgebaut, mitrasanten Fahrgeschäften und klassischen Losbuden. Auf was sich die Besucher des Schützenfestes diesmal besonders freuen können, sagen Vizepräsident Marcus Odenthal (43) und Manfred Driesen (64) vom Bürgerschützenverein.

"Das absolute Highlight ist der ,Top Spin', das größte Fahrgeschäft hier", sagt Hauptorganisator Manfred Driesen. Der "Top Spin", eine Überkopfschaukel, lockt mutige Besucher nicht nur mit zahlreichen Überschlägen, sondern auch mit einer Wasserfontäne an der Vorderseite.

"Bei den Temperaturen ist das bisschen Wasser als Erfrischung doch ideal", meint Marcus Odenthal. Die "Riesenschaukel" ist zum ersten Mal auf der Wevelinghovener Kirmes – doch jetzt schon ein Hingucker. "Wir haben jedes Jahr ein neues Highlight, um möglichst viele Besucher anzulocken", erklärt Manfred Driesen.

Neben der Überkopfschaukel überzeugt auch der Auto-Scooter in der Mitte des Kirmesplatzes. So besticht er in diesem Jahr durch eine größere Fläche und hunderte LED-Lichter. Auch die Musikanlage ist durch Dolby-Surround-Technik aufgebessert worden. "Außerdem baut er sich fast von alleine auf", erklärt der 64-Jährige. Auch für kleinen Besucher ist auf der Kirmes einiges dabei. Der Kinder-Scooter und die "Fantastische Reise", ein zweistöckiges Karussell, werden sicherlich für strahlende Augen bei den Kleinen sorgen. Insgesamt werden sechs Fahrgeschäfte für die Besucher zum Einsteigen bereit sein. Jeweils drei für Erwachsene und drei für Kinder. "Wie jedes Jahr ist was für Groß und Klein dabei", erklärt Marcus Odenthal.

Nicht nur die Kirmes, sondern auch das Festzelt der Schützen hat einige Neuheiten vorzuweisen. Neben dem Haupt- und Bierzelt wird ein großer Biergarten für die Besucher zur Verfügung stehen. Dafür wird der Außenbereich am hinteren Ende des Zelts mit Stehtischen und Sonnenschirmen ausgebaut. Marcus Odenthal ist sich sicher: "Die Wevelinghovener Kirmes ist ein Ereignis, auf das man sich ruhig freuen kann."

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (jbey) vom 17.08.2012 / Foto: NGZ

16.08.2012 I ngz I Patrick und Natascha Rohde regieren in Wevelinghoven

Ein Traum wird wahr für die höchsten Amtsträger Patrick Rohde und seine Königin Natascha.

Die Zeit des Warten hat ein Ende, denn der Beginn des Schützenfestes rückt in sichtbare Nähe Hierauf freuen sich, neben den beiden Majestäten, ebenfalls seit dem letztjährigen Königsvogelschuss und der prächtigen Krönung am Schützenfestdienstag die komplette Familie Rohde. Ganz besonders die beiden Prinzen und Sonnenscheine des jungen Paars Maurice und Benji, die es kaum erwarten können zusammen mit dem Königspaar die Frontabnahme sowie die Kutschfahrt als Pagen genießen und erleben zu dürfen.

Trotz seiner vielzähligen Freizeitbeschäftigungen wie dem Tambourcorps Wevelingho- ven, der freiwilligen Feuerwehr Wevelinghoven und seinem Grenadierzug „Zylinderköpp“, welcher dieses Jahr auch noch das 10 jährige Bestehen feiert, ist Patrick ein Mensch auf dem man sich immer verlassen kann und dem keine Arbeit zuviel ist. Nicht nur seinen Pflichten als Majestät meistert er mit Bravour auch genießt er bei seinen Zugmitgliedern und Spielkameraden und ein hohes Ansehen und dies trotz bzw. gerade seines noch so jungen Alters. Und so ist es auch selbstverständlich, dass gerade seine Zugmitglieder mit vollem Elan und Einsatz das Königspaar unterstützen wo und wann es nur geht.

Natürlich musste man sich auch hier erst mit dem Gedanken anfreunden, dass Patrick ein Mensch von spontanen und kurz entschlossenen Entscheidungen ist, aber bisher hat alles reibungslos funktioniert. So entschloss sich die Majestät erst 3 Tage vor dem anstehenden Vogelschuss, die Königswürde erringen zu wollen. Seine Frau, die er mit der Entscheidung im Halbschlaf überraschte, war kurzer Hand einverstanden und nachdem die „Zylinderköpp“ anfangs noch meinten „ das ist zwar verrückt, aber wir finden es super“, wurde 2 Stunden vor Beginn des eigentlichen Vogelschuss der Rest der Familie eingeweiht. Das trotzdem alles geklappt hat und in der damaligen Kronprinzenresidenz bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde, beweist doch, dass man alles richtig gemacht hat und der anfängliche Traum kann nun in vollen Zügen ausgekostet werden.

Das werden Beide auch während der Schützenfesttage genießen wollen und ein unbeschreibliches Fest mit allen Bürgern und Schützen sowie den Besuchern feiern wollen. Hierzu gehört eine stresslose Zeit mit viel Sonne und natürlich guter Laune. Das Königspaar des Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven möchte in diesen vier Tagen ein Königspaar zum anfassen sein. Und das wird Ihnen mit ihrer symphatischen, charmanten und jugendlichen Art auf alle Fälle gelingen.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung vom 16.08.2012 I Foto: BSV

02.07.2012 I ngz I Größter Schützenverein ermittelt neuen König

Der größte Schützenverein im Stadtgebiet hat seinen künftigen König ermittelt: Bereits mit dem vierten Schuss sicherte sich Michael Klasen (50) vom Jägerzug "Ever Jrön" gestern Abend den Kronprinzen-Titel des Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven. Großer Jubel unter den Zuschauern brandete nach dem Königsvogelschuss auf. Der einzige Bewerber wird zusammen mit seiner Frau Andrea Klasen (52) am 21. August beim Schützenfest gekrönt und dann ein Jahr lang regieren - als Nachfolger von Patrick und Natascha Rohde, dem amtierenden Königspaar. Mit dem neuen Kronprinzenpaar freuen sich die Söhne Nils (14) und Torsten (30).

Michael Klasen arbeitet in einem Unternehmen für Garten- und Landschaftsbau in Mönchengladbach. Das Hobby Motoradfahren teilt er mit seiner Frau, gemeinsam gehen sie auf Touren. Beim Vogelschuss gestern gab es noch viele weitere Ergebnisse. Nächster König der jungen Schützen wird Raphael Drahs (21) vom Jägerzug "Erftjäger". Er wird Schützenfestsonntag beim Ball der Könige am 19. August in sein Amt eingeführt.

Bevor Michael Klasen alles fürs königliche Amt klar machte, ermittelte der BSV zunächst beim Regimentspfänderschießen die Pfänderschützen: Jürgen Stölting vom Scheibenschützenzug "He Simmer" (Kopf), Manfred Driesen vom Scheibenschützenzug "Erftjunker" (rechter Flügel), Hartmut Becker vom Jägerzug "Alte Eiche" (linker Flügel), Stefan Fücker von "He Simmer" (Schweif)

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (cso) vom 02.07.2012 / Foto: BSV

25.06.2012 I ngz I Stadtparkfest: Auch Schützen-Hilfe für Corina

Die Stimmung war gut beim Stadtparkfest der Wevelinghovener Bürgerschützen: Rund 270 Gäste feierten am Hemmerdener Weg.

Zugleich beteiligten sich die Schützen an der Spendenaktion für die an Leukämie erkrankte Corina Zufelde. Die 44-Jährige benötigt dringend einen passenden Stammzellenspendender. In Wevelinghoven ließen sich jetzt 60 Menschen typisieren. Zudem kamen 400 Euro an Spenden zusammen. „Für uns ist es eine Ehrensache, dass wir bei der Suche nach einem Spender helfen. Durch die Typisierung kann möglicherweise anderen Erkrankten geholfen werden“, sagt Schützen-Chef Günter Piel (60).

Noch im Mai war die Stimmung beim BSV- Vorstands weniger gut gewesen: Die Stadtveraltung hatte die Veranstaltungsfläche auf der Insel gesperrt, weil eine zweite Fluchtmöglichkeit fehlte. Deshalb das Fest vor die Insel in den Stadtpark verlegt werden. Jetzt wurde ein positives Fazit gezogen: „Der Platz bietet viele Vorteile gegenüber der Insel. Ich denke, wir werden in Zukunft immer hier feiern“, sagt Günter Piel. Noch vor rund einer Woche hatten die Schützen überlegt, aus eigenen Mitteln eine zweite Brücke zu errichten. Diese hätte als zweiter Fluchtweg gedient.

Die Düsseldofer Coverband „Moved on“ erweis sich als gute Wahl: „Die Band ist klasse. Wir haben viele positive Reaktionen erhalten, Sie haben gute Chancen, hier im nächsten Jahr wieder zu spielen“, so Piel. Extra war auch ein Holzboden für die Besucher ausgelegt worden, so wurde Biergarten-Atmosphäre geschaffen: „Im nächsten Jahr werden wir diese Fläche wohl noch vergrößern.“ Der BSV betont jedoch, dass der neue Platz im Park nur eine einmalige Notlösung ist. Sie planen, das Projekt zweite Brücke nach dem Stadtparkfest in Ruhe in Angriff zu nehmen, "damit wir nächstes Jahr wieder auf der Insel feiern können", sagt Dohlen. Das begrüßt auch die Stadt. "Bisher ist die Veranstaltung jedes Jahr auf der Insel veranstaltet worden", sagt Kwasny. Dohlen teilt zudem mit, dass die Brücke danach auch langfristig bleiben soll. In der Dunkelheit rückten dann die zahlreichen Illuminationen in den Mittelpunkt. Scheinwerfer, Lichttonnen, Lichterketten und mehr als 50 Meter Lichtschläuche verwandelten den Park der Gartenstadt in einen „Märchenwald“. „Leider ist die Erft als Ziel der Lichtspiele jetzt nicht mehr da, doch der Wald lässt sich auch gut in Szene setzen“, meint Alexander Klömpges, zweiter Schriftführer.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (Sebastian Draxl) vom 25.06.2012 / Foto: BSV

16.06.2012 I ngz I Fluchtweg fehlt - Fest zieht um

Das Stadtparkfest des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven wird am 23. Juni nicht auf der Insel im Stadtpark veranstaltet, weil dort eine zweite Fluchtmöglichkeit fehlt. Stattdessen nutzt der Verein nun die Fläche vor der Insel.

Innerhalb eines Monats musste der Bürger-Schützen-Verein (BSV) Wevelinghoven eine Alternative finden. Im Mai wurde dem Vorstand mitgeteilt, dass das Stadtparkfest am 23. Juni nicht auf der Insel im selbigen veranstaltet werden kann, solange es keinen zweiten Fluchtweg gibt. Im Falle einer Panik oder eines Feuers benötige man mehr als eine Möglichkeit, über die Erft aufs "Festland" zu gelangen. Bislang ist dort nur eine Brücke installiert, und die Erft ist zu tief, um sie schnell zu durchqueren. Jetzt wird das Fest auf den Bereich vor der Insel verlegt.

"Seit der Love-Parade-Katastrophe sind die Auflagen solcher Veranstaltungen stark erhöht worden", sagt Bürgermeisterin Ursula Kwasny. "Wir haben noch versucht, einen zweiten Fluchtweg zu organisieren, jedoch hat die Zeit dafür nicht mehr gereicht. Es war einfach zu kurzfristig." Geplant war, eine zweite Brücke zu bauen, "doch dabei gab es unter anderem statische Probleme", erläutert BSV-Geschäftsführer Nikolai Dohlen. "Die Brücke müsste rund zehn Meter lang sein." Das sei jedoch nicht so einfach.

Zudem habe man überlegt, ob nicht Boote als Fluchtwege eingesetzt werden können, sagt Kwasny. Dies sei aber zeitlich und auch organisatorisch nicht möglich. Deshalb weichen die Schützen dieses Jahr auf den Bereich vor der Insel aus, der am Hemmerdener Weg gelegen ist. "Der Vorderbereich des Parks ist zwar atmosphärisch nicht so schön wie auf der Insel, doch auch dort werden wir den Park mit Hilfe von Illumination in einen Märchenwald verwandeln", sagt Dohlen. Die Wevelinghovener Schützen erwarten auch dieses Jahr wieder rund 400 Besucher.

Der BSV betont jedoch, dass der neue Platz im Park nur eine einmalige Notlösung ist. Sie planen, das Projekt zweite Brücke nach dem Stadtparkfest in Ruhe in Angriff zu nehmen, "damit wir nächstes Jahr wieder auf der Insel feiern können", sagt Dohlen. Das begrüßt auch die Stadt. "Bisher ist die Veranstaltung jedes Jahr auf der Insel veranstaltet worden", sagt Kwasny. Dohlen teilt zudem mit, dass die Brücke danach auch langfristig bleiben soll.

Der BSV hat das Stadtparkfest 2008 von der CDU und Feuerwehr übernommen und veranstaltet es nun bereits im fünften Jahr. Ärgerlich sei jedoch, dass alles kurzfristig umgelegt werden musste. Auch die Plakate, die in der Stadt aufgehängt wurden, können jetzt nicht mehr ausgetauscht werden. "Wir sind jedoch froh, eine Ausweichmöglichkeit gefunden zu haben, damit das Fest nicht ausfällt", sagt Dohlen.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (Christina Wagemanns) vom 16.06.2012 / Foto: LBerns

09.06.2012 I ngz I Zerstörungen am "Schäfer"

Die Wevelinghovener Schützen klagen über Zerstörungen. Nach dem "Geisterhäuschen" wurde jetzt auch die Skulptur "Der Schäfer" beschädigt. BSV-Präsident Günter Piel sucht nun einen Künstler, der helfen kann.

Ein Teil der Hutkrempe ist abgebrochen, die Nase lädiert. Der "Schäfer" in der Erftaue macht einen traurigen Eindruck. Und das ärgert die Bürgerschützen aus Wevelinghoven – denn einmal mehr ist etwas zerstört worden, für dessen Erhalt sie sich als Paten einsetzen. "Nun müssen wir sehen, dass wir das Kunstwerk wieder repariert bekommen", sagt Präsident Günter Piel und meint: "Einfach wird das ganz sicher nicht."

Die 2,40 Meter hohe Terrakotta-Skulptur stammt aus dem Atelier der 2008 gestorbenen Künstlerin Anneliese Langenbach. Der ehemalige Bürgermeister Hans Gottfried Bernrath schenkte die Figur den Wevelinghovenern, als er 1987 60 Jahre alt wurde. Seitdem kümmern sich die Schützen um die Pflege des Kunstwerks.

"Leider nehmen hier die Zerstörungen mittlerweile überhand", beklagt Günter Piel. Nachdem sich Unbekannte in dem liebevoll gepflegten Pavillon – dem sogenannten "Geisterhäuschen" – ausgetobt und die Fensterläden herausgerissen haben, traf es nun auch das Kunstwerk am verlängerten Klosterweg. "Die Sachen, die in der freien Natur stehen, sind solchen Dingen leider ausgeliefert. In diesem Fall hat man sogar mit harten Gegenständen auf das Kunstwerk eingeschlagen", erklärt der BSV-Präsident. Günter Piel sucht nun nach einem Künstler oder Kunsthandwerker, der sich des lädierten "Schäfers" annehmen will. "Wir hoffen, dass das überhaupt noch möglich ist", so der Schützen-Chef.

Schließlich haben die Wevelinghovener auf lange Sicht noch einiges mit dem Kunstwerk vor. "Wir möchten die von der Politik formulierte Idee des Kunst-Pfades aufgreifen", sagt BSV-Mitglied Helmut Coenen. Ausgehend vom "Schäfer" sollen entlang der Erft verschiedene Skulpturen aufgestellt werden – und zwar entlang des Hans-Gottfried-Benrath-Weges, der von Wevelinghoven direkt in die Grevenbroicher Innenstadt führt.

"Das ist ein Projekt, das wir im Zusammenhang mit der Erft-Renaturierung realisieren wollen", sagt Coenen. Der Erftverband plant, den heute größtenteils kanalisierten Fluss in die Erftwiesen zu verlegen, dort soll er künftig mäandrierend durch die Landschaft fließen – begleitet von Kunstwerken.

"Wir möchten dafür Künstler aus unserem Heimatgebiet gewinnen, die sich mit einem Beitrag beteiligen wollen", betont Helmut Coenen. Er überlegt allerdings, ob die Skulpturen oder Plastiken in der freien Landschaft aufgestellt werden sollen. "Am besten wären private Wiesen, die an den Bernrath-Weg grenzen", meint der Wevelinghovener. Sonst könnten auch diese Kunstwerke zerstört werden.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (wilp) vom 09.06.2012 / Foto: K.N.

 

 
02.05.2012 I ngz I Günter Piel bleibt Präsident der Bürgerschützen

Günter Piel bleibt auch in den nächsten drei Jahren Präsident der Wevelinghovener Bürgerschützen.

Bei ihrer Generalversammlung bestätigten die Mitglieder auch Regimentsoberst Manfred Moll in seinem Amt. Schriftführer wurde erneut Nikolai Dohlen. Wie Günter Piel berichtet, sind "alle wichtigen Vorbereitungen" für das Schützenfest (18. bis 21. August) getroffen worden. Bislang liegen dem Vorstand sechs Meldungen der Züge vor, die in den kommenden Monaten eine Großfackel bauen wollen. "Es ist aber durchaus noch mit einer weiteren Meldung zu rechnen", so Piel. Schon am 1. Juli ermitteln die Schützen ihren neuen Regenten beim Königsvogelschuss auf dem Gelände der "Erftruhe". Bereits am 23. Juni findet das große Stadtparkfest ein.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung vom 02.05.2012

Presseberichte 2011

25.08.2011 I ngz I Patrick Rohde ist neuer König in Wevelinghoven

Mit dem Krönungsball fand das Wevelinghovener Schützenfest jetzt einen feierlichen Ausklang. Bevor die neuen Regenten Patrick und Natascha Rohde inthronisiert wurden, hieß es Abschied nehmen vom Königspaar Christian Bolz und Julia Hirsch.

"Ihr habt Bürger und Schützen gleichermaßen begeistert. Wenn die Kutsche an den Zuschauern vorbeifuhr, brandete stets Jubel auf", attestierte Präsident Günter Piel den scheidenden Regenten. Und bei dieser Gelegenheit lenkte der Schützen-Chef auch die Aufmerksamkeit auf Bürgermeisterin Ursula Kwasny. Die hatte nämlich während des Umzugs am Samstag die Kutsche verlassen, um bei einer Schützenfamilie die Toilette zu benutzen. Als die Verwaltungschefin wiederkam, war jedoch die Kutsche weg. Mit eiligem Schritt und der Hilfe der Feuerwehr holte sie die anderen jedoch rechtzeitig zum Einmarsch ins Zelt wieder ein.

Nach der Übergabe des Königssilbers und der Insignien wurde Christian Bolz von seinem Schützenzug "Die Jägermeister" in seine Reihen zurückgeholt. Den Titel "Jüngster König aller Zeiten" trug Bolz nur ein Jahr, denn Kronprinz Patrick Rohde, 24 Jahre jung, löst den 29-Jährigen in Amt und Würden ab. Regimentsoberst Manfred Moll erhob ihn in den Ritterstand, Präsident Piel krönte Patrick und Natascha Rohde zum neuen Königspaar. Anschließend erwies ihm sein Hofstaat mit einem Knicks die Ehre, der Vorstand verneigte sich.

Patrick Rohde gründete vor zehn Jahren seinen Grenadierzug "Zylinderköpp" mit und marschiert als Zugführer vorneweg. Der Wunsch, irgendwann einmal Schützenkönig im Ort zu sein, sollte eigentlich nicht so früh erfüllt werden. "Als ihm bewusst wurde, dass der BSV eventuell ohne König da steht, konnte er das mit seinem Verantwortungsbewusstsein nicht vereinbaren", sagte Günter Piel. Nach Absprache mit seiner Frau Natascha (26) und der Familie stand der Entschluss fest, auf den Königsvogel zu schießen. Mit den beiden freuen sich die Söhne Maurice und Benji.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung vom 25.08.2011 / Foto: BSV

23.08.2011 I ngz I Die NGZ feiert mit den Schützen

Bierdeckel und Programmhefte waren gestern heiß begehrt: Denn sie ließen sich bestens zu Fächern umfunktionieren. Die waren beim NGZ-Stammtisch im Wevelinghovener Festzelt auch notwendig. Etwa 70 Gäste feierten dennoch gut gelaunt miteinander.

Es war die mittlerweile vierte Auflage des NGZ-Stammtischs im Wevelinghovener Festzelt. Und wenn es nach Präsident Günter Piel geht, war es ganz sicherlich auch nicht die letzte: "Diese Veranstaltung hat sich zu einer idealen Kontaktbörse entwickelt", schwärmte der Schützen-Chef. "Dieser Treff bietet sich an, um Gespräche in einer ungezwungenen Atmosphäre zu führen — alles in allem eine tolle Idee."

Mehr als 100 Gäste waren der Einladung ins Zelt gefolgt, um bei Blasmusik, Häppchen und gut gekühlten Getränken zu feiern. In die bunte Schar reihten sich auch Bürgermeisterin Ursula Kwasny, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und der Bundestagsabgeordnete Bijan Djir-Sarai (FDP) ein.

Geklönt wurde übrigens nicht nur über die große Politik. So schwärmte etwa CDU-Chef Benedikt Jerusalem von seinem ersten Schützenfest-Auftritt als Mitglied des Scheibenschützenzuges "He simmer", den er gleich als Zugkönig bestritt. Und Brudermeister Hans-Jürgen Burbach von der Marianischen Bruderschaft erinnerte sich schmunzelnd an seinen Einsatz bei der Schützenmesse am Sonntag. Da kein Messdiener da war, übernahm er kurzerhand diesen Job. Für Burbach kein Problem, schließlich hatte er schon vor Jahrzehnten bei der Messe in der Martinuskirche gedient.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (wilp) vom 23.08.2011 I Foto: M. Reuter

22.08.2011 I ngz I Gartenstadt in Schützenhand

Gut 1300 Marschierer – schmucke Schützen und stattliche Musiker – feiern in Wevelinghoven Schützenfest. König Christian Bolz – mit Heimatanschrift Ulm – ist "begeistert". Dienstag wird sein Nachfolger Patrick Rohde gekrönt.

Ganz Wevelinghoven feiert: Seit Tagen präsentiert sich die Gartenstadt im Festtagskleid — immer mit einem besorgten Blick zum Himmel. Pünktlich zum Festauftakt kam der Sommer zurück. Der Besucherandrang beim samstägigen Fackelzug wurde gestern Nachmittag beim imposanten Festumzug noch um ein Vielfaches überboten. Schützenkönig Christian Bolz (29) — an seiner Seite seine strahlende Lebensgefährtin Julia Hirsch (26) — genoss sichtlich seine Regentschaft.

Diese Freude ließ dann auch so manche Strapaze der vergangenen Monate vergessen. Schließlich lebt der König berufsbedingt in Ulm. Die Stunden auf der Autobahn oder im Zug hat er nicht gezählt. "Wir haben über 30 Einladungen wahrgenommen und ich war immer da, wenn der Vorstand getagt hat." Für ihn Verpflichtung und Selbstverständlichkeit. Jetzt wollen König Christian Bolz und Königin Julia Hirsch — die Residenz ist bei seinen Eltern an der Langwadener Straße 40 aufgebaut — den Festreigen "einfach nur genießen".

Mit mehr als 900 eigenen Schützen — ein stattliches Regiment geführt von Oberst Manfred Moll — überbieten die Wevelinghovener seit Jahren den BSV in Stadtmitte. Doch das war gestern kein Thema. Die Wevelinghovener zeigten sich von ihrer schmucken Seite.

Bereits morgens zum Gottesdienst in St. Martinus und zum Totengedenken auf dem Friedhof waren die Schützen in voller Zahl angetreten. Beim musikalischen Frühschoppen stand dann traditionell der Edelknabenkönig im Blickpunkt. Schützenpräsident Günter Piel übernahm die feierliche Krönung von Nico Hansen (10), damit er im Festzug als König des Edelknabenkorps an der Spitze seiner Freunde marschieren konnte. Der Zehnjährige, der gestern von seiner Mutter Sabine in die Obhut des Edelknabenbetreuers Guido Brandofsky entlassen wurde, hatte mit den kürzesten Weg zum Zelt: Er wohnt nämlich an der Oststraße.

Für BSV-Präsidenten Günter Piel, der die Nachfolge von Rudi Broens angetreten hatte, wurde das Wochenende zur Premiere: Piel meisterte seine neuen Aufgaben mit Bravour. "Es läuft alles rund. Ich habe aber auch einen tollen Vorstand", sprach er seinen Mitstreitern Lob und Anerkennung aus.

Der Sonntagabend stand ganz im Zeichen des "Balls der Könige". Sascha Mücke vom Grenadierzug "Zylinderköpp" wurde zum König der jungen Schützen gekrönt. Und König Christian Bolz wurde mit einer Sondereinlage des Reuschenberger Fanfarenkorps "beschenkt".

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (Ruth Wiedener) vom 22.08.2011 / Foto: M.Reuter

22.08.2011 I ngz I Tausende beim Fackelzug

Acht Großfackeln und viele kleine Pechfackeln sowie Laternen tauchten die Gartenstadt am Samstagabend in ein Lichtermeer. Bei gutem Wetter säumten Tausende Menschen die Gehsteige rund um den Zugweg.

Gleich zwei Fackeln holten sich den ersten Platz beim traditionellen Wettbewerb. Viele Fackeln widmeten sich regionalen sowie überregionalen Themen. So war die Schuldenkrise ebenso ein Thema, wie die Atomkatastrophe von Japan. Der Scheibenschützenzug "Alte Artillerie" ließ den Atomgeist über Windräder und Wasserkraftwerke schweben und titelte: "Fukushima macht uns klar das Atom nicht richtig war".

Den ersten Platz belegte der Jägerzug "Immer Durst" mit ihrem großen Dagobert Fackel und dem Spruch "Ist die Kasse leer müssen Spenden her". Ebenfalls auf dem ersten Platz schaffte es der Jägerzug "Wivekover Jonge" mit ihrer Jubiläumsfackel zum 40-jährigen Bestehen. Die hell leuchtenden Charaktere aus dem Film "Ice Age" konnten die Jury überzeugen. Gleich mit ihrer ersten Fackel schaffte es der Grenadierzug "Erftler 09" auf den fünften Platz.

Die Schützen, im Alter zwischen 17 und 20 Jahren, bauten ein großes Festzelt auf ihren Wagen und titelten "Von Feuerwerk und Attraktion zurück zu Brauchtum und Tradition". Zweiter wurde der Scheibenschützenzug "Schärpe Boschte" mit ihrem riesigen Fabelwesen als Schützenkönig. Der dritte Platz ging an den Atomgeist. Vierter wurden der Jägerzug "Grön Gemöß", mit der Schubkarre als Gemüsetransport.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (draxl) vom 22.08.2011 I Foto: BSV

19.08.2011 I ngz I Neue Attraktion auf Wevelinghovener Kirmes

Für Manfred Driesen steht fest: "Da gehe ich drauf." Zusammen mit Alexander Klömpges macht er schon einmal einen Rundgang über den Kirmesplatz in Wevelinghoven und steht vor dem Großfahrgeschäft "1001 Nacht".

Driesen und Klömpges gehören zum Vorstand des Bürger- Schützen-Verein (BSV) Wevelinghoven und verschaffen sich schonmal einen Eindruck davon, was die Kirmesbesucher an Attraktionen erwartet. "Mit 1001 Nacht haben wir wieder eine neue Attraktion im Ort", sagt Alexander Klömpges. Die Schützen sind bemüht, den Bürgern jedes Jahr ein Fahrgeschäft zu präsentieren, das bis dahin noch nie in Wevelinghoven war. Dany Hartmann betreibt "1001 Nacht". Das Geschäft ist eine Art fliegender Teppich, bietet 40 Fahrgästen Platz und katapultiert sie in 27 Meter Höhe. Seit 1984 tourt Hartmann damit durch Europa. "1001 Nacht" stand schon im Wiener Prater und im Fort -Fun-Abenteuerland. "Wir freuen uns, dass dieses Geschäft jetzt Station auf unserer Kirmes macht", sagt Driesen. Einen Tag lang brauchen Dany Hartmann und seine Mitarbeiter für den Aufbau. Beim Rundgang von Manfred Driesen und Alexander Klömpges sind noch einige Feinheiten zu erledigen. Doch bis Driesen zur Fahrt einsteigen kann, dauert es nicht mehr lange.

Die Fahrgeschäfte öffnen morgen um 14 Uhr. Eine Stunde später macht Driesen seinen traditionellen Kirmes-Rundgang mit den Edelknaben - inklusive Testfahrten. Rund 20 Schausteller locken auf die Kirmes. Neben "1001 Nacht" gibt es einen Autoscooter, eine Raupe und mehrere Fahrgeschäfte für Kinder. Manfred Driesen und Alexander Klömpges sind überzeugt, dass die Mischung gut geworden ist. Das Festzelt steht ohnehin schon. Das Schützenfest in Wevelinghoven kann beginnen.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (abu) vom 18.08.2011 / Foto: NGZ

18.08.2011 I ngz I Junge Majestäten regieren Gartenstadt

Christian Bolz und Julia Hirsch sind das junge Königspaar des Bürgerschützenvereins Wevelinghoven. Beruflich hat es sie nach Ulm verschlagen. Majestäten aber sind sie in des Königs Heimat.

Spätestens jetzt ist Julia Hirsch eine richtige Rheinländerin. Als Königin steht die Norddeutsche Christian Bolz beim Schützenfest des Bürgerschützenvereins (BSV) Wevelinghoven zur Seite. Und die jungen Majestäten — Christian Bolz ist 29, Julia Hirsch 26 Jahre alt — haben bei ihrem Ehrentanz am Krönungsabend gleich mal neue Wege beschritten: Sie fegten zu Klängen der Rockgruppe Aerosmith über die Tanzfläche.

Der Jugendstil kommt an. Treffsicher zeigte sich Christian Bolz jedoch nicht nur bei der Auswahl des Musikstückes: Beim Vogelschuss im vergangenen Jahr hatte er den Vogel bereits mit dem sechsten Schuss von der Stange geholt. Danach wurde ausgiebig mit seinem Zug "Die Jägermeister" an der Langwadener Straße gefeiert. Dort wohnen des Königs' stolze Eltern, an deren Haus auch die Residenz errichtet wurde. Vor den eigenen vier Wänden des Königspaares wäre das zwar auch möglich gewesen — aber ein bisschen weit fürs Abholen zur Parade: Christian Bolz und Julia Hirsch leben in Ulm.

Die Donau bietet ihnen daher oft Entspannung. Abendliche Spaziergänge lassen die Majestäten vom beruflichen Alltag abschalten. Doch so richtig lassen sie den Beruf und die Wahl-Heimat am Wochenende dort hinter sich, wo Christian Bolz aufwuchs: in Wevelinghoven. Klar, dass es für den Projektmanager ein lang gehegter Wunsch war, einmal König zu werden.

Vom 20. bis 23. August sind Christian Bolz und Julia Hirsch jetzt die höchsten Repräsentanten des BSV. In Ulm, um Ulm und um Ulm herum werden sie danach mit großer Freude berichten, wie es sich anfühlt, Majestät zu sein, und wenn ein ganzes Regiment zu Ehren der Würdenträger aufmarschiert.

Spätestens mit der Ernennung zur Königin hat Christian Bolz seine aus der Nähe von Bremen stammende Königin in der Gartenstadt "eingemeindet". Wie man Schützenfest feiert und dass das Sommer-Brauchtum im Rheinland etwas ganz Besonderes ist, hat die examinierte Sporttherapeutin längst gelernt. Tipps gegen müde Beine bei der Parade hat sie mit Sicherheit auch: Julia Hirsch hat an der Sporthochschule Köln studiert.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung vom 18.08.2011 I Foto: BSV

18.07.2011 I ngz I Patrick Rohde holt Königsvogel

Die Wevelinghovener Schützen jubeln: Der gebürtige Neusser Patrick Rohde (24) ist Zugführer vom Grenadierzug "Zylinderköpp" und sicherte sich gestern mit dem zwölften Schuss die Königswürde. Mit dem Maschinenführer, Lyraspieler beim TC Wevelinghoven und Florianer freuen sich Ehefrau Natascha sowie die beiden Söhne Maurice und Benji. Das Paar wird am Festdienstag, 23. August, gekrönt. Beim Pfänderschießen waren folgende Schützen erfolgreich: Sebastian Zeschin Jägerzug "Gröne Jonge" traf den Kopf, Reiner Nicklas Scheibenschützenzug "Waidmannsheil" den rechten Flügel, Manuel Sousa Jägerzug "Erftjäger" den linken Flügel und Uwe Reinartz Jägerzug "Frisch und Munter" den Schweif.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (busch-) vom 18.07.2011 / Foto: BSV

20.06.2011 I ngz I Schützen ließen Stadtpark erstrahlen

Farbenprächtige Illuminationen verwandelten den Wevelinghovener Stadtpark in einen Märchenwald.

Lichtschläuche erhellen den Weg zu den schneeweißen Pavillions, die Schutz vor dem Regen bieten. Die Wevelinghovener Schützen haben zum vierten Mal das Stadtparkfest organisiert. Rund drei Monate dauerte die Vorbereitung. Nachdem CDU und Feuerwehr die Veranstaltung aufgegeben hatten, wollten die Schützen nicht darauf verzichten: "Ohne dieses Fest fehlte etwas" meint Schützen-Präsident Günter Piel (59). Der Erfolg gibt den Schützen Recht: "In den vergangenen Jahren waren nie weniger als 400 Gäste da. Sie kommen bei Wind und Wetter - das freut uns natürlich." Zudem stelle das Stadtparkfest einen wichtigen Teil der Finanzierung des Vereins dar. Rund 15 der schönsten Bäume im Stadtpark hatten die Schützen mit bunten Lampen geschmückt. Günter Piel: "Der Park ist ideal dafür." Das Vorstandsteam habe sich um die Beleuchtung gekümmert. "Toll das der BSV diese Tradition übernommen hat", sagt auch Scheibenschütze und Ehrenmajor Helmut Hauser (62). "Im Stadtpark kommen die Wevelinghovener zusammen und erwecken ihn zum Leben."

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (vest) vom 20.06.2011 / Foto: BSV

26.05.2011 I ngz I Sicherheit macht Feste teurer

Seit der Loveparade 2010 wird der Sicherheit bei Events besondere Aufmerksamkeit gewidmet – mit Folgen: Schützen stöhnen über hohe Kosten. Die Stadt hat eine Koordinierungsstelle eingerichtet.

Nach dem Unglück mit 21 Toten bei der Loveparade in Duisburg verlangen Behörden auch für kleinere Events ausgefeilte Sicherheitskonzepte. Die bescheren nicht nur Arbeit, sondern kosten auch eine Menge Geld. Das weiß Günter Piel, Präsident der Wevelinghovener Bürgerschützen: "Für die Bälle am Samstag und Montag müssen wir einen professionellen Security-Dienst verpflichten – am Samstag sind 15 Sicherheitsleute im Einsatz." Das hat seinen Preis: insgesamt etwa 2000 Euro. "Das trifft uns schon hart", meint Piel. Ähnlich sieht es in Grevenbroich aus: Auch dort muss das Zelt umgestaltet und ein zusätzlicher Notausgang eingerichtet werden. Und: "Wegen der Größe unseres Zelts sind wir der einzige Schützenverein in der Stadt, der eine Feuerwache stellen muss", erklärt Präsident Peter Cremerius. Bislang habe das den BSV 1500 Euro gekostet, seit 2010 muss er einen doppelt so hohen Preis zahlen – hinzu kommen die Kosten für die Security. "Das läppert sich", so Cremerius. Auch strengere Jugendschutz-Kontrollen werden verlangt: Die Schützen werden ab diesem Jahr drei unterschiedliche Eintrittsbändchen verteilt, um die Altersgruppen besser unterscheiden zu können. Auch andere müssen hohe Auflagen erfüllen. "Der Mehraufwand ist erheblich. Für unsere Halloween-Party mussten wir für je 100 Besucher einen Sicherheitsmitarbeiter stellen, unsere Mehrkosten lagen im vierstelligen Bereich", erklärt Marc Pesch (36), der viele Dutzend Events organisiert hat. "Als professioneller Veranstalter kennt man die Auflagen, Schützen und andere Ehrenamtler dagegen sind damit nicht so vertraut." Pesch stellt fest: "Die Städte fragen heute schon bei kleineren Veranstaltungen genau, welches Publikum angesprochen wird. Je jünger die Besucher, um so mehr Wert wird auf Sicherheit und Alkoholkontrollen gelegt." Der Wevelinghovener erklärt aber auch: "Ich denke, dass das Publikum bereit ist, einen etwas höheren Eintrittspreis zu zahlen, wenn die Veranstaltung gut organisiert ist. Die Besucher wollen kein Chaos." Gut sei, so Pesch, die Kooperation mit der Stadt. Auch Stadtsprecher Andreas Sterken weiß, dass die Vorbereitung von Events aufwendiger geworden ist. "Zurzeit werden alle Anträge für Veranstaltungen auf Herz und Nieren geprüft – auch Kindergartenfeste." Die Stadt hat jetzt eine Koordinierungsstelle geschaffen, die die Arbeit in der Verwaltung bündelt und zentraler Ansprechpartner für Veranstalter ist. Koordinator Wolfgang Jurk (46) nimmt Anträge für Events und die Arbeitsblätter entgegen, auf denen Veranstalter die nötigen Daten vermerken. Und er prüft etwa, welche Ämter zu beteiligen und welche Auflagen zu erfüllen sind.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (wilp) vom 26.05.2011

02.05.2011 I ngz I Günter Piel neuer Präsident des BSV Wevelinghoven

Der Bürgerschützenverein steht seit gestern unter neuer Leitung: Günter Piel ist jetzt Präsident der Wevelinghovener Brauchtumsfreunde. Der bisherige "Vize" wurde mit großer Mehrheit im Festzelt auf dem Marktplatz gewählt.

An seiner Seite: Marcus Odenthal. Der Schützenkönig des vergangenen Jahres wurde - auf Vorschlag des Vorstandes - zum neuen stellvertretenden Präsidenten gewählt. Rudi Broens stand 14 Jahre lang an der Spitze des Bürgerschützenvereins. Der beliebte Vereinsfunktionär hatte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für das Amt kandidiert, im Februar wurde er feierlich mit dem Großen Zapfenstreich vom Regiment verabschiedet. Gestern gab es eine weitere Überraschung für den sympathischen Wevelinghovener: Die Schützen wählten ihn zum Ehrenpräsidenten, Rudi Broens war gerührt.

Sein Nachfolger Günter Piel ist alles andere als ein Unbekannter im heimischen Brauchtum - er kann mittlerweile auf eine über 25-jährige Tätigkeit im Vorstand zurückblicken. Eine weitere Urkunde gabes am Vormittag für den ehemaligen Major der Scheibenschützen, Dr. Helmut Hauser. Er war im März nach 20 Jahren an der Spitze des Korps von seinem Amt zurückgetreten. Damals wurde er für seine Verdienste zum Ehrenmajor der Scheibenschützen ernannt, seit gestern ist er auch Ehrenmitglied der Bürgerschützen. Sein Nachfolger ist bereits im Amt: Hans Jürgen Stölting vom Zug "He Simmer".

Die wichtigste Abstimmung im Festzelt: Mit einem kräftigen "Zog-Zog" sprachen sich die BSV-Mitglieder dafür aus, dass auch in diesem Jahr wieder Schützenfest in Wevelinghoven gefeiert wird. Eine Änderung wird es geben: Der Montagsumzug wird um eine Stunde nach hinten verlegt, er beginnt erstmals um 17.30 Uhr. Der Grund: "Viele Mitglieder der Tambourcorps arbeiten noch um 16.30 Uhr und können um diese Zeit nicht antreten", so der Schriftführer Nikolai Dohlen: "Der Verein hätte Musiker hinzukaufen müssen, was zusätzliche Kosten bedeutet hätte". Und Sparen ist ohnehin angesagt, im Bürgerschützenverein: Gestern wurde eine Beitragserhöhung für Mitglieder über 21 Jahre beschlossen. Der Grund: "Nach der Loveparade-Katastrophe in Duisburg müssen wir für das Festzelt ein umfangreiches Sicherheitskonzept umsetzen, das kostet Geld", unterstrich Nikolai Dohlen.

Bevor das Jahresfest im August beginnt, laden die Bürgerschützen bereits für den 18. Juni zum Feiern ein. Dann werden sie die Wevelinghovener Stadtparkinsel illuminieren und wieder zum traditionellen Stadtparkfest bitten.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (wilp) vom 02.05.2011 I Foto (BSV)

14.03.2011 I ngz I Bürger säubern ihre Stadt

Die Stadt Grevenbroich rief am Wochenende zum alljährlichen "Frühjahrsputz" auf. Rund 1700 Bürger beteiligten sich freiwillig an dieser Aktion. Gemeinsam wurden 75 Kubikmeter Müll eingesammelt.

Mit Schubkarren, blauen Säcken und kleinen Anhängern ausgerüstet, rückten am Samstag in allen Orten der Stadt freiwillige Helfer dem illegal entsorgten Müll zu Leibe. Auch die Wevelinghovener Schützen sagten dem Unrat in der Gartenstadt den Kampf an. Dass die Brauchtumsfreunde am "Frühjahrsputz" der Stadt teilnehmen, ist so etwas wie Tradition. Günter Piel (58) organisierte vor zwölf Jahren die erste Aufräum-Aktion der Schützen. "Die Stadt machte damals den Vorschlag – und seitdem sind wir jedes Jahr dabei gewesen", so der BSV-Vizepräsident.

Rund 30 Schützen trafen sich am Samstag am Denkhaus, um gegen kleine Bonbonpapierchen oder große wilde Müllkippen anzugehen. Ansgar Rieden (38) ist schon seit Jahren dabei. "Ich helfe sonst immer mit einem kleinem Lastwagen, doch der ist derzeit leider kaputt", so der Schütze des Artilleriekorps. Zusammen mit seinen Zugkameraden zog er schon ganze Couchgarnituren aus dem Wäldchen am Tribünenweg. Für wilde Müllkippen hat Rieden kein Verständnis: "Mich macht es sehr sauer, wenn ich sehe, was die Leute alles in der Natur entsorgen. Sperrmüllentsorgung kostet nichts – und trotzdem entsorgen viele rücksichtslose Menschen ihren Hausstand im Wald", sagt er wütend.

Nikolai Dohlen übernahm 2007 das Amt von Günter Piel und kennt die Stellen der illegalen Müllentsorger. "Am Tribünenweg und an den Auf- und Abfahrten der Landstraße 361 ist es immer sehr schlimm", berichtet der 31 Jahre alte Schriftführer des Bürgerschützenvereins. Einige Tage vor der eigentlichen Aktion geht Hubert Gaspers schon einmal die Wege ab und markiert Sammelstellen, wo die Zivildienstleistenden vom Schneckenhaus nachher die Säcke abholen können.

Ralf Dietrich ist der Organisator der Stadt Grevenbroich und koordiniert zusammen mit Norbert Wolf vom Schneckenhaus die Aktion. "Ein großes Problem waren in diesem Jahr die vielen Mülltonnen der EGN. Viele Bürger entsorgten die alten Tonnen einfach im Wald", so Dietrich. Weitere Funde waren: Fernseher, Autobatterien, Hausstand und ein Paar Skier. Insgesamt konnte die Stadt auf 1700 Teilnehmer zurückgreifen, welche 75 Kubikmeter Müll in den Ortsteilen und in der Stadtmitte sammelten. "Wir sind froh, dass sich so viele Menschen um die Natur Gedanken machen und uns an einem solchen Tag unterstützen. Ich kann mich im Namen der Stadt nur bei allen Helfern bedanken", erklärte Dietrich.

Die Wevelinghovener konnten nach rund zweistündiger Arbeit auf etwa 50 volle Müllsäcke blicken und ließen den Tag bei einer heißen Erbsensuppe und kühlen Getränken ausklingen. Die Zivildienstleistenden der Stadt konnten um 19:30 Uhr Feierabend machen und darauf hoffen, dass Grevenbroich jetzt eine Zeit lang sauber bleibt.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (draxl) vom 14.03.2011

26.02.2011 I ngz I Gestern Abend: Großer Zapfenstreich für Rudi Broens

Das hat er verdient. Da waren sich gestern alle Gäste einig. Rudolf Broens, der langjährige Präsident der Wevelinghovener Bürgerschützen, wurde am Abend von seinem Regiment feierlich mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet.

Nach 13 Jahren an der Spitze der Traditionsgemeinschaft hatte Broens in 2010 aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt. Für sein Engagement wurde dem beliebten Präsidenten eine besondere Ehre zuteil. Gegen 19.15 Uhr marschierte eine stattliche Abordnung des Regimentes mit Pechfackeln auf der Poststraße auf. Ziel war das historische Jugendstil-Rathaus, dort hatten sich rund 200 geladene Gäste um Rudolf Broens versammelt. In der anbrechenden Dunkelheit intonierten die Mitglieder des Tambourcorps Wevelinghoven unter der Leitung von Ulrich Huth und die von Sebastian Sürgert dirigierte Musikkapelle Mönchengladbach den Großen Zapfenstreich. Im Anschluss hatte der BSV zum Festkommers in die "Erftruhe" geladen. Auf dem Weg dorthin brachte der MGV- Cäcilia dem Präsidenten an der Evangelischen Kirche ein spontanes Ständchen. Zu den Gästen zählten Bürgermeisterin Ursula Kwasny sowie Delegationen der Kirmesgesellschaft Langwaden und der Bürgerschützenvereine Grevenbroich und Kapellen. Die Laudatio auf den scheidenden Präsidenten des größten Regimentes der Stadt hielt sein Vize Günter Piel.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (wilp) vom 26.02.2011

Presseberichte 2010

26.08.2010 I ngz I Schützen feiern Präsident Broens mit Wunderkerzen

Selten dürfte eine Königskrönung in Wevelinghoven so ergreifend gewesen sein. Das lag nicht am alten oder neuen Königshaus, sondern am langjährigen Präsidenten Rudolf Broens (59).

Der wird sich aus gesundheitlichen Gründen zwar erst zum Jahresende von seinem Amt zurückziehen. Trotzdem lag schon jetzt Abschied in der Luft, es wurden ihm zu Ehren Wunderkerzen entzündet, und selbst Bürgermeisterin Ursula Kwasny konnte und wollte sich ein paar Tränen nicht verkneifen.

Der scheidende König Marcus und seine Königin Verena Odenthal hatten ihre Regentschaft so richtig genossen und ihr "Volk" mitgerissen. Zur Belohnung gab es eine herzliche Verabschiedung. Den lang anhaltenden, rhythmischen Applaus werden sie wohl so schnell nicht vergessen.

Dann wurde aus dem Kronprinz ein König: Oberst Manfred Moll führte den symbolischen Ritterschlag mit dem Säbel auf die Schulter des erst 28 Jahre alten Christian Bolz aus. Dann bekam er das Königssilber umgehängt, das in Teilen von der Marianischen Schützenbruderschaft und aus dem 17. Jahrhundert stammt. "Genießt diesen Augenblick und freut euch auf die bevorstehende Zeit — es lohnt sich", erklärte der Grevenbroicher König Christoph Oberbach.

Christian Bolz erzählte den "lieben Zeltinsassen", dass er 1993 Edelknabenkönig gewesen war und freute sich "auf ein ereignisreiches Jahr mit euch allen". Königin Julia Hirsch (25) sah phantastisch aus in ihrem langen, violettfarbenen Kleid. Präsident Broens hatte zuvor die Schützenlaufbahn des neuen Königs Revue passieren lassen, verriet, dass er derzeit in Nürnberg arbeite, sprach von seiner "frühen Leidenschaft für das Schützenfest". Broens hatte in seiner 13-jährigen Zeit als Präsident vor allem die Kontakte zu benachbarten Schützenvereinen neu belebt.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung vom 26.08.2010 / Foto: BSV

24.08.2010 I ngz I NGZ feiert mit den Schützen

Gemeinsam mit dem Bürgerschützenverein lud die NGZ gestern zum Stammtisch ins Wevelinghovener Festzelt ein. Gäste aus Politik, Verwaltung, Kirche und öffentlichem Leben verbrachten einige vergnügte Stunden unter Freunden. Und ein Bäcker hatte einen ganz großen Auftritt.

Schützenkönigin Verena Odenthal war einfach nur froh: "Fünf Minuten später, und wir wären am Sonntag komplett durchnässt worden." So konnten die Regenten trockenen Fußes feiern — bis 4 Uhr morgens. Gestern wurde das Fest fortgesetzt: Zum NGZ-Frühschoppen kamen viele Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem öffentlichen Leben ins Zelt.

Darunter auch der Gilverather Bäckermeister Günter Pesch: Er hatte eine riesige "Prummetaat" für König Marcus Odenthal gebacken und ließ die Gäste im Festzelt gegen einen Einsatz von fünf Euro raten, wie viele Pflaumen in dem Backwerk steckten. Zwei konnten sich freuen: Norbert Breil aus Kaarst, der mit 466 genau richtig tippte, und die Edelknaben, die den Erlös des Gewinnspiels einheimsten — nämlich 500 Euro.

Präsident Rudolf Broens freute sich hingegen über den regen Zuspruch beim NGZ-Stammtisch — übrigens zum letzten Mal als Wevelinghovener Schützen-Chef. Denn zum Ende des Jahres wird er seinen Posten zur Verfügung stellen. Aus Dank für sein Engagement wollen ihn die Brauchtumsfreunde zum Ehrenpräsidenten ernennen. Auch für Helmut Hauser heißt es Abschied nehmen: Er ist zum letzten Mal Major der Scheibenschützen. Dafür blickt einer seiner Premiere entgegen: CDU-Stadtverbandschef Benedikt Jerusalem sieht seiner "Probezeit" als Wevelinghovener Schütze entgegen: "Im nächsten Jahr bin ich dabei", meint er. Zu den Gästen in der Gartenstadt zählte auch eine Abordnung aus Grevenbroich: Neben dem Königspaar Christoph und Sonja Oberbach war auch Regimentschef Joachim Schwedhelm mit dabei. Und einer kam, um das Wetter persönlich zu checken: Dieter Krüll. Der ehemalige Neusser König und Ex-Major der Scheibenschützen gönnt den Wevelinghovenern zwar nichts schlechtes — doch aus langjähriger Erfahrung weiß er: "Wenn hier das Wetter schlecht ist, wird es in Neuss richtig schön."

Übrigens: Bäcker Pesch hat versprochen, auch die Grevenbroicher beim Frühschoppen zu überraschen — mit einem Windbeutel: "Durchmesser 1,10 Meter!"

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (wilp) vom 24.08.2010 I Foto: M. Reuter

23.08.2010 I ngz I 1300 Marschierer unterwegs

Mit mehr als 900 eigenen Schützen wird in Wevelinghoven das Schützenfest gefeiert. Schützenkönig Marcus Odenthal ist so zufrieden, dass er gar nicht abdanken will. Am Dienstag übernimmt Christian Bolz das Schützensilber.

Viele Besucher beim Fackelzug mit elf Großfackeln, ein zufriedener König: In Wevelinghoven feiert das größte Regiment ein glanzvolles Fest. Nach dem ersten Höhepunkt mit dem Fackelzug sorgte die Showband "Soundconvoy" dann dafür, dass es auf der Tanzfläche verdammt eng wurde. Und Schützenkönig Marcus Odenthal hat "noch keine Minute" seiner Regentschaft bereut.

Mit mehr als 900 eigenen Schützen überbieten die Wevelinghovener sogar den Bürgerschützenverein in der Stadtmitte. Deshalb gibt es auch nur einen Gastzug, den in der Regel der König stellt. Odenthal verzichtete diesmal zugunsten des Scheibenschützencorps, das 40 Jahre existiert und als Gäste die Langwadener Scheibenschützen eingeladen hatte. Mit Musik marschierten rund 1300 Menschen durch den festlich geschmückten Ort.

Sonntagmittag nahm Präsident Rudolf Broens die Krönung des Edelknabenkönigs Pascal Vrijaldenhoven vor. Für Broens ist dies übrigens das letzte Schützenfest als Präsident, er muss aus Gesundheitsgründen kürzertreten.

Was den scheidenden Präsidenten freut: dass die Jugend stark ist. Da ist das 27-köpfige Edelknabencorps und der Grenadierzug "Erftler 09", bestehend aus ganz jungen Schützen, marschierte jetzt zum ersten Mal mit. Die Jungschützen werden von Jungschützenkönig Simon Büttgenbach repräsentiert, der am Sonntagabendgekrönt wurde.

König Marcus Odenthal (41) zog für sich und seine Königin Vanessa (34) am Sonntag eine positive Bilanz: "Es ist alles genau so, wie wir uns das erhofft, erträumt und gewünscht hatten. Ich glaube, ich komme am Dienstag gar nicht zur Abkrönung", scherzte der amtierende König. Sein Nachfolger Christian Bolz ist mit 28 Jahren ein besonders junger König. Er wird morgen Abend gekrönt.

Fackelbeauftragte von befreundeten Vereinen hatten die Fackel des Jägercorps als beste bewertet, gefolgt von der Jubiläumsfackel der "Wievkover Sondermischung".

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (RBarnholt) vom 22.08.2010 / Foto: M.Reuter

19.08.2011 I ngz I Die Odenthals regieren Wevelinghovens Schützen

Der Jubel war groß, als Marcus Odenthal beim Königsschießen den Holzvogel mit dem zwölften Schuss von der Stange holte. Gemeinsam mit seiner Frau Verena steht er ab Samstag im Mittelpunkt des Wevelinghovener Schützenfests. Unterstützt wird das feierfreudige Paar vom Königszug "Alte Fanfaren".

Beruflich ist der 40 Jahre alte König als Abteilungsleiter eines Versicherungsmaklers tätig. Der gebürtige Wevelinghovener begann seine Schützenlaufbahn im Fanfarenkorps und ist seit 2001 Mitglied beim Scheibenschützenzug "Alte Fanfaren". So kann Odenthal heute auf eine fast 20-jährige Vereinszugehörigkeit zurückblicken. In seiner Freizeit widmet sich der Wevelinghovener Regent der Musik: Er spielt in der regional bekannten Band "California Blue" und sorgt sowohl im Karneval als auch bei Schützenfesten für Stimmung. Seine Frau Verena ist dem Schützenwesen ebenfalls verbunden, ist sie doch in Neuss geboren. Beruflich ist die 32-Jährige als IT-Administratorin bei einer Modehauskette tätig. Bereits am Krönungsabend präsentierte sich das frisch gekrönte Königspaar den Schützen und Gästen in voller Vorfreude auf das Königsjahr. So begeisterte König Marcus das Publikum im Festzelt mit einer launigen Dankesrede.

Die Nachfolger des Königspaares Odenthal stehen bereits in den Startlöchern: Christian Bolz und Julia Hirsch werden am Dienstag zum Abschluss des Schützenfestes inthronisiert. Der 28 Jahre alte Sportwissenschaftler, der in Nürnberg tätig ist, begann seine Schützenkarriere als Edelknabe, heute ist er Mitglied des Jägerzuges "Die Jägermeister" und kann 2011 seine 25-jährige Vereinszugehörigkeit feiern. Mit seiner Kronprinzessin Julia Hirsch verbindet ihn das gemeinsame Studium an der Sporthochschule Köln, die 25-Jährige ist seit Ende ihres Studiums als Sporttherapeutin in einer orthopädischen Reha-Klinik tätig.

Außer der Leidenschaft für das Schützenwesen beanspruchen weitere Hobbys viel Zeit von Christian und Julia. Die Liebe zu Köln sowie zahlreiche sportliche Aktivitäten, Musik und ein großer Freundeskreis stehen im Vordergrund.

Die künftige Residenz wird das Paar bei den Eltern des Kronprinzen an der Langwadener Straße haben. Bereits jetzt wird fieberhaft vorbereitet.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (abu) vom 19.08.2010 / Foto: NGZ

18.08.2010 I ngz I BSV mit eigenem Sekt

Am Samstag beginnt das Wevelinghovener Schützenfest. Für viele ein Grund, vorFreude die Sektkorken knallen zu lassen. Die Brauchtumsfreunde unter Leitung von Rudolf Broens können dafür sogar jetzt ihre eigene Prickelbrause köpfen. Denn auf Initiative des örtlichen Rewe-Chefs Hans Rippers gibt es nun die Marke “BSV Wevelinghoven”, ein Jahrgangssekt von der Mosel. “Der ist trocken, aber sehr weinisch im Geschmack”, urteilte BSV-Vize Günter Piel nach dem ersten Schluck. Das Etikett wurde vom Grafiker Helmut Coenen entworfen und zeigt neben dem Wappen der Bürgerschützen auch das historische Rathaus. “Das ist ganz bestimmt etwas für Sammler”, meint Vorstandsmitglied Alexander Klömpges. Wenn der Sekt seine Käufer findet, soller nämlich künftig in jedem Jahr vor dem Fest verkauft werden – mit wechselndem Motiv auf der Flasche. Marcus Odenthal hat sich bereits ein Kontingent gesichert, um damit seine Gäste zu verwöhnen. Erster Höhepunkt des Schützenfestes ict der Fackelzug am Samstagabend, gegen 22 Uhr wird den Besuchern zudem ein Feuerwerk geboten. Attraktion auf dem Kirmesplatz ist der Polyp. Vor einer Fahrt sollte jedoch auf den Sektgenuss verzichtet werden.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung vom 18.08.2010 I Foto: BSV

Der Sekt zum Preis von 4,99 EUR / 0,75-Liter-Flasche ist ab sofort im REWE-Markt Wevelinghoven erhältlich. An jeder verkauften Flasche ist der Bürger- Schützen-Verein mit einer kleinen Spende beteiligt.

12.07.2010 I ngz I Bolz schießt den Vogel ab

Die Thronfolge ist geklärt, seit gestern hat der Bürgerschützenverein Wevelinghoven einen neuen Kronprinzen: Christian Bolz holte mit dem sechsten Schuss den Vogel von der Stange. Er war der einzige Bewerber um das Königsamt. Der neue Kronprinz ist 28 Jahre alt, seit seinem fünften Lebensjahr marschiert er in den Reihen des BSV. Im nächsten Jahr feiert Christian Bolz sein Silberjubiläum - was denn auch ausschlagggebend für den Vogelschuss war. Das Mitglied des Jägerzuges "Die Jägermeister" wird gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Julia Hirsch (25) regieren, beide haben sich an der Sporthochschule Köln kennengelernt. Christian Bolz ist Diplom- Sportwissenschaftler, er arbeitet und lebt in Nürnberg. Julia Hirsch ist dort als Sporttherapeutin an einer Reha-Klinik tätig. Was beide verbindet: die Liebe zu Köln und zum FC. Ihre Residenz wird an der Langwadener Straße zu finden sein, im elterlichen Haus des Kronprinzen.

König jungen Schützen wurde Simon Büttgenbach (20) vom Jägerzug "Erftjäger", der sich an der Vogelstange gegen seine Mitbewerber durchsetzte.

Die Pfänder holten Dirk Gehlen (Jägerzug "Grön Gemöß", Kopf), Heinz Bayer (Jägerzug "Vogelfrei", rechter Flügel), Alfred Mayr (Jägerzug "Erftspatzen", linker Flügel) und Frank Erler (Grenadierzug "Fracksausen", Schweif).

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (wilp) vom 12.07.2010 / Foto: BSV