Das sind die Highlights auf der Kirmes in Wevelinghoven

Haben sich am Donnerstag einen ersten Eindruck von der Kirmes verschafft (v.l.): Dennis Schlößer, Ralf Rosenberger, Marcus Odenthal, Tim Weitz, Alexander Klömpges und Heinz Bayer vom BSV, hier zu sehen am „Flying Circus“.

Quelle: Neuss-Grevenbroicher-Zeitung 21.08.2026

von Christian Kandzorra

Wevelinghoven · Diesen Freitag fällt der Startschuss für Schützenfest und Kirmes in Wevelinghoven. Diesmal gibt es zwei große Neuheiten auf dem Platz: Auf dem Kettenflieger geht es hoch hinaus, während die Überkopf-Loopingschaukel einigen Nervenkitzel verspricht.

Einsteigen, anschnallen und ab geht die Post: Kirmesgefühl in der Gartenstadt! Zum Kinderumzug diesen Freitag (16.30 Uhr) fällt auch der Startschuss für die Schausteller. Diesmal gibt es drei Großfahrgeschäfte auf dem Platz, sagt Alexander Klömpges vom Bürgerschützenverein. Bei ihm laufen traditionell alle Fäden zusammen, wenn es um den Rummel im Herzen von Wevelinghoven geht. Er freut sich, dass unter den Fahrgeschäften auch zwei Neuheiten sind.

Weithin sichtbar ist etwa der Kettenflieger „Flying Circus“ der gerade im Raum Köln bekannten Schaustellerfamilie Weber. „Den Karussellturm haben wir erstmalig hier in Wevelinghoven“, sagt Klömpges. Wer in eine der Gondeln steigt, sollte schwindelfrei sein: Es geht bis zu 36 Meter in die Höhe, sagt Schaustellerin Jenny Weber, die sich freut, auf dem Platz an der Erft vertreten zu sein. Sie hofft auf gutes Wetter. Der Fahrpreis liegt bei fünf Euro pro Person. Na dann: guten Flug.

Fest im Sattel sitzen sollten auch diejenigen, die nach dem Höhenflug am Fahrgeschäft von Jimmy Schaak aus Euskirchen landen. In seiner Überkopf-Loopingschaukel wirkt bei der Beschleunigung eine Kraft von 4G auf die Fahrgäste: das Vierfache ihres Körpergewichts. Das Geschäft verspricht also einigen Nervenkitzel. Bis zu 16 Personen können gleichzeitig fahren, Überschlag inklusive. „Mitfahren ist ab einer Körpergröße von 1,40 Meter möglich“, sagt Schaak, der pro Fahrt und Person sechs Euro veranschlagt.

Wer es lieber etwas ruhiger angehen lassen möchte, ist bei Dammo Eylart an der richtigen Adresse. Der Südstädter ist zum zweiten Mal mit seinem Autoscooter auf dem Wevelinghovener Marktplatz vertreten und verspricht Spaß für die ganze Familie. 24 Fahrzeuge stehen bei ihm zum Einstieg bereit, darunter zwei „Oldtimer“ aus den 1960er-Jahren. Es sind Einsitzer, die aber mindestens genauso flott sein sollen wie die modernen Zweisitzer. Für Eylart bedeuten die beiden Oldies ein Stück Identität. „Mein Ur-Urgroßvater hat das Unternehmen einst gegründet. Wir hatten einen der ersten Autoscooter bundesweit“, sagt Eylart, der den Betrieb nun in sechster Generation führt. Mit seinen drei Söhnen steht der Nachwuchs, also die siebte Generation, bereits in den Startlöchern. Was aber kostet das Vergnügen? Eylart hat drei Preise. Einen Fahrchip gibt’s zu vier Euro, vier Fahrchips kosten zehn Euro – und neun Chips 20 Euro.

Losgelöst von den drei großen Fahrgeschäften bietet der Platz natürlich noch viel mehr: Ein zweietagiges Schleifen-Karussell gehört genauso dazu wie ein Autoscooter explizit für kleine Kinder. Darüber hinaus erfüllt die Budenstadt so ziemlich alle Kirmeswünsche. BSV-Präsident Marcus Odenthal sieht die Kirmes sehr gut aufgestellt und lobt auch Alexander Klömpges: „Er kennt Gott und die Welt, pflegt gute Connections zu den Schaustellern.“ Tatsächlich sollen für die Kirmes in diesem Jahr nicht weniger als 85 Schausteller-Bewerbungen eingegangen sein. „Wevelinghoven ist ein beliebter Platz“, sagt Klömpges, der als Gründe die zentrale Lage und den festen Unterboden nennt. Außerdem ist es kein Geheimnis, dass die Gartenstädter recht kirmesaffin sind: Es gibt Plätze, die auch geschäftlich weitaus weniger attraktiv sind.

Eine „Kulinarik-Meile“ rundet das Angebot auf dem Platz ab. Hungrige Schützen können Deftiges bei einem Vollimbiss bestellen – Currywurst und Co. gibt es etwa beim „Gallier-Treff“, der in Reichweite des Festzelts steht. Dazu gibt es weitere Grills, Dampfnudeln, Crêpes, Pizza und Asia-Gerichte aus dem Wok. Zudem bietet ein Imbissbetrieb in diesem Jahr sogenannte Corn-Dogs: frittierte Würstchen im Brötchen mit verschiedenen Toppings. Hungern braucht also niemand. Und wer Durst hat, soll ebenso eine große Auswahl haben. Es gibt mehrere Getränkestände, sogar eine Cocktailbar.

Die Kirmes wird an allen Tagen bis in die späten Abendstunden beziehungsweise bis in die Nacht geöffnet sein. Am Samstag sollen die ersten Fahrgäste ab 14 Uhr durchgeschüttelt werden, am Sonntag und Montag soll’s schon früher losgehen. Am Dienstag wird die Kirmes voraussichtlich am frühen Nachmittag öffnen.

(cka jast)

INFO BSV setzt auf starkes Kirmes-Netzwerk